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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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4,8 von 5 Sternen
Ostpreußisches Tagebuch: Aufzeichnungen eines Arztes aus den Jahren 1945 - 1947
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 26. November 2012
Der kürzliche Tod einer Freundin nach langer Leidenszeit hat mich veranlasst, das Buch noch einmal zu lesen.
Ich fand sie darin sozusagen wieder - in der Gestalt von "Doktora", der jungen Königsberger Ärztin, einer Frau, die trotz furchtbarster Erfahrungen sich dem Grauen entgegen stellt, indem sie - oft mit einem Lächeln - das tut, was nötig ist: den Kranken und Sterbenden hilft, bis zu ihrem eigenen Tod. Das hat mich aufs Neue bewegt, aber auch getröstet.
Ein zeitloses Buch, das erschüttert und gleichzeitig stärkt. Es werden nämlich nicht nur die Schrecken der letzten Kriegs- und Nachkriegsmonate geschildert, sondern das Buch durchzieht eine menschliche Kraft, die das Leid nicht verschweigt, sich den Herausforderungen aber immer wieder stellt.
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am 8. August 2000
Die Beschreibungen des Arztes aus den letzten Tages von Königsberg fesseln, erschüttern, und lassen den Leser nicht mehr so schnell los. Mit einer schier unglaublichen Leichtigkeit schildert Lehndorf Situationen und Strapazen, die wir uns heute nicht mehr vorstellen können. Wer irgendeinen Bezug zu Ostpreußen und Königsberg hat, oder wissen will, was der Krieg aus Menschen im Positiven wie im Negativen macht, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.
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am 4. September 2014
Eigentlich schreibe ich nie so lange Rezensionen, aber bei diesem Thema kann ich mich nicht kürzer halten. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das mir den Kern des Krieges so deutlich und anschaulich vor Augen geführt hat: die unglaublichen Gewaltexzesse und das unglaubliche Leid, eine zerstörte Gesellschaft, die in Vorzeiten zurückgesetzt wird und die Generationen braucht, sich wieder davon zu erholen.

Der Autor ist für sein Durchhaltevermögen zu bewundern. Er versucht als Arzt, der durch seinen Beruf gebraucht wird und dadurch etwas bessere Unterkunft und Nahrung erhält als der Rest, eine gewisse Ordnung ins Chaos zu bringen: Er sucht Medikamente in den Trümmern Königsbergs, hilft verhungerte Menschen zu verscharren, reißt in verlassenen Gärten Rhabarber aus, um sich selbst und andere mit Vitaminen zu versorgen.

Er erlebt Schreckliches: „Ein merkwürdiges Sterben ist dieser Hungertod. Nichts von Revolte. Die Menschen machen den Eindruck, als hätten sie den eigentlichen Tod schon hinter sich. Sie gehen noch aufrecht, man kann sie auch noch ansprechen, sie greifen nach einem Zigarettenstummel - eher übrigens als nach einem Stück Brot, mit dem sie nichts mehr anzufangen wissen - und dann sinken sie auf einmal in sich zusammen, wie ein Tisch, der unter einem Höchstmaß an Belastung so lange noch standhält, bis das zusätzliche Gewicht einer Fliege ihn zusammenbrechen lässt."

Er steht zahllosen Frauen bei, die nach Vergewaltigungen an Depression und/oder Geschlechtskrankheiten leiden oder ein Kind zur Welt bringen müssen: „In Groß-Albrachtau war wieder ein Russenkind fällig. Die trübe Lampe reichte gerade aus, um schließlich mit Bedauern festzustellen, dass von den in Frage kommenden Russen der kleine, freundliche Mongole als der Vater bezeichnet werden musste. 'Siehst, auch noch von dem Schlitzaug!' Mit diesen Worten hielt die Großmutter der jungen Mutter das Neugeborene hin."

Dabei urteilt er nicht, das Buch hat nichts revanchistisches (trotzdem habe ich den Titel in der Berliner U-Bahn ein paar Mal verdeckt): "Diese verhetzten Kinder, fünfzehnjährig, sechzehnjährig, die sich wie Wölfe auf die Frauen stürzen. Das hat nichts mit Russland zu tun, das ist die Fratze des Menschen. Sonst könnte mich die alles nicht so peinlich berühren - wie eigene Schuld."

"Nie wieder Krieg" - wer diese etwas abgedroschene Phrase mit Leben füllen will, sollte dieses Buch lesen.
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am 13. August 2014
Dieses Buch von Herrn Graf von Lehndorff überreichte ich meinem Vater als Geburtstagsgeschenk.Die Begeisterung beim Lesen war enorm.Die Geschichte spiegelt seine eigene Lebenslinie,ein geborener Ostpreuße.Bei Bedarf komme ich auf weitere Werke dieses Autoren zurück.Freundliche Grüße,Regina Hessler.
Ostpreußisches Tagebuch: Aufzeichnungen eines Arztes aus den Jahren 1945-....
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am 1. Oktober 2013
Das Buch ist mir ganz zufällig in die Hände gekommen und ich wollte es erst gar nicht lesen, weil mir das Thema irgendwie suspekt war. Schließlich habe ich doch damit begonnen und konnte es erst wieder ganz beiseitelegen, als ich am Schluss angekommen war. Das erschütternde Schicksal der in den Ruinen von Königsberg verbliebenen Bewohner hielt mich bis zum Schluss in Atem. Ich muss zugeben, dass mich bisher nur wenige Bücher derart gefesselt haben. Der Autor Hans von Lehndorff hat seine als Arzt erlebten Geschehnisse in Form eines persönlichen Tagebuches verfasst. Was mir an dem Buch besonders gefällt: man spürt, dass der Autor trotz dramatischer, ja traumatischer Erlebnisse um eine sachliche Schilderung der Ereignisse ohne Schwarz-Weiß-Malerei oder revanchistische Färbungen bemüht ist. Das tiefgründige und in gewisser Weise auch spirituelle Buch ist wirklich lesenswert, allerdings ist es keine Freizeitlektüre zur Entspannung, der Erholungswert ist gleich Null ;-). Trotz des geschichtlichen Hintergrundes ist das Tagebuch meiner Meinung nach sehr aktuell, die Ereignisse könnten sich genauso gut in unserer Zeit z.B. irgendwo in Afrika in einem von einem Krieg oder Bürgerkrieg zerstörten Land abspielen. Dabei geht es immer um Sieger und Besiegte, Macht und Ohnmacht, die jeweiligen Nationalitäten finde ich dabei eher zweitrangig.
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am 11. Oktober 2006
Was Lehndorff beschreibt, liegt jenseits der heutigen Vorstellungskraft. Um den Arzt herum tobt das Inferno. Er hilft mit einfachsten Mitteln, wo er gebraucht wird. Um ihn herum sterben Menschen wie die Fliegen, werden Frauen vergewaltigt, brennen Häuser ab, es laufen Menschen in Lumpen durch den Frost oder werden in feuchten Kellern auf engstem Raum ohne Nahrung ihrem Schicksal überlassen. Für Flüchtlingstrecks ist es schon längst zu spät.

Das ganze wird mit einer relativen Emotionslosigkeit geschildert. Die Beschreibungen wirken aber nicht kalthezig, sondern eher wie durch die Brille eines traumatischen Dauerzustandes betrachtet. Auch Lehndorff kämpft ums Überleben. Was den Nationalsozialismus angeht, scheint er eine distanzierte Haltung zu haben. Politische Erwägungen spielen in dem Buch aber eine untergeordnete Rolle. Er verzichtet auf pauschale Schuldzuweisungen: Auch die Russen leiden. Hier geht es um das nackte Überleben im unbeschreiblichen Chaos nach der russischen Invasion in Ostpreußen zwischen 1945 und 1947. Das Buch wirkt glaubhaft.

Lehndorff bricht schließlich aus Königsberg nach Süden in das polnisch besetzte Ostpreußen auf. Prägend ist die Beschreibung der Dörfer, durch die er kommt: vieles ist abgebrannt, in den letzten Ruinen sammeln sich verängstigte Menschen. Viele Ortsnamen werden erwähnt. Wer sich fragt, warum im ehemaligen Ostpreußen viele Dörfer von der Landkarte verschwunden sind, findet hier eine Antwort.

All das liest wie ein spannender Roman. Es fällt schwer, das Buch eine Weile zur Seite zu legen. Kaum vorstellbar, dass dies tatsächlich geschehen ist.

Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang auch das "Zeugnis vom Untergang Königsbergs" von Michael Wieck. Die Schauplätze überschneiden sich zum Teil. Die Schilderungen sind ähnlich erschütternd.
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am 13. Februar 2002
Ich las das Buch in einem Stück! Sehr lebensnah sind die Erlebnisse des Autors geschildert und ein erschütterndes Zeugnis seiner Zeit. Wer sich für diese Zeit und dieser Region interessiert besonders empfehlenswertes Buch.
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am 22. Oktober 2002
Es war damals die nackte Angst und die leise Hoffnung den nächsten Tag zu erleben was den Menschen die Kraft gab sich weiter am Leben zuerhalen.Ohne solche Menschen wie diesen Arzt,ohne sein Mut und auch seine Risikobereitschaft, hätten die meisten Menschen schon aufgegeben und sterben wollen.
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am 1. Februar 2015
Ich habe das Ostpreußische Tagebuch mehrmals gelesen und jedesmal hat es mich erschüttert. Mir sind immer wieder die Erzählungen meiner Familie in den Sinn gekommen und ich konnte sie jetzt besser verstehen. Beeindruckt haben mich der
tiefe Glauben und das Gottvertrauen Lehndorffs. Er beschreibt die schrechlichen Erlebnisse wie ein Chronist, ich habe mich immer gefragt, wie er das Alles ausgehalten hat. Dabei wirkt er nicht verbittert und beschreibt ohne zu verurteilen.
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am 7. April 2014
Viel eigenes Erleben kommen in der Erinnerung hoch.Es war eine schlimme Zeit,man muß es in die histor.Gegebenheiten und Fehlentscheidungen mit der Machtergreifung durch den Faschismus einordnen..,dann wird man das heutige bemühen um ein geeintes Europa auch besser verstehen.

Dr.H.Preuß
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