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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
10
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am 10. März 2009
nachdem ich von der "süße des lebens" so begeistert war hab ich mir ein weiteres buch von hochgatterer zu gemüte geführt: leider eine enttäuschung. die geschichte plätschert dahin. zum glück ist das dünne bändchen schnell durchgelesen. die "tiefen einblicke in die männerseele" die ein anderer rezensent hervorhebt, kann ich nicht unbedingt nachvollziehen. schade!
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TOP 500 REZENSENTam 15. November 2015
In den frühen Morgenstunden des 11. September begeben sich drei Männer, alle Psychoanalytiker, auf einen Trip zum Fliegenfischen. Es gibt einen Hünen mit schlagfertig-trockener Souveränität, einen Ich-Erzähler, der uns seine Wahrnehmungswelt ungefiltert aufdrückt und einen neurotischen "Besserwisserlangweiler". Ein Hauptteil der Handlung ist die Autofahrt und das Gespräch währenddessen, ein anderer das Fliegenfischen und die Ereignisse und Gespräche dabei, alles auf 112 in großer Schrift bedruckten Seiten.

Hochgatterer arbeitet vor allem mit zwei Motiven: Gesprächskultur unter Männern und den Wahrnehmungsabdrücken seines Protagonisten. Ersteres trägt das Buch ganz gut. Die Figuren haben schnell eine eingespielte Gesprächsdynamik, man kommt im Rahmen von Lebenswelt und Berufsfeld von Hölzchen auf Stöckchen, es werden Behauptungen aufgestellt, die mit Mixturen aus fabulierenden Irrwitz und metaphysischer Aufwertung eingefärbt werden; es gibt subtile Anklänge ans Innenleben und kleinen Fetzen von Alltag schieben sich zwischen die losgelöste Stimmung des Ausflugs. Zwar wirkt das Personalsetting mit den drei Psychoanalytikern ein wenig aufgesetzt, aber letztlich greift dank der Unaufgeregtheit, mit der die Konstellation interagiert und ihre Themen findet, eine geradezu natürliche Authentizität. Die Figuren fangen an zu einem freieren Wesen zu finden, nicht nur eine Konstruktion des Autors zum Zweck einer Geschichte zu sein.

Die Wahrnehmungsabdrücke des Ich-Erzählers stellen sich wiederum als sehr problematisch dar. Während sie als Kommentar und weiterentwickelte Gedanken zu den Gesprächen noch funktionieren können, aber auch oftmals plump eine Tiefe in der Figur wachzurufen versuchen, so sind seine Eindrücke während des zweiten Fliegenfischen-Teils nicht nur sonderbar und schwer einzuordnen, sondern vor allem so gut wie überflüssig. Da wird Obsession gespielt, mit verborgenen Sehnsüchten, aber so asthmatisch, einförmig, direkt, dass bei mir keinerlei Zugang entstehen konnte.

Insgesamt ist die unterschwellige Bedeutungsebene in Hochgatterers Buch mir ein kleines Rätsel geblieben. Man vermutet eine solche Ebene, immerhin haben wir hier Psychoanalytiker, wir haben ein bedeutsames Datum, wir haben existenzialistische Backcovertexte am Buch und geradezu archaische Anknüpfungen darin, aber das alles geht für mich nicht ganz auf, der Unterbau wird nicht sichtbar. Richtig gut ist die Erzählung an den Stellen, wo die drei Figuren in einer nicht unweigerlich zu transzendierende Situation miteinander reden. Dann gelingt vor dem Hintergrund eines Konfliktes, einer Aussage, der Blick in die Fassadenwelt des Menschen und seinen Wunsch, weite Wege darin zu finden, die man problemlos gehen kann. Mehr hätte dieses Buch nicht gebraucht, um gut zu sein. Die verschiedenen sonstigen Ansätze drängen das Buch in die Kategorie der gebärdigen, auf Bedeutsamkeit pochenden Bachmannpreisprosa-Attitüde, die oftmals nur manierlich wirkt und nicht elementar oder gelungen.
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am 16. Juli 2014
Ich finde das Buch excellent. Eine Novelle - etwas was es nur noch selten gibt - genau in der Mitte zwischen Charles Bukowski und John Gierach. Sie oszilliert zwischen Realität und Fantasie wie der magischer Realismus von Urs Widmer. Im Kern eine zeitlose Geschichte, die auch auch in der Steinzeit spielen könnte, und andererseits mit „psychiatriemethodologischen“ Haken und Hösen an unsere Zeit festgezurrt ist. Von ganz zart bis deftig hardcore geht es die Achterbahn rauf und runter und immer mal wieder Volltreffer in Landschaftsmalerei. Fazit: Auch Psychiater sind Männer, kennen Wut, Trauer, Scham, Angst, Begehren und werfen ab und zu einen engen Loop.
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am 14. Juni 2013
Drei Männer - Psychiater und Psychologen - brechen zum Fliegenfischen auf. Es passiert eigentlich nichts weiter. Sie fischen, palavern, einer fällt ins Wasser. Also eher fad. Irritierend fand ich die Innenwelt der Protagonisten. Vor allem der Ich-Erzähler stellt sich vor, dass seine Freunde (?) sterben werden und er dann dessen Frauen trösten kann. Bei Männern scheint es nur darum zu gehen, wer den Längsten kann und wo er ihn überall reinstecken kann.
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am 2. November 2005
Drei Männer fahren zum Fliegenfischen. Alle drei sind sie tätig als Analytiker und Psychiater. Das prägt ihre Gespräche bis hinein in ihre Freizeit, die sie mit Fischen verbringen. Das trennt sie aber auch voneinander, denn ihre wahren Gefühle und Phantasien verstecken sie hinter einem spezifischen Berufsjargon. Sie kennen sich zwar gegenseitig sehr genau, aber sie kommen sich niemals wirklich nahe.

Indem Paulus Hochgatterer, selbst als Psychiater arbeitend, den Leser für einige Stunden am Leben dieser drei Männer teilhaben lässt, zeichnet er nicht nur deren Portrait - er witzelt auch lakonisch über einen bestimmten Jargon in der Szene der Seelenärzte und zeigt diese drei als das, was sie trotz aller gelehrten Reflexion sind: Männer, deren Gedanken sich um Sexualität und Gewalt drehen, und für die das Fischen eben nicht der entspannende Zeitvertreib ist, als den sie ihn ausgeben, sondern eine weitere Veranstaltung, in der sie - wieder einmal - in gegenseitige Konkurrenz treten können.

Das kleine Büchlein ist leicht und schnell gelesen. Wer es mit Norman McLeans "Aus der Mitte entspringt ein Fluß" vergleichen will, verkennt seine Absicht. Hier geht es nicht wirklich um das Fliegenfischen und die Ergründung von Beziehungen wie dort, sondern hier wird die Unfähigkeit von Männern beschrieben, wirklich miteinander in Beziehung zu treten, ohne den Hintergedanken, wer der größte ist - oder den größten hat.
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am 14. November 2016
Für Männer und Frauen und alle, die das Leben lieben. Das Buch stimmt fröhlich und macht Appetit. Appetit auf Leben, Freunde, gute Zeit.
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am 28. November 2003
Ein ideales Geschenk für Freunde mit viel Geist und wenig Zeit.
Ein Buch, das sich leicht und flüssig liest und lange im Leser weiterarbeitet.
Drei Männer, in denen man vielleicht sogar so manchen Bekannten wiedererkennt und durch deren Verhaltensweise ich einige männliche Freundschaften besser verstehen gelernt habe.
Ob Fliegenfische, Fußballspielen oder Autofahren ist schlussendlich egal, männliche Ängste, Rivalitäten und Eitelkeiten aus einer männlichen Perspektive erklärt und beschrieben zu bekommen, erhellt mir weit mehr als so mancher neu aufgewärmte Beziehungsberater.
Man muss auch weder Psychotherapeut oder Analytiker sein, um die subtil verpackten Identifikationen der Protagonisten amüsiert genießen zu können.
Der Enttäuschung über die Kürze kann man jederzeit mit Wiederlesen entgegenwirken!
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am 26. Juli 2011
Paulus Hochgatterer ist hier wirklich ein kleines Meisterwerk gelungen. Nicht die Handlung des Fliegenfischens ist entscheidend, nicht konkrete Konflikte zwischen den Männern stehen im Mittelpunkt, sondern es geht um Identitätskrisen und Lebenslügen der Figuren. Die Männer sind alle Psychiater oder Psychologen, aber nicht, was sie verdrängt haben, ist wichtig, sondern wie ihre Kommunikation scheitert. Wie der Autor die Handlungs- und die Assoziationsebene sprachlich verwebt, lässt sich sehr gut lesen. Wie die Männer eigentlich nicht zusammenpassen aber dennoch nicht voneinander lassen können, erzählt dieser Text.
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am 28. September 2003
Ungefähr in der Mitte des Buches steht jene Gleichung, die wohl Leitgedanke der Erzählung gewesen ist: "Psychiatrie = Fliegenfischen".
Das ist zunächst eine Behauptung, die zugleich ein reizvolles Erzählmotiv abgibt: die eine Welt (der Psychiatrie) durch die andere Welt (des Fliegenfischens) auszuleuchten und umgekehrt. Durch die Behauptung oder Feststellung einer Symmetrie oder Isomorphie zwischen zwei Welten gelingen oft überraschende
Einsichten und blitzartige Erkenntnisse. Nehmen wir es vorweg: Hochgatterer ist an dieser Aufgabe gescheitert. Die Behauptung bleibt eine Behauptung. Einsicht tut sich keine auf und am Ende des Buches bleibt die Beziehung zwischen Psychiatrie und Fliegenfischen so unklar wie am Beginn.
Drei Freunde, Ärzte an einer psychiatrischen Klinik, fahren gemeinsam zum Fliegenfischen. Während der Autofahrt werden aktuelle Fälle des Klinikalltags besprochen und während des gemeinsamen Frühstücks ein paar erotische Phantasien durch-gespielt. Damit ist die Mitte des Buches erreicht und es folgt die eingangs erwähnte Gleichung. Die Ärzte fahren wieder los, erreichen ihren Fluß und fischen. Am Ende ein Konflikt: Einer von den dreien, Julian fängt einen Fisch und will ihn töten, was der andere Arzt verhindern will. Die Freunde fahren wieder heim. Ende.
Wie es sich für eine Erzählung im Psychiaterumfeld gehört, gibt es eine Reihe von Anspielungen und Andeutungen: Julian hat ein hinkendes Bein (!) und fällt nach der Tötung (!) des Fisches in ein Gestrüpp mit Bärenklau, was sein Gesicht anschwellen läßt. "Schräg über sein Gesicht, vom rechten Unterkiefer zum linken Auge zieht sich ein ebenso roter Streif." Ja, ja, Herr Hochgatterer, wir haben das Ödipus-Motiv erkannt. (Hinkfuß - Tötung des Phallus-Symbols - Blendung). Aber was wissen wir jetzt? Treibt etwa dieselbe ödipale Disposition junge Männer sowohl in den Psychiatrieberuf als auch an den Fluß zum Fliegenfischen? Es gibt noch mehr solche Andeutungen, wie etwa das Geraune um das behinderte Kind des anderen Arztes. Aber all das bleibt im Ansatz stecken, wird nicht ausgeführt, bleibt unfertig.
Das Buch hat gerade mal 112 Seiten, ist in großen Lettern mit großem Zeilenabstand gedruckt. All das erweckt den Eindruck, dass es sich mehr um ein Expose denn um eine fertige Erzählung handelt. Schade, das Thema wäre nicht uninteressant gewesen.
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am 26. November 2003
paulus hochgatterer: eine kurze geschichte vom fliegenfischen
ich habe selten zuvor ein buch gelesen, daß so wahr und unverblühmt über die innersten, geheimsten gedanken (von männern) schreibt. einfach treffend, wie hochgatterers romanfiguren den gemeinsamen ausflug zum fliegenfischen erleben. es wäre nichts außergewöhnliches, wäre da nicht der 11. september, der dem banalen, dem alltäglichen plötzlich eine andere bedeutung zuschreibt. ein großartiges buch, daß ich nicht nur den angelsportbegeisterten empfehlen kann!
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