find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle Unlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longss17

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
314
4,5 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 9. Juli 2015
Auf den Inhalt werde ich nicht nochmal im Detail eingehen, dieses ist hier schon ausreichend geschehen.

Ich war wirklich begeistert beim Lesen. Und habe mich immer wieder gefragt warum? Eigentlich passiert doch kaum etwas. Keine Action, keine Dramen, keine überraschenden Wendungen usw. Dieses Buch wurde u.a. auch beworben als eines über ein Leben das einfach so stattfand und dann endete.
Der Roman kommt tatsächlich "leise" daher. Doch genau das stimmt ja gar nicht. Es ist alles in dem Leben drin. Dramatischer Wechsel in der Jugend durch die Berufswahl, starke Veränderungen im Beruf durch unglaubliche Vorgänge im Schulbetrieb. Völlig ungewöhnliche Beziehungen in dem Punkt Liebe durch eine sehr ungewöhnliche Ehe und weiteren Folgen daraus. Ungewöhnliche Beziehungen im dem Punkt Freundschaft die wesentlichen Einfluss auf ihn haben. Einsichten über die Güte seiner Arbeit. Auswirkungen auf sich und seine Umwelt durch die verschiedenen Phasen seines Lebens bzw. seiner eigenen Psyche usw.

Und was meiner Meinung nach auch wichtig ist, es ist eine Geschichte über ein Leben das man so oder ähnlich kennt. Natürlich ist die Ehe in einzelnen Teilen extrem, aber unglaubwürdig deshalb? Eher nicht. Selbst die Reaktion der Eltern bzgl. seiner Berufswahl sind, auf die Zeit bezogen, glaubwürdig.
Alles in allem, aber auch im Detail ein unglaublich phantastisches Buch das eine sehr konkrete Geschichte erzählt und ganz viel Raum für eigenen Ideen, Phantasien zulässt.
Für mich ist dieses Buch ein Geschenk gewesen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Dezember 2016
Ein wunderbares Buch über einen ganz gewöhnlichen Menschen mit seinem Leid, seinen Hoffnungen und seinen leider nur seltenen Glücksmomenten. Die Lebensgeschichte Stoners geht uns alle an: Es stellt sich die Frage, wie man und was man in Anbetracht der Endlichkeit Leben will, sehr tiefsinning und feinfühlig geschrieben.
Nebenbei bekommt man zudem einen guten Einblick in den Hochschulbetrieb und in die gesellschaftlichen Bedingungen der USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Diamant der Literatur.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. August 2017
Rezension zu "Stoner" von John Williams

Das Buch Stoner ist mit 352 Seiten am 23. August 2013 im dtv Verlag erschienen. Williams schrieb diesen Roman aber schon 1965.

Klappentext:
Stoner‹ ist einer der großen vergessenen Romane der amerikanischen Literatur. John Williams erzählt das Leben eines Mannes, der, als Sohn armer Farmer geboren, schließlich seine Leidenschaft für Literatur entdeckt und Professor wird – es ist die Geschichte eines genügsamen Lebens, das wenig Spuren hinterließ.Ein Roman über die Freundschaft, die Ehe, ein Campus-Roman, ein Gesellschaftsroman, schließlich ein Roman über die Arbeit. Über die harte, erbarmungslose Arbeit auf den Farmen; über die Arbeit, die einem eine zerstörerische Ehe aufbürdet, über die Mühe, in einem vergifteten Haushalt mit geduldiger Einfühlung eine Tochter großzuziehen und an der Universität oft teilnahmslosen Studenten die Literatur nahebringen zu wollen. ›Stoner‹ ist kein Liebesroman, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, und auch über die romantische Liebe. Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Cover:
Das Cover drückt die Trostlosigkeit des William Stoners perfekt aus und passt hervorragend zum Buch.

Meine Meinung:
Wow, völlig erschlagen von dem Buch brauchte ich erst einmal paar Tage um das Gelesene zu verarbeiten. Da schafft es ein Autor, ein ganz normales, fast sogar trostloses Leben eines Mannes niederzuschreiben und dabei den Leser dermaßen zu berühren, dass man die ganze Zeit mit Stoner mitfühlt.

Der zur Landwirtschaft erzogene junge Student Stoner beschließt seiner Liebe zur Literatur zu folgen, wird Professor, findet sogar eine Frau, doch hat er mit ihr nur Probleme. Nichts als Probleme hat er auch als Professor, denn Kollegen und Studenten machen es ihm schwer. Stoisch erträgt er sein trostloses Leben, ohne jedoch die Lust am Leben zu verlieren.

,,Manchmal, wenn er in die Bücher vertieft war, überkam ihn eine Ahnung dessen, was er alles nicht wusste, was er noch nicht gelesen hatte, und die Ruhe, auf die er hinarbeitete, wurde von der Erkenntnis erschüttert, wie wenig Zeit ihm doch im Leben blieb, um so viel zu lesen, um all das lernen zu können, was er wissen musste." S. 36

John Williams schafft es, das normale Leben so erdrückend zu erzählen, dass man mitfühlt, seine unerschütterliche Art versteht und alles akzeptiert. Er zaubert literarisch Worte aufs Papier, die einen richtig umhauen.

,,In seinem dreiundvierzigsten Jahr erfuhr William Stoner was andere, oft weit jüngere Menschen vor ihm erfahren hatten: dass nämlich jene Person, die man zu Beginn liebt, nicht jene Person ist, die man am Ende liebt, und dass Liebe kein Ziel, sondern der Beginn eines Prozesses ist, durch den ein Mensch versucht, einen anderen kennenzulernen." S.245

Fazit:
Ein Geschenk für jeden, der die Liebe zur Literatur und den Büchern nachvollziehen kann. Eine Qual für jene, die dem stoischen Leben von Stoner nichts abgewinnen können.
Sicher ein Buch, welches nicht jedem gefällt.
Nichtsdestotrotz eine wichtige Wiederentdeckung amerikanischer Literatur.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 23. August 2016
Es gibt Bücher, auf die man sich freut und unverständlicherweise wartet, bis man sie liest. Stoner ist so ein Buch. Als ich vor 1 1/2 Jahren Butcher's Crossing: Roman des gleichnamigen Autors las, war ich von der Wucht des Plots und vor allem der wunderbaren Sprache beeindruckt. Ein Roman über die endende Zeit des Büffeljagens im wilden Westen der USA. Aussergewöhnlich, dass solch ein Autor von diesem Format, bis vor drei Jahren bei uns so gut wie nicht bekannt war. Unglaublich ist auch, dass seine Bücher zu seiner Lebzeit wenig beachtet wurden. John Williams (1922-1994) hat drei Romane geschrieben, 2 Gedichtbände sowie eine Abhandlung zur Dichtung während der Renaissance, die auch in diesem vorliegenden Buch eine Rolle spielen wird. Von Williams’ Leben gibt es Parallelen, zu dieser Geschichte, auch Williams (sein Protagonist heisst William Stoner!) wuchs auf einer Farm auf und studierte Literatur. Doch während sein stiller Held 'Stoner' über sich die Ehe in seinem Privatleben ergehen lässt, war Williams selbst immerhin in seinem Leben 4x verheiratet. Im kommenden September erscheint der dritte Roman von Williams 'Augustus', wo er uns in das Römische Reich entführt. Auch geht es wiederum darum, dass der Protagonist ein Schriftsteller und Gelehrter werden will. Wer die 1* Bewertungen hier liest, wird feststellen, dass die meisten Leser damit Mühe hatten, sich mit der 'stillen Einwilligung' seines Protagonisten 'Stoner' hatte, der sich viel zu sehr in seine unglücklich machenden Lebensumstände ergibt...

Vielleicht sollte man hier eingangs einmal erwähnen, dass gute Literatur nicht unbedingt eine 'Wohlfühlliteratur' ist und zu Recht ernste Themen des Lebens behandelt, dass eben nicht immer mit Weichspüler behandelt ist und wir uns glücklich machende Stunden damit erhoffen. Wie naiv ist denn das? HIER wird ein Leben eines Menschen erzählt, dem man zwar vorwerfen mag, zu sehr in seine Lebensumstände einzuwilligen, die sein Leben erschweren oder gar unglücklich machen, aber wie viele Menschen gibt es davon? Und warum soll das hier nicht anerkannt werden? Deswegen: Ich kann sämtliche 1*Bewertungen hier nicht nachvollziehen und: Natürlich ist das keine Unterhaltungsliteratur sondern eben jene E-Literatur. Doch hat die Kraft dieses Buch, wie es einen berühren und aufzuwühlen vermag, schon eine besondere Auszeichnung. Denn Williams schafft hier etwas, was viele Autoren nicht schaffen, nämlich dass wir uns mit dem Protagonisten solidarisieren, mit ihm fühlen und leiden (auch wenn wir uns gerne für ihn wehren würden). Doch ist es aus meiner Sicht gerade die Absicht des Autors, einen Menschen zu beschreiben, der sich ‚zu wenig’ (Können wir das beurteilen?) entschieden für sein eigenes Glück einsetzt. Doch ist er deswegen ein Opfer seines Lebens? Williams zeichnet hier einen Mann auf, der sich der Literatur verschrieben hat und alle Fähigkeiten mitbringt, ein liebender Mensch zu sein, doch war ihm dies nur begrenzt ein seinem Leben möglich, davon erzählt dieses wunderbare Buch, das zu den Besten gehört (Vorfreude ist die schönste Freude) das ich WIRKLICH seit Jahren gelesen habe.

Dass dieses Buch aus der Versenkung gehoben wurde, bleibt wohl dem Umstand zu verdanken, dass dieses Buch 2006 neu in Englisch aufgelegt wurde, das ursprünglich 1965 erstmals erschien. Der junge William Stoner geb. Ende des 18.Jhd. kommt mit 20 Jahren auf die Universität um Agrarwirtschaft zu studieren. Er wächst als Einzelkind in armen und einfachen Verhältnissen auf der Farm seiner Eltern auf, die sich eines Tages erhoffen, dass er die Farm von ihnen übernimmt. Doch nach einem Jahr wechselt er das Fach in Englisch, als er durch einen Kurs damit in Kontakt kommt, weil er darin seine Passion erkennen kann, ohne seine Eltern davon zu unterrichten. Wir sind in Missouri, an der Universität von Columbia, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges in Europa. Stoner wird von 'Archer Sloanes' einem Literatur-Professor betreut, der schon bald das Talent für Literatur in Stoner erkennt und ihn darin unterstützt. Obwohl andere Erwartungen seitens seiner Eltern gestellt werden, setzt er sein Interesse für sich durch. (An all' jene, die meinen Stoner würde sich im ganzen Buch nur als Opfer verhalten) Später lernt er seine künftige Frau Edith kennen, ein Phlegma, die kraftlos, unbelastbar, labil, frigide und lebensuntüchtig wirkt, unerreichbar für das liebende Herz des angehenden Dozenten 'Stoner'. Sie bekommen trotz alledem eine Tochter, die sehr ruhig und unter dem einschränkenden Einfluss ihrer Mutter unglücklich ist, ihr Vater nur begrenzt Zugang zu ihr hat, denn sie (Edith) scheint es zu sein, die hier bestimmt, wie viel er seine heranwachsende Tochter Grace sehen kann. Sie wird später unter Alkoholsucht leiden. Somit beginnt auch langsam das Leben von Stoner zu bröckeln, eine unglückliche Ehe (er schläft getrennt von seiner Frau, die wie unerreichbar erscheint) und an der Universität liebt er zwar die Arbeit mit seinen Studenten, doch auch dort gibt es einen ignoranten Dreckskerl namens 'Lomax', der ihm wegen einem Studenten, der nach oben strebt und von Stoner nicht anerkannt wird, das Leben schwer macht.

Es gehört mitunter zu den schönsten Stellen in diesem Buch, als sich Stoner auf eine junge Studentin einlässt, doch hat dieses Glück nur eine begrenzte Lebensdauer, was man sich zu damaligen Zeit nur allzu gut vorstellen kann. Man fühlt so sehr für diesen liebensfähigen Mann mit, der mit seiner Frau die Liebe nicht leben kann und mit der Studentin Kathrine Driscoll zum ersten Mal eigentlich erlebt, wie es sich anfühlt zu lieben und geliebt zu werden. Eine schlicht wunderbare Stelle in diesem wirklich wunderbaren Buch. Ich habe selten eine so schöne Annäherung zwischen einem Mann und einer Frau gelesen! Doch umso schmerzhafter ist es zu lesen, wie so eine Liebe keine Chance zur Verwirklichung im Leben hat. Vielleicht ist es ja gerade diese scheue und allzu menschliche Art dieses Protagonisten, was ihn so unwiderstehlich liebenswürdig macht. Doch Stoner wehrt sich gegen den Unterrichtsplan seines Widersachers Lomax, der ihn zu ungünstigen Unterrichtszeiten und auf Anfängerniveau tief unten halten will. Stoner wird älter und wir als Leser gehen mit ihm durch sein Leben bis zu seinem Tod...(Was mich ein wenig an das Buch Ein ganzes Leben: Roman von Robert Seethaler erinnerte)

Hier wird ein Leben zwischen Anpassung und dem sich Durchsetzen erzählt, in einer Zeit, wo es noch viel schwieriger war, aussereheliche Beziehungen zu führen. Denn Stoner’s Liebschaft steht unter dem gesellschaftlichen Druck der damaligen Zeit. Seine Affäre spricht sich schnell herum und das Liebespaar gerät schnell unter Druck ihre Liebe aufrechtzuerhalten. Vielleicht ist es das einzige Mal, dass er das tiefempfundene Glück der Liebe erfahren darf. Doch Stoner berührt auch, weil er die Kraft hat, das Existenzielle in uns als Leser zu erreichen, was für mich zu den herausragenden Qualitäten dieses Grossen Romans zählt. Wir blicken auf das Leben eines Menschen, der zumindest beruflich das machen konnte, was er wirklich wollte. Doch blieb es ihm im Grunde verwehrt, in der Liebe ein wirklich glückliches Leben zu leben, mit Ausnahme seiner Affäre zu Kathrine. Dieses Buch stellt Fragen nach dem Zusammenleben, wie wir miteinander umgehen sollten und was eigentlich Glück ist. Auch die Frage nach der Würde wird hier lautlos wahrgenommen. Nicht zuletzt erzählt uns hier ein John Williams eine Geschichte über einen Menschen, der sich in gewisser Weise in seinem Leben verloren hat. Ist das nicht realistisch?

Dieses Buch ist nicht nur ein Plädoyer für die Leidenschaft für Literatur, es ist auch ein Meisterstück darüber, was Literatur an stiller Kraft zu vermitteln vermag, um den Leser im Kern aufzuwühlen, aber auch zutiefst zu berühren. Stoner ist eine Geschichte darüber, wie sehr wir (oder nicht) in der Lage sind, uns das Leben zu gestalten wie wir es uns wünschen und wie sehr wir manchmal unter den Einflüssen zu leiden haben, die uns unglücklich machen können. Natürlich müssen wir es als Leser aushalten, wie Stoner Demütigung und Niedertracht ohne grosse Gegenwehr über sich ergehen lässt. Doch gehört es zur Grösse dieses Romans, das sich Literatur und Protagonist seiner selbst bewusst werden. Es gibt nicht viele die das schaffen, doch in 'Stoner' von John Williams können wir das lesen. Vielleicht ist es gerade der Charakter von 'Stoner', der einen so tief zu erreichen vermag, denn er ist es, der die Deutschen nicht hassen will und in liebenswürdiger Haltung sich gegen die täglichen Neurosen seiner Umgebung stemmt, ohne dabei daran zu zerbrechen, einzig der Krebs zwingt ihn gegen Ende seines Lebens in die Knie, was Menschen nicht vermochten. Vielleicht eine Quittung dafür, dass er sich zu wenig gewehrt hat in seinem Leben, zu wenig für sein eigenes Glück eingestanden ist? Dies bleibt wohl einzig dem Leser und dessen Beurteilung übrig.

Ein Geschenk für Leser, die das erkennen und schätzen können. Ein noch viel Grösseres, für jene, die sich davon aufrütteln und berühren lassen können und diese unglaubliche Kraft dieses Ausnahme-Schriftstellers aufnehmen können. Für mich ein Highlight in diesem Lesesommer, auch wenn es diesen Titel schon seit drei Jahren, übrigens jetzt auch als TB gibt. Ein Klassiker der Moderne, dem man auch nach dem Tod des Urhebers, möglichst viele Leser wünscht.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juni 2017
Die Sprache des Autors hat mich sehr angesprochen - er erzählt ruhig und einfühlsam. Die Figur Stoner wächst einem beim Lesen ans Herz. Es ist ein Roman über einen Mann, der aus einfachen Verhältnissen kommt, an der Uni Karriere macht, jedoch bei der Wahl der Frau kein glückliches Händchen hat. Der Leser darf Höhen und Tiefen im Leben Stoners mitverfolgen - der Roman ist auch ein Gesellschaftsbild Amerikas in den zwanziger, dreißiger und vierziger Jahren. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. April 2017
Das Buch berührte mich nicht. Warum ? Es war mir zu emotionslos . Wo blieben die Gefühle ,vieles wurde ohne Tiefgang beschrieben. Ich konnte mich nicht mit Stoner anfreunden, zeitweise war ich richtig sauer auf ihn. Habe nicht verstanden das er sein Leben so wegwirft, nichts daraus und aus seinen Möglichkeiten macht . Seine Ehe nicht ändert bzw. sie erst gar nicht eingeht. Und überhaupt alles so hinnimmt ... Sprachlich hat es mich auch nicht gefesselt .
Ich verstehe die guten Rezensionen nicht. Drei Sterne weil es einen gesellschaftlichen Eindruck in die zwanziger bis fünfziger Jahre gibt und weil ich es doch zu Ende lesen wollte....
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2013
Stoner kommt aus den einfachen Verhältnissen einer Farmersfamilie Ende des 19. Jh. Statt das Studium der Agrarwissenschaften abzuschließen entdeckt er seine Liebe zur Literatur und lehrt schließlich selbst. Mit diesem Start des Romans würde manch einer ein Heldenepos erwarten nach dem Motto vom Tellerwäscher zum Millionär, nicht so bei Stoner. Er ist kein Held, er bleibt eher im Hintergrund. Er liebt es zu lehren und geht in seiner Arbeit auf. Er könnte ein wirklich glückliches, aber unaufgeregtes Leben führen, wäre da nicht sein enttäuschendes Privatleben. Seine Ehe bleibt gefühlskalt und seine Frau kämpft mit allen Mitteln gegen ihn. Erst die Geburt seiner Tochter zeigt ihm was Liebe wirklich bedeutet.

Bei Stoner hatte ich immer das Gefühl er ist zu gut für diese Welt, selten wehrt er sich. Er scheint sich von seinem Schicksal treiben zu lassen, ohne eingreifen zu wollen oder zu können. Nur wenige glückliche Momente gibt es in seinem Leben, die man als Leser umso mehr mit ihm genießt. Das ist ein großer Pluspunkt des Romans, schon nach kurzer Zeit ist man Stoner sehr nah, obwohl er kein außergewöhnlicher Mensch ist. Genauso ist auch die Sprache von John Williams schlicht, aber bestimmt. Ein schlichter Roman, der in seiner Unaufgeregtheit einen Tiefgang bewirkt, den ich selten erlebt habe. Trotz der überschaubaren Handlung des Romans bleibt der Spannungsbogen die ganze Zeit erhalten. Ein Roman zum „Runterkommen“ im hektischen Alltag ohne zu langweilen. Großartig!

Der Sprecher Burghart Klaußner schafft es mit seiner Sprachmelodie genau die Stimmung des Romans einzufangen. Angenehm und ruhig erzählt er Stoners Leben.
0Kommentar| 26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juli 2017
Endlich mal wieder ein gutes Buch gelesen. Mit leisen Tönen, die einen gefangen nehmen. Man taucht in eine andere Welt ein, weil der Autor es vermag, dem Buch Lebendigkeit zu verleihen, dass man ein Teil davon wird. Wenn man das Gefühl hat, man ist dabei, man kann es sehen, hören, riechen und fühlen kann, hat er alles richtig gemacht.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Nachdem derzeit schon über 100 Rezensionen zu John Williams' Roman Stoner hier bei amazon zu lesen sind, werde ich mich kurz fassen:

Der Roman um den aus einfachen Verhältnissen stammenden William Stoner stammt bereits aus dem Jahr 1965. Während er damals bereits in seinem Ursprungsland veröffentlicht wurde, dauerte es beinahe 50 Jahre, bis das Buch auch in deutscher Übersetzung vorliegt.

Der Deutsche Taschenbuchverlag hat sich mit Stoner richtig Mühe gegeben, neben dem - beinahe schon obligatorischen - Schutzumschlag bietet das Buch nämlich auch noch ein weinrotes Lesebändchen und einen hochwertigen Leineneinband.

Stoner erzählt die Lebensgeschichte von William Stoner, der auszog, um der Welt die Literatur zu lehren. Und so überzeugt der Hauptcharakter auch seiner Berufung nachgeht, so sehr schlägt auch sein wahres Leben Kapriolen. Seine Ehe leidet unter der Gefühlskälte der Gattin, in der Universität, in der er als Professor lehrt,gibt es intrigante Vorkommnisse. Und dennoch lässt sich Stoner nicht von seiner Profession abhalten...

Stoner ist ein Stück hochansprechender Literatur. Man folgt der Lebensgeschichte des Professors gerne und erlebt seine Nackenschläge nachvollziehbar mit. Von mir somit sehr solide vier Sterne. Für meinen Geschmack hätte gerne noch mehr passieren können, einzelne Passagen waren zwar nie langweilig, aber zumindest streckenweise sehr ruhig.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 8. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
William Stoner ist der Protagonist dieses Buches. Es handelt von seinem Leben und erzählt die 65 Lebensjahre vom Einschreiben an der Universität bis zu seinem Tod. Die Handlung spielt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Erstveröffentlichung dieses Buches war bereits 1965 und damals wurden nur 2000 Stück verkauft. Heute ist das Buch ein großer Erfolg und ich muss sagen, dass ich es verstehen kann. Der Autor gibt die damalige Zeit und das Verhalten so gut wieder, dass man sich in die Zeit zurück versetzen kann.

Der erzählerische Schreibstil lässt einen nicht mehr los, obwohl er doch recht grüblerisch und ein wenig düster ist.
Vor allem die starke Übersetzung ist auffällig und macht das Buch zusätzlich zu etwas Besonderem. Immer wieder werden einfache Dinge des täglichen Lebens geschildert die auch so in der Realität stattgefunden haben könnten. Manche Passagen regen zum Nachdenken an.

Die Handlung ist natürlich nicht so ergiebig wie bei anderen Büchern, aber das ist auch nicht notwendig, denn die Erzählung vermittelt auch so einiges, dass sie nicht reißerisch sein muss. Das Buch ist wie der Protagonist, eher leise und gediegen, aber dennoch intensiv und man fühlt mit.

Fazit: Ein Buch das zum Nachdenken anregt und nicht nur nebenbei gelesen werden sollte, denn es bietet mehr als der erste Blick verrät.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

24,00 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken