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am 7. September 2003
In diesem packend und unterhaltsam geschriebenen Buch wird die Geschichte der Kryptographie nachvollzogen, und eine Menge spannende, wahre Geschichten um Geheimbotschaften und deren Entschlüsselung sowie die Entzifferung der Hieroglyphen und anderer vergessener Schriften erzählt. Bereits dieser Teil des Buches ist sein Geld wert, doch das ist noch lange nicht alles: Es werden die verschiedensten Verfahren der Kryptographie Schritt für Schritt erläutert, so daß auch der Laie sie verstehen kann. Dabei bleibt Singh stets so allgemeinverständlich wie möglich und quält seine Leser nie mit ermüdenden Formeln. Stattdessen werden schwierige mathematische Probleme anschaulich dargestellt, was Singh sogar mit der sperrigen Quantenphysik gelingt.
Das Buch hat aber nicht nur schriftstellerische Qualitäten, es enthält eine zusätzliche Dimension: es ist moralisch ehrenwert, und zwar zum Einen, weil darin die Menschen genannt werden, die sich in der Kryptographie verdient gemacht haben, und deren Leistungen oft geheimgehalten oder ohne Würdigung zum wissenschaftlichen Allgemeingut wurden. Wir erfahren hier von den unbekannten Helden, die Kriege entschieden und nie namentlich erwähnt oder geehrt wurden, von Forschern, die Wichtiges entdeckten und um die Früchte ihrer Erkenntnisse gebracht wurden und von tragischen Persönlichkeiten, die kurz vor dem Ziel innehielten, von anderen, die verlacht oder gar verfolgt wurden. Das Ganze ist sauber recherchiert und solide dokumentiert, reichliche Abbildungen unterstützen die Fakten machen das Buch zum abwechslungreichen Genuß.
Zum Anderen wirft Singh in den Schlußkapiteln einige moralische Fragen zu dem elementaren Grundrecht des Einzelnen auf die künftige Privatheit seiner elektronischen Korrespondenz auf. Einerseits soll die Privatheit und das Briefgeheimnis durch Verschlüsselung geschützt werden, andererseits steht dadurch auch Kriminellen oder Terroristen ein Weg zum Mißbrauch offen. Hier legt Singh die widerstreitenden Positionen von staatlichen Überwachungs- und Kontrollwünschen zu demokratischen Freiheitsbestrebungen dar und gibt wichtige Denkanstöße.
Die Freunde des Knobelns kommen in dem Buch auf ihre Kosten, denn Singh stellt darin jede Menge kryptographische Aufgaben, an denen man seine neugewonnenen Kenntnisse gleich ausprobieren kann. Wer durch die Lektüre Lust auf Mehr bekommen hat, kann sich dann in den Anhängen und dem Literaturverzeichnis weitergehend informieren. Hier hat sich der Verlag sogar die Mühe gemacht, deutsche Titel zu ergänzen. (Das Buch ist übrigens sehr gut und gewissenhaft übersetzt.)
Auch eine Liste mit Homepages und die Adressen von Museen zum Thema fehlt nicht und das Buch enthält selbstverständlich ein Stichwortverzeichnis.
Bei mir kommt das Buch in die Hausbibliothek, denn ich halte es für das Beste zum Thema.
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am 10. Juli 2016
Eigentlich hat mich die Kunst der Verschlüsselung noch nie interessiert. Das Buch habe ich trotzdem angefangen zu lesen, weil S. Singh ein brillanter Autor ist. Und ich muss sagen, das war eine brillante Entscheidung. Singh beginnt bei der fast kindlich-romantischen Verschlüsselung von Liebesbriefen, beschäftigt sich mit der Bedeutung der Verschlüsselung beim Militär und geht bis zu den Anforderungen durch die modernen Kommunikationstechniken. Dabei erklärt und beschreibt er anhand von anschaulichen Beispielen so die verschiedenen Techniken, dass man geneigt ist, sie sofort auszuprobieren. Gefallen hat mir aber auch, dass er die Entwicklung der Verschlüsselungstechniken immer in die geschichtlichen Kontexte gesetzt hat. Zwar musste ich mich an manchen Stellen konzentrieren, um die verschiedenen Techniken nachvollziehen zu können. Ich muss aber sagen, es hat sich gelohnt.
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am 17. Juli 2017
Ich habe mir das Buch gekauft um überhaupt erst mal einen Einblick in das Thema der Kryptographie zu bekommen und kann es nur wärmstens weiterempfehlen. Es ist unglaublich mit welch einer Leichtigkeit man hier sehr vieles lernt und auch anhand von Beispielen (halb entzifferte Texte usw) gezeigt bekommt wie man es machen kann.
Sicherlich eins der besten Bücher die ich gelesen habe
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am 6. April 2016
Sehr spannend und interessant! Enigma, Hieroglyphen und andere interessante Themen werden aufgegriffen.
Guter Ausgleich zwischen Unterhaltung und Wissen geschaffen, sehr lesenswert!
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am 8. Januar 2002
Simon Singh versteht es, ein auf den ersten Blick eher uninteressantes Thema einem breiten Publikum schmackhaft zu machen - das Buch ist keineswegs trocken, sondern ausgesprochen interessant und spannend. Zahlreiche Abbildungen und Beispiele sorgen dafür, daß auch ein durchschnittlicher Leser alles verstehen kann. Weiters wird einem klar, daß Kryptographie nicht nur etwas für „Freaks" ist, sondern aus dem heutigen Leben kaum wegzudenken ist.
Die historischen Hintergründe der Verschlüsselung werden besonders ausführlich erklärt. Caesar, Maria Stuart, Ludwig XIV. - sie alle nutzten verschiedene Verfahren, um ihre Botschaften zu schützen. Außerdem wurden Kriege entscheidend durch Kryptographie beeinflusst.
Besonders interessant fand ich die Diskussion zwischen den Strafverfolgern und den Bürgerrechtlern. Es ist ein heikles Thema - die heutige Verschlüsselung ist zurzeit praktisch nicht zu knacken und daher ein gefährliches Hilfsmittel in den Händen von Kriminellen. Nichtsdestotrotz ist eine staatliche Beschränkung von Verschlüsselungsverfahren keineswegs empfehlenswert. Der Online-Handel gewinnt immer an Wichtigkeit und daher sind sichere Zahlungsverfahren nötig. Außerdem ermöglicht die Infrastruktur der elektronischen Kommunikation eine lückenlose und automatisierte Überwachung aller Bürger - ein Horrorszenario das glücklicherweise durch den Gebrauch von Verschlüsselungsverfahren vermieden werden kann.
Leider fehlt in dieser DTV-Neuauflage des Buchs die sogenannte "Cipher Challenge", ein Entschlüsselungswettbewerb von Simon Singh der mit 10.000 britischen Pfund Preisgeld prämiert war und inzwischen schon gelöst ist. Daher wurden die 10 verschlüsselten Rätsel offenbar ausgelassen, aber auch ohne den Anreiz der Prämie ist es sicher spannend und unterhaltsam, das in diesem Buch neu erworbene Können zu testen.
Insgesamt kann ich „Geheime Botschaften" uneingeschränkt empfehlen.
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am 4. Mai 2000
Simon Singh ist es auch mit seinem zweiten Buch gelungen, ein herausragendes Werk über ein kompliziertes Thema zu schreiben. Mit wohl überlegten, auch für einen Laien verständlichen Beschreibungen der einzelnen Verschlüsselungsmethoden und der Bemühungen eben jene wieder zu entschlüsseln, entführt er den Leser auf seine eigene Weise in die Welt der Kryptographie. Dank der interessanten Darbietung möchte man dieses Buch am liebsten nicht weglegen, ehe man es beendet hat und kann dann dennoch eine gewisse Enttäuschung, wenn es soweit ist, nicht verbergen - die Enttäuschung darüber, nicht noch mehr lesen zu können. Es bietet nicht nur für Kryptographen eine spannende Lektüre - im Gegenteil, gerade wer sich noch nicht eingehender mit dieser Materie befaßt hat, wird sich freuen, sein Interesse daran jetzt geweckt zu finden. Es gleicht schon fast einem Kunststück, ein doch eher den Spezialisten vorbehaltenes Gebiet einer breiten Masse so anschaulich zu vermitteln, daß es sehr wahrscheinlich ist, daß nach dem Genuß dieses Werkes der ein oder andere Leser die Lust nicht unterdrücken können wird, seine eigenen E-Mails oder andere Botschaften zu verschlüsseln.
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am 30. Dezember 2001
Viele Leser werden Simon Singh durch den Bestseller ‚Fermats letzter Satz' kennen, in der es um den Satz des Pythagoras und den Beweis bzw. die Notizen des französischen Mathematikers Pierre Fermat geht, nach dem diese Urformel immer und überall gilt, aber nur in der Zweier-Potenz, mit keiner anderen Zahl. Mit ‚Geheime Botschaften' bietet Singh diesmal eine geniale Einführung in das Thema Kryptographie.
Singh gibt zunächst einen Überblick über die Geschichte der Kryptographie. Angefangen von altertümlichen Texten, der Caesar-Verschlüsselung bis zu den Quantencomputern der Zukunft. Die einzelnen Codierungsverfahren werden detailliert erklärt. Im Kern unterscheidet man in der Kryptographie zwei verschiedene Verfahren, die Transposition und die Substitution. Bei einer Transposition werden die einzelnen Buchstaben einer Botschaft einfach anders angeordnet. Dieses Verfahren ist insbesondere bei kurzen Mitteilungen sehr unsicher. Bei dem Wort ‚nur' gibt es beispielsweise sechs verschiedene Möglichkeiten der Darstellung. Bei dem Satz ‚Betrachten wir zum Beispiel diesen Satz' existieren exakt 29 960 000 000 000 000 000 000 000 000 000 verschiedene Anordnungsmöglichkeiten.
Wird ein jeder Buchstabe durch einen anderen Buchstaben oder ein Symbol ersetzt, so spricht man von Substitution (Ergebnis = Geheimschrift oder Chiffre).
Insbesondere im Zeitalter des E-Business ist es immer wichtiger, dass Informationen auf der Reise über den Globus geschützt werden. Insbesondere mit Hilfe der Public-Key-Kryptographie wurde heute ein Verfahren entwickelt, welches nur schwer zu knacken ist.
Am Ende des Buches sind zunehmend komplexere Codes dargestellt, zu deren Entschlüsselung der Leser eingeladen wird.
Die Einführung in die Kryptographie der vergangenen 2000 Jahre ist umfassend und detailliert und auch für den Einsteiger leicht verständlich. Singh zeigt, dass wissenschaftliche Themen auch spannend dargestellt werden können.
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und ist uns 5 Sterne wert (RiskNet / Frank Romeike)
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am 26. Januar 2006
Bereits Singhs populärwissenschaftliches Erstlingswerk "Fermats letzter Satz" zeichnet sich durch einen sehr gut lesbaren, allgemeinverständlichen Stil aus. "Geheime Botschaften" steht dem in nichts nach. Das geht zwar nach dem Enigma-Kapitel, also bei den moderneren (und komplizierteren) Verschlüsselungstechniken zu Lasten der Ausführlichkeit und Detailtreue, doch liegt der Schwerpunkt dieses Buch von vornherein mehr auf dem zeitgeschichtlichen Überblick, denn auf der Einführung in moderne Themen wie PGP oder Quantenkryptographie. Der Zusammenhang von wissenschaftlichem Fortschritt und politischem Umfeld wird deutlich unterstrichen, dank des erzählerischen Talents des Autors auch auf eine sehr unterhaltsame Weise.
Besonders gefallen hat mir das Kapitel über die "Entzifferung" antiker Sprachen, die kurze Abhandlung über Quantenkryptographie ist eher schwach.
Alles in allem aber ein empfehlenswertes Buch, wenngleich es mich nicht in dem gleichen Maße begeistern konnte wie "Fermats letzter Satz".
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am 31. Dezember 2001
Simon Singh versteht es, ein auf den ersten Blick eher uninteressantes Thema einem breiten Publikum schmackhaft zu machen - das Buch ist keineswegs trocken, sondern ausgesprochen interessant und spannend. Zahlreiche Abbildungen und Beispiele sorgen dafür, daß auch ein durchschnittlicher Leser alles verstehen kann. Weiters wird einem klar, daß Kryptographie nicht nur etwas für „Freaks" ist, sondern aus dem heutigen Leben kaum wegzudenken ist.
Die historischen Hintergründe der Verschlüsselung werden besonders ausführlich erklärt. Caesar, Maria Stuart, Ludwig XIV. - sie alle nutzten verschiedene Verfahren, um ihre Botschaften zu schützen. Außerdem wurden Kriege entscheidend durch Kryptographie beeinflusst.
Besonders interessant fand ich die Diskussion zwischen den Strafverfolgern und den Bürgerrechtlern. Es ist ein heikles Thema - die heutige Verschlüsselung ist zurzeit praktisch nicht zu knacken und daher ein gefährliches Hilfsmittel in den Händen von Kriminellen. Nichtsdestotrotz ist eine staatliche Beschränkung von Verschlüsselungsverfahren keineswegs empfehlenswert. Der Online-Handel gewinnt immer an Wichtigkeit und daher sind sichere Zahlungsverfahren nötig. Außerdem ermöglicht die Infrastruktur der elektronischen Kommunikation eine lückenlose und automatisierte Überwachung aller Bürger - ein Horrorszenario das glücklicherweise durch den Gebrauch von Verschlüsselungsverfahren vermieden werden kann.
Leider fehlt in dieser DTV-Neuauflage des Buchs die sogenannte "Cipher Challenge", ein Entschlüsselungswettbewerb von Simon Singh der mit 10.000 britischen Pfund Preisgeld prämiert war und inzwischen schon gelöst ist. Daher wurden die 10 verschlüsselten Rätsel offenbar ausgelassen, aber auch ohne den Anreiz der Prämie ist es sicher spannend und unterhaltsam, das in diesem Buch neu erworbene Können zu testen.
Insgesamt kann ich „Geheime Botschaften" uneingeschränkt empfehlen.
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am 3. Januar 2003
Ähnlich wie in 'Fermats letzter Satz' schafft Simon Singh es in bemerkenswerter Weise, ein auf den ersten Blick trockenes Thema derart anschaulich und kurzweilig zu Papier zu bringen, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte, bevor nicht die letzte Seite erreicht ist. Mit einem gekonnten Mix aus Zahlentheorie - also mathematischen Grundlagen (aber keine Angst, nicht abschrecken lassen) -, historischen Hintergründen und biographischen Elementen gelingt es dem Autor den Leser zu fesseln und für das Thema Codierungen und Verschlüsselungen und den ewigen Kampf zwischen Verschlüsseler und Codebrecher zu begeistern.
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