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am 23. September 2003
Fortey's "Leben" ist ein deutlicher Gewinn auf dem Büchermarkt. Zu keiner Zeit war das Buch langatmig oder uninteressant - und dies durchaus auch für beruflich Vorbelastete. Fortey schafft es ganz hervorragend, eine Wissenschaft zu präsentieren, die bei weitem nichts mehr mit vergeistigten Beinchenzählern im Elfenbeitum zu tun hat. Der Leser bekommt das Bild einer sehr lebendigen, modernen und vor allem spannenden Wissenschaft vermittelt. Eingestreute Anekdoten lockern die Story erfrischend auf. Gerade die Darstellung der älteren Formationen (bis einschließlich Paläozoikum) ist ein Highlight der populärwissenschaftlichen Vermittlung eines solchen Themas. Allerdings sind in der Tat Mesozoikum und Känozoikum etwas stiefmütterlich behandelt. Nun wäre es m.E. sicher ebenso vermessen und unangebracht, wie aber auch unmöglich gewesen, die gesamte Bioevolution unseres Planeten mit der nötigen Tiefgründigkeit zu behandeln. Das war nicht Fortey's Anliegen. Er konzentrierte sich auf "seine" Zeit, in der er sich auskennt - das Paläozoikum. Verständlich, dass insbesondere Dino-Liebhaber enttäuscht und mitunter empört sind. Vielleicht wäre Fortey besser beraten gewesen, wenn er nicht diesen Titel gewählt hätte, der - völlig verständlich - eine ebenso eingehende Darstellung der postpaläozoischen Lebewelten impliziert. Doch das ist auch schon alles, was dem Autor vorgeworfen werden kann. Das Buch ist zweifellos ein Gewinn für den hierzulande auf diesem Gebiet weitgehend vernachlässigten Büchermarkt, es macht Lust auf mehr, es macht neugierig und es rückt eine Paläontologie ins öffentliche Bewußtsein, die seit langem jenseits von verstaubten Knochenarchiven oder verwirrten "Lost World / Jurassic Park" Fiktionen liegt.
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am 6. Dezember 2015
Super spannendes Buch, informativ und belustigend . Musst zwar ein oder zweimal Tante Google fragen , war aber jede Seite des Lesens wert. Hatte auch einige male Tränen vor lachen in den Augen.
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am 22. Juli 2009
Wenn Wissenschaftler älter und renommierter werden, wagen sie den großen Rundumschlag durch ihr Fachgebiet. Der Paläontologe Richard Fortey machte sich hier z.B. daran, auf 450 Seiten die Entwicklung des Lebens von den Anfängen bis heute zu schildern. Ein recht anspruchsvolles Unterfangen - zwischen beiden Buchdeckeln muss Fortey, wie schon der Titel verrät, die Geschehnisse von 4 Milliarden Jahren unterbringen. Das Ergebnis ist gelungen.
Fortey steht in einer typisch britischen Tradition - er gehört zu jenen Wissenschaftlern, die auch anspruchsvolle Inhalte unterhaltsam vermitteln können. Das erste Kapitel, in dem Fortey seine Anfänge als Forscher auf der Polarinsel Spitzbergen schildert, hat gar die Wucht eines Romans. Danach gelingt es Fortey sehr gut, Interesse gerade für die ursprünglichen Lebensformen wie Bakterien, Quallen etc. zu wecken. Er bezieht auch die Populärkultur in sein Buch ein - so setzt er sich mit diversen Gedichten, aber auch dem Film Jurassic Park auseinander.

Das Buch hat aber ein großes Problem: Es ist deutlich anzumerken, dass Fortey eher für das Erdaltertum und Meeresfossilien spezialisiert ist. Einerseits ist es zwar gut, dass er hier die angesichts des ständigen "Dinosaurierfiebers" vernachlässigten vorjurassischen Zeiten wieder in Erinnerung bringt. Dennoch ist nicht ganz nachvollziehbar, wieso im Vergleich zu den älteren Epochen sehr wenig über das Tertiär oder die Entwicklung des Menschen in dem Buch zu lesen ist.

Da "Leben. Eine Biographie" trotzdem ein großartiges Lesevergnügen ist, bleibe ich trotz dieser Schwächen bei den fünf Punkten. Wer nach einem populärwissenschaftlichen Buch über Paläontologie sucht, wird kaum ein besseres finden.
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am 5. September 2003
Dies ist ein Spitzenbuch!!!!!! Jedem zu empfehlen!
Fortey versteht es auf das Wesentliche einzugehen! Er verliert sich nicht in Nebensächlichkeiten, zeigt aber trotzdem Liebe zum Detail! Er bringt auch sehr gut die Zusammenhänge ein, wie die Forscher auf verschiedene Dinge stiessen und daraus ihre Rückschlüsse zogen! Es bringt nichts alle Vorzüge des Buches aufzulisten! Wenn man sich mit der Erdgeschichte ernsthaft beschäftigt erkennt man den Wert schon nach einigen Seiten! Fortey ist ein Spitzenfachmann was Trilobite betrifft (Er ist einer der Mitautoren der "Treatise of Invertebrate Paleontology: Arthropoda") aber er ist auch einer der besten Autoren was Erdgeschichte allgemein betrifft! Er versteht es zudem alles leicht verständlich zu halten und den Leser nicht zu ermüden!
Dieses Buch hätte mir zu meinen Schulzeiten viel gebracht, da es so klar die Zusammenhänge aufzeigt, wie es leider keines der Bücher im Unterricht konnte und durch die spannende Schilderung wird man angeregt sich mehr Information zu beschaffen und sein Wissen noch zu vertiefen!
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am 27. Dezember 2002
Auf den ersten Blick überzeugt Richard Forteys Buch durch einen klar gegliederten Aufbau, eine anschauliche, bildhafte Sprache sowie durch fachliche Kompetenz. Doch leider: Je mehr man sich in die Lektüre vertieft, desto häufiger stößt man auf Ungereimtheiten und auf Passagen, die schlichtweg ärgerlich sind. Eine Kunst hat Fortey bis zur Vollendung entwickelt: die des Auslassens und Verschweigens. Dies betrifft hauptsächlich Erdmittelalter und -neuzeit. Während bis dahin noch eine im Großen und Ganzen stimmige Historie des irdischen Lebens ausgebreitet wird, werden die letzten 250 Millionen Jahre in einer Art behandelt, die zum Widerspruch geradezu herausfordert.
"Ich scheue mich fast, ... etwas zu den Dinosauriern zu sagen", schreibt Fortey wörtlich. "Schließlich sind die Dinosaurier mittlerweile Allgemeinbesitz." Dieser Ausspruch ist symptomatisch für das, was anschließend kommt - ein lust- und liebloses Herunterspulen längst bekannter Tatsachen. Unschlüssig widmet sich der Verfasser dem Problem, ob die Saurier nun Warmblüter waren oder nicht, und lässt es dann unerledigt liegen. Dabei hätte ein Blick auf eine der faszinierendsten Entdeckungen der letzten zwanzig Jahre weiterhelfen können, nämlich die erstaunliche Dino-Fauna Australiens. In der Unterkreide lag der Kontinent innerhalb des Südpolarkreises, was gleichbedeutend war mit einer 1- bis 2-monatigen Polarnacht und entsprechend winterlichen Verhältnissen, zwar nicht vergleichbar mit der heutigen antarktischen Eiswüste, aber dennoch so kalt und unwirtlich, dass wechselwarme Lebensformen keine Chance gehabt hätten.
Davon findet sich bei Fortey kein Wort. Auch die ebenso faszinierenden Entdeckungen über die komplizierte Sozialstruktur inklusive Brutpflege mancher Saurierarten wird recht stiefmütterlich behandelt. Ebenso herrscht tiefstes Schweigen über die Evolution zur Intelligenz, wie sie in der Oberkreide - zum Beispiel in Form von Stenonychosaurus - deutlich erkennbar wurde. Doch ob Saurier oder Säugetiere: Fortey hat es nicht mit evolutiven Entwicklungen. Er zählt zwar Arten und Gattungen oftmals gleich dutzendweise auf, um sie fein säuberlich in diverse Schubladen einzuordnen, stellt sie aber kaum jemals in den Kontext der Evolution. So ist es fast schon logisch, dass der Umstand, dass Südamerika während seiner Isolationsphase im Tertiär um ein Haar von karnivoren Riesen-Laufvögeln dominiert worden wäre, ebenfalls keine Erwähnung findet.
Wenn dieses Sachbuch ein Roman wäre, würde dieser Roman eine ziemlich langweilige Sache sein - alle farbigen Szenen und Beschreibungen, alle Höhepunkte, alle dramaturgischen Verdichtungen sind daraus verbannt. Was bleibt, ist eine öde buchhalterische Verwaltung der Hauptpersonen. Sie werden detailliert geschildert, aber ohne Leidenschaft, ohne Anteilnahme, kurz: ohne Leben. Fortey gefällt sich als Verwalter versteinerter Fossilien, aber er versäumt es, ihnen Charakter und Eigenart zu verleihen. Und ebenso wartet man vergebens auf eine stimmige Darstellung der entsprechenden Umwelt.
Es wäre ermüdend, sämtliche Versäumnisse des Verfassers hier aufzuzählen. Dennoch will ich auf ein paar Beispiele nicht verzichten:
Die bunte, vielfältige und höchst interessante Welt der Flugsaurier hätte mehr Beachtung verdient. Schließlich gab es nicht nur Pteranodon und Quetzalcoatlus.
Der endkreidezeitliche Impakt wird zwar relativ umfassend behandelt, ist aber thematisch nicht auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand.
Der gut dokumentierte Meteoreinschlag im heutigen Nördlinger Ries, verursacht durch ein kilometergroßes Objekt, bedeutete vor rund 14,5 Millionen eine Katastrophe erster Ordnung für die Fauna Mitteleuropas und zeitigte auch globale Auswirkungen. Kommentar hierzu bei Fortey: keiner.
Das Austrocknen des Mittelmeeres im späten Tertiär und die anschließende Überflutung des leeren Beckens, als die Straße von Gibraltar wieder aufbrach, wird vom Verfasser vollständig ignoriert.
Die größten erdgeschichtlich bekannten Vulkanausbrüche (dokumentiert in den indischen Dekkan-Trapps), die für manche Wissenschaftler als die eigentliche Ursache des Saurier-Sterbens gelten, werden zwar erwähnt, aber ungebührlich verniedlicht.
Diese Liste ließe sich beliebig verlängern, zeigt aber auch so die Tendenz des Buches auf. Was mich allerdings am meisten schockiert hat, ist Forteys Charakterisierung einiger heutiger Tierarten. Danach sind Katzen "blutrünstig", und Wiesel haben grundsätzlich als "bösartig" zu gelten. Tut mir leid: Das ist keine Wissenschaft mehr, das ist tiefstes 19. Jahrhundert! Richard Fortey ist ein anerkannter Fachmann für Trilobiten, Mollusken und ähnliches. Vielleicht sollte er sich auf diesen Bereich beschränken. Warten wir also weiter auf ein Buch, das die Geschichte des irdischen Lebens umfassend, vollständig, fantasievoll und vor allem nahe an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beschreibt.
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am 28. November 2002
Wenn man glaubt, Paläontologen sind graue, schweigsame Menschen, die sich an Staub und toten Steinen ergötzen, wird man durch dieses Buch bekehrt. Schwungvoll wird die Geschichte der Erde erzählt, so als hätte man selbst den Geologenhammer geschwungen und Dinosaurierskelette zusammengesetzt. Liebevolle Seitenhiebe (nein besser -tritte) auf seine Wissenschaftskollegen lassen den Leser immer wieder schmunzeln (vor allen Dingen die Vergleiche zwischen den Namen der Wissenschaftler und den Fossilien, die sie gefunden haben....). Ein tolles Buch, nur zu empfehlen! Einziges Manko: Etwas mehr Illustrationen wären oftmals hilfreich.
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am 26. Juni 2013
Richard Fortey nimmt die Leser hier mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Lebens auf der Erde - von dessen im Dunkel des Archaikums liegenden Ursprüngen bis zur Entstehung des Menschen.
Dabei beschreibt er die für die jeweilige Epoche typische Fauna und Flora und zeigt, wie das Leben es im Laufe der Jahrmillionen immer wieder geschafft hat, diverse Krisen zu überwinden und sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen, dass es aber andererseits auch in manchen Bereichen von erstaunlicher Stabilität geprägt war. Auch auf die Rolle des Zufalls wird eingegangen.

Es gelingt dem Autor sehr gut, die Faszination der Paläontologie nachvollziehbar zu machen, wenn er nicht nur diverse wunderschöne und aufschlussreiche Fossilien erörtert, sondern auch öfters Anekdoten aus seinem eigenen Leben oder aus der Geschichte seines Fachbereichs einfließen lässt.

Wie bereits in anderen Rezensionen erwähnt, liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Paläozoikum. Ich sehe dies allerdings nicht als Schwachpunkt - im Gegenteil. Schließlich entspricht diese ausführlichere Darstellung doch der Bedeutung dieses ansonsten eher etwas stiefmütterlich behandelten Zeitabschnitts. Populärwissenschaftliche Auseinandersetzungen mit der Evolution des Menschen gibt es dagegen ohnehin zu Dutzenden.
Was mir allerdings ein bisschen gefehlt hat, war eine umfangreichere Bebilderung. Mehr Illustrationen hätten es erleichtert, sich ausgestorbene Lebensformen vorstellen zu können.
Weiters muss vermerkt werden, dass die Originalausgabe dieses Buches bereits 1997 erschienen ist, die Inhalte sich daher nicht immer auf dem aktuellsten Stand befinden.

Dennoch kann ich dieses Werk allen, die sich für die Evolution interessieren, nur weiterempfehlen. Durch seine farbenfrohen Schilderungen werden fundierte Informationen auf unterhaltsame Art präsentiert.
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am 5. Oktober 2002
Vor 4 Millionen Jahren wurde der erste Schritt gemacht. Dieser kleine Schritt für einen Menschen bedeutete einen Riesensatz für die Menschheit. Erst durch ihn sind wir in der Lage, Spaziergänge auf dem Mond zu unternehmen. Die Geschichte des Lebens ist eine der spannendsten überhaupt. Sie ist gekennzeichnet durch die Entwicklung physiologischer Neuheiten, unterstützt vom Faktor Glück. Denn mit viel Glück wurden wir zu dem, was wir heute sind - Menschen. Dabei hatte das Leben viele Schicksalschläge zu überstehen: Massenaussterben, Eiszeiten, Klimaänderungen. Aber alles hat das Leben überlebt und dokumentiert seinen Lebenslauf in den Fossilien. Richard Fortey beschreibt dies so anschaulich, mitreißend und trotz witziger Ausgestaltung immer mit genügend objektiver Kritik. Gutgelaunt stellt er dar, dass das Leben viel mehr ist als die bloßen Auswirkungen der genetischen Informationen.
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am 2. April 2007
Das Buch bietet einen interessanten und für Nicht-Fachleute problemlos verständlichen Überblick über die Geschichte des Lebens. Einziges kleines Minus ist daß es sehr wenige Abbildungen enthält, die sich bei diesem Thema angeboten hätten. Ansonsten aber wirklich sehr lesenswert!
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am 8. Oktober 2010
Wer sich einen seriösen Überblick über den aktuellen Stand der Evolutionsforschung verschaffen will, wird von diesem Buch enttäuscht sein.

Schon beim Lesen des ersten Kapitels werden dem Leser kaum Informationen zum Thema vermittelt. Stattdessen ergeht sich der Autor lieber in Tratsch und Annekdoten.

Schnell gewinnt man den Eindruck, dass Fortey offensichtlich ein Mensch ist, der sich gerne reden hört. Der Erkenntnisgewinn des Lesers bleibt dabei meistens auf der Strecke.

Gestützt wird diese Annahme noch durch die Tatsache, dass der Autor sich mit der Terminologie keine Mühe gegeben hat. Oder kennen Sie etwa eine norwegische Hafenstadt namens "Boda"? Ich jedenfalls nicht. Oder kann mir jemand sagen, was ein "Isbjorn" sein soll? Meint er vielleicht einen Eisbären?

Ich habe das Buch jedenfalls nach 150 Seiten Lektüre verärgert weggelegt, (was mir äusserst schwerfällt, wenn ich ein Buch einmal angefangen habe zu lesen.)

Kurz und (nicht) gut: Wer auf pseudowissenschaftliche Trivialliteratur steht, wird hier bestens bedient.
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