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Kundenrezensionen

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In diesem populärwissenschaftlichen Werk stellt Stephen Hawking die aktuellen Theorien der Raumzeit-Forschung vor. Die Struktur des Buches ist baumartig, so dass man die Kapitel nicht in chronologischer Reihenfolge lesen muss. Es enthält zahlreiche Grafiken, die zu einer optisch gelungenen Gestaltung beitragen. Im Anhang befinden sich Erläuterungen wichtiger Fachbegriffe. Diese sind zum Verständnis auch erforderlich, weil nicht alle Begriffe im Text erklärt sind. Werden die abstrakten Modelle der theoretischen Physik anschaulich beschrieben? Auch wenn das Buch rein äußerlich wie ein zeitgemäßes populärwissenschaftliches Buch wirkt, handelt es sich nicht um eine leicht verständliche Lektüre. Auch naturwissenschaftlich interessierte Leser werden hier ihre Grenzen erkennen.

Der Relativitätstheorie und ihrem Schöpfer Albert Einstein ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Einstein postulierte eine vom Beobachter unabhängige konstante Lichtgeschwindigkeit und entthronte damit die absolute Zeit. Eine Konsequenz aus der speziellen Relativitätstheorie ist das bekannte Zwillingsparadoxon, welches Hawking ausführlich erläutert. Durch Einbeziehung der Gravitation kreierte Einstein eine Theorie der gekrümmten Raumzeit. Es entstand ein neues Modell, welches mit unseren Denkstrukturen nur schwer in Einklang zu bringen ist. Wer kann sich schon ein gekrümmtes vierdimensionales Raumzeit-Kontinuum vorstellen?

Seit den 1920er Jahren weiß man, dass sich alle Galaxien von uns fort bewegen. Aus der gegenwärtigen Expansionsrate wird gefolgert, dass sie vor fünfzehn Milliarden Jahren nahe beieinander gewesen sind. Danach kann man auf einen Anfang des Universums und einen Anfang der Zeit schließen. Da die Expansion des Universums nicht schneller als das Licht erfolgen kann, hat das Universum eine endliche Größe. Dies sind wesentliche Fakten, die zur kosmologischen Urknalltheorie geführt haben. Verdrängt wurde die Steady-State-Theorie, die ein quasi statisches, seit ewigen Zeiten vorhandenes Universum postulierte. Auch wenn die Urknalltheorie heute als allgemein anerkannt gilt, sträubt sich der gesunde Menschenverstand gegen ein Universum, das in einer punktförmigen Singularität seinen Anfang genommen haben soll.

Kann man die Zukunft vorhersagen? Wenn wir den Ort und die Geschwindigkeit aller Teilchen im Universum kennen würden, so meinte im 19. Jahrhundert der französische Naturwissenschaftler Laplace, müssten wir anhand der physikalischen Gesetze den Zustand des Universums berechnen können. Hier kommt ein erstaunlicher Optimismus zum Ausdruck, der vermutlich die Stimmung wissenschaftlicher Kreise des 19. Jahrhundert widerspiegelt. Werner Heisenberg wies in den 1920er Jahren nach, dass man niemals gleichzeitig die Position und Geschwindigkeit eines Teilchens bestimmen kann (Unschärferelation). Damit liegt ein gewichtiges Argument gegen die Determiniertheit des Universums vor und Vorhersagen sind prinzipiell unmöglich.

Hawking glaubt an eine Vereinheitlichung der Physik. Er beschreibt die sogenannte M-Theorie als den letzten Stand der aktuellen Forschung. Diese vereinigt die verschiedenen bisher bekannten Stringtheorien (Teilchen werden als Schwingungszustände angesehen) in einem übergeordneten Rahmen. In dieser Theorie haben wir es mit elf Raumzeitdimensionen zu tun. Die vierdimensionale Oberfläche in einer höher dimensionalen Raumzeit nennt Hawking Branwelt. Die Modelle sind, wie Hawking selbst einräumt, äußerst spekulativ. Die Branwelten werden zur besseren Veranschaulichung mit Nussschalen verglichen, daher der Titel des Buches.

Hawking bekennt sich zum Positivismus, wonach nur das Wirkliche, Tatsächliche zur Erkenntnis führt und alle Metaphysik nutzlos sei. Man ist geneigt zu fragen, ob diese Grenze hier nicht überschritten wird - zumindest bewegt die Physik sich in einem Bereich, der jenseits der menschlichen Vorstellungswelt liegt. Angenommen, die Suche nach der Weltformel führt zum Erfolg. Was hat man dann gefunden? Sicherlich eine Plattform, aus der sich derzeitige physikalische Teiltheorien als Sonderfälle herleiten lassen werden. Wo liegen die Grenzen? Kann man mit einer solchen Formel die Welt erklären? Nein, die Welt ist mehr als ein physikalisches Modell.

Lesenswert ist die Biographie von Markus Pössel über Stephen Hawking im letzten Teil des Buches. Hier werden wichtige Stationen seiner theoretischen Arbeiten, insbesondere zu den Schwarzen Löchern, beschrieben. Erkennbar ist Hawkings Bestreben, Teilbereiche der Physik miteinander zu verbinden.

"Das Universum in der Nussschale" ist kein Fachbuch, aber auch kein leicht verständliches populärwissenschaftliches Buch. Stephen Hawking ist ein bekannter Kosmologe, der seinen Leserkreis findet, auch wenn es zu einzelnen Themen anschaulichere Literatur gibt.
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am 3. Januar 2002
Ich weiss nicht woran es lag, vielleicht die Werbung oder die Aufmachung mit den vielen Grafiken, die mir die Illusion vermittelten, ein nettes Lesebuch über die gekrümmte Raumzeit, Heisenberg's Unschärferelation und Superstrings in der Hand zu halten. Endlich etwas leicht Verständliches in der Hand, das uns das Universum erklärt. Weit gefehlt. Das Buch ist zwar vermutlich so verständlich geschrieben wie es nur geht, es bleibt aber trotzdem ein sehr schwieriges Sachbuch, darüber können auch die vielen Grafiken(die den Geschmack etwas strapazieren) nicht hinwegtäuschen.Wie sollte es bei der Materie auch anders sein? Das Buch repräsentiert das existentielle Wissen unserer Zeit. Es bewegt sich in der Zone des mathematisch Beweisbaren aber geistig nur schwer Vorstellbaren. Nichts mit Beine hochlegen und schmökern- eine eche Kopfarbeit.
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am 22. März 2006
Nachdem Stephen Hawkings „Kurze Geschichte der Zeit“ zum meistverkauften populärwissenschaftlichen Buch aller Zeiten wurde, ließ er sich viel Zeit mit einer weiteren Veröffentlichung. Erst 2001, also 13 Jahre nach der „kurzen Geschichte“, brachte der „Das Universum in der Nussschale“ auf den Markt.
Anders als „Die Kurze Geschichte...“, befasst sich Hawking in diesem Werk nicht mehr nur mit den Grundlagen der heutigen Astrophysik und Kosmologie, sondern geht auch auf die Entwicklung in den letzten Jahren, und speziell seine eigenen Forschungen ein. Zudem sind die Kapitel nicht mehr aufeinander aufbauend, sondern behandeln jedes für sich eigene Unterthemen.
Im ersten Kapitel erhält der Leser eine kurze Einführung in die Themen allgemeine Relativitätstheorie und Quantentheorie, die bereits in der kurzen Geschichte der Zeit ausführlich behandelt wurden. In den folgenden Kapiteln widmet er sich anschließend der Form der Zeit (Kapitel 2), dem Universum in der Nussschale (Kapitel 3), der Möglichkeit, die Zukunft vorher zu sagen (Kapitel 4), Zeitreisen (Kapitel 5), der Zukunft (Kapitel 6) und der Möglichkeit einer Branwelt (Kapitel 7). Mit möglichst einfacher und klarer Sprache und sehr vielen (In den allermeisten Fällen) hilfreichen Grafiken und Statistiken, versucht Hawking, dem Leser diese aktuellen Forschungsgebiete, und die darin bislang erzielten Erfolge näher zubringen. Da er selbst in genau diesen Gebieten tätig ist, bezieht er sich selbstverständlich auch des Öfteren auf eigene Forschungsergebnisse.
Wie schon bei seinem ersten Buch gelingt es Stephen Hawking auch hier, so komplexe Themen der Physik zu behandeln, und dabei trotzdem verständlich und vor allem auch unterhaltsam zu bleiben, ohne dass das Buch an wissenschaftlichem Wert und Glaubwürdigkeit verliert.
Der Anhang des Buches beginnt mit einem Vortrag Hawkings über die Entfaltung des Lebens im Universum. Es folgt eine kurze biografische Skizze über das Schaffen Hawkings, geschrieben von Markus Prössel. Es folgen ein sehr ausführliches, und hilfreiches Glossar, weitere Literatur-Empfehlungen zu den angesprochenen Themen, sowie die obligatorischen Bildnachweise und das Register.
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am 12. Dezember 2016
Das Buch beginnt mit der Allgemeinen Relativitätstheorie, so wie man das sicher schon mehrmals gelesen hat, nur die Bilder sind ziemlich skurril.
Die reale Zeit wird um die imaginäre Zeit erweitert. Es geht vom Teilchenverhalten bis zum Verhalten von Strings und über Schwarze Löcher zu Bran-Welten.
Das Buch wird fortschreitend schwieriger und entfernt sich sehr weit von der erlebbaren und vorstellbaren Welt. Das ist sicher eher etwas für Freunde der weit fortgeschrittenen theoretischen Physik. Ich konnte mich nicht dafür begeistern.
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TOP 100 REZENSENTam 22. März 2016
So begeistert ich von der kurzen Geschichte der Zeit war, so enttäuschend war diese geistige Nussschale. Muss man dafür jahrelang in Cambridge grübeln, um derartige Ergüsse von sich zu geben? Gut, ich weiß jetzt, dass es keinen Determinismus gibt, weil ständig Information in den schwarzen Löchern verschwindet, aber für diese weltbewegende Erkenntnis brauche ich keine Löcher, das wusste ich vorher auch. Und was mit Branen gemeint war, das war so schlecht erklärt, dass ich es erst 10 Jahre später in Büchern von anderen Autoren verstand. Wenn das die versprochene einheitliche Theorie von allem ist, dann Gute Nacht, Wissenschaft!
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am 19. März 2017
Schwer zu verstehen, der Schreibstil wirkt teilweise wirr. Viele Sätze sind zu verschachtelt , so dass das Gelesene garnicht inhaltlich wahrgenommen wird bzw. nur schlecht. Zudem treten Widersprüche auf, es wirkt auch vieles an den Haaren herbei gezogen. Die Grafiken wirken wie gekritzel am Blattrand eines Schulhefters. Die Grafiken sind zudem unzureichend bis garnicht beschriftet.
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am 15. April 2006
Nun habe ich Steven Hawkings Buch zum zweiten Mal gelesen und bin so begeistert wie zuvor. Er spannt einen einzigartigen Bogen vom Newtonschen Weltbild über die die Physik revolutionierenden Ideen Albert Einsteins über die Prinzipien der Quantenmechanik bis in die moderne theoretische Physik der schwarzen Löcher, der String-Theorien und der p-Branen. Und das alles in einer Art und Weise, die auch einem absoluten Physik-Analphabeten, wie ich einer bin, das Gefühl gibt, etwas von seinem Denken verstanden zu haben. Ganz großes Lob und Gratulation an Stephen Hawking!
Einigen Ausgaben ist auch ein Hörbuch als Zusammenfassung des Buches in Form von 2 CDs beigegeben, das ebenfalls sehr gelungen ist und als Zusammenfassung des Buches hervorragend geeignet ist.
Fazit : Ein Super Buch, insbesondere für den in der Physik wenig Bewanderten. Absolute Kaufempfehlung
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am 11. Februar 2004
Das Buch hat den selbstauferlegten Anspruch einem physikalisch unversierten (phy.unv) Leser Problembereiche der modernen Quantenphysik nahezubringen. Infolge dessen versucht Hawkins recht komplexe Zusammenhänge in wenigen Sätzen an den Mann zu bringen. Beim Lesen hat man daher allzuhäufig den Eindruck, dass offenbar logische Schlussfolgerungen von Hawkin's einfach aus dem Hut gezaubert werden. Man kann verschiedene Dinge (z.b. Stringtheorie)mit den Informationen, die man aus dem Buch bekommt kaum nachvollziehen. Das ganze mutet an wie Hawkin's Märchenstunde. Aber nur deshalb, weil es zu knapp gehalten ist.
Nebenbei kommt der vielgerühmte britische Humor auch eher schleppend rüber(so nach dem Prinzip:"Ah...das sollte wohl witzig sein"). Fazit: Das Buch bringt nur ein gewisses Maß an Vergnügen, wenn man schon gewisse physikalischen Einblicke in seinem Leben gehabt hat, die über die gängige Schulphysik hinausgehen.
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TOP 500 REZENSENTam 1. März 2002
Das Werk ist schwer verständlich.
Allerdings hat es mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, und dies ist letztendlich genau das, was ich von einem guten Buch erwarte.
Die Illustrationen sind zum großen Teil hilfreich und dienen dem Verständnis. Der Schreibstil ist, bedenkt man das Gebiet und die Komplexität, erfrischend und man merkt, daß sich Hawkins bemüht, Begeisterung und Verständnis zu schaffen.
Sicherlich werde ich das Buch noch ein zweites mal lesen, und vielleicht bleibt dann mehr hänge als die ca. 30% vom ersten Durchgang. Ein Blick auf meine Zeugnisse und die damaligen Noten in Physik zeigt mir allerdings, das Hawkins mit diesem Werk mehr erreicht hat, als viele Jahre und verschiedene Lehrer in den Schulen meiner Kindheit.
Für mich ein klarer Kauf!
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am 24. November 2001
Ich kann mich den anderen Rezensionen eigentlich nur anschließen :
Ein wahrhaftes Meisterwerk der populär-wissenschaftlichen Bücher !
Aber : Hawking geht meiner Meinung nach zu schnell und zu unbegründet durch die verschiedenen Themen. Wer sich ernsthaft Gedanken über Relativität, Quantenphysik und deren Bedeutung für das Weltbild macht, wird erstaunt sein von elf-dimensionaler Supergravitation oder multi-dimensionalen Strings zuhören.
Hawking hat es diesmal nicht geschafft, alle "seine" Theorien plausibel zu machen. Es drängt sich manchmal der Gedanke auf, ob dies nicht eher Sciene-Fiction ist als harte Wissenschaft ist. Deshalb 'nur' vier Sterne.
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