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TOP 500 REZENSENTam 31. März 2011
"Ein Endzeit-Blockbuster, der Sie bis in Ihre Albträume verfolgen wird..." So wird die Times zu diesem Buch auf dessen Rückseite zitiert. Dystopien sind gerade groß in Mode, und so verwundert es nicht, dass auch dieser Endzeit-Thriller in einer nicht so fernen düsteren Zukunft spielt, in der die Menschheit auf eine selbst verschuldete Katastrophe zusteuert.

Derzeit aktuell sind der Klimawandel und dessen Folgen und so wirken die Szenarien in Liz Jensens Apokalypse erschreckend real.
Die Menschheit leidet zunehmend unter Überschwemmungen, Wirbelstürmen und anderen vernichtenden Katastrophen. Es haben sich nach einer so genannten "Glaubenswelle" unzählige fanatische religiöse Vereinigungen gebildet und aus solch einer "Kirche" stammt Bethany, die Tochter eines Predigers, die ihre eigene Mutter ermordet hat. Nun ist sie in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht und die erste Patientin von Gabrielle Fox, die nach einem schweren Unfall wieder zurück ins Berufsleben finden will.

Bethany, aggressiv und schwer behandelbar, behauptet, sie können Naturkatastrophen voraussagen, doch niemand nimmt das ernst, bis Gabrielle entdeckt, dass alle ihre Vorhersagen eintreffen...
Sehr gut gefallen hat mir in diesem Buch der Schreibstil. Sprachlich hervorragend und mit einem guten Gefühl für Stimmungen hat die Autorin diesen Plot ausgearbeitet. Die Handlung ist aus der Sicht der Ich-Erzählerin Gabrielle geschrieben, die nach einem Autounfall im Rollstuhl sitzt und nach der Reha nun ihren ersten Job annimmt.

Als sie beginnt, Bethanys Prophezeiungen Glauben zu schenken, stößt sie in ihrem Umfeld auf Ablehnung, nur der attraktive Physiker Frazer Melville interessiert sich für sie und ihre Patientin und hier liegt dann schon der erste Kritikpunkt: Die nachfolgende Liebesgeschichte hätte dem Ganzen durchaus eine romantische Komponente geben dürfen, doch leider war sie so klassisch und vorhersehbar aufgebaut, dass sie mit ihrer Simplizität der Geschichte den Anspruch nahm.

Leider liegt der Erzählschwerpunkt nicht auf der interessanten Persönlichkeit Bethanys, oder deren Behandlung, sondern die meiste Zeit geht es um das Schicksal von Gabrielle und der Bewältigung ihrer Behinderung. In langen Monologen bemitleidet sie sich selbst und hadert mich sich und ihrem Schicksal. Auch hier wäre weniger sicherlich mehr gewesen.
Trotz dieser beiden Kritikpunkte hat mich die sprachlich hohe Qualität und die Frage, auf welches Ziel die Handlung hinsteuert, das Buch innerhalb kurzer Zeit durchlesen lassen.

Mein Fazit: Ich habe mich gut unterhalten, das Thema war interessant und die Handlung spannend, doch es ist ein Zuviel an verschenktem Potential in diesem Endzeit-Thriller enthalten, um ihm die volle Punktzahl zu geben. Ganz sicherlich wird sich die Prophezeiung der Times also nicht erfüllen und dieser "Blockbuster" wird keinen Einzug in meine Träume halten...
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am 4. Oktober 2012
WOW! Genau das dachte ich, als ich es zum ersten Mal in der Buchhandlung sah. Ich wollte es - unbedingt! Ich meine - seht es euch an! Das Cover hat mich einfach sofort gekriegt. Und auch die (wirklich kurze) Kurzbeschreibung gefiel mir. Genau mein Ding, dachte ich...

Also ich habe ja schon recht viele Thriller gelesen und irgendwie war ich immer der Meinung, dass die spannend sein müssen... Die Autorin schreibt wirklich nicht schlecht, fast schon poetisch - nur leider ziemlich langweilig. Immer, wenn kurz ein Hauch von Spannung aufblitzte, wurde wieder auf andere, in dem Moment nicht so wichtige Themen eingegangen. Lobenswert ist auf jeden Fall, dass alle wissenschaftlichen Fakten plausibel erklärt werden. Auch für Laien wie mich. Alles, was beschrieben wurde, kann tatsächlich eintreten. Doch auch hier war es wieder zu ausführlich. Ich habe mich sehr oft dabei ertappt, wie ich Seiten überflogen habe, weil es sehr langatmig war.

Erzählt wird aus Sicht von Gabrielle in der Ich-Form im Präsens. Dies ist auch wirklich interessant, da man viel über ihre Gefühlswelt erfährt - doch leider hat die Autorin es da meiner Meinung nach ein wenig übertrieben. Ich muss nicht alles über diese Frau erfahren, um das Buch lesenswert zu finden. Hier ist eher das Gegenteil eingetreten. Es hat die eigentliche Handlung behindert und aufkeimende Spannung sofort erstickt. Wenn überhaupt waren die letzten 80 Seiten einigermaßen fesselnd - trotz der vielen Unterbrechungen. Zu oft wurde der Faden verloren.

Die Protagonistin Gabrielle fand ich glaubhaft. Auch ihre Ängste und ihre Unsicherheit bezüglich ihres Auftretens im Rollstuhl waren mir sympathisch. Doch Bethany hat mir überhaupt nicht gefallen. Zu viele Schimpfwörter, zu wenig Sinnvolles. Klar, wie soll man einen psychisch gestörten Jugendlichen sonst darstellen. Aber sympathisch war das Mädchen mir nie.

Die Handlung rankte sich um wissenschaftliche Erkenntnisse gepaart mit religiösen Aspekten, wobei beiden sehr ausführlich beschrieben wurde. Es war aber leider fast die ganze Zeit über langweilig. Kurzum - ich fand es nicht gut. Da die Grundidee jedoch echt interessant, alles gut recherchiert erschien und manchmal so etwas wie Interesse bei mir aufkam, habe ich zwei Sterne vergeben.
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am 17. August 2014
Der Titel ist Programm. Die Psychotherapeutin Gabrielle Fox, 35 Jahre alt, hat bei einem Unfall vermeintlich alles verloren. Ihren Freund, ihr ungeborenes Baby und ihr Körpergefühl unterhalb der Taille. Nach der Reha möchte sie wieder arbeiten, aber die Kollegen halten sie selbst noch für zu traumatisiert um anderen helfen zu können. So ist sie dankbar, dass sie in Oxsmith anfangen kann, einer Klinik für die 100 gefährlichsten Kinder Großbritanniens. Dort arbeitet sie mit Bethany Kall, einer heute 16 jährigen. Vor zwei Jahren hat sie ihre Mutter brutal ermordet. Ihr Vater, ein Prediger, kümmert sich nicht mehr um sie. Bethany gilt als Extremfall in Sachen Aggression und ist als nicht therapierbar eingestuft. Bethany behauptet, dass sie Visionen hat und Naturkatastrophen vorhersehen kann. Anfangs glaubt ihr niemand, doch als mehrere Vorhersagen Tag genau eintreten, sucht Gabrielle Erklärungen. Auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung lernt sie den Physiker Franzer Melville kennen. Schnell fängt er an sich nicht nur für dieses Phänomen, das er versucht naturwissenschaftlich zu erklären, zu interessieren, sondern auch für Gabrielle. Werden alle ihre Visionen wahr? Geht die Welt wirklich unter? Das Buch handelt in der Nahen Zukunft. Die Story finde ich sehr interessant, wenn natürlich auch recht dunkel und bedrückend. Manche Stellen haben etwas Längen oder wirken etwas unglaubwürdig oder übertrieben. Das Buch liest sich flüssig und nachvollziehbar, da gehört auch Bethanys manchmal vulgäre Ausdrucksweise dazu. Spannend ist es auf jeden Fall.
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am 28. Juni 2011
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Psychologin Gabrielle Fox ist nach einem Autounfall von der Hüfte abwärts gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Sie verliert ihren urpsrünglichen Job und bekommt eine Stelle in einer psychatrischen Anstalt, in der gefährliche, weil sehr gewalttätige Kinder untergebracht sind. Als Patientin wird ihr die sechzehnjährige Bethany Krall zugewiesen, die ihre Mutter brutal erstochen hat. Bethany ist verschlossen, aggressiv und zynisch. Gabrielle findet zunächst keinen Zugang zu ihrer extremen Patientin. Erst durch Bilder und Wortfetzen, dann immer deutlicher, wird Gabrielle aber klar, dass Bethany die Fähigkeit besitzt Naturkatastrophen präzise vorherzusagen: Ort, Zeit und Ausmass stimmen. Gabrielle wehrt sich lange gegen diese Einsicht. Aber Katastrophen in Brasilien und der Türkei veranlassen sie dann doch dazu, auch die Warnungen für England ernstzunehmen. Sie beschließt zu handeln: Diese Katastrophe soll nicht eintreten.

Die Geschichte an sich ist ja schon mäßig originell, hätte aber den Hintergrund abgeben können für einen guten Thriller. Zumal es noch einige Nebenstränge gibt. Aber diese werden zu wenig herausgearbeitet. Und wie sie sich bei ihrem Bemühen die Katastrophe zu verhindern, auch noch verliebt. Die Geschichte verliert sich über weite Strecken in der Beschreibung des Seelenlebens der Ich-Erzählerin Fox. Wir erfahren bis ins kleinste Detail wie sie sich fühlt, wie sie mit ihrer Behinderung umgeht und versucht ihr alltägliches Leben zu meistern. Seite um Seite. Letztlich bildet die heraufziehende Endzeit nur die Folie für eine unglückliche lebens- und Liebesgeschichte.

Das kann man ja machen, aber dann bitte nicht unter diesem Titel. Das ist schlicht Etikettenschwindel.
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am 21. März 2011
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ein weiterer Roman, bei dem uns ein Verlag (DTV) weißmachen möchte, man hätte einen Thriller erworben. Thrill (englisch: Nervenkitzel) kommt aber in "Endzeit" zu keinem Zeitpunkt auf. Allenfalls gelingt es der Autorin, ein bereits x-fach geschriebenes Thema (Person kann Dinge sehen, die in der Zukunft geschehen) mit der Ingredienz "menschenverschuldete Ökokatastrophe" zu verschwurbeln.

Die Story plätschert gemütlich vor sich hin, ist sogar sprachlich bisweilen sehr blumig (was ja in einem anderen gattungsbegrifflichen Genre als positiv hervorzuheben wäre), erzeugt aber in keinster Weise Adrenalinschübe. Eine Kürzung um mindestens 100 Seiten hätte dem Werk gut getan. Oder - noch besser - eine eindeutige Klassifizierung, dass man es hier mit einem seltsamen Genre-Mix zu tun hat, der sich zielgruppenspezifisch eher an pubertierende Mädchen richtet, denen man neben Romantic-Mystery auch ein wenig umweltrelevantes Verantwortungsbewusstsein nahelegen möchte.

Susanne Goga-Klinkenberg übersetzt routiniert, findet aber kein probates Mittel, um ein gleichbleibendes Erzähltempo zu gewährleisten. An diversen Stellen ist sogar Schmunzeln angesagt, wenn zum Beispiel die mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestatte junge Frau (kahlgeschorener Schädel) als "ungekämmt" beschrieben wird.

Das Aufhalten mit Belanglosigkeiten nervt hier und da. Besonders ärgerlich sind die Versuche der Autorin, wissenschaftlich komplexe Zusammenhänge auf einfache Art zu erklären. Dass muss eigentlich jeden halbwegs gebildeten Erwachsenen unterfordern, es sei denn man akzeptiert Wissensvermittlung à la Sendung mit der Maus. Für einen Thriller beschäftigt sich "Endzeit" außerdem zu lange mit Liebesgeschichten und der Frage, welches Spaghetti-Träger-Kleid ziehen wir denn heute an?

Der Roman ist nicht Fisch und nicht Fleisch, weil sich die Autorin einfach nicht entscheiden kann, ob sie Spannung erzeugen oder eine (umwelt)politische Botschaft vermitteln möchte. Somit ist "Endzeit" meiner Meinung nach eine misslungene Mischung aus naiver Öko-Missionierung und hanebüchenem Schauermärchen.
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am 10. April 2013
Was direkt ins Auge springt ist das faszinierende Artwork auf dem Cover; ein strahlend blaues Auge, aus dem einen die Kontinente dieser Welt anschauen sowie Blitze über einem tosenden Meer. Man greift unwillkürlich zu diesem Buch.

Bereits auf den ersten Seiten des Katastrophen-Thrillers wird klar, dass das, was den Leser erwartet, kein Spaziergang wird. Nicht nur inhaltlich, sondern auch der Schriftform wegen. Liz Jensen verwendet sehr viele Adjektive und umschreibt, beschreibt die Dinge oftmals etwas zu detailverliebt. Der Lesefluss wird dadurch teilweise gestört. Allerdings habe ich mich bis zum Ende recht gut in diesem speziellen Stil eingefunden.

Inhaltlich setzt sich die Autorin mit einer schon viel duskutierten Thematik auseinander- dem Ende des Zeitalters der Menschheit. Es ist keine Utopie, es sind keine Aliens, die die Erde zerstören, sonder schlicht und ergreifend wir selbst.Mittendrin steckt unsere Hauptfigur Gabrielle Fox, welche nach einem schweren Unfall gehandicapt ist und dabei mehr als nur ihren Geliebten verloren hat. Die Psychologin klammert sich an ihren Job und an ihren neuesten und sehr beunruhigenden Fall- die junge Muttermörderin Bethany, welche große Naturereignisse präzise voraussagen kann und Gabrielle mehr und mehr in Geschehnisse verwickelt, die sie nicht mehr kontrollieren kann. Ist das Ende der Menschheit noch aufzuhalten?
Gabrielle Fox ist keine typische Heldin. Sie lässt den Leser durch ihre Augen in eine harte Welt blicken, die am Abgrund steht und deren Bewohner allen Widrigkeiten zum Trotz versuchen, zu überleben. Die Katastrophen, die passieren, lassen ganze Städte und Landstriche verschwinden; religiöse Eiferer haben Hochkonjunktur. Dabei hat Gabrielle ihren eigenen Kampf zu kämpfen, jeden Tag. Mitunter hat man es als Leser schwer, sie zu ertragen, ihr Leid zu ertragen . Doch ihre Ängste und Sorgen machen sie auch authentisch. Ihr Gegenpart Bethany löst sehr zwiespältige Gefühle aus, doch auch hier zeichnet Jensen einen interessanten Charakter.

Letzten Endes kann ich gar nicht so genau sagen, ob mir Jensens Werk wirklich gut gefallen hat. Man spürt noch einen schalen Beigeschmack, wenn man es nach der letzen Seite aus der Hand legt. Und das soll wohl auch so sein. Es ist kein Wohlfühl-Buch und die schrecklich und gleichsam faszinierenden Szenarien sollen den Leser sicherlich auch aufrütteln, sein Leben und ganz besonders den allgegenwärtigen und überzogenen Konsum zu überdenken. Denn leider ist die hier erzählte Geschichte vermutlich sehr viel näher an der Realität als uns allen lieb ist.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. April 2012
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Naja, das Thema ist ja nun nicht total originell... Es geht darum, dass der Mensch von der Klimakatastrophe, die er ja nun mal selbst verschuldet hat, heimgesucht wird... Und dann gibt es da eine junge Frau, die kann diese Katastrophen vorhersehen - was ihr natürlich niemand glaubt, außer ihrer engagierten Psychotherapeutin... Das klingt auf den ersten Blick ziemlich abgedroschen und wenig interessant!

Das täuscht aber, das Buch lebt eigentlich von der sehr intensiven Beziehung zwischen den beiden Frauen, die im Verlauf der Storyline immer verflochtener und spannender wird. Dabei gelingt der Autorin das Kunststück, ohne zu viel Pathos und Schmalz die Gefühle bildlich darzustellen. Die Sprache ist enorm ausdruckstark und emotional, das Ambiente wird wunderbar eingefangen. Das mag für jemanden, der lediglich einen spannenden Endzeit-Thriller konsumieren will, schon störend sein, vielleicht sogar nervig... Wer sich aber auf den blumigen Erzählstil einlassen kann, bekommt eine durchaus unterhaltsame und tatsächlich auch spannende Geschichte geliefert!

Was aber sogar mich nervt ;-) ist die ebenso überflüssige wie vorhersehbare Liebesgeschichte, die den Plot enorm ausbremst und dann doch irgendwie etwas zu viel" ist.

FAZIT: Wer nur" einen spannenden Apokalypse-Thriller will, sollte hier lieber einen Umweg machen. Wer aber bereit ist, sich auf eine emotionale und auch sehr unterhaltsame Geschichte einzulassen, der darf gerne zugreifen!
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am 12. April 2011
Die durch einen Verkehrsunfall gelähmte Psychotherapeutin Gabrielle Fox wird nach einer sehr kurzen Rehabilitationszeit wieder in ihrem Beruf eingesetzt. Ausgerechnet die schwierigste Patientin wird ihr zugeteilt - die 16-jährige Bethany Krall, die ihre Mutter erstochen hat. Das Mädchen zeigt keinerlei Reue und niemand findet Zugang zu ihr. Bereits Gabrielles Vorgängerin scheiterte und wurde aus rätselhaften Gründen von ihrer Arbeit suspendiert. Gabrielle merkt recht schnell, dass mehr hinter der Sache steckt, als man zugeben möchte. Als Bethany während ihrer Elektroschockbehandlungen jedoch Naturkatastrophen voraussagt und diese kurze Zeit später eintreffen, gerät Gabrielles Leben aus den Fugen.

In diesem Fall habe ich mich leider vom Cover und der Leseprobe blenden lassen. Das in grau und blau gehaltene Cover zeigt ein durch ein Gewitter aufgepeitschtes Meer. Das Gesicht eines Mädchens mit stechenden blauen Augen blickt dem Leser entgegen. Wenn man genau hinsieht, stellt man fest, dass die Augen eine Weltkarte darstellen. Klappt man das Buch auf und betrachtet das komplette Cover, bildet der Buchrücken ein drittes Auge" - sehr passend zur Thematik, wie ich finde. Ich kann leider nicht sagen, ob es Zufall oder beabsichtigt war. Die Tatsache, dass es sich hier um einen Thriller handelt, hat mich jedenfalls neugierig werden lassen.

Leider hält der Klappentext nicht, was er verspricht. Die Autorin verzettelt sich in ausschweifenden Erklärungen, die für den Verlauf der Geschichte nicht wichtig sind und den Lesefluss ganz erheblich stören. Dies nimmt dem Buch die ganze Spannung. Ich hatte ganz oft das Gefühl, dass der Autorin mittendrin plötzlich auffiel: Oh, ich schweife ab, schnell zurück zur Geschichte und Action gemacht." Doch da war für mich bereits nach dem ersten Mal schon das Kind in den Brunnen gefallen.

Vielleicht hätte der Titel mich schon vorwarnen müssen, aber durch den Klappentext bin ich davon ausgegangen, dass es hier vorrangig um die Arbeit der Psychotherapeutin mit dem Mädchen geht. Dies ist hier aber eher Nebensache. Der Roman konzentriert sich eher auf das religiöse Geschwafel von Bethanys gottesfürchtigen Vater, lässt eher beiläufig durchblicken, dass der krankhafte Fanatismus ihrer Eltern zur Tat geführt haben und beschäftigt sich hauptsächlich mit ihren Katastrophen-Voraussagungen und ihren Folgen. Diese sind aber leider nur halb so spannend, wie man von einem Thriller erwarten würde. Das einzige Erschreckende daran ist, dass der Roman in der Zukunft spielt und wir Menschen uns Gedanken machen sollten, ob wir nicht irgendwann tatsächlich so enden, wie in Liz Jensens Buch. Wir sind nämlich schon auf dem besten Wege.

Die ganze Geschichte ist leider sehr klischeebehaftet. Die gelähmte Protagonistin zergeht in Selbstmitleid, weil sie den Autounfall verschuldet hat, der ihrem zu dem Zeitpunkt noch verheirateten Geliebten das Leben gekostet hat. Zufälligerweise war sie schwanger und hat das Kind beim Unfall verloren. Natürlich ist sie davon überzeugt, dass sie nie wieder eine Beziehung führen kann, weil sie ja sexuell nicht mehr anziehend ist. Ganz klar, dass die Autorin dafür eine Lösung gefunden hat - da dies aber für den Verlauf der Geschichte maßgeblich ist, verrate ich hier nicht mehr.

Auch, dass ihr früherer Vorgesetzter Gabrielle eine neue Arbeit verschafft, obwohl von allen Seiten Bedenken geäußert werden, weil sie einfach noch nicht bereit ist für den Wiedereinstieg, wird einfach übergangen. Zur Rechenschaft kann dieser allerdings nicht mehr gezogen werden, weil er kurze Zeit später verstirbt.

Was soll ich sagen? In meinen Augen war der Klappentext mal wieder zu reißerisch und hat mehr versprochen als er halten konnte. Die knapp 400 Seiten hätte man locker auf 250 Seiten kürzen können, wenn man die zähen und unwichtigen Erklärungen der Autorin raus gestrichen hätte. Ich schwanke zwischen zwei und drei Sternen. Da es leider keine 2,5 gibt, entscheide ich mich für zwei Sterne.
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich bin ein großer Fan von apokalyptischen Romane à la Stephen Kings "The Stand" oder die sagenhaft gute "Herbst"-Reihe von David Moody. Diese "literarische" Gattung bietet häufig spannende Handlungsverläufe, hektische Wendepunkte und während des Lesens ist ständig der Gedanke im Kopf: "Das könnte wirklich passieren..."

Daher war es nach dem interessant formulierten Klappentext des Romans "Endzeit" von Liz Jensen keine Frage, auch diesen Thriller zu lesen, "ein apokalyptischer Thriller, den Sie nicht mehr vergessen werden". Die "Times" geht sogar soweit und prophezeit dem Leser, dass dieser Blockbuster einen bis in die Albträume verfolgen werde.
Nun gut, nach den 400 Seiten entstand bei mir eher ein anderer Eindruck - von Verfolgung kann wahrlich keine Rede sein.

Ganz klar, die Thematik ist brisant. Die Welt steht am Scheidepunkt, Tsunamis und Erdbeben zerstören ganze Städte und führen, wie auch jüngst, zu totalem Chaos. Diesen Grundgedanken hat Liz Jensen aufgenommen und daraus einen Roman gestrickt; einen Roman über eine querschnittsgelähmte Psychologin namens Gabrielle Fox, die versucht, in ihr altes Leben zurückzukommen und eine neue Patientin bekommt. Die 16-jährige Bethany hat ihre Mutter bestalisch ermordert und behauptet, sie könne Naturkatastrophen voraussehen. Schwachsinn, glaubt Gabrielle im ersten Moment, doch nach kurzer Zeit muss die Psychologin feststellen, dass sich die ersten Prophezeiungen bewahrheiten...

Klingt nach einem spannenden und ereignisreichen Plot - wäre es auch, wenn sich die Autorin entschieden hätte, wohin sie mit ihrer Story eigentlich wollte. "Endzeit" ist eine Mischung aus einem Ökothriller-Versuch, durch Bethanys wird es zu einer Art reifem Jugendbuch und eine Liebesgeschichte wird ebenfalls involviert. Das ist eindeutig zu viel und die Autorin hat den Überblick verloren, was sie mit welchen Handlungssequenzen aussagen möchte. Insbesondere der letzte Aspekt, die Liebesgeschichte, wirkt stellenweise absolut deplatziert und fördert alles andere, aber nicht die Spannung. Auf der anderen Seite wird durch die eingeflochtene Beziehungs-Story die Charakterisierung von Gabrielle Fox vorangetrieben, denn durch ihre Gedanken und Gefühle wirkt sie sehr greifbar und lieb. Dieser Umstand wird noch intensiviert, indem die Erzählung der Handlung aus der Ich-Perspektive geschieht.

"Endzeit" hat definitiv viele spannende Momente, aber von einem waschechten Apokalypse-Roman habe ich eindeutig mehr erwartet. Einige Handlungsansätze, die Thrillermomente versprachen, verlaufen unangetastet im Sand. Generell dümpelt die Story, durch die vielen Nebenschauplätze, häufig unspektakulär vor sich hin. Liz Jensen wollte eindeutig zu viel. Rein stilistisch ist ihr jedoch ein sehr guter Roman gelungen, die gewählten Metaphern sind en gros schön zu lesen und ihre Satzstruktur ist gut zu verstehen.
Leider, leider scheint der Verleger zum Ende des Schreibprozesses arg gedrängelt zu haben und es wirkt so, als hätte die Autorin die Geschichte flott abschließen müssen, so dass der Schluss sehr abrupt und abgehackt daher kommt.

Ich bereue die Lektüre von "Endzeit" sicherlich nicht, aber es gehört definitiv nicht zu den besseren Endzeit-Romanen, die ich in meinen Bücherregalen stehen habe. Für junge Leser ist es sicherlich ein guter Einstieg in diese düstere Thrillergattung, aber für eingefleischte Apokalypse-Fans ist es nichts.
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am 12. Juni 2011
Für mich stellt "Endzeit" einen äußerst fesselnden und in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken anregenden Roman dar, der leider viel zu schnell zu Ende war.

Es werden nicht nur apokalyptische Aspekte und das Thema der Entrückung thematisiert, ganz nebenbei geht sie auch auf gesellschaftskritische Themen ein, die auf jeden Fall zum Nachdenken anregen sollten: Mangel an kompetentem Pflegepersonal im sozialen Bereich, der Status eines körperlich beeinträchtigten Menschen in unserer Gesellschaft, die Borniertheit der Menschen, sei es durch ihren Fanatismus, als auch auf Ebenen der Politik. Man sollte bei diesem Roman auch zwischen den Zeilen lesen.

Sie spricht Naturphänomene an, die zum Teil auf Grund der Aktivitäten von uns Menschen nicht unmöglich sind. Das Finale beruht wahrscheinlich auf einem Ereignis aus dem Jahre 1991, welches vielleicht gleichwertige Folgen hätte haben können, wer weiß?
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