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am 1. August 2013
Was ich mochte:
Der Autor schreibt sehr selbstironisch. Er kann offenbar über sich selber lachen. Das macht die Lektüre leicht und amüsant.

Was ich nicht mochte:
- Das Buch liest sich streckenweise wie eine Bewerbung. Motto: Sehen Sie selbst, bei mir ist Ihr Wahlkampf in guten Händen.

- Steht insgesamt nicht viel drin. Quantitativ wie qualitativ. Ich hatte das Gefühl, das Buch ist nur rausgekommen, weil gerade Wahlkampf ist und man mit so einem Thema ein bisschen extra Geld verdienen kann.

- Andere Parteien als die, für die er gerade Wahlkampf macht, nennt er nicht "politischen Gegner" oder so, sondern "Feind". Genauer: "Feindfeindfeindfeind". Das zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und ist mega-unsympathisch.
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am 8. Januar 2014
Frank Stauss arbeitet seit vielen Jahren im Wahlkampfteam der SPD in verantwortlicher Position mit. Er hat die SPD über Brandt bis Schröder begleitet und viele Wahlkämpfe aktiv aus nächster Nähe erlebt und mitgestaltet. Seine Erfahrungen hat er nun niedergeschrieben in 'Höllenritt Wahlkampf ' ein Insider-Bericht'. Das Insiderwissen kann man ihm wohl kaum absprechen; doch ist jenes Wissen wirklich so speziell und spannend, dass man es kennen sollte? Ich bin mir da nicht so sicher, denn auf eine gewisse Art bestätigt Frank Stauss selber alle eher negativen Klischees, die es über PR und Marketing für Politiker gibt. Letztlich zählt eben auch für Frank Stauss allein der Auftritt seiner Politiker, der dann schnell mit Meinungsumfragen nach jedem Detail ' Krawattenlänge, Körpersprache etc. - durchgekaut wird, um sicher zu sein, dass die Wählerschaft zufrieden ist. Aus Sicht eines PR- und Marketingprofis ist diese Vorgehensweise durchaus legitim, doch wirft sie ein etwas fahles Licht auf den Wahlkampf, in dem es trotz allen Image- und Stilfragen doch letztlich immer noch um Inhalte gehen sollte.

Davon merkt man bei Frank Stauss nicht mehr viel. Er hat die Rolle des PR- und Marketingprofis voll eingenommen und ist stets besorgt, dass dieses Plakat oder jenes Zitat einen Tick zu unpassend war. Frank Stauss ist damit ein echter Spin-Doktor, der seine Politiker perfekt in Szene setzen will, es dabei aber kaum mehr schafft, über den Tellerrand seiner Marketingmaschine hinauszublicken. Denn auch er sollte wissen, dass Wahlen letztlich inhaltliche Richtungsentscheidungen sind und der vernünftige Bürger nicht aufgrund von Körpersprache oder perfekt inszenierten Plakaten bzw. PR-Auftritten entscheidet, sondern aufgrund der besseren Argumente. Stauss dagegen hetzt von einer Umfrage zur anderen und kommt heraus, ein Auftritt oder ein Plakat seines Schützlings ist gut angekommen, freut er sich wie ein kleines Kind. Er wirkt merkwürdig unpolitisch und frei von eigenen politischen Überzeugungen, die man in seiner Position wohl haben sollte. Es würde irgendwie kaum einen Unterschied machen, ob er PR für die SPD, den FC Bayern oder irgendeine Waffenfirma macht. Frank Stauss gibt zweifelsfrei interessante Einblicke in den Maschinenraum eines Wahlkampfes, der von den vielen engagierten Menschen lebt, die im Hintergrund alles organisieren und vorbereiten. Ansonsten kommt er aber nicht über weithin bereits bekannte Feststellungen hinaus, wie dass ein Kandidat auch auf Frauen sympathisch wirken sollte, Meinungsumfragen wichtig sind und Slogans griffig sein müssen, damit sie wirken. Insofern scheint der Wahlkampf für Berater wie Stauss zumindest inhaltlich - vom Aufwand gesehen sicher schon - kein Höllenritt zu sein.
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am 17. Juni 2014
Vorab möchte ich sagen: Ich fand das Buch interessant. Es ist schön zu lesen; Frank Stauss wählt deutliche, schnörkellose Formulierungen und nimmt kein Blatt vor den Mund. Es ist daher kurzweilig, aufschlussreich und bietet einen guten Einblick in die Arbeit einer Werbeagentur während eines Bundestagswahlkampfes. Mir gefällt sehr gut, dass Frank Stauss eine Meinung hat und diese auch kundtut. Er schreibt nicht um den heißen Brei, ist direkt, offen und (selbst)ironisch. Soweit, so gut.

Negativ fiel mir zunächst die Einteilung des Buches auf. Es gibt kleinere "Theorieteile", in denen er versucht, das Geschäft des Werbers während Wahlkämpfen zu beschreiben, gespickt mit biographischen Einschüben. Diese Teile finde ich enorm schwach. Sie legen offen, worum es bei Werbung geht: heiße Luft. Egon Bahr hat modernen Wahlkampf mal als Karussel bezeichnet: Das ist laut, bunt und dreht sich, kommt aber nicht von der Stelle. So ist es hier auch. Wahlsieg und -niederlage werden nunmal von vielen Faktoren bestimmt - und wahrscheinlich spielt die Wahlwerbung keine allzu große Rolle, solange sie solide und langweilig ist, wie deutsche Wahlwerbung eben so daherkommt. Sie ist ein Teilchen im großen Puzzle. Und so scheint es auch kein Geheimnis in diesem Geschäft zu geben, denn Frank Stauss schildert Allgemeinplätze, die in jeder Vorlesung "Einführung in das Marketing" zu erfahren sind. Bsp.: Rüttgers könnte nie ein Duell gegen Kraft gewinnen, in dem es um Familie und Soziales geht. Warum? Hannelore Kraft ist eine Frau. Tja. Wer darauf nicht selbst kommt, wird diesen Teil des Buches spannend finden. Andere eher nicht.

Das Buch wird interessant, als Frank Stauss seine Erfahrungen aus dem Wahlkampf Schröder/Merkel schildert, den er als Werber auf SPD-Seite begeitete. Er schildert den Kampagnenaufbau, die Hintergründe, hält sich nicht mit Uninteressantem auf und gibt so einen guten Einblick in die Kampagnenarbeit. Ganz nebenbei bestätigt dieser Teil, was ich bereits vorher angemerkt habe: Frank Stauss misst der Wahlwerbung großes Gewicht bei. Das ist klar, es ist sein Geschäft. Aber allein an der Tatsache, dass er nur von zwei äußerst kurzen Begegnungen mit Schröder zu berichten weiß, bemerkt man, dass diesem Bereich eher wenig strategisches Gewicht beigemessen wird. Die Werbung läuft eben mit, weil alle Wahlwerbung machen und der Wähler das erwartet. Aber vor allem dieser spezielle Wahlkampf wurde wohl nur kein Reinfall für die SPD, weil Schröder fast im Alleingang einen Parforce- und eben keinen Höllenritt hingelegt hat. Seine Werber & die Parteigrößen nahm er wohl nicht wirklich ernst.

Daür kann aber Frank Stauss nichts. Von seinem "Höllenritt" hätte ich mir mehr gewünscht. Ein Buch ausschließlich über den Wahlkampf Schröder/Merkel aus Sicht des Werbers Frank Stauss. Das wäre interessant, kurzweilig und spannend gewesen. Vor allem, weil Frank Stauss zu provozieren weiß, zu seiner Meinung steht und nichts zerredet. Klare und direkte Sprache, die er durch private Anekdoten unterbricht. Summasummarum: Ein in weiten Teilen empfehlenswertes Buch.
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am 4. Juni 2013
Ein erster Blick in die Mitte des Buches ließ es mich anfangs schnell wieder wegpacken, eine Belanglosigkeit aus dem Wahlkampf wurde in der von mir überflogenen Szene geschildert. Eine Woche später habe ich mir das Buch dann jedoch noch mal rausgekramt und siehe da, ich konnte es bis ich es ausgelesen hatte nicht mehr weglegen. Es ist lehrreich aber kein Lehrbuch, es ist unterhaltsam aber kein Trash. Die Belanglosigkeit der eingangs erwähnten Szene machte in der Dramaturgie der geschilderten Szene sogar Sinn. Mit dem Buch wird man auf eine Reise durch verschiedenen Wahlkämpfe genommen. Und die scheinen beileibe nicht immer wohldurchdachte Konstrukte zu sein, die allein einem vorher festgelegtem strategischem Plan entsprechen, sondern entwickeln offensichtlich oft eine Eigendynamik, die hier sehr spannend, gar fesselnd erzählt wird.
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am 14. August 2013
Wer sich für Politik interessiert sollte dieses Buch unbedingt lesen. Frank Stauss beschreibt, wie Wahlkampf und damit ein ganzes Stück weit Politik heute funktioniert. Sein Bericht ist kenntnisreich und offen, immer wieder witzig ohne sarkastisch zu werden und über weite Strecken wirklich spannend.
Vor allem den von Stauss so betitelten Höllenritt, also die Kampagne zur vorgezogenen Bundestagswahl 2005 , erlebt man beim Lesen hautnah mit. Die aus Sicht des Autors wesentlichen Abläufe werden chronologisch geschildert. Dabei entsteht aber tatsächlich eine große Dynamik und Spannung.
Nicht alles was man in dem Buch erfährt muss man dabei gutheißen oder mögen, es zu wissen und zu verstehen schadet jedoch bestimmt nicht.
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am 31. Juli 2013
Um es gleich vorweg zu sagen: Ja, das Buch ist kurzweilig.
Mehr aber auch nicht.

Es gibt eine bemerkenswerte Stelle auf Seite 32 (ich fasse seine Aussage in eigenen Worten zusammen): Wenn ich gefragt werde, sage ich: Ja sicher, das muss man alles neu erfinden - und dann mache ich einfach so weiter wie bisher.

Genauso macht er es auch mit uns Lesern. Auf dem Titelbild steht zwar "Insider-Bericht" - was dann kommt, ist aber nicht viel mehr als eine lange, etwas oberflächliche Sammlung von Anekdoten.

Stauss geht nur dann ins Detail, wenn es um Nebensächlichkeiten geht (z.B. die in anderen Kritiken bereits erwähnten alten Brötchen in den Konferenzsälen).
Profunde Analysen gibt es nur wenige, und sie berühren allesamt kaum den eigentlichen Enstehungsprozess einer Wahlkampagne (also wann macht man was und warum, welche Leute braucht man für welche Aufgaben und worauf müssen die dann achten, wie greifen die einzelnen Elemente einer Kampagne ineinander, was schreibt man in die Flyer für den Straßenwahlkampf rein und warum usw) - denn natürlich möchte sich der Wahlkämpfer nicht in die Karten gucken lassen. Sein Wissen ist schließlich sein Kapital, das er seinen Politikern verkaufen will (und nicht seinen Lesern).

Zu allem Überfluss wählt er als Beispiel den Bundestagswahlkampf 2005, obwohl er selbst seine Kampagne für Olaf Scholz 2011 als "perfekt" bezeichnet. Ich hätte als Leser natürlich lieber mehr über eine "perfekte Kampagne" erfahren als über die in jeder Hinsicht untypische Wahl 2005.

F a z i t :
Stauss macht in seinem Buch die Tür auf, damit man einen Blick in die für die meisten von uns fremde Welt der Wahlkämpfer werfen kann - aber eben nur einen kleinen Spalt breit. Wer vorher gar nichts über Wahlkampf wusste, weiß nun ein kleines Bisschen mehr.

Mir war das zu wenig.

Als Botschaft nehme ich mit, was Stauss auf Seite 81 schreibt: Es geht ihm offenbar nur ums Siegen, nicht so sehr um Inhalte. Das finde ich eigentlich ziemlich beunruhigend.
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am 31. Juli 2013
Wenn Touristen nach Wien kommen, so bietet eine Fahrt mit dem Fiaker Gelegenheit, die Stadt zu erkunden. Das Konzept ist mehrere 100 Jahre alt, ein Kutscher führt Interessierte bequem durch die Donaumetropole und präsentiert Ihnen im gemütlichen Manier die großen Sehenswürdigkeiten und kleinen Geheimnisse der Stadt. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Buch von Frank Stauss, dass zwar in erster Linie über Wahlkämpfe in Deutschland und den USA berichtet, der aber mittlerweile auch in Wien Kundschaft gefunden hat. Der erfolgreiche Werbefachmann gibt auf interessante Weise Einblick in die vielschichte Welt der politischen Auseinandersetzung. Schritt für Schritt erfährt der Leser mehr über Strategien und Kommunikation. Sein ehrlicher Zugang zu den Dingen unterscheidet ihn wohltuend von vielen selbstverliebten Zeitgenossen. Sieg und Niederlage, Volltreffer und Fehlschuss kommen gleichermaßen vor - so wie es eben im wirklichen Leben auch passiert. Mit immer wiederkehrenden, kleinen Bemerkungen über persönliche und private Stimmungslagen erhält die Lektüre auch eine sehr menschliche Note. Positiv kommt hinzu, dass das Buch nicht auf ein wissenschaftliches "Professorendeutsch" zurückgreift, sondern auf eine allgemein verständliche Sprache - gewürzt mit humorvollen-ironischen Einlassungen. Der "Höllenritt" wird damit zu einer vergnüglichen Reise in die Sphären des Ringens um Prozentpunkte und Wählergruppen, was dem Leser mit Sicherheit auch so manches Aha-Erlebnis bei laufenden Debatten und künftigen Urnengängen bescheren wird. Alles in allem eine Pflichtlektüre für politisch-interessierte Menschen - gleich welcher Coleur sie auch angehören. In einem Punkt unterscheidet sich das Buch aber wesentlich von einer Fiakerfahrt, denn während eine Feinschmecker-Tour durch Wien relativ teuer ist, ist diese Delikatesse geradezu billig. Also, rein in die Kutsche und eintauchen in die Welt der Polit-Strategen!
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am 13. März 2014
Darf man das in Deutschland? Ein Sachbuch schreiben, das teilweise spannend ist wie ein Krimi, teilweise zum Schreien komisch? Müssen in diesem unserem Lande nicht Sachbücher vor Ernst mit preußischer Grundhaltung durchtränkt sein, Bildung ist schließlich eine ernsthafte Angelegenheit. Liest man die Bewertungen hier bei Amazon mit einem Stern, ist die Antwort klar: man darf nicht. Der Autor dieses Buches ist Werbefachmann, der Tabubruch gehört zum Programm.

Frank Stauss gehört zu denen in der deutschen Politik, die keiner kennt und die dennoch wichtige Figuren sind. Er ist Werber, leitet mit zwei Kollegen eine große Werbeagentur, die in der Regel Produkte wie Wurst und Bier, Waschmittel und Autos an den Verbraucher bringt. Seit seiner Jugend steht er persönlich aber auf Wahlkampf, Wahlkampf den er mit der Agentur BUTTER für und im Auftrag der SPD organisiert. In diesem Buch gibt er einen tiefen Einblick in die Organisation und den Ablauf verschiedener Wahlkämpfe. Das klingt knochentrocken, aber weit gefehlt. Hier schreibt einer, der nicht nur Werbesprüche rausrotzen kann, sondern der seine Leser an der Hand nimmt, die Ups und Downs, die Pannen und die Siege seiner Erfahrungen so spannend und immer wieder humorvoll darzustellen vermag, dass der Leser das Buch kaum aus der Hand legen mag. Sicher - es ist keine Gebrauchsanleitung, die die Agenturkosten für den eigenen Wahlkampf spart, es ist eine Teilbiographie eines Berufswahlkämpfers, ein Einblick in das im Wortsinn er-lebte des Autors. Spannend und witzig, mit hohem Unterhaltungswert.
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am 20. September 2013
"Höllenritt" von Frank Stauss müsste zur demokratischen Pflichtlektüre werden - für jeden Bundesbürger und den, der es werden will. Es gibt niemanden, der mit so klarer und professioneller, gleichzeitig persönlicher, charmanter und derart glaubwürdiger Art Politik in Worte fassen kann.
Bewundernswert auch die ungeschminkte und doch respektvolle Offenheit, in der das Buch geschrieben ist. Frank Stauss nimmt kein Blatt vor den Mund und tritt genauso wenig irgend jemandem in die Hacken. Der Text ist zuweilen schonungslos geschrieben, aber eben nie respektlos. Ein höchst gekonnter Balanceakt.

Politik, Wahlkampf und alles, was die Prozesse darum herum ausmachen, werden mit diesem Text zu einem Gesamtbild, das die so gern genommenen einfachen "Wahrheiten" aus dem Politik- und Medienbetrieb zurecht rückt.

In diesem Dokument kann man aber (über das Kernthema hinaus) nicht nur etwas über Wahlkampf, Kampagnen und Kommunikation, sondern auch über die Rolle von Frauen in Politik, Wirtschaft und sonstwo in dieser Republik lernen - Felder, die weitestgehend immer noch nach männlichen Spielregeln funktionieren anstatt in intelligenter und heiterer Kooperation beackert zu werden.

Mit diesem Buch ist Politik ein wenig menschlicher geworden, es gibt ihr ein Stück Humor, ohne dabei ihre Bedeutung herunter zu spielen. In verantwortungsbewusster Weise ruft es dazu auf, verdammt noch mal zumindest einen Beitrag in dieser Republik zu leisten: nämlich sich eine Meinung zu bilden und der auch Ausdruck zu verleihen.

Dieses Buch steckt voller Mut - und macht Mut. Danke!
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TOP 100 REZENSENTam 27. April 2013
Der Autor zeigt im Buch gut, worauf es bei Wahlkämpfen ankommt, wie sie gewonnen oder verloren werden. Vor allem die Strategie ist entscheidend. Sie muss genau zu der Persönlichkeit des Wahlkämpfers passen.

Hier nur ein Beispiel: der SPD - Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Dieser gilt ja oft als spröde und unnahbar. Aber soll er deshalb Kitas besuchen, Kinder knuddeln oder seine eigene Familie ins Rampenlicht rücken? Der Autor sagt nein, weil das nicht seine Stärke und damit nicht glaubwürdig ist. Viel besser ist es für ihn, sein Macher-Image aufzupolieren und zu erweitern - etwa den Kampf gegen die Spekulation auf den Finanzmärkten zum Kampf gegen die Spekulation bei den Mieten auszubauen oder seine Raubeinigkeit einzusetzen, um ihn als zupackenden Wächter über die Ersparnisse der Deutschen wählbar zu machen.

Fazit: Das Buch enthält viele solche interessanten Überlegungen, die man sicher nicht alle teilen muß, die aber doch helfen, manches aus einer neuen Perspektive zu sehen.
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