find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 4. September 2011
Zur Geschichte
Eine junge Polizistin wird zu Hause überfallen und niedergestochen. Ein paar Tage später wird eine Studentin ermordert. Beide haben nicht als ihre roten Haare gemeinsam. Währenddessen bekommt die ebenfalls rothaarige Galeristin Vivienne Angst vor ihrem Mann - könnte er der Täter sein?

Fazit
Für mich hat der Thriller das gehalten, was die Leseprobe versprochen hat. Anders als in herkömmlichen Thrillern ist hier der Fokus nicht auf die polizeilichen Ermittlungen gesetzt. Viel mehr wird in dem Roman viel aus der Perspektive des Täters und eines weiteren möglichen Opfers gearbeitet. Die Autorin schafft so eine Geschichte, die sich von anderen abhebt. Für mich tat es der Spannung keinen Abbruch, dass man schon sehr früh wusste, wer der Täter war. Vielmehr hatte man oft einen Wissensvorsprung vor der Polizei und konnte mitfiebern, ob diese auch die Fehler des Täters erkennt.

Die Protagonisten sind in dem Buch also der Täter und sein mögliches nächstes Opfer. Beide Charaktere sind glaubwürdig beschrieben. Viviennes Angst ist total verständlich und man fühlt sich ihr verbunden, weil man vorher schon gelesen hat, wie die Polizistin mit den Folgen der Tat umgeht. Sie wird von ihrem Mann belogen und betrogen und muss nun nach und nach die wahre Persönlichkeit ihres Mannes aufdecken. Der Täter wiederum ist in seinem Doppelleben gefangen und kann die Fassade kaum noch aufrecht erhalten. Nach und nach bricht alles in seinem Leben weg. Leider wird recht früh klar, warum der Täter mordet, so dass es spätestens im letzten Drittel des Romans einen Bruch gibt. Ab da geht es nicht mehr darum den Täter zu verstehen, sondern mit Vivienne mitzufiebern.

Insgesamt hat mir der Thriller wirklich sehr gut gefallen. Jeder potentielle Leser sollte sich aber vor dem Kauf klar machen, dass er hier nicht die herkömmliche Spannung erwarten kann, sondern es in dem Buch eher darum geht, die Persönlichkeit(en) des Täters und den Kampf einer Frau gegen ihren Mann darzustellen. Für mich war das eine gute Abwechselung zu anderen Thrillern, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Mai 2015
Das war mal wieder ein Buch welches ich, fast ohne Pause, in einem Stück gelesen habe.

Obwohl man schon sehr früh weiß wer der Mörder ist,verliert das Buch nicht an Spannung.Die Autorin wechselt ständig zwischen den einzelnen Protagonisten,wodurch das Interesse stetig wächst.

Da ist zum Einen Inspecteur Paül Vegter ,der den Mordversuch an seiner Kollegin Renee und bald darauf den Mord an einer Studentin aufklären muß.Schon bald ist sich der Ermittler sicher ,daß der Täter immer rothaarige Frauen sucht. Er versucht sich außerdem damit auseinanderzusetzen,ob er der Zuneigung zu Renee nachgeben darf.

Renee ihrerseits versucht mit den physischen und psychischen Folgen des Überfalls fertig zu werden.Sie weiß nicht ,ob sie es schafft in den Beruf zurückzukehren.Dann ist da die Geschichte des Mörders-in Vergangenheit und Gegenwart-die auf detaillierte Weise erläutert wird.

Dann gibt es noch die Galeristin Vivienne ,ebenfalls rothaarig,die immer mehr Ungereimtheiten im Leben ihres Mannes entdeckt.Sie macht sich auf Spurensuche in seine Vergangenheit und erfährt viele beunruhigende Dinge.

Letztendlich weiß man ,daß es einen dritten Mord geben wird ,wer jedoch Opfer oder Täter ist erfährt man erst zum Schluß. Es ist ein Buch ,das mich sehr nachdenklich zurückläßt.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juni 2012
So passend es auch ist, sonderlich schön sieht das Cover dieses Thrillers nicht aus. Die Zeichnung eines roten Zopfes, aus dem Blut tropft macht auf mich eher den Eindruck, als hätte ich selber es gezeichnet - will heißen: Da war wohl ein absoluter Laie am Werk. Gelockt haben mich eher der markante Titel und der Klappentext.

Die junge Polizistin Renée Pettersen wird eines Nachts direkt vor ihrer Haustür überfallen und ins Haus gezerrt. Trotz ihrer Ausbildung gelingt es ihr nur bedingt, sich gegen den Täter zur Wehr zu setzen und wird recht schnell von diesem überwältigt. Nur dem Umstand, dass dieser durch das Klingeln an der Haustür gestört wird, verdankt Renée es, dass sie schwer verletzt überlebt. Mit letzter Kraft schafft es die junge Polizistin, ihren Freund und Vorgesetzten Paul Vegter per Handy zu informieren. Als dieser eintrifft, bietet sich ihm ein grausames Bild. Der Täter hat Renée skalpiert und ihr mit dem Messer eine Wunde im Bauchbereich zugefügt, die sich später als eine römische Eins herausstellt.

Pauls Ermittlungen, die sich zunächst auf Renées direktes Umfeld erstrecken, verlaufen alle im Sande und stellen sich in dem Moment als Sackgasse heraus, als eine Studentin tot aufgefunden wird - skalpiert, mit einer römischen Zwei in den Bauch geritzt. Die einzige Gemeinsamkeit, die zwischen Renée und der Studentin bestehen, sind ihre roten Haare.

Zur gleichen Zeit keimt in der 37-jährigen Galeristin Vivienne Verbruggen ein grausamer Verdacht auf. Ihr um Jahre jüngerer Mann John scheint im Berufsleben doch nicht so erfolgreich zu sein, wie er vorgibt. Um seine Schulden zu begleichen, versucht er Geld von Vivienne zu bekommen. Als diese dann auch noch feststellen muss, dass ihr Mann sie betrügt, beginnt sie, ihn zu beschatten und findet dabei immer mehr Beweise, die darauf hindeuten, dass John der von der Polizei gesuchte Mörder ist. Und er scheint sein nächstes Opfer schon gefunden zu haben, denn Viviennes Haare, auf die sie immer so stolz war, sind genau so rot wie die beiden anderen Opfer ...

Lieneke Dijkzeul lässt den Leser recht schnell wissen, wer der Täter ist und setzt ihn damit sozusagen auf die Zuschauerbank. Dies mag vielleicht nicht jedem gefallen, weil er sich um die kriminalistische Feinarbeit der Täterfindung betrogen sieht. Mir persönlich hat es nichts ausgemacht und fand es genauso spannend, der Polizei bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Hier kommen allerdings die Ermittlungsarbeiten etwas zu kurz, weil eher Paul Vegters Privatleben beleuchtet wird. Die Ermittlungen hat hier eindeutig die Galeristin Vivienne aufgenommen und es war nicht minder spannend zu sehen, wie sie Puzzlestück um Puzzlestück zusammenfügt. Interessant hierbei ist ihre Reaktion auf die Entdeckung, dass ihr Mann ein gesuchter Mörder ist. Aber darauf werde ich etwas später noch eingehen.

Vor dem Regen kommt der Tod" beginnt sehr rasant und blutig. Doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Es geht keineswegs so weiter. Freunde von Thrillern mit vielen Schockmomenten und blutigen Details werden hier mit Sicherheit enttäuscht sein. Die Autorin hat das Hauptaugenmerk auf die Darstellung ihrer Charaktere gelegt. Aus diesem Grunde hätte die Bezeichnung Psychothriller es etwas genauer getroffen. Lieneke Dijkzeul beleuchtet Taten von mehreren Perspektiven, sodass eigentlich kein spezieller Protagonist auszumachen ist, was die Geschichte zusätzlich belebt.

Die authentischen Beschreibungen der Figuren haben es mir leicht gemacht, mich in sie hineinzuversetzen - auch wenn ich manche Reaktionen nicht so ganz nachvollziehen konnte. Am Besten mitfühlen konnte ich mit Renée. Ihre Angst nach dem Überfall war immer greifbar. Alleine die Vorstellung, nach so einer grausamen Erfahrung wieder in den Alltag überzugehen, ist für mich nicht möglich. Und auch Renée als Polizistin schafft es nicht, ihren Alltag zu meistern. Sie zieht vorübergehend bei Paul ein, weil sie nicht allein an dem Ort bleiben kann, wo die schreckliche Tat passiert ist. Und auch Paul, der immer noch mit dem Tod seiner Frau zu kämpfen hat, erträgt es nach zwei Jahren nicht, mit einer Frau unter einem Dach zu leben. Und genau das ist doch das Leben. Hier ziehe ich vor Mevrouw Dijkzeul den Hut - authentischer hätte sie es gar nicht rüberbringen können.

Auch die Figur der Vivienne: eine wohlhabende und erfolgreiche Galeristin, die unendlich stolz auf ihre wallende rote Mähne ist. In ihrem Inneren aber kämpft sie gegen ihr schwaches Ego. Immer wieder fragt sie sich, warum Paul ausgerechnet sie geheiratet hat, denn durch ein verkürztes Bein ist sie auf einen Gehstock angewiesen und ist mit ihren 37 Jahren ein ganzes Stück älter als ihr Mann. Die Selbstzweifel plagen sie immer öfter und die Bestätigung, dass er sie nur wegen ihres Geldes geheiratet hat, erhält sie auch in dem Moment, in dem sie feststellt, dass Paul sie mit einer anderen Frau betrügt. Und hier möchte ich noch einmal auf die zuvor erwähnte Reaktion eingehen. Vivienne flüchtet nicht, wie ich eigentlich vermutet hatte, sondern nimmt all ihren Mut zusammen und geht in die Offensive.

Dem aufmerksamen Leser dürfte nicht entgangen sein, dass Lieneke Dijkzeul diese beiden Charaktere einer kompletten Wesensänderung unterzieht. Die toughe Polizistin, die gelernt hat, sich durchzusetzen und zu verteidigen, wird plötzlich zum eingeschüchterten Menschen, der es nicht schafft, ohne Hilfe klarzukommen. Und die von Selbstzweifeln geplagte Vivienne wächst plötzlich über sich hinaus.

Zum Täter habe ich bewusst nicht viel geschrieben, da es sich für euch noch lohnen soll, das Buch zu lesen. Und ihr wollt ja schließlich auch nicht wissen, wie die Geschichte endet ...

Vor dem Regen kommt der Tod" bekommt von mir vier Sterne und eine Empfehlung an die Leser, die sich mit einem Psychothriller arrangieren können, der zum größten Teil unblutig verläuft.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Oktober 2011
Klappentext:
Plötzlich war er da. Direkt hinter ihr. Leise wie eine Katze.
Eine junge Polizistin wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen.
Das nächste Opfer ist eine Studentin. Beide Frauen sind rothaarig. Auch die Galeristin Vivienne hat rote Haare ' sie wird von Angst und quälendem Misstrauen erfasst. Hat der Killer sie als nächstes Opfer auserkoren? Inspecteur Paul Vegter, der die Ermittlungen leitet, spürt, dass ihm nicht viel Zeit bleibt, bis der Mörder wieder zuschlägt '

Meine Meinung:
Lieneke Djikzeul gilt als eine der besten niederländischen Krimiautoren. In dem Thriller 'Vor dem Regen kommt der Tod' geht es um einen Serientäter der Frauen mit roten Haaren ermordet und skalpiert.
Gleich zu Beginn kann der Leser den ersten Überfall an die Polizistin Renee mitverfolgen, der sehr spannend in Szene gesetzt wurde. Sie überlebt mit viel Glück und ist auf ihren Kollegen Paul Vecter angewiesen, dass dieser den Täter stellt.
Ziemlich schnell auf den ersten Seiten erfährt man schon, wer der Täter ist. So braucht man nicht lange hin und her überlegen, sondern kennt hier schon die Person und das mögliche nächste Opfer.
Der Thriller wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Zum einen erlebt der Leser die Ermittlungen von Paul Vecter und dessen Freundschaft zu Renee.
Auch wird hier die Perspektive des Täters sehr präsent dargestellt. Man verfolgt seine Denkweise, seine Pläne und auch seine Wut.
Auch die Ehefrau des Täters kommt hier zu Wort. Schritt für Schritt kommt sie gemeinsam mit dem Leser hinter das Geheimnis des Täters und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ihr eigenes Leben in Gefahr ist.
Die Figuren sind also in diesem Roman sehr gut ausgearbeitet. Mir fiel es unheimlich leicht, mir die Personen vorzustellen und besonders sympathisch waren mir natürlich das Duo Renee und Paul.
Auch die Ehefrau wurde sehr intensiv dargestellt, sodass ich regelrecht mitgefiebert hab, während sie ihrem Mann hinterherschnüffelt, aber auch wütend wurde, weil sie auf eigene Faust ermittelt.
Genau dies machte für mich die Spannung irgendwie aus. Man sollte meinen ein Thriller, bei dem man von vornherein weiß, wer der Täter ist, könnte nicht mehr interessant sein. Dies empfinde ich persönlich als Irrtum. Für mich war es spannend genug, mit zu erleben, wie sich die Schlinge um den Täter immer fester zuzieht aber auch, wie lange es erst einmal dauert, um ihm auf die Schliche zu kommen.

Mit 333 Seiten hatte er für mich eine ganz gute Länge. Die etwas größere Schrift und die vielen Absätze ermöglichen einen angenehmen und leichten Lesefluss.
Das Cover finde ich ganz gut gemacht, der rote blutende Zopf auf grauen Hintergrund deutet schon auf einen Thriller hin, nur der Titel ließ mich ein wenig grübeln.

Fazit:
Für mich war 'Vor dem Regen kommt der Tod' ein angenehmer Thriller der nicht hochspannend und grausam blutig ist aber sehr in die psychologische Schiene geht. Hier erlebt der Leser eher die Handlung des Täters und seiner Frau, als die der Polizei oder des Opfers. Der großartige und detailgetreue Schreibstil hat mich vollends überzeugt, sodass ich den Roman ziemlich schnell durchgelesen habe.
© Michaela Gutowsky
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 22. September 2012
Der Anfang dieses Buches ist auf keinen Fall was für schwache Nerven. Es ist wohl die Horrorvorstellung einer jeden Frau, allein in einer Wohnung von einem Unbekannten überfallen zu werden. Unsere junge Polizistin schlägt sich hier aber tapfer und überlebt wie durch ein Wunder. Was sich im Laufe des Buches als glücklicher „Zufall“ herausstellt, denn unsere junge Polizistin bandelt mit unserem leitenden Inspecteur Paul Vegter an. Somit hätten wir die obligatorische Liebesgeschichte, die in keinem Buch fehlen darf, auch schon abgehakt.

Wie die Galeristin Vivienne allerdings in dieses Konstrukt passen soll, war mir anhand des Umschlagtextes erst einmal ein Rätsel. Ein Rätsel, das aber recht schnell aufgeklärt wird. Somit sollte man sich von der leicht kryptischen Aussage des Klappentextes nicht irritieren lassen.

Mit dieser Geschichte haben wir es mit einem empfehlenswerten und kurzweiligen Buch zu tun, dessen Autor es schafft, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Ich persönlich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Als einziges Manko stellte sich lediglich der Showdown dar - aber: Lesen Sie es selbst, Sie werden wissen was ich meine ;-)
Birgit Grunwald für Hysterika, 01.09.12
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. September 2011
Das Buch beginnt mit dem Mordversuch an einer jungen rothaarigen Polizistin, erzählt in rasantem Tempo und mit gruseligen Details: ihr wird ein Stück ihrer Kopfhaut entfernt und eine Nummer in den Bauch geritzt. Wer jetzt einen blutrünstigen Thriller erwartet, wird aber enttäuscht werden. Es geht in wesentlich bedächtigerem Tempo weiter, als sehr gut erzählter Psychothriller. Wichtig ist dabei überhaupt nicht WER der Täter ist (das erfährt der Leser schon sehr früh), sondern mehr die Beweggründe und wie er gestoppt werden kann.

Die verschiedenen Erzählperspektiven zeigen alle, welche Schicksale die Hauptpersonen geprägt haben. Die junge Polizistin leidet seit dem Mordversuch unter einem Trauma. Ihr Vorgesetzter, der gleichzeitig der ermittelnde Kommissar in diesem Fall ist, hat den Unfalltod seiner Frau noch nicht wirklich verarbeitet. Eine rothaarige Galeristin, die sich als potentielles weiteres Opfer sieht, leidet unter ihrer Gehbehinderung. Ihr Mann leidet darunter, nicht so kultiviert zu sein wie seine reiche Frau und auf diese Unterlegenheit reagiert er mit extremer Wut.

Polizeiarbeit wird in diesem Buch im Gegensatz zu vielen anderen Kriminalromanen wenig gezeigt. Der Kommissar ist mehr in seinem privaten Umfeld zu sehen, besonders die langsam aufkeimende romantische Beziehung zu seiner Kollegin. Dagegen beginnt die Galeristin private Ermittlungen, die einige Ergebnisse bringen: nach dem ersten Mordversuch findet sie ein Beweisstück und sie beschattet sogar den Täter, als er das zweite Verbrechen begeht: den Mord an einer rothaarigen Studentin, die ebenfalls skalpiert wird. Die Spannung steigt noch einmal enorm an, als der dritte Mord geplant wird und 'vor dem Regen' die Handlung eine überraschende Wendung nimmt.

Alles in allem ein ungewöhnlicher und ausgesprochen gut erzählter Kriminalroman, der es aber leider schwer haben dürfte: Fans von blutigeren Thrillern mit vielen Schockeffekten werden das Buch irgendwann ab dem zweiten Kapitel wahrscheinlich enttäuscht wieder aus der Hand legen, während zart besaitete Leser, die aber sehr gerne Psychothriller mögen, vom ersten Kapitel und vielleicht sogar schon von dem blutenden Zopf auf dem Cover eher abgeschreckt werden. Trotzdem eine sehr spannende niederländische Autorin, von der hoffentlich noch weitere Krimis in Deutschland veröffentlicht werden.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die rothaarige Polizistin Renée Pettersen wird nachts vor ihrer eigenen Haustür von einem maskierten Mann brutal überfallen und niedergestochen. Nur durch glückliche Umstände überlebt sie die gefährlichen Stichverletzungen. Ihre Kollegen ermitteln zunächst in Richtung "Polizistenmord". Vor allem Inspektor Paul Vegter - seit zwei Jahren verwitwet - macht sich große Sorgen um seine Kollegin, denn er empfindet für sie mehr, als er sich eingestehen mag.

Einige Tage später wird jedoch eine Studentin - und dieses Mal mit tödlichem Ausgang - überfallen. Sie war ebenfalls rothaarig und wurde skalpiert, wie es der Täter auch bei Renée versucht hatte. Hat die Polizei es mit einem psychisch Gestörten zu tun, der es auf rothaarige Frauen abgesehen hat? Paul Vegter, der die Ermittlungen leitet, spürt, dass ihm nicht viel Zeit bleibt, bis der Mörder vielleicht ein weiteres Mal zuschlägt.

Dem Leser ist der Mörder jedoch früh bekannt und in einen zweiten Handlungsstrang eingebunden. Die 37jährige Galeristin Vivienne, ebenfalls rothaarig, verfolgt die Zeitungsberichte über die mysteriösen Morde mit Unbehagen. Sie ist mit dem einige Jahre jüngeren John verheiratet, den sie der Untreue verdächtigt. Um sich Gewissheit zu verschaffen, beschattet sie ihren Ehemann, vor dem sie immer mehr Angst bekommt. Könnte er der Täter sein?

"Vor dem Regen kommt der Tod" ist ein spannender, teilweise schauriger Roman der niederländischen Autorin Lieneke Dijkzeul (Jg. 1950), für den sie den "Gouden strop", die bedeutendste Krimi-Auszeichnung in Holland, erhielt. Geschickt gelingt es ihr, das Motiv des Mörders vor dem Leser lange im Dunkeln zu verstecken.

Fazit: Ein etwas anderer Thriller, dessen Bann man sich kaum entziehen kann, denn er ist spannend bis zur letzten Seite.

Manfred Orlick
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. September 2011
Die junge Polizistin Renée wird in der Nacht an ihrer Haustür überfallen. Durch ihre Ausbildung und ihre gute körperliche Verfassung kann sie sich wehren, doch sie bleibt nicht nur schwer verletzt zurück, nein, der Täter hat ihr eine Kennung in den Bauch geritzt und ein Stück Kopfhaut mit ihren langen roten Haaren entfernt. Ihre Kollegen setzen alles daran, den Täter zu schnappen. Ihr Umfeld und auch die Fälle an denen sie gearbeitet hat werden genauestens untersucht. Doch Fehlanzeige.
Bis der Täter wieder zuschlägt! Das junge Mädchen - eine Studentin, die in einem Kino jobbt - kommt nicht mit dem Leben davon. Auch diesmal wurde etwas in den Bauch geritzt und die Kopfhaut skalpiert, auch sie hatte lange rote Haare. Seltsamerweise wurde in beiden Fällen der Skalp nicht weit entfernt vom Tatort gefunden. Warum macht sich der Täter die Mühe um diese Trophäen anschließend weg zu werfen?
Vivienne findet sich nicht besonders hübsch und zusätzlich ist sie auf die Hilfe eines Stockes beim Gehen angewiesen. Doch ihr ganzer Stolz sind die langen dicken roten Haare. Sie ist wohlhabend und auch, wenn sie merkt, dass ihr Mann John sie wohl ihres Geldes wegen geheiratet hat, ist sie glücklich und genießt den Anblick ihres gutaussehenden jüngeren Mannes. Doch inzwischen kommen ihr Zweifel über die Vergangenheit Johns.
Auch wenn sehr früh der Täter bekannt ist, aufgrund des Klappentextes weiß, das ein weiterer Mord(versuch) stattfindet und man sich die Beweggründe und das eigentlich Ziel denken kann, so ist es dennoch ein spannender Thriller. Hauptsächlich durch den sehr guten Schreibstil. Die Gefühle und Gedanken der Personen - Täter, Opfer und auch Polizisten - werden glaubhaft und genau beschrieben. Auch kleinere Begebenheiten wie Parkplatzsuche, Hunger, Durst, Toilettensuche, Dinge, die so banal sind, dass sie selten beschrieben werden, werden aufgegriffen. Dieses macht die Handlung so realistisch. Der Titel des Buches ist austauschbar.
Insgesamt ein gut geschriebener, leicht lesbarer Thriller, doch nicht herausragend.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. August 2011
Renée wird auf direkt vor ihrer Wohnung überfallen und auf brutalste Weise verletzt. Sie versucht sich zu wehren und schafft es in die Wohnung, allerdings läßt der Täter nicht von ihr ab. Er verletzt sie schwer und ritzt eine römische I in ihren Bauch. Letztendlich bemerken die Nachbarn Geräusche und klingeln bei ihr. Dem Täter macht das wohl Angst, entdeckt zu werden und so flüchtet er. Trotz der schlimmen Verletzungen schafft sie es, ihren Kollegen Paul anzurufen. Er eilt ihr zu Hilfe und sie kommt ins Krankenhaus. Zum Glück sind die Verletzungen nicht lebensgefährlich, auch wenn sie sehr schlimm sind. Warum ist gerade ihr das passiert?! Die Polizei macht sich auf die Suche nach dem Täter...

Nachdem man diesen doch sehr grausamen Start in das Buch hatte, geht es an anderer Stelle weiter. Vivienne, 37 Jahre und erfolgreiche Galeristin, ist mit John verheiratet. Er ist jünger als sie und die beiden scheinen glücklich zu sein. Sie fragt sich aber, warum er sie geheiratet hat. Denn sie ist aufgrund ihrer Gehbehinderung und ihrer Figur nicht sehr begehrenswert. Sie liebt ihn sehr, aber sie hat das Gefühl, er verheimlicht ihr etwas. Sie spioniert ihm hinterher und entdeckt immer mehr Hinweise darauf, dass er von der Polizei als Mörder gesucht wird...

Beide Handlungen werden zusammengeführt und durch diese 2 Handlungen gibt es auch die Spannung. Das Buch lässt sich flüssig lesen, die Spannung steigt immer mehr. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich die niederländischen Namen. Viele Dinge waren für mich voraussehbar, aber dennoch nicht zu langweilig. Den Anfang fand ich sehr brutal und war froh, dass das ganze Buch nicht so geschrieben war.

Das Cover sieht zwar grausam aus, aber ist sehr passend zum Buch. Es gibt auch einen gut beschriebenen Klappentext. So war ich von Anfang an recht gut in der Story drin. Das Buch ist für Thrillerfans sehr zu empfehlen!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. August 2011
Die Polizistin Renee Pettersen wird vor ihrer Haustür von einem Mann überfallen. Sie wehrt sich nach Kräften und überlebt die Attacke, dank eines Nachbarn der an der Wohnungstür klingelt und den Täter so zum Abbruch zwingt. Der Mann hatte versucht, Renee zu skalpieren und kann mit einem Teil ihrer Haarpracht fliehen. Renee kann ihren Kollegen Paul Vegter verständigen, bevor sie bewusstlos wird. Dieser findet Renee und sie wird schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.

Meine Meinung:
Schon bei der Leseprobe war ich skeptisch, ob es sich wirklich um einen Serienkiller handelt, denn welcher Serienkiller wirft seine Trophäe, in dem Fall den Skalp, angeekelt weg?
Recht bald weiß man wer der Täter ist und welches Motiv ihn zu diesen Taten veranlasst. Das eigentliche Opfer ist auch bald ausgemacht, doch dieses ist misstrauisch. Die Polizeibeamten bleiben recht blass und sind irgendwie nur Beiwerk. Hauptsächlich geht es wirklich um Opfer und Täter.
Und genau dieses Katz und Maus-Spiel gestaltet sich extrem spannend.

Am Anfang war ich etwas verwirrt, weil viele Absätze mit Er oder Sie beginnen, und ich nicht gleich wusste, welche Person denn nun gemeint ist, das hat sich im Laufe des Thrillers aber gelegt.
Auch hat mich der Name Mevrouw sehr verwirrt, irgendwie hatte ich angenommen, dass es sich um den Namen von Renee's Mutter handelt, musste dann aber im Verlauf feststellen, dass es aus dem Holländischen kommt und schlicht und einfach Frau heißt...
Als ich endlich durchgeblickt habe, gestaltete sich der Thriller sehr spannend und ich war nur noch skeptisch, ob dieser ein plausibles Ende nehmen würde, ich wurde in letzter Zeit von anderen Büchern schwer enttäuscht.
Meine Hochachtung der Autorin, sie hat ein packendes, geniales und überzeugendes Ende des Thrillers vollbracht und ich werde mir sicher weitere Bücher von Lieneke Dijkzeul kaufen.

Fazit: Ein spannender Thriller, nicht allzu blutig, mit glaubwürdigen Charakteren, in die man sich gut hineinversetzen kann. Absolute Leseempfehlung!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken