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am 26. Januar 2014
Die Geschichte ist gut eingebettet in die Zeit vom Ökonomischen Kollaps in Argentinien Ende 2001. So unglaublich es für einen Europäer scheint, ist die ganze Story sogar möglich. Auch viele politische Details der Geschichte entsprechen der Realität. Ich werde mir sicher noch weitere Bücher von Guillermo Orsi besorgen. Den Umschlag und den Titel finde ich Misslungen. Der passendere Originaltitel lautet: "Niemand liebt einen Polizisten".
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Im Jahre 2001 befand sich Argentinien am Rande der Staatspleite. Nach Massenprotesten und tagelangen Hungerrevolten musste der damalige Präsident Fernando de la Rua zurückgetreten. Ende 2001 stellte Argentinien die Zahlung seiner Auslandsschulden ein. Argentinien war bankrott und hatte einen Schuldenberg von rund 170 Milliarden Dollar angehäuft.

Vor dem historischen Hintergrund dieser Staatskrise spielt der neue Roman "Im Morgengrauen" des argentinischen Bestseller-Autors Guillermo Orsi. Dezember 2001. In ganz Argentinien kommt es zu Demonstrationen und Plünderungen. Über dreißig Tote und Hunderte von Verletzten ist die traurige Bilanz.

Da erhält Pablo Martelli spät abends einen flehenden Anruf von seinem langjährigen Freund Edmundo Cárcano, einem hohen Tier beim Ölkonzern CPF, mit der dringenden Bitte, ihn noch in dieser Nacht in seinem Bungalow an der Küste aufzusuchen. Umgehend verlässt Pablo mit ein paar Habseligkeiten Buenos Aires, doch als er in dem schlichten, aber schönen Häuschen am Meer ankommt, liegt sein Freund in einer Blutlache: erschossen aus nächster Nähe. Vielleicht hatte der Mörder Edmundo schon die Knarre an den Kopf gehalten, als er mit Pablo in der Nacht telefoniert hatte.

Pablo beschließt, die erste Nacht im Bungalow des Toten zu verbringen, da taucht Edmundos Geliebte Lorena auf. Die attraktive Blondine überredet ihn, schleunigst zu verschwinden. Selbst hier in diesem gottverlassenen Kaff am Ende der Welt wären sie nicht sicher. Und Lorena sollte recht behalten. Als Pablo an einer Tankstelle die Toilette aufsucht, haben zwei Kerle seinen Wagen samt schlafender Blondine entführt.

Obwohl er nur Handelsvertreter für Sanitärartikel ist, ist Pablos detektivischer Spürsinn geweckt. Noch ahnt er allerdings nicht, dass der Mord an seinem alten Freund mit seiner ehemaligen Dienstzeit als Polizist während der Militärdiktatur Ende der 70er Jahre zu tun hat. Pablos private Nachforschungen werden jedoch immer gefährlicher, denn nicht nur das Flittchen Lorena wird tot aufgefunden, auch Edmundos Tochter wird entführt. Immerhin geht es um Waffenhandel und Pablo hat es mit einem Killer zu tun, der kein Pardon kennt.

"Im Morgengrauen" ist ein spannender und rasanter Krimi, der auch interessante Einblicke in die jüngste Geschichte Argentiniens gewährt. Guillermo Orsi (Jg. 1946) gilt einheilig als der Meister des neuen lateinamerikanischen Kriminalromans und wurde für sein Werk schon mehrfach ausgezeichnet.

Manfred Orlick
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