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am 20. März 2013
INHALT Innerhalb kürzester Zeit sterben zwei Jazzmusiker eines merkwürdigen Todes. Beide haben die gleiche magische Aura um sich. Peter Grant findet heraus, dass beide Musiker im gleichen Club gespielt haben. Besteht da ein Zusammenhang? Zeitgleich sterben aber auch noch andere Männer eines sehr grausamen und brutalen Mordes – auf der Toilette. So begibt sich der junge magische Constable auf Spurensuche quer durch Soho…

MEINE ERWARTUNGEN Ich habe den ersten Band aus dieser Reihe, Die Flüsse von London, derzeit an meinen Chef verliehen. Er war genauso fasziniert wie ich von diesem Roman. Das machte mir wieder Lust auf Peter Grant und Co. und so las ich los. Ich wollte wieder einen spannenden Krimi, mit einer Portion Magie, Witz und Kuriosität. Einfach gute Unterhaltung auf ganzer Bandbreite.

MEINE EINDRÜCKE Normalerweise sage ich ja nichts zur Aufmachung eines Buches. Aber seht euch dieses Cover an! Es ist bunt, poppig und passt wunderbar zum Inhalt des Buches. Denn dieser ist ebenso bunt und poppig, ein klein wenig skurril und schräg. Fast ein durchgeknallter Comic.

Die Handlung beginnt eigentlich erst recht harmlos. Sie knüpft an das Ende des ersten Bandes an, führt den Leser somit behutsam zurück nach London. Auch der erste Tote scheint noch nichts Ungewöhnliches zu sein, vielmehr dient auch er dazu, den Leser wieder in die magische Welt Peter Grants zurückzuführen. All die Begriffe und Besonderheiten werden wieder aufgegriffen und so taucht man langsam und genüsslich in die Handlung ein. Nach und nach nimmt die Geschichte dann an Fahrt auf, sie wird immer verzwickter und skurriler. Damit steigt aber auch die Spannung. Gleichzeitig präsentiert uns Ben Aaronovitch immer wieder tolle Häppchen seines schrägen Humors.
Neben alten bekannten Figuren wie Peter Grant, seinem Vorgesetzten Nightingale und seiner Kollegin Lesley fügen sich auch immer mehr neue Charaktere in die Geschichte ein. Ähnlich einem "normalen", skandinavischem Krimi bedarf es hier etwas mehr an Konzentration, um die Toten, Zeugen und Ermittler den zwei Fällen gut zuordnen zu können. Daher ist es auch nicht ratsam, längere Pausen zwischen den Lesestunden einzulegen, da man sonst leicht die Übersicht verlieren könnte. Alle Figuren sind aber liebevoll ausgestaltet, haben ihre ganz eigenen Macken und sind so unverwechselbar einmalig.

Der Schreibstil ist ähnlich dem in Die Flüsse von London. Manch ein Leser kommt damit nicht zurecht. Denn er ist manchmal etwas sprunghaft: so referiert Peter Grant zum Beispiel zwei Absätze lang über einen magischen Terminus und springt dann plötzlich zurück zum Fall. Aber daran kann man sich gewöhnen, vor allem wenn man ganz in die Geschichte eingetaucht ist. Das Besondere am Schreibstil ist mit Sicherheit der Humor. Ich empfinde ihn als sehr britisch, schräg und sarkastisch. Dabei überschreitet er aber nicht die Grenzen des Geschmackvollen, sondern ist immer an passenden Stellen eingesetzt.

Insgesamt habe ich wirklich nichts an Schwarzer Mond über Soho auszusetzen. Wem schon Die Flüsse von London gefallen hat, der wird auch die Fortsetzung mögen. Ben Aaronovitch ist für mich ein absolut moderner Schriftsteller, dem es wunderbar gelungen ist, genreübergreifend einen unterhaltsamen und fesselnden Roman zu schreiben. Ach, nicht nur einen…es sind ja jetzt schon zwei…

FAZIT Schwarzer Mond über Soho zeichnet sich durch eine gekonnte Mischung aus spannendem Kriminalfall, wunderbarem Humor und einer Prise Magie aus. Alles zusammen ergibt einen tollen Roman, der Lust auf die Fortsetzung macht!
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TOP 500 REZENSENTam 28. Mai 2017
ACHTUNG: Dies ist der 2. Band der Peter Grant-Reihe. Meine Rezension kann daher SPOILER zum 1. Band enthalten. Diesen sollte man vorher gelesen haben.

Inhalt:
Constable Peter Grant ist der 2. Mann einer ganz besonderen Abteilung der Londoner Met. Er ist nämlich für magische Verbrechen zuständig. Da sein Chef und Meister, Thomas Nightingale, beim letzten Einsatz schwer verletzt wurde, ist Peter nun weitgehend auf sich selbst gestellt. Mit seinen bisher nur rudimentären Magie-Kenntnissen sorgt er immer wieder für Chaos auf Londons Straßen.

Meine Meinung:
Die Handlung von „Die Flüsse von London“ wird in „Schwarzer Mond über Soho“ ansatzlos weitergeführt. Es ist daher notwendig, die Reihe mit dem 1. Band zu beginnen.

Diesmal bekommt die magische Abteilung es mit verschiedenen Verbrechen zu tun: zum einen ist eine Frau unterwegs, die ihren Opfern den Penis abbeißt, und zwar nicht mit dem Mund. Zum anderen sterben auffällig viele Jazzmusiker eines scheinbar natürlichen Todes. Schnell steht fest, dass hier schwarze Magie im Spiel sein muss. Peter wirft sich ins Verfolgungsgetümmel, wie immer ohne Rücksicht auf Verluste. Es macht einen Heidenspaß, ihn bei seiner Jagd quer durch London zu begleiten. Manche Szenen sprühen vor schwarzem Humor, andere sind hochspannend. Dazwischen geht es ein wenig, aber wirklich nur ein wenig, ruhiger zu, wenn Peter sich mit seiner Holden im Bett vergnügt. Die Handlung ist also total abwechslungsreich.

Auch die Londoner Flüsse spielen wieder eine Rolle. Aber Peter weiß sie mittlerweile schon ganz gut zu nehmen. Ebenso macht er in Sachen Magie gute Fortschritte.

Leider bleibt Peters Kollegin Lesley ganz im Hintergrund. Nach der Attacke im 1. Band ist ihr Gesicht furchtbar entstellt und sie ist noch nicht wieder im Dienst. Dafür begegnen wir immer wieder Stephanopoulos, die mich mit ihren sarkastischen Bemerkungen ständig zum Schmunzeln brachte.

Ein Teil der Verbrechen kann in diesem Band aufgeklärt werden, doch es sieht so aus, als gäbe es einen gefährlichen Magier, der in London sein Unwesen treibt. Ihn endgültig zu besiegen, wird alles andere als einfach sein. Aber ich freue mich schon auf den nächsten Band mit Peter Grant, in dem er den Kampf weiterführt.

Die Reihe:
1. Die Flüsse von London
2. Schwarzer Mond über Soho
3. Ein Wispern unter Baker Street
4. Der böse Ort
5. Fingerhut-Sommer
6. Der Galgen von Tyburn
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am 23. Juni 2017
Ich habe alle sechs Bücher der Krimi/Fantasie Reihe von Peter Grant und seinen Fällen gelesen und kann ein durchweg positives Fazit ziehen.
Alle Teile sind von der selben sehr guten Übersetzerin ins Deutsche gebracht worden. Der Schreibstil ist flüssig und amüsant. Herausragend treffend und witzig sind viele der Vergleiche/Bilder, die der Autor für Alltags- oder Ausnahmesituationen zeichnet. Die Hauptfigur Peter Grant ist ein moderner Mittzwanziger bei der teilweise etwas verstaubten London Metropolitan Police in einer Spezialeinheit, die augenscheinlich notwendig ist, aber mit der sich die anderen Abteilungen nur ungern befassen. Besonders gelungen finde ich die Mischung aus der sachlichen Schilderung von Tathergängen des offiziellen Police Constable Peter Grant in Kombination mit den eigenen Ansichten und Rückschlüssen eines gerade mit der Ausbildung abgeschlossenen jungen Mannes. Wirklich gelungen! Absolute Kaufempfehlung! Und auch noch einmal ein dickes Lob an die durchweg gute Übersetzung, die nichts vom Esprit des Ursprungs verliert (was man ja leider nicht immer sagen kann).
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am 25. Oktober 2017
Band 1 der mystischen Krimi-Reihe um Police Constable Peter Grant habe ich ja nicht wirklich gemocht, weil sich die Geschichte für mich viel zu sehr gezogen hatte, nicht vernünftig/verständlich aufgelöst wurde und mir die Charaktere ab einem bestimmten Punkt auch unsympathisch wurden. Aber letztendlich habe ich Band 2 noch eine Chance gegeben und ich bin ehrlich baff, WIE GUT mir dieses Buch gefallen hat. 😍🙊
Es war spannend bis zum Schluss, die Figuren waren mir gleich so vertraut, dass sie mir mittlerweile fast wie alte Freunde vorkommen, die man trotz ihrer Ecken und Kanten einfach mögen muss und von magischem Kauderwelsch war hier auch nicht mehr viel zu merken. Einiges aus Band 1, das mich mit mehr Verwirrung als Verständnis zurückgelassen hat, erscheint mir nun schon klarer. Auch hat mich die Story richtig gepackt, mitgerissen und selbst am Ende nicht losgelassen, weshalb ich mir direkt den nächsten Band zulegen MUSSTE. Es ging nicht anders. 😄
Der Schreibstil und die komplette Atmosphäre sind ebenfalls große Klasse, weil sie so besonders sind. Sarkastischer Humor, Figuren mit drolligen Eigenarten und ein interessanter, gut durchdachter Fall, der mich diesmal vollkommen überzeugen konnte, gemischt mit detaillierten Beschreibungen Londons und historischen Informationen machen den Flair dieser Reihe aus.
Ab und zu verlaufen einige Handlungselemente zwar im Sand und die Geschichte ist ziemlich vollgepackt mit Ereignissen und Namen, weshalb ein paar mehr Erklärungen, als Erinnerungsstützen, wer noch gleich wer ist und was getan hat, nicht geschadet hätten, aber alles in allem konnte man diesmal recht gut folgen. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgesuchtet habe, weshalb ich nicht weiß, wie es mir bei längeren Lesepausen ergangen wäre und ob ich dann den Faden verloren hätte. Für mich war es auf jeden Fall auch positiv, dass bestimmte Charaktere, die ich nicht leiden mochte, in diesem Buch eine weniger große Rolle gespielt haben als in Band 1.
Letztendlich bin ich aber auf dem besten Weg, doch noch ein Fan von Peter Grant zu werden! ☺️
Also, ich kann nur sagen: Die Reihe nach Band 1 bei eventuellem Nichtgefallen nicht aufgeben, weiterlesen lohnt sich! ❤️
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am 18. Juli 2017
Constable Peter Grants zweiter Fall:
Sein Spezialgebiet ist die Magie und er ist Zauberlehrling. Das heißt viel Lateinpaukerei und viele Übungen von neuen Zaubereien. Doch als auf einmal die Leichen von Jazz-Spielern aufgefunden werden, muss Peter ermitteln und steckt in seinem zweiten magischen Fall.

Peter Grant war mir in diesem Hörbuch noch etwas sympathischer als im Ersten. Steckt er doch in den Anfängen seiner Ausbildung, ist nebenbei noch Polizist und möchte Leslie, die nach dem letzten Fall große Probleme hat, helfen. Doch da er nicht so richtig weiß, wie er sich gegenüber Leslie verhalten soll, ist es ihm nicht ganz unrecht als eine Leiche aufgefunden wird.
Das Ermitteln fiel mir dieses Mal deutlich leichter, man war schon in der Geschichte drin, konnte sich die Charaktere und Ereignisse besser vorstellen und hatte so einen guten Start in diesen Fall.
Auch die magischen Wesen sind mir besser im Gedächtnis geblieben.
Zum Ende hin hat die Handlung nochmal deutlich an Fahrt aufgenommen und es haben sich die Ereignisse überschlagen. Ab und zu hatte man nur den Eindruck, dass einer der beiden Fälle zeitweise ins Hintertreffen geriet. Wieso es unbedingt zwei Ermittlungen sein müssen, weiß ich nicht.
Der britische Humor kam durch den Sprecher Dietmar Wunder einfach super herüber. Er schafft es mühelos, mich bei der Stange zu halten und der Geschichte Leben einzuhauchen. Die Protagonisten werden lebendig und die Spannung und Gefühle werden durch seine Stimme gut transportiert.

Spannung, Magie, schwarzer britischer Humor und ein toller Sprecher. Hörbuchempfehlung für Fans der Reihe! Ich warte gespannt auf Band 3!
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am 30. Oktober 2017
Meine Meinung:
Geschichte:
Dies ist Band 2. Wieder konnte mich die Geschichte des etwas anderen Zauberlehrlings amüsieren. Der Schreibstil ist sehr lustig und locker. Ich musste wirklich viel lachen. Spannend bis zum Schluss und auch sehr geheimnisvoll.

Charaktere:
Es gibt neue Charaktere, die unter anderem sehr mysteriös sind. Aber auch Charaktere aus Band 1 sind wieder dabei und geben der Geschichte etwas heimeliges. Ich finde es sehr gut, dass die Figuren in diesem Buch wirklich lebendig sind und auch sehr authentisch.

Emotionen:
Emotionen sind hier eher unterschwellig. Die Spannung war da und auch der drang die Geheimnisse lösen zu wollen. Ein bisschen Liebe, Mitgefühl und Trauer sind auch dabei. Aber vor allem war es lustig.

Aufmachung/ Design:
Ich liebe das Cover. Es ist so verspielt und passt hervorragend zur Geschichte. Auch die Kapitelüberschriften passen wie die Faust aufs Auge.

Fazit:
Die Reihe ist etwas ganz besonderes. Dieses Buch hat mich wirklich gut unterhalten. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.
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am 9. März 2015
Im zweiten Abendteuer von Peter Grant jagen wir wieder ein Mal durch London. Dieses Mal ist die Handlung sehr auf Soho und die dort ansässige Jazz Kultur konzentriert. Ich persönlich bin kein Jazzer, kann aber über die zahlreichen Hinweise auf bestimmte Lieder und Künstler hinweggehen, da die Beschreibungen ausreichen um ein Gefühl für die Musik zu bekommen. Der Autor ist definitiv ein Fan.

Nach dem tragischen Ende das ersten Buches ist Peter derzeit auf sich allein gestellt. Seine Kollegin Leslie muss sich erst ein Mal von der Tatsache erholen, dass ihr Gesicht auseinandergefallen ist und sein Vorgesetzter Nightingale von der Schusswunde in seiner Brust. Defakto ist Peter derzeit der einzige amtliche Polizist mit zumindest etwas Erfahrung im Übernatürlichen.
Das führt dazu das er an zwei Fällen gleichzeitig arbeiten muss - zum einen die unerklärlichen Todesfälle von Jazzmusikern, die er auf Jazzvampire zurückführt und zum Anderen an den etwas pikanteren Morden, bei denen Männern beim Verkehr der Penis abgebissen wird - durch eine so genannte "Vagina dentata". Klingt absurd? Ist aber sehr unterhaltsam, wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass gerade die Beschreibung der letzteren Fälle bei einigen Männern Unwohlsein erzeugen könnte ;)

Es werden einige sehr interessante NebenCharaktere eingeführt.
Zum Einen hätten wir da Inspector Stephanopulous - die "mit Abstand am wenigstens wegen ihrer Bürstenfrisur gemobbte Lesbe der MET" - was daran liegt das sie jeden, der sie auch nur schief anlacht einen Kopf kürzer machen würde. Die gute Frau ist tough und mir grundsympatisch.

Außerdem treffen wir auf Simone. Simone ist jung, schön, ziemlich drall und steht auf Kuchen. In rauen Mengen. Ach ja und sie ist die ehemalige Geliebte eines der toten Jazzmusiker. Also quasi eine Verdächtige. Was Peter aber nicht davon abhält mit ihr ein Techtel-Mechtel zu beginnen. Ich gönne es dem Jungen, irgendwo muss Mann ja seinen Stress abbauen.

Die ganze Story wird immer wieder durch Peters Zusammenarbeit mit seinem Chef Nightingale erheitert. Der ist ja etwas älter als er aussieht und schon einige Jahre nicht mehr draußen gewesen. Immer dann, wenn Peter unbedarft einen flapsigen Kommentar mit Referenz zur Popkultur fallen lässt, wird es interessant. Die Stelle an der er Nightingale erst erklären musste was Hogwarts ist und kurz darauf was eine Promientzugsklinik hat mich sehr erheitert.

Ein Schauplatz ist auch die ehemalige Schule für Zauberer - daher auch die Hogwarts Witze. Dort hatte ich einen so genannten WTF? Moment. Es ist des öfteren die Rede von Ettersberg. Und das dort am 19.Januar 1945 3/5 aller Zauberer Englands im wehrfähigen Alter gestorben sind.
Ettersberg klang so deutsch, dass ich dannach gegoogelt habe.
Und darauf gestoßen bin das auf DEM Ettersberg in Sachsen das KZ Buchenwald liegt. Von dem aus am 19.01.1945 ein Todesmarsch los ging. Zufall? Ich bin mir nicht sicher. Der Name Aaronovitch lässt jüdische Wurzeln vermuten und bisher haben alle geografischen Angaben bei ihm gut recherchierte Grundlagen gehabt. Ich bin sehr gespannt. Zumal ich eben diesen Ort selbst auch schon besucht habe - vor guten 10 Jahren.

Im letzten Drittel nimmt die Handlung dann ziemlich Fahrt auf und alles trifft zusammen.
Ich will nicht zu viel veraten, aber es gibt einige Überraschungen und wir haben schon den Gegenspieler für Band 3 vorgestellt bekommen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. September 2014
(Hörbuchfassung)

Constable Peter Grant wird zum Zauberer ausgebildet. So ist es naheliegend, dass er bei der Londoner Polizei der kleinen Spezialeinheit zugeordnet ist, die sich um magische Phänomene kümmert. Denn zwischen dem geschäftigen Leben in Soho, treiben sich allerhand düstere Gestalten und Halbwesen herum. Als ein Jazzmusiker bei einem Auftritt mitten aus dem Leben gerissen wird,
erkennt Grant schnell, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Er denkt eine regelrechte Serie an Todesfällen und Morden auf, der Spur alle zu einem Jazz-Club führen, der im 2. Weltkrieg von deutschen Bombern dem Erdboden gleichgemacht wurde.....

Die Geschichte erscheint mir an vielen Stellen unausgereift und nicht immer in sich schlüssig. Man kann sagen, dass der Autor versucht hat, sehr viel in den Handlungsverlauf rein zu packen, ein wenig Historie, ein wenig Gesellschaftskritik, Jazz, Vampire, Schimären, Magie und natürlich das Grundgerüst eines Krimis. Das Ganze unterhält schon auf seine Weise, aber häufiger kam ich an den Punkt, dass ich so bei mir dachte: das habe ich auch schon mal runder und schlüssiger gehört. Zu viele Morde, zu viel Zufalle und dass da eben erst der Constable Grant kommen muss, der nach Jahrzehnten all die schrecklichen Verbrechen aufzudecken befähigt ist.

Als definitiven Pluspunkt betrachte ich wiederum, dass es im Roman um Magie geht, die über das Hantieren mit Zauberstäben hinausreicht.

Die Geschichte wird von Dietmar Wunder gelesen, der den verschiedenen Figuren versucht unterschiedliche Stimmen zu geben. Er liefert eine solide Leistung ab.

Das Hörbuch umfasst 3 CDs mit ca. 4,5 Stunden Hörzeit.
Das Cover wirkt auf mich auch eher semiprofessionell

Fazit: Harry Potter trifft auf Sherlock Holmes....durchschnittliches Hörvergnügen
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am 8. Mai 2013
"Die Flüsse von London" von Ben Aaronovitch bereiteten mir vor über einem Jahr fluffige Lesestunden. So freute ich mich sehr, als mein Brüderchen mir zum Geburtstag den zweiten Teil der fantastischen Krimireihe schenkte. Der schließt nahtlos an den Vorgänger an, so dass man diesen auf jeden Fall vorher gelesen haben sollte.
Wieder machte es Spaß Zauberlehrling und Police Constable Peter Grant durch Londons magische Seiten zu begleiten. Doch leider reicht der zweite Band nicht an den ersten heran. "Schwarzer Mond über Soho" wirkt eher wie ein Zwischenspiel, das hauptsächlich auf den dritten Teil hinarbeitet.

=== Bleiche Ladys und böse Hexenmeister ===

Peter paukt weiter Latein, übt Werlichter und Feuerbälle, trainiert das magische Handwerk, welches sein Lehrmeister und letzter Magier Englands Detective Inspector Thomas Nightingale ihm näher zu bringen versucht. Nightingale leidet noch unter den Folgen seiner Schussverletzung, so dass sein Lehrling größtenteils auf sich gestellt den thaumaturgischen Verbrechen in London auf den Grund geht. Auch auf seine Kollegin Lesley muss der charmante Taugenichts die meiste Zeit verzichten, da sie noch mit ihrem - von einem bösen Geist zerstörtem - Gesicht laboriert.
Als nun gleich mehrere hochtalentierte Jazzmusiker bei ihrem Auftritt auf nur scheinbar natürlich Weise sterben, die penisabtrennende Bleiche Lady weiter ihr Unwesen treibt und sich Hinweise auf einen Magier mit zweifelhaften moralischen Beweggründen häufen muss Peter schauen, wie er zurecht kommt. Hach, und dann ist da noch die hübsche, leidenschaftliche Simone, die ihm den Kopf verdreht.

=== Es passiert nicht viel ===

"Schwarzer Mond über Soho" beginnt behäbig, fliest plätschernd an Mordfällen und Jazzkonzerten vorbei und steigert sich zu einem gemütlichen offenen Finale, das Neugierde auf den dritten Teil der Reihe weckt. Irgendwie passiert nicht viel. Im Vorbeigehen klären sich die Mordfälle auf und werden übermenschliche Wesen vorgestellt, die kurz darauf die Bühne auch schon wieder verlassen. Viel wird angerissen, wenig zu Ende gebracht. Allein der geheimnisvolle, richtig fiese Magier vermag Spannung zu erzeugen. Allerdings so spät, dass es diesen Band auch nicht mehr rettet. Das offene Ende dürfte dagegen viele Leser verärgern.
Buchhändler und Drehbuchautor ("Doktor Who") Ben Aaronovitch schrieb mit dieser 416-seitigen Fortsetzung kein Meisterwerk. Doch lässt sich das Buch flüssig und gut lesen. Als ironische, fluffig-trashige Lektüre mit einer angenehmen Portion schwarzem Humor weckt „Schwarzer Mond über Soho“ die Lust auf den dritten Band: "Ein Wispern unter Baker Street".
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am 3. November 2012
Den Inhalt bitte ich der Beschreibung bei Amazon zu entnehmen.

REIHE, AUFBAU

SCHWARZER MOND ÜBER SOHO ist der zweite Band. Im Gegensatz zu vielen modernen Krimis, die in sich geschlossen sind, rate ich hier dringend zu chronologischem Lesen. Der Autor nimmt sehr viel Bezug auf Teil 1, ohne dies zu erklären. Ohne Kenntnis der Charaktere und Vorgeschichte dürfte das Buch zwar verständlich aber reizlos sein. Der Autor geht direkt in die Handlung und hält sich nicht mit aufwändigen Erklärungen auf. Zugegeben, ich wünschte, ich hätte den ersten Teil nochmals kurz überflogen vor dem Lesen.

Das zweite Abenteuer wirkt auch mich ein bisschen wie ein Lückenfüller. Es werden neue Handlungsfäden begonnen, alte Fragen zum ersten Band werden nicht beantwortet. Auch endet das Buch ziemlich abrupt und bereitet ohne Umwege den Weg zum dritten Band, WHISPERS UNDER GROUND, der auf Deutsch bisher noch nicht erschienen ist.

GENRE, STIL, AUTOR, SPRACHE

Aaronovitch ist bekannt vor allem als Autor der Serie DR. WHO, und der Reihe um Peter Grant merkt man das Britische sehr schön an. Staubtrockener, intelligenter Humor, manchmal so subtil, dass man genau hinhören muss. Auch die Atmosphäre der Stadt London hat er wunderbar eingefangen, er vermag es Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen. Seine Reihe lässt sich klar der Urban Fantasy zuordnen, und seine Art des Umgangs mit der Magie gefällt mir sehr. Er hat etwas ganz Eigenes geschaffen, das ich seitdem oft zitiert habe und das mir seit dem Lesen des ersten Bandes immer wieder durch den Kopf spukte, sobald in anderen Büchern Magie praktiziert wird.

So humorvoll und unterhaltsam das Buch anmutet, ist es dennoch recht komplex und eignet sich nicht zum Nebenbeihören. Viel hintergründiger Humor (der ja den Reiz des Buches ausmacht) würde verlorengehen, außerdem werden wichtige Schlüsselszenen recht unauffällig dargestellt, sodass auch dem weiteren Verlauf des Buches schwer zu folgen ist, sobald man etwas überhört. Für meinen Teil muss ich sagen, dass ich beim dritten Band wohl wieder zum Buch greifen werde.

JAZZ

Schon im ersten Band klang sehr viel Jazz an, denn der Protagonist ist Sohn eines berühmten Musikers. Hier wird der Jazz quasi zum Hauptthema der Ermittlungen. Es wird sehr viel über die Musik, die Musiker, die Instrumente, die Stilrichtungen geredet, Variationen einzelner Songs werden auseinandergenommen, auch gibt es einige scherzhafte Anspielungen für Insider, das gesamte Buch eine große Hommage. Ich denke, man muss Jazz nicht mögen, und man muss sich auch nicht auskennen, wenn man dieses Buch liest. Aber es ist auf jeden Fall hilfreich ;-)

SPRECHER

Dietmar Wunder (Adam Sandler, Daniel Craig) wurde als Sprecher für das Hörbuch gewählt, und er passt hervorragend zur Rolle des Peter Grant. Er spricht den Text ruhig und mit der richtigen Prise Betonung an den wichtigen Momenten, auch sein Tempo ist ideal. Wie für Wunder üblich gelingt es ihm, sich zurückzunehmen und alleine den Inhalt wirken zu lassen. Auch, wenn ich zukünftig das Buch ungekürzt und zum Lesen statt Hören für mich wählen werde, hat der Verlag mit diesem Sprecher alles getan, das Bestmögliche aus dem Hörbuch herauszuholen.

FAZIT

Der zweite Band hat mir sehr gefallen, er wird der Reihe gerecht. Trotzdem wirkt er ein bisschen wie ein Lückenfüller für den folgenden Band und ließ mich etwas unzufrieden zurück. Ansonsten aber hat Aaronovitch mit Peter Grant ein kleines Meisterwerk geschaffen, das in vielerlei Hinsicht aus dem Mainstram des modernen Fantasy herausragt.
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