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am 12. April 2007
Das Buch von Monika Siedentopf widmet sich einem wenig bekannten Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Die deutsche Historikerin fand im britischen Nationalarchiv 'Public Record Office' im Londoner Vorort Kew erst vor wenigen Jahren freigegebene Akten des britischen Geheimdienstes. Dieser setzte ab 1942 in Frankreich auch weibliche Agenten ein. 'Absprung über Feindesland' schildert neununddreißig Schicksale dieser meist sehr jungen Frauen. Monika Siedentopf beschreibt die dramatischen Vorgänge sachlich und präzise ' und dennoch spürt die Leserin das Engagement, das hinter dieser Forschungsarbeit steht. Die Maßnahmen der Geheimdienste und der Gestapo werden kenntnisreich dargestellt. Die Agentinnen setzten im Kampf gegen Hitlerdeutschland ihr Leben aufs Spiel. Eine ganze Reihe von ihnen kam um. Dennoch konnten sie, so scheint es, in dem verheerenden Kriegsgeschehen nur wenig bewirken. Monika Siedentopf setzt ihnen ein Denkmal mit diesem lesenswerten Buch, das Mut und Opferbereitschaft und den unbedingten Willen dokumentiert, gegen Unterdrückung und für die Freiheit zu kämpfen.
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am 14. Mai 2010
"Und nun steckt Europa in Brand!" Der Mann, der diese Worte ausspricht, ist Winston Churchill und er gibt damit grünes Licht für die Gründung der "Special Operations Executive" (SOE).

Es ist Mitte Juli 1940 und England steht mit dem Rücken zur Wand. Deutsche Panzerverbände haben Frankreich überrollt und "Operation Seelöwe" läuft an - Hitlers Befehl zur Invasion Großbritanniens.

Gerade erst wurden von Dünkirchen aus die Reste des britischen Expeditionskorps zurück nach England evakuiert und damit ist in diesem Sommer 1940 Großbritannien als einziger erklärter Kriegsgegner Deutschlands übriggeblieben.

Deshalb wird es auch Zeit, von nun an einen "ungentlemanly warfare" zu führen - eine subversive Kriegsführung mit Sabotage und Angriffen aus dem Hinterhalt.

Denn längst schon ist dieser Krieg nicht mehr anständig - immer neue Schrecken und neue Brutalitäten erschüttern die Nationen.

Das SOE beginnt, Agenten anzuwerben und in den Einsatz zu schicken - aufs Festland nach Frankreich - welches mittlerweile geteilt ist - in einen von Deutschen besetzten nördlichen Teil und dem, von der Vichy-Regierung kontrollierten, Süden des Landes.

Mit dem Flugzeug werden die Agenten in Nacht- und Nebelaktionen nach Frankreich gebracht, um dort zusammen mit der Résistancee Agentenringe aufzubauen und den deutschen Truppen, wo immer es geht, zu schaden, Sabotageakte durchzuführen und Informationen zu übermitteln.

Ab 1942 werden auch weibliche Agenten auf dem französischen Festland eingesetzt. Nach einer harten Ausbildung, die der ihrer männlichen Kollegen in nichts nachstand, wurden sie in den Einsatz geschickt.

Das Buch "Absprung über Feindesland" (2006) von Monika Siedentopf berichtet vom Mut dieser Frauen, ihrem Einsatzwillen und ihrer Opferbereitschaft.

Auf 199 Seiten werden diese ungewöhnlichen Persönlichkeiten vorgestellt, die alle freiwillig diese gefährlichen Einsätze wagten und von denen nicht alle überlebten.

Die dramatischen Lebensläufe dieser 39 Frauen werden von der Autorin auf sehr einfühlsame, interessante Weise erzählt.

So wird dieses fast vergessene Kapitel des 2. Weltkriegs auch ein Bericht über Verrat, persönlichen Mut, charakterlicher Größe und der Bereitschaft, sein Leben für die Freiheit zu geben.

Das Buch spart nichts aus - von der Anwerbung über die harte Ausbildung, hin zum gefährlichen Einsatz in Frankreich. Doch auch die Verhaftungen werden geschildert und das weitere Schicksal der gefangenen Frauen, die oftmals schlimmste Verhöre und Folterungen durchzustehen hatten, um ja nichts zu verraten und so den anderen Agenten die Möglichkeit zur Flucht zu geben.

Doch damit endet das Leiden der Agentinnen nicht - man transportiert sie ab nach Deutschland und sie werden auf brutale und unmenschliche Weise in den Konzentrationslagern, in die man sie bringt, getötet.

Fünf Sterne für ein wirklich herausragendes Geschichtsbuch, welches hinter die Kulissen der damaligen Geheimdienste blickt und einen spannenden Blick auf die tödlichen Katz-und Maus-Spiele wirft, die sie sich im Frankreich des 2. Weltkriegs lieferten.

"Absprung über Feindesland" ist ein Buch, das betroffen und nachdenklich macht. Es ist ein wichtiges und bedeutsames Werk. Dadurch, dass die Geschichte dieser Frauen erzählt wird, werden sie dem Vergessen entrissen und als Leser verneigt man sich voller Ehrfurcht vor dem Mut und der Tapferkeit dieser großen Frauen.
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am 18. Dezember 2015
Das beste und spannendste Buch, dass es zu dem Thema gibt! Alle historisch bekannten Informationen und Quellen sind enthalten. Klasse
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am 7. September 2010
Dieses Buch habe ich mir gekauft, nachdem ich im Fernsehen zufällig den Film "Female Agents ' Geheimkommando Phoenix" gesehen hatte.
Denn das Thema des Films hatte mich außerordentlich überrascht: war mir doch Zeit meines Lebens - ich bin zur Zeit der geschilderten Ereignisse geboren und jetzt 68 Jahre alt -' nie etwas über derartige Aktivitäten einer Truppe wie den SOE (Special Operations Executive) zu Ohren gekommen, von ganz oberflächlichen Informationen über den französischen Widerstand in Form der Resistance einmal abgesehen.
Einen solchen Bildungsnotstand konnte ich nicht einfach hinnehmen, weshalb ich mich nach Literatur zum Thema umgeschaut habe.
Und das Buch von Monika Siedentopf war da ein echter Treffer.

Sowohl Film als auch Buch stellen sehr gut dar, wie unverfroren unsere Landsleute damals nahezu das gesamte Europa unterjocht haben und mit welcher unmenschlichen Grausamkeit sie dabei vorgegangen sind.
Insofern kann ich das Buch (und den Film nicht minder) zur Information über dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte nur empfehlen.
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