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am 18. Juli 2014
Ein Musikfreund, der anfangen möchte, sich mit Wagner (seinem Leben und seinem Werk) zu befassen, steht vor einer vertrackten Situation. Der Buchmarkt ist übersättigt mit Wagner-Literatur; aber gerade angesichts dieser Überfülle an Wagner-Material setzen die meisten Veröffentlichungen schon eine Menge Wissen voraus. Das Paradoxon lautet: Der (vielleicht) am besten erschlossene Komponist lässt sich (von Uneingeweihten) kaum erschließen.

Vor diesem Hintergrund ist "Richard Wagner" (von Walter Hansen) eine sehr erfreuliche Publikation. Hier schreibt ein Autor, der auf Insider-Pointen, Kenner-Parabeln und undurchsichtige Dramen-Querverweise verzichtet. "Richard Wagner" kann (anders als andere Wagner-Biographien) auch von Neugierigen gelesen werden, die (noch) nicht wissen, wer Walther von Stolzing, Elsa von Brabant, Fafner und Alberich sind. Insofern garantiert Hansens Wagner-Buch relativ frustfreie Lesestunden.

Auch Walter Hansens Schreibstil ist auf Leichtigkeit (und leichtfüßige Lesbarkeit) angelegt. Die Unterkapitel sind bündig, kurz und kurvig. Die Syntax ist nie komplex, ungewöhnlich oder verschachtelt. Das Vokabular ist lässig-umgangssprachlich. Und das gesamte Buch enthält so viele sprachliche Kontraktionen, dass die kalkulierte Saloppheit bald aufdringlich wirkt: "Nun war's Niemann [...] zu viel" (S. 204). "Endlich geht's los" (S. 151). So geht's in einem fort.

Manches Mal geht die Lässigkeit mit dem Autor durch. Vielleicht kann man (größtenteils) darüber hinwegsehen, dass Walter Hansen keine Fußnoten setzt. Sein Literaturverzeichnis ist umfangreich und akkurat; und in den meisten Fällen ist es (ziemlich) klar, aus welcher Quelle ein Zitat stammt. Doch in anderen Fällen kann man nicht nachvollziehen oder -prüfen, auf welche Veröffentlichung Hansen sich stützt. Walter Hansen zitiert Ferdinand Heine (S. 110), Charlotte Birch-Pfeiffer (S. 138), Friedrich Uhl (S. 208), Wilhelm Hasse (S. 65), Louis Spohr (S. 131), Günther Barthel (S. 220), Henri Revoil (S. 103), Emil Grimm (S. 101), Gottfried Benn (S. 266). Woher die Zitate stammen, erfährt der Leser nicht.

Diese schriftstellerische Schludrigkeit ist ärgerlich; und hinzu kommen einige Fehler, die man in einer gut recherchierten (und lektorierten) Biographie nicht vermuten würde. Der Nebentitel von Wagners "Tannhäuser"-Oper lautet "der Sängerkrieg auf Wartburg", nicht "der Sängerkrieg auf der Wartburg" (S. 107). Das von Wagner (anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges 1870) gedichtete Lustspiel heißt "Eine Kapitulation", nicht "Die Kapitulation" (S. 273). Ein Künstlerbiograph sollte wenigstens die Kunstwerke (und ihre Namen) genau kennen.

Der problematischste Aspekt des "Richard Wagner"-Buches ist aber Hansens Wagner-Charakterisierung. Die gute Lesbarkeit des Buches wird (leider) auch durch einen Hang zur ungebührlichen Simplifizierung erreicht. Unliebsame Facetten der Wagnerschen Persönlichkeit werden entweder verschwiegen, zurückhaltend tangiert oder (unter Verweis auf Wagners ulkige Exzentrizität) heruntergespielt. Richard Wagner ist der Gute; seine Widersacher sind die Bösen (oder Verstockten). Walter Hansens Wortwahl spricht Bände: Wagner reüssiert mit "pfiffigen Berichten" (S. 94); er ist "schmeichlerisch und selbstbewusst" (S. 320). Wagner besticht durch "Koketterie mit den eigenen Schwächen" (S. 246), mit "chaotischer Herzlichkeit" (S. 198). Wagner sprudelt vor "Charme und Schlitzohrigkeit" (S. 64).

Hansens Schwarz-Weiß-Malerei führt freilich auch zu fragwürdigen, ungerechten Urteilen über andere Persönlichkeiten. So ist es durchaus zweifelhaft, ob "Le Vaisseau fantôme" (die von Pierre-Louis Dietsch komponierte "Holländer"-Alternative) als "schwunglos" (S. 104) bezeichnet werden darf. Seit 2013 gibt es glücklicherweise eine Einspielung dieser erfolglosen Oper. Der Leser kann sich selbst überzeugen: Die Musik mag konventionell sein; aber Dietsch hat den "Holländer"-Stoff keineswegs "in den Sand gesetzt" (S. 202).

Wer anfangen möchte, sich mit Richard Wagner zu beschäftigen, darf getrost zu Walter Hansens Buch greifen. "Richard Wagner" ist eine gut lesbare Einführung in Wagners Leben. Aber der Leser sollte wissen, dass "Richard Wagner" (ungewollt) auch in die hagiographischen Tendenzen der Wagner-Literatur einführt. Jeder Leser täte gut daran, zum Ausgleich auch ein kritischeres, differenzierteres Wagner-Buch zu lesen.
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am 5. Februar 2013
Die Liste der Biographien über Leben und Werk Richard Wagners ist lang. Von allen Seiten her ist diese, menschlich durchaus umstrittene, künstlerisch aber natürlich breit gewürdigte Gestalt bereits betrachtet und dargestellt worden. Vom fanatischen Perfektionisten bis zum humorvollen „Kasper“ reichen dabei die Bilder, die von Wagner gezeichnet wurden.

In dieser breiten biographischen Lage bietet, vorweg gesagt, Walter Hansen nicht unbedingt Neues. Vieles vollzieht er durchaus zum wiederholten Male nach. Chronologisch geht er im Buch von der „ungewissen Herkunft“ über die Kindheits- und Jugendjahre, von der Zeit des persönlichen, vor allem aber künstlerischen Reifens (mitsamt der durchaus erwähnenswerten „Liebesleidenschaften“ jener Zeiten) mit einem Blick durchaus auf die „Elendsjahre“ und die „revolutionären Umtriebe“ Wagners voran.

Die Begegnung und Freundschaft mit Liszt, die im schweizer Exil beginnt, den Unterstützer Fürst Metternich, die Zeiten in Paris bis zum drohenden Ruin Anfang des Jahres 1864 („Ein Wunder muss mir begegnen, sonst ist's aus“), all dies legt Hansen ausführlich und, dies vor allem die Stärke dieser Biographie, sehr verständlich und flüssig, teils wie einen Roman erzählt, vor. Das Wagner durchaus berechnend überlegte, sich scheiden zu lassen, um eine vermögende Frau zu finden gehört ebenso in diese Zeit, wie erste Kontakt zu Ludwig dem II., letztlich dem großen Gönner und Potentaten, der Wagners Werk in Gänze erst in der Form ermöglichte, die zu Weltruhm späterhin führte. Gut nachvollziehbar kontrastiert Hanen im Buch den schon verzweifelten Plan Wagners, sich in einer „Jägerhütte in den Bergen“ vor allem zu verbergen, als er unverhofft die Einladung an den Hof Ludwigs II. erhält.

Zeiten „unter dem Füllhorn“ die nun anbrachen und in Bayreuth ihren glänzenden Gang dann nahmen. Bis hin zur Abwendung des „großen Gönners“ Mitte 1882. Erwähnenswert auch deshalb, weil Wagner, im Ruf des Antisemiten stehend, die Inszenierung des „Ring der Nibelungen“ zu jener Zeit dem jüdischen Freund Angelo Neumann anvertraute. Wie Hermann Levi die Verantwortung für den „Parsifal“. Und dann doch nach der Generalprobe sagte: „ich möchte nicht als Orchestermitglied von einem Juden dirigiert werden“. Um dann doch zu erleben, wie gerade dieser „Parsifal“ kurz vor seinem Tod triumphal vom Publikum aufgenommen wurde

Einfach in eine feste Schablone zu pressen, dass war und ist Wagner nicht und das verdeutlicht auch Hansen in seiner Darstellung. So, wie er, endlich von Zweifeln und, vor allem, Geldsorgen befreit, diese Zeit nicht wirklich wird auskosten können, kurz danach, Anfang 1883 stirbt Wagner.

Inhaltlich nichts Neues, durchaus aber ein angenehmer, informativer und gut zu lesender Stil ist es, der diese Biographie trotz einiger Oberflächlichkeiten empfehlenswert macht. Gerade für Leser, die sich vielleicht erstmalig oder, nach längerer Zeit, wieder einmal Person und Werk (mit hier eines deutlichen Schwerpunktes auf die Person) Wagners annähern möchten.

Insgesamt ergibt sich eine flüssige „Handlung“, welche die Lektüre angenehm vereinfacht. Im Sinne eines tieferen Verständnisses gerade in die wichtige Werkgeschichte sind allerdings andere Biographien und Quellen dann vertiefend hinzuzuziehen.
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am 22. Mai 2013
"Das Leben Wagners hat sehr viel von einer Komödie an sich,und zwar von einer merkwürdig grotesken."(Nietzsche)

Endlich eine Biografie,die den menschlichen - um nicht zu sagen allzumenschlichen -Richard Wagner: Biographie Seiten Wagners gerecht wird,die sich nicht in devoter Anbetung oder in ablehnender Kritik wegen seiner antisemitischen Äußerungen verfängt.
Es gibt natürlich Wagnerbiografien,die sich tiefgreifender mit seinen theoretischen Schriften,mit seinem Weltbild und seinen musikalischen Neuerungen auseinandersetzen - doch was bei jenen auf der Strecke bleibt,nämlich die Doppelbödigkeit seines Charakters,seine immensen Schwächen,seine Schlitzohrigkeit und nicht zuletzt seine menschenverachtende Einstellung gewissen Zeitgenossen gegenüber,die nicht seinen (finanziellen)Erwartungen oder Hoffnungen entsprachen,sein Neid gegenüber den zunächst erfolgreicheren Kollegen, all dies weiß Walter Hansen packend und spannend darzustellen,so dass es schwer fällt,die Lektüre zu unterbrechen.
Was mir persönlich sehr gefallen hat, ist seine Bewertung der antisemitischen Tendenzen Wagners.Hansen hat den Mut,die Widersprüchlichkeit Wagners im Umgang mit jüdischen Zeitgenossen auf einen versöhnlichen Punkt zu bringen,indem er mit Unterstützung durch Marcel Prawy zwar feststellt,dass Wagner "in Wort und Schrift ein Antisemit übelster Art" war - doch im alltäglichen Leben auch "ein Freund vieler Juden" "Wer will diesen Richard Wagner verstehen ?"Interessant auch der Hinweis,dass antisemitische Äußerungen von Goethe,Luther,Maria Theresia und Voltaire bis heute nicht zu einer derart schroffen Ablehnung wie bei Wagner geführt haben!
Hansen lässt sich nicht verbiegen wie einige andere Wagner-Biografen,die glauben sich dafür entschuldigen zu müssen,dass sie dem Zauber seiner Musik erlegen sind,indem sie ihn als Menschen komplett ablehnen.
Wer also Einblick gewinnen möchte in einen Menschen voller Widersprüche,Ungereimtheiten und Abgründe,der aber gleichzeitig eines der größten Genies der Musikgeschichte war und ist,der sollte sich diese Biografie zu Gemüte führen,übrigens zusammen mit "Richard Wagner - Sein Leben in Bildern" vom gleichen Autor.Mit dieser Ergänzung wird das etwas dünne Bildmaterial der eigentlichen Biografie bestens und anschaulich aufgewertet.
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am 27. Februar 2012
Das Bemerkenswerte an dieser Biographie ist, dass Text und Bilder auf jeder Seite ungefähr denselben Raum einnehmen. Man kann Lesen und Schauen. Abgedruckt sind Portraits (z.B. Familie Wagner, diverse Förderer, Freunde, Feinde und Geliebte Wagners, Darsteller aus Aufführungen von Wagner-Opern), alte Theaterzettel, zeitgenössische Scherenschnitte, Karikaturen, Photos, Gemälde, Modelle, Bühnenbild- und Kostümentwürfe. Auch ein Steckbrief aus 1849 fehlt nicht. Durch die Verbindung von Text und Bildern werden die damaligen Lebensumstände viel anschaulicher. Die angenehme Schriftgröße und -verteilung erlaubt auch ein (nur) gelegentliches oder beiläufiges Durchblättern. Nicht zu vergessen, dass die Biographie sehr gut geschrieben, umfangreich und informativ ist. Für Wagner-Interessierte ein klares "Kaufen"!
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am 2. Februar 2007
Richard Wagner, 1813 in Leipzig in eine Schauspielerfamilie geboren, hatte frühzeitig Zugang zum Theater, fand indes erst relativ spät in seiner Kindheit zur Musik. Bald begann er zu komponieren, und er bestand darauf, eigene Dramentexte zu vertonen - eine Revolution. Zunächst aber wurden seine Werke, sofern sie überhaupt zur Aufführung gelangten, fast immer geschmäht. Wagner ließ sich nicht entmutigen. "Rienzi" brachte schließlich einen ersten Durchbruch, dem ein rascher Wechsel aus Erfolgen und Rückschlägen folgen sollte.

Auch Wagners Privatleben war von einem ständigen Auf und Ab geprägt. Seine Ehe mit der Schauspielerin Minna Planer zeichnete sich durch zahlreiche Krisen und Seitensprünge beider Partner aus. Da Wagner einen unkontrollierbaren Hang zum Luxus und außerdem keinerlei Geschäftssinn besaß, häufte er ungeheuerliche Schulden an und musste immer wieder vor Gläubigern fliehen. Er war ein Meister im Anpumpen vermögender Freunde und Gönner. Nachdem er sich 1849 in der Dresdner Mairevolution hervorgetan hatte, drohte ihm in Sachsen die Todesstrafe. Lange Jahre der Emigration schlossen sich an. Fast im letzten Augenblick rettete ihn der bayrische Märchenkönig Ludwig II. vor seinen Gläubigern und wurde trotz gelegentlicher Zerwürfnisse und des Widerstandes der Minister zum langjährigen Geldgeber, ohne den schließlich "Bayreuth" nicht möglich geworden wäre.

Zu den großen Skandalen um Wagner gehört seine Beziehung zu seiner späteren zweiten Frau Cosima, der Tochter von Franz Liszt und Ehefrau des ergebenen Wagner-Freundes Hans von Bülow.

Wagner litt vor allem in seinen letzten Jahren häufig unter Herzanfällen. Nicht lange nach der grandiosen Uraufführung des Spätwerks "Parsifal" erlag er 1883 seinem Herzleiden.

In dieser Biografie lernt der Leser Richard Wagner als einen widersprüchlichen Menschen kennen, der notorisch und ungeniert "auf Pump" lebte und doch nicht käuflich war, der zunehmend dem Größenwahn verfiel und dennoch immer wieder von Todessehnsüchten geplagt wurde, der widerliche antisemitische Pamphlete veröffentlichte und trotzdem etliche Juden zu seinen engsten Freunden, Vertrauten und Mitarbeitern zählte, der sich aktiv als Revolutionär betätigte und doch immer der Gesellschaft verbunden und verpflichtet blieb, gegen die sich die Revolution hatte wenden wollen. Wagners wahre Revolution fand auf dem Gebiet des Musiktheaters statt: Er prägte eine neue Art des Dirigierens, eine neue Art der Oper und eine neue Art der Theaterarchitektur.

Dem Autor gelingt es, einige von Wagners exzentrischen Zügen anhand von dessen Vita zu begründen, bei anderen resigniert er - sicherlich berechtigt: Wagner, den megalomanen Egozentriker, kann man einfach nicht verstehen. Wichtig sind immer wieder die Personen um Wagner, die oft schicksalhaft in sein Leben traten wie etwa Franz Liszt, Freund, Förderer, Fluchthelfer und schließlich Schwiegervater, und der bayrische König.

Am Ende des Buchs findet man eine ausführliche Bibliografie und ein sehr gut angelegtes Personenregister. Was angesichts von Wagners bewegtem, mit den Wirrnissen seiner Zeit eng verflochtenem Leben fehlt, ist ein chronologischer Überblick zum Abschluss.

Insgesamt ist diese Biografie trotz und wegen ihres hohen Informationsgehalts und aufgrund der vielen interessanten Details, die nie den roten Faden missen lassen, wunderbar spannend zu lesen. Keine Spur von einer trockenen Biografie also - sondern eines von den Büchern, die man regelrecht verschlingen möchte!
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am 17. Juli 2013
Es macht große Freude, dieses Buch zu lesen. Es ist sehr gut lesbar und in einer klar verständlichen und flüssigen Sprache geschrieben.
Kenntnisreich, weitgehend objektiv, und auch humorvoll.
Am Standardwerk von Martin Gregor-Dellin orientiert, der auch besonders für seine objektive Wagner Biographie gelobt wird.
Vor allem die allesamt kurzen Kapitel mit ihren treffenden Überschriften haben mir gut gefallen und das Weiterlesen enorm angeregt.
Man gewinnt den Eindruck, daß der Autor für den Leser schreibt und endlose Ausschweifungen, endlos lange Kapitel und Langatmigkeit und Unverständlichkeit, genau wie ich, nicht mag.
Uneingeschränkt zu empfehlen. So macht Biographie lesen Spass.
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am 16. Januar 2012
Ich bin per Zufall über das o.g. Buch gestolpert, brachte aber bereits ein wenig Vorerfahrung im Bezug auf die Person Wagners mit.
Der gezeigte Bildband ist eine bebilderte Zusammenfassung des Lebens Richard Wagners und eignet sich hervorragend um sich einen groben Überblick über seine Entwicklung zu schaffen. Es werden alle wichtigen Personen in Wagners geistigem Umfeld gezeigt und kurz beschrieben. Neben den unzähligen Bildern und Beschreibungen finden sich auch eine Vielzahl wagnerianischer Anekdoten.
Insgesamt, ohne ins Detail zu gehen, war ich mit dem Buch sehr zufrieden und Verschlang es zweimal in Folge an jeweils einem Abend. Einzig die Kontinuität hat mir hier und da etwas zu Denken gegeben. So scheint es, dass an einigen Stellen kein wirklicher Fluß und Zusammenhang in der Lebensdarstellung hergestellt werden konnte. Das ist schade, aber nicht dramatisch, denn wer ohnehin mehr über RiWa wissen will, greift zu einer der verfügbaren Biografien.
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Ein sehr kompaktes, gut lesbares WAGNER KONZENTRAT auf über 350 Seiten ist das (handliche) dtv-Taschenbuch "Richard Wagner" von Walter Hansen. Es richtet sich in erster Linie an Leser, denen die Biographie von Martin Gregor-Dellin, mit seinen über 900 Seiten, zu umfangreich ist.

Man kann sich in Walter Hansens Buch nicht nur schnell informieren, der Leser findet sich auch schnell zurecht: die Kapitel sind in leicht erkennbare Themenschwerpunkte zusammen gefasst (Elendsjahre / Revolution / Exil / Königsfreundschaft / Bayreuther Festspiele .....).

Besonders interessant ist das sehr umfangreiche Literaturverzeichnis am Ende des Bandes, das Interessierten die Möglichkeit bietet, auch antiquarisch zu kaufen und nachzulesen.

Der letzte Satz der Biographie: "Die Grabplatte trägt keinen Namen". Spätestens hier hat die Vergänglichkeit auch die Leser dieser Biographie aus der Zeitlosigkeit zurückgeholt.

( J. Fromholzer )
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am 16. April 2015
Derzeit durchforste ich alles von Richard Wagner, was ich in die Finger bekommen kann, einen Einstieg gewährte mir dieses Buch. Ich wollte zunächst keinen dicken Wälzer, an Cosimas Tagebücher traute ich mich noch nicht recht heran.

Offen gesagt, ich bin begeistert. Ein sprachlicher Redefluss, der begeistert und Wagners Leben so darstellt, wie es offenbar gesehen werden sollte - turbulent und ein einziges Abenteuer, den Gläubigern immer einen Schritt voraus, der Damenwelt erlegen, den Gönnern ein Genuss. Es macht Freude und amüsiert, dieses Buch zu lesen, sowohl wegen der Fakten als auch wegen des Wortwitzes von Herrn Hansen. Dieses Buch ist sehr zu empfehlen denjenigen, deren bedarf auch an langweiligen faselnden Biographien gedeckt ist.
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am 23. Januar 2013
Dieses Buch ist sehr nützlich in einen Vortrag über das Leben und die Werke von Wagner, vor allem Jahr 2013 ist das Jahr wenn wir Wagner feiern. Ich wollte dass sie Photos größer sein. Es ist ein schönes und einzigartig Buch..
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