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Kundenrezensionen

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am 13. Januar 2003
Konrad Lorenz hält in diesem Buch der Menschheit den Spiegel vor. Er ist als Verhaltensforscher auch zu einem Nobelpreis gekommen, aber hier zeigt er Parallelen zwischen tierischen und menschlichem Verhalten auf und jeder kann die von ihm geschriebenen Situationen bei sich selbst wieder erkennen. Dabei bleibt das Buch aber immer spannend und interessant, er gibt einem nicht vorgekaute Theorien wieder, wie es sonst bei Wissenschaftlern oft so beliebt ist, sondern läßt jeden seine Schlüsse selber ziehen. Regt aber auch Möglichkeiten an, wie man selbst mit Agressionen umgehen und sie beherrschen kann, wieder anhand von Beispielen aus dem Tierreich.
Ein Muß für jeden Tierliebhaber um seine Lieblinge besser zu verstehen, für jeden Philosophen um eine Erklärung für viele Phänomene der Gesellschaft zu finden, für die meisten Leser um sich selbst besser unter Kontrolle zu halten, denn Agression ist natürlich und steckt in jedem von uns.
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Konrad Lorenz ist einer der Helden meiner Jugend. Jetzt, nach vielen Jahren, habe ich es noch einmal gelesen, sein Buch zur Naturgeschichte der Aggression. Es ist ein wunderbares Buch und ein wirklicher Klassiker. Intraspezifische Aggressivität (um sie geht es hier eigentlich, gemeint ist die Aggressivität von Lebenwesen einer bestimmten Art untereinander), die oft ja von uns allen als negativ erfahren wird, wird gründlich entdämonisiert, denn sie ist zu etwas nützlich: Vor allem dazu, dass durch ihre abstoßende Kraft sich eine Art über die Welt gut verteilen kann und so jeder sein Plätzchen mit ausreichenden Ressourcen erhält, bzw. sich erkämpft. Damit es aber besonders aggressive Arten auch miteinander aushalten, d.h. sich z.B. paaren können ohne sich zu zerfleischen, sind durch die Evolution verschiedene aggressionshemmende Mechanismen entstanden: Die positiven Seiten der Aggression werden so bewahrt, für eine Art aber ganz destruktive Auswirkungen ausgeschaltet. Solche Mechanismen erläutert Konrad Lorenz mit wunderbaren, kenntnisreichen Beispielgeschichten aus dem Tierreich, die besonders geeignet sind die Liebe zur Wunderwelt der Natur und zu ihren Tieren überhaupt zu erwecken. Der Abwehrmechanismus nun gegen destruktive Auswirkungen der Aggression, der sozusagen am höchsten in der Evolution steht, ist nach Konrad Lorenz 'das Band', nämlich die Liebe. Das erläutert er unter anderem an den von ihm so geliebten Graugänsen, die unter normalen Umständen eine lebenslange Beziehung zu nur einem Partner eingehen. Die Aggression nach Außen hin gegen die Nicht-Teilnehmer des eigenen Gänsetriumphgeschreis bleibt erhalten, wirkliche Zuneigung, Zärtlichkeit und Liebe für die Nahestehenden. Da die Liebe so naturgeschichtlich nachgerade aus der Aggression sozusagen als Antwort entwachsen ist, kann es Liebe nach Lorenz ohne Aggression nicht geben. Bei Tieren denen die Aggression fehlt, hat sich denn auch ein 'Band' nie entwickelt. In den letzten Kapiteln seines Buches beschäftigt sich Konrad Lorenz dann mit dem Menschen, der Teil der Natur ist und bei dem sozusagen analoge Mechanismen wie zum Beispiel bei der Graugans entstanden sind. Lorenz stellt fest, dass unsere instinktmäßigen Hemmungsmechanismen gegen destruktive Auswirkungen der Aggression nicht so recht mithalten können mit unserem Erfindungsreichtum und Werkzeuggebrauch, der etwa unsere Fähigkeiten zu töten und zu verletzen sehr erweitert. Dafür hat sich aber bei uns ein Verantwortungsbewußtsein entwickelt, mit dem wir sozusagen dagegen halten können, wir wissen von gut und böse. Damit wir auch in Zukunft alle in Frieden leben können, lernt Konrad Lorenz ausdrücklich von den Demagogen um dann das genaue Gegenteil lehren zu können: So lobt er die völkerverbindende und aggressionsableitende Funktion des Sports, die gemeinsame Arbeit an den Wissenschaften, das persönliche Kontaktknüpfen und Interessieren für das eben noch Fremde und das Lenken der Begeisterung der Menschen hin auf Ziele die niemanden ausgrenzen. Wer sich mit Tieren näher beschäftigt, so meint Konrad Lorenz, wird erst so recht erfahren wie wertvoll und wunderbar der Mensch ist, der aber trotzdem nicht 'abheben' (dann geht er in die Irre und es droht eine Selbstvernichtung), sondern bescheiden und stolz zu seinen wunderbaren Wurzeln stehen soll.
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am 21. Oktober 2015
Zugegebenermaßen ist es keine leichte Kost und die Auslassungen über das Verhalten bei Fischen sind etwas langatmig und deswegen mühselig zu lesen. Allerdings lohnt es sich und lässt das Herz eines jeden Naturwissenschaftlers höher schlagen. Insbesondere die klare, stringente und gehobene Sprache machen das Buch zu einem wahren Leckerbissen.
Inhaltlich wird dabei Verhalten von Fischen ausgehend, über Vögel und schließlich von Säugetieren, dessen evolutionstechnisch der Mensch als weitentwickeltes gesehen werden kann, untersucht. Dabei wird Aggression als notwendiger Bestandteil der Evolutionsgeschichte erkannt.
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am 15. April 2007
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre zumindest für jeden (Hobby-)Verhaltensforscher sein. Aber auch der unbedarft Interessierte wird von der Lektüre partizipieren können. Die Naturgeschichte der Aggression stellt unter Beweis, daß Aggression nichts Befremdliches ist (wie es in unserer Gesellschaft und dem gesamten Erziehungssystem immer noch zu gern dargestellt wird), sondern etwas natürliches und arterhaltendes.

Es ist wissenschaftlich sehr anspruchsvoll geschrieben und erfordert konzentriertes Lesen. Am Ende kommt man jedoch zu der Erkenntnis: Krank ist nur derjenige, der seine Aggressionen unterdrückt.
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am 19. Dezember 2011
Der Titel dieses Buches des Verhaltensforschers Konrad Lorenz (1903-1989) ist "Das sogenannte Böse". Im Untertitel steht: "Zur Naturgeschichte der Aggression". Diese Historie führt Lorenz anschaulich und weitgehend akzeptabel aus (auch wenn es heuer überholt ist, von "Aggressionstrieb" zu sprechen). Wäre der Untertitel der alleinige Titel des ganzen Buches, hätte Lorenz sein eigens gewähltes Thema getroffen und überzeugend besprochen, und das Buch hätte vier Sterne von mir bekommen.
Aber Lorenz erhob zusätzlich den Anspruch, nicht nur über die Aggression in Tier und Mensch zu schreiben, sondern über "das Böse". Damit wird ein Brückenschlag aus der durch die Vergleichende Verhaltensforschung ermittelten Naturgeschichte der Aggression zu philosophischem Terrain versucht, der nur dürftig gelingt. So wird beispielsweise dem dritten Kapitel "Wozu das Böse gut ist" ein diabolisches Wort aus "Faust I" prätentiös beigesellt: "Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will, und stets das Gute schafft". Aber ohne den tieferen Sinn dieses Rätselwortes philosophisch zu klären, weist Lorenz in elf Kapiteln immer nur nach, dass und inwiefern die als "das Böse" gedeutete Aggression pragmatisch dazu "gut" sei, die körperliche Existenz eines sterblichen Tieres oder Menschen für sich zu sichern. Dies erklärt aber nicht, wieso die Aggression als "das Böse" gedeutet wird. Gerade weil doch ein jeder Mensch diese Aggression als sein tierisches Erbe in sich wirken fühlt und er also eigentlich Verständnis dafür in sich tragen sollte, müsste plausibilisiert werden, wie dieser selbe Mensch dann dazu kommt, seine Aggression oder zumeist eher die seiner Nächsten als "böse" zu werten?
Zudem ermangelt bei Lorenz jede Darstellung einer Verinnerlichung des Zusammenhanges "des Bösen" mit der empfundenen Angst vor ihm. Wieso wird vom Menschen "das Böse" etwa gar zu einem "Widersacher Gottes" alias Satan hyperstasiert? Aus unergründeter Angst! Und wäre es nicht hilfreich, das vermeintlich "Böse" in seiner nuancierten Erscheinung etwa als aggressionslos kultiviert auftretender Mephisto auch thematisch anders, tiefer und vollständiger zu interpretieren denn nur als tierische "Aggression"? Das "Böse" ist kein Absolutum, sondern dass und davor Angst empfunden wird. Aber wieso? Ohne solche Fragestellungen unterschwebt das Buch das Thema seines Titels.
Dies hohe Thema wurde also nicht gänzlich verfehlt, sondern gewisser Maßen unterfehlt, weil nicht genügend hoch erschlossen. Trotzdem ist das Buch hinsichtlich der wertfreien Erschließung der Aggression lesenswert!
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am 29. Juni 2011
Konrad Lorenz als Verhaltensforscher beschreibt die Aggression (bei Tieren) als entwicklungsgeschichtliches, instinktives Verhalten. Insofern hat Aggression eine Schutzfunktion im weitesten Sinne. In vielen detailliert geschilderten verhaltensspezifischen Untersuchungen hat Konrad Lorenz diese lebens- und arterhaltende Eigenschaft auch für Laien verständlich dargestellt. Dieses Werk sollten alle Haustier- und Nutztierhalter aufmerksam lesen. Es könnte dazu beitragen, seinen Liebling im Haus besser einzuschätzen, zu verstehen und zu erziehen.
Ist Aggression beim Menschen ebenfalls entwicklungsgeschichtlich angelegt? Angesichts der blinden Wut, der puren Lust zu zerstören, zu schädigen, zu verletzen oder gar zu töten, kann man das bezweifeln. Es scheint so zu sein, dass dieser Trieb durch vielfältige frustrierende Erlebnisse beim modernen Menschen degeneriert ist und zur Absicht anderen Schaden zuzufügen mutierte. Insofern erscheint Aggression in der Kultur moderner Menschen als gewaltsamer, vorsätzlicher Angriff, nicht als Schutzfunktion für das eigene Leben oder zur Arterhaltung. Hier setzt auch meine Kritik ein: Konrad Lorenz hätte diese offensichtliche Degeneration des Aggressionstriebes beim Menschen detaillierter und mit empirischen Daten unterlegt beschreiben sollen oder als Verhaltensforscher Aufschluss darüber geben sollen, warum der moderne Mensch so ist, wie er ist. Aber wahrscheinlich ist das eher Gegenstand der Psychologie und dort insbesondere der Psychoanalyse. Dazu müsste sich der Interessierte beispielsweise mit den Werken von S. Freud und C.G. Jung beschäftigen.
Als Essenz aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen (seit Darwin)und der Psychoanalyse könnte man zu dem Schluss kommen, das der Mensch auf gar keinen Fall das höchstentwickelte Lebewesen sondern die grösste Fehlleistung der Natur ist.
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am 31. Januar 2014
Ich habe es noch nicht ganz fertig gelesen. Aber wie alle Buecher die Konrad Lorenz uns gab, ist es sehr lesbar, und auch besonders interessant. Ich moechte es meiner Familie und Freunden die mit seinen anderen
werken bekannt sind, auch empfehlen.
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am 18. März 2003
Wie alle Bücher von Konrad Lorenz,ist es gut verständlich und sehr interessant geschrieben.Es ist faszinierend zu lesen,was er über die Aggression denkt und an vielen Lebewesen beobachtet hat.Es ist einerseits so,daß es einem die Augen öffnet,aber auch erschreckend,weil man sich teilweise darin selbst erkennt.
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am 11. August 2014
Interressantes und aufschlussreiches Büchlein vom Vater der vergleichenden Verhaltensforschung Konrad Lorenz!Kann ich nur jedem empfehlen zu Lesen!Ob gross oder klein jung oder alt
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am 4. Mai 2014
Hallo zusammen,

Konrad Lorenz, ist ein muss für jeden, der sich mit Verhaltenstherapie ob Mensch oder Tier beschäftigt. Dieses Buch kann ich jedem Empfehlen !!!
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