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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
112
3,9 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 25. Juli 2015
Nachdem ich ein vollständig grauenhaftes Referat über dieses Buch gehört habe, war es für mich gestorben. ABER später in der Schule kam ich ums Lesen nicht herum und wurde positivst überrascht!
Der Wechsel zwischen den Erzählperspektiven ist erst mal ungewohnt, auch die wörtliche Rede fließt in den Text ein. Aber nach der Eingewöhnung erwartet einen eine wirklich sehr schöne Geschichte über das Lieben und Leben in der (Nach)Kriegszeit.
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am 16. Juni 2017
Uwe Timm hat eine meiner Meinung nach sehr schöne Geschichte geschrieben, die den Leser zum nachdenken anreget. Vielen Dank. Der Preis ist absolut gerechtfertigt.
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am 8. Februar 2014
Eingebettet in ein Ereignis monumentarer Ausmasse und Auswirkungen wie es der zweite Weltkrieg bzw. dessen Ende darstellt, ist diese kleine, unbedeutend erscheinende Geschichte einer Frau, die einem Soldaten vielleicht das Leben gerettet hat, vorderhand aber doch ein bisschen in eigener Sache operiert hat. Dass der Titel suggeriert, es gehe um die Entdeckung der Currywurst, scheint mir eine bewusste Irreführung des Autors. Und sind wir mal ehrlich, wen interessiert auch, wer die CW entdeckt hat und warum? So ist die Entdeckung der CW (wie sie sich angeblich ereignet hat) auch ein zu vernachlässigendes Detail, das am Ende so banal daherkommt, dass es den Leser wirklich nicht vom Hocker reisst (und auch nicht reissen soll). Wichtig ist nämlich der ganze Rest: Menschen in der Grossstadt Hamburg in den letzten Tagen vor der Kapitulation und den ersten des "Friedens", Menschen mit ihren Sorgen des alltäglichen (Über)Lebens, Wünschen, Hoffnungen, Enttäuschungen, Menschen die blitzschnell und oportun das braune Jäckchen gegen ein anderes auszutauschen wissen, Gewinner, Verlierer. Dies alles erzählt Uwe Timm sehr schön, sehr klar und mit viel Nähe zu denjenigen, von denen hier erzählt wird. Wirklich lesenswert.

Noch eine Anmerkung zu den negativen Bewertungen, die wohl von Schülern kommen, die dieses Buch im Deutschunterricht lesen MUSSTEN (vielleicht sollten sie eher paar Extrastunden in Ortographie bekommen, da sie mit der Geschichte offenbar sowieso nichts anfangen konnten): Es sind die leisen Töne auf die wir hören sollten. Die wirklich wichtigen Geschichten werden nicht mit viel Rattatam und haarsträubenden Effekten erzählt. Wer das sucht sollte vielleicht ins Kino gehen und einen Actionfilm schauen.
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am 16. Februar 2002
Nachkriegszeit, das Hamburger Mileu , personifiziert über die Heldin der Geschichte. Schwarzmarkt, Überlebenskünste im Nachkriegsalltag, zart eingeflochten in die Rahmengeschichte über die Entstehung der Currywurst. Das Geheimnis wird am Ende gelüftet, subtil vorher angedeutet, nicht verraten. Der Erzähler hält sich zurück, das Leben der Erfinderin ist wichtig, eine Retrospektive voller Gefühl und dennoch eine Sittenbild der Zeit im zusammengebrochenen Deutschland. Habe das Buch mit Genuss gelesen und drängt einen zu Empfehlung, macht mich auf weitere Bücher des Autors neugierig.
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am 1. Mai 2008
Als ich einer Freundin erzählte, dass ich übers Wochenende nach Hamburg fahre und mir überlegte, ob ich überhaupt etwas zum Lesen mitnehmen soll, weil Stadtbesichtigungen meist keine Zeit zum Lesen übrig lassen, meinte sie nur: Hast du schon die CURRYWURST gelesen? Gut, ich hatte nicht und nahm sie mit.
Mein erster Uwe Timm, aber bestimmt nicht der letzte!
So eine Novelle hätte ich mir für die mündliche Prüfung im germanistischen Staatsexamen gewünscht! Die letzten Tage des zweiten Weltkrieges haben bestimmt schon unzählige Male als Hintergrund von Geschichten fungiert, aber wohl kaum auf eine so ungewöhnliche Art und Weise. Die Geschichte ist originell, spannend, berührend, aber auch informativ und teilweise komisch, selbst ein Hauch von Romantik findet der Leser und merkt erst im Nachhinein, dass der Hintergrund sich in den Vordergrund schiebt, je näher man dem Ende der Novelle kommt. Ein Glanzlicht deutscher Literatur!
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Der Titel ist irreführend. Die Currywurst wurde nicht entdeckt, sondern erfunden. Aber derartige Spitzfindigkeiten werden dem Buch nicht gerecht. Auch steht die Currywurst nicht im Fokus der Novelle. Im Kern geht es um die (Liebes-)Beziehung zwischen Lena Brücker und Hermann Bremer während der Endphase des Zweiten Weltkrieges. Sie lernen sich in Hamburg kennen. Die Beziehung ist nicht nur wegen dem Altersunterschied schwierig.

Der Ich-Erzähler war in früheren Zeiten häufig in dem Viertel zu Besuch, in dem Lena Brücker gelebt hat. Er sucht sie auf und erfährt ihre Geschichte. Insofern gibt es zwei Erzählebenen, die gegenwärtigen Besuche bei Frau Brücker und ihre Erinnerungen an die letzten Kriegstage in Hamburg. Die Übergänge in den Erzählebenen erfolgen fließend, sind aber für den Leser gut erkennbar.

Die Novelle schließt eine Lücke in Sachen Zeitgeschichte. Dem Autor gelingt es, eine schwierige Phase der deutschen Geschichte leichtfüßig zu erzählen. Es wird deutlich, dass das Überleben Priorität hatte und nicht die Planung für die Zukunft. So etwas wie Zukunft deutet sich erst nach Ende des Krieges an, als der Schwarzmarkt blüht.

Die Geschichte ist unterhaltsam und lehrreich. Sie macht neugierig. Die Härte und Bitternis des Krieges verändert die Menschen, lässt aber dennoch Raum für heitere Momente. Der Wechsel im Verhalten der Verantwortlichen nach Ende des Krieges wird gut herausgearbeitet. Auf einmal gab es keine Nazis mehr. Und das Rätsel der Currywurst wird zu guter Letzt gelüftet.
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am 9. April 2016
Habe das Buch für die schule bestellt, und ist dort gut angekommen!!! Würde es auch Privat weiter empfehlen!!! Einfach interresant!!!
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am 18. April 2017
Habe das Buch für die Schule bestellt und es war alles gut. Der versandt war schnell und mit dem Buch war alles in Ordnung.
Zusätzlich finde ich das Buch auch sehr interessant, kann es nur weiter empfehlen.
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am 16. Dezember 2008
...und trotzdem noch in der Realität-

Sie glauben, diese Aussage sei widersprüchlich in sich selbst? Mag sein, aber auch nur für die Nicht-Leser der >Currywurst<.

Wir alle wissen, oder meinen zu wissen, welches Leid die Menschen im Dritten Reich haben erfahren müssen, doch was wurde aus den Menschen in der Nachkriegszeit? In einem Leben, dass kein menschenwürdiges mehr war? Was wurde aus deren Leben, in dem alles zerstört war und nur das Gefühl einer tiefen, hoffnungslosen Leere geblieben war?

In dieser Zeit spielt die Erzählung von Lena Brücker, einer wie damals üblich alleinstehenden aber selbstbewussten Frau, die von ihrer für die Zeit typische Situation, ihrem Verhältnis zu einem Fahnenflüchtigen, dem Herrn Bremer, und (wirklich) nebenbei von ihrer Entdeckung der Currywurst berichtet.

Uwe Timm, der dem namentlich nicht genannten Erzähler charakterlich sehr ähneln soll, hat in seinem Buch ganze Arbeit geleistet und gewinnt die Aufmerksamkeit des Leser zunächst besonders durch die merkwürdige Schreibweise: sehr umgangssprachlich und ohne Anführungszeichen. Dies ist vielleicht zuerst sehr verwirrend zu lesen, macht aber auch Spaß nachdehm man den Dreh raushat. Ebenso hat er sehr starke, wirkliche und realistische Protagonisten geschaffen, jeder mit seinen eigenen Makeln, Vorlieben und seiner individuellen Lebensgeschichte. Unvergleichlich gut!
Zudem lernt man neben der sehr amüsanten Geschichte über ebendiese >Entdeckung der Currywurst< allerhand über das damalige Leben und die derzeitige politische und wirtschaftliche Situation.

Wahrscheinlich sind dies auch die Gründe, warum wir das Buch zur Zeit in Deutsch behandeln ;)

KURZ:
- kurzweilige, leichte Lektüre
- bewegend, emotional und zeitlos
- interessante Schreibweise
- sowohl für Männlein als auch Weiblein ;)

Auf jeden Fall EMPFEHLENSWERT ! ! !

von Svea-Kristina (17)
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am 21. Mai 2010
Der Titel passt überhaupt nicht zu dem Buch, da die Geschichte mit er eigentlichen Currywurst nur auf den letzten 4 Seiten beschrieben wird. Nach der 2. Seite driftet die Story total ins Jenseits ab und erzählt die Kriegsgeschichter der Erfinderin...
Zudem ist es langweilig und emotionslos geschrieben...
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