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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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Auf Jasper Ffordes "Fall Jane Eyre" bin ich durch Zufall gestoßen - glücklicherweise. Ffordes Welt bereitet ein einziges Lesevergnügen, und das nicht nur (aber doch ein bisschen mehr) für den, der mit der klassischen englischen Literatur zumindest ansatzweise vertraut ist. Und es ist eine herrlich skurrile, aber mit heiterem Ernst vorgetragene und durchgehaltene Welt, die Fforde erstehen lässt - eine Welt, in der seit 150 Jahren der Krimkrieg zwischen Russland und England die Schlagzeilen beherrscht. Aber auch eine Welt, in der Literatur im Allgemeinen und Bücher im Speziellen von enormer kultureller Wichtigkeit sind (und wer würde nicht gerne in einer solchen Welt leben...?), so dass es eigens eine Unterabteilung für alle möglichen literarischen (Un-)Fälle gibt: die LitAgs, und eine von ihnen ist Agentin Thursday Next. Sie ist die Heldin dieser Geschichte, und die entspannt sich gemütlich und rasant zugleich unter den fähigen Händen des Literaturenthusiasten Fforde. Thursdays Antagonist ist der Erzschurke Acheron Hades, ein Obergauner, der in der Welt der Bücher Unheil anrichtet, indem er (mit Hilfe einer von Thursdays Onkel entwickelten Maschine) Protagonisten aus den literarischen Werken entführt und so Chaos anrichtet.

Ffordes Buch ist gespickt mit intelligenten und äußerst witzigen Einfällen, die mit fröhlichem Mutwillen präsentiert werden. Ein besonderer Clou ist mit Charlotte Brontes "Jane Eyre" verbunden; nicht nur interagieren Mr Rochester, seine irre Frau Bertha und schließlich Jane selbst auf höchst unterhaltsame Weise mit Thursday, die es irgendwann auch in den Roman verschlägt, sondern Fforde verbindet das Eingreifen der Agentin sehr pfiffig mit dem Entstehen von "Jane Eyre" selbst - zumindest dem Buch, wie wir es heute kennen...

Fürchterlich unernst ist Ffordes Buch aber nicht; auch Krisen, Tod, Beziehungskonflikte werden abgehandelt, was das Universum des Werks erst komplettiert. In erster Linie sind es aber die enorme Phantasie Ffordes und seine phantastisch schrägen und wunderbar beiläufigen Einfälle, die dieses Buch zu einem solchen Vergnügen machen. Warum keine fünf Sterne? Die hebe ich mir hoffentlich für die Forsetzung auf ;-)
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am 11. Juni 2008
Thursday Next wacht als Literaturagentin über das Wohl der englischen Literatur und wer glaubt, das wäre ein ruhiger Schreibtischjob, der hat noch nie etwas vom drittgrößten Bösewicht Archeron Hades gehört.
Während in einem parallelen England im Jahre 1985 die Uhren im wahrsten Sinne des Wortes anders ticken, Zeppeline die Luft und der Dauer-Krimkrieg die Nachrichten beherrscht, liefern sich die Anhänger verschiedener englischer Dichter unerbittliche Straßenschlachten. Und die zentrale Frage wer der Ghostwriter von Shakespeare war, erhitzt das Gemüt des Volkes.
In dieser Welt kommt es einer Katastrophe gleich, als der gewissen- und moralfreie Erzverbrecher Hades zuerst ein Originalmanuskript von Charles Dickens und dann sogar die arme Jane Eyre aus Brontes Roman entführt. (Zumal es den großen Extraktions-Experten von SpecOps bisher noch nicht mal gelungen war, mehr als einen Cheddar aus einem Käselexikon zu locken). Zum Glück ist Thursday Next als Krimkrieg-Veteranin unerschrocken und pfiffig, und sie nimmt den Kampf mit dem unbesiegbaren Hades auf.
Dass sie da ganz nebenbei ein paar erschütternde Erkenntnisse über Shakespeares Ghostwriter gewinnt, das Ende von "Jane Eyre" umschreibt und sich selbst in ihrer Zukunft und Vergangenheit nützliche Ratschläge gibt, ist eher ein Nebeneffekt ihrer Arbeit.

Trotz Dystopie (immerhin ist Wales eine kommunistische Volksrepublik ;o)) ist dies das witzigste und erfrischendste Science Fiction-Fantasy Gemisch das mir bisher untergekommen ist.
Entweder man kann mit diesem Buch und seinem Stil nichts anfangen und schüttelt verständnislos den Kopf oder man liebt es von der ersten Zeile an und ist fürderhin ein unverbrüchlicher Thursday-Next-Jünger. Ich gehöre eindeutig zu der letzteren Kategorie. Auf dem Klapptentext wird Jasper Fforde mit Douglas Adams verglichen. Aber dieser Vergleich, so schmeichelhaft er sein mag, sollte nicht sein. Der Stil von Fforde und seine Geschichte kann sher gut für sich selbst stehen. Geistreich, spannend, überbordend von Ideen und schrägen Einfällen ist das schlicht und ergreifend ein neuer Kult, mit vielen Lachern, Aha-Effekten und einer inbrünstigen Liebeserklärung an die englischen Literaten wie Shakespeare, Milton, Bronte oder Dickens.

Bücherwürmer, die nur noch Präpositionen ausspucken, nachdem sie sich über ein Wörterbuch hergemacht haben, ein Publikum das Aufführungen von Richard III feiert wie die Rocky Horror Picture Show und Dodos, die aus einem Do-it-your-self-Klon-Paket gezüchtet wurden, ein freimaurerartiger Geheimbund der sich auf das Fangen von Meteoriten spezialisiert hat...
Sie finden, das hört sich zu abgefahren an? Ist es auch.
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am 12. Oktober 2007
Die Romane von Jasper Fforde sind anzusiedeln irgendwo zwischen James Bond, "Per Anhalter durch die Galaxis" und Harry Potter. Ähnlich wie J.K. Rowling und Douglas Adams schafft es Fforde, in "Der Fall Jane Eyre" mit einer blühenden Fantasie, mit vielen kleinen Details und teils skurrilen Einfällen eine Welt zu erschaffen, die einerseits das England der 80er Jahre in manchen Teilen widerspiegelt, aber doch eine Parallelwelt ist mit Luftschiffen statt Flugzeugen, mit geklonten Dodos als Haustiere und einem schon 130 Jahre andauernden Krieg um die Krim gegen ein zaristisches Russland.

Literatur hat in diesem England einen derart hohen Stellenwert, das die Regierung sich sogar eine Art Literatur-Geheimdienst leistet. Für eben diesen arbeitet Thursday Next in Swindon als Literatec: die Agentin als eine Art weiblicher James Bond im Auftrag... Ihrer Majestät?? Wenn man das nur wüsste - die Fäden zieht jedenfalls die Goliath Corporation, ein Riesen-Konzern, der mit Jack Schitt (!) der Heldin einen würdigen Gegenspieler zur Seite stellt.

Den eigentlichen Kampf ficht Thursday indes mit Erzfeind Acheron Hades aus, der Romanfiguren kidnappt. In diesen Hauptplot verwebt Fforde gekonnt weitere Neben-Schauplätze: So wohnt der Leser einer Aufführung des Klassikers "Richard III." bei, mit aktiver Beteiligung des Publikums - gewissermaßen Shakespeare als "Rocky Horror Picture Show"... Zudem geht es in Thursdays Liebesleben turbulent zur Sache.

So surreal bis absurd das alles klingen mag: Fforde gelingt es mühelos, den Leser in seine Welt zu ziehen und ihn in der Geschichte gefangen zu nehmen. "The Eyre Affair" (2001) war in Großbritannien ein großer Erfolg - zu Recht. Fforde bereitet einem ein ganz besonderes Lesevergnügen, insbesondere dem, der ein bisschen in der englischen Literatur zu Hause ist. Denn der Roman ist mit seinen zahlreichen Anspielungen und Zitaten eine Hommage an große Klassiker von Christopher Marlowe bis "Mansfield Park", zugleich aber auch eine parodistische Hommage an James Bond. "Der Fall Jane Eyre": ein grandioser Lesespaß, der das Zeug zum Kult hat.
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am 24. Mai 2009
Selten habe ich so etwas abgründiges, skurilles und fantasievolles gelesen wie dieses Buch. Es steckt so voller genialer Ideen, dass man dem Autor den einen oder anderen Schnitzer verzeiht. Zum Beispiel, dass das Buch bis zum Ende wirr bleibt und der Leser das Gefühl hat, nicht alles verstanden zu haben. Oder das der Ober-Bösewicht (ganz klischeehaft) am Ende doch so einfach zu eliminieren ist.
Fforde schafft eine wunderbare Parallelwelt, die der unsrigen so ähnlich ist und doch Unterschiede aufweist, die vorstellbar sind, im Gegensatz zu Douglas Adams. Die Figuren im Buch sind alle wunderbar durchgeknallt, ohne verrückt zu wirken. Ähnlich wie bei Pratchett schafft es der Autor, selbst den Bösewichten Struktur zu geben, dass sie trotz ihrer Taten weniger grauenhaft wirken.
Mein Fazit:
Fforde ist kein Adams oder Pratchett, aber er ist auf dem Weg dahin, in ihre Fußstapfen zu treten, wenn auch mit kleinen Schritten.
Wer auf skurille Bücher steht, gerne in fremde Welten abtaucht, die immer noch einen Bezug zu unserer Realität haben und am Ende nicht traurig ist, nicht alles verstanden zu haben, dem ist dieses Buch zu empfehlen.

PS: Im zweiten Band ist vieles einleuchtender, was in diesem Buch noch Grauzone ist!
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am 3. Juni 2011
Thursday Next heißt die Heldin Jasper Ffordes' Mehrteiler. Der Fall Jane Eyre" (dtv 2004) ist der erste Band um die Literaturagentin. Die Grenzen zwischen Realität und Buchinhalt sind brüchig geworden. Besonders sensible Menschen (natürlich auch Thursday) haben den Schritt in eines der geliebten Bücher bereits gemacht. Aber das ruft auch Bösewichte auf den Plan, wie sollte es anders sein. Und Acheron Hades ist ein böser Superheld. Er ist den Agenten der Regierung weit überlegen, nicht nur der Abteilung 27 sondern allen. Hoffentlich hat er seine Rechnung ohne Thursday gemacht... Mit diesem Buch konnte Jasper Fforder einen großen Erfolg landen. Das Vergnügen, wenigstens einige der vielen Anspielungen zu erkennen, die humorvolle Schilderung des Beamtenalltages und der Liebeswirren haben Tausende Leser begeistert und weitere Bände folgen lassen. Das Thema der Veränderung literarischer Werke durch Eindringen in dieselben ist interessanterweise nicht das Hauptmotiv des Romans sondern nur eine der burlesken Facetten. Unbedingt lesenswert!
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Tja nun... einer meiner Vorredner hat es ja schon angesprochen:

Jane Eyre kommt ein bisschen zu kurz, wie ich finde. Und damit meine ich nicht die Person, sondern ganz allgemein das Buch. Mr. Rochester taucht öfter auf und Mrs. Fairfax auch, aber halt fast am Ende! Erst ab Seite 299 kommt die Handlung um Jane Eyre wirklich in Schwung und dafür das das Buch "Der Fall Jane Eyre" heißt, ist das ein bissel wenig. Das Buch hat nur 375 Seiten. Es liegt auch nicht an der Übersetzung, der englische Titel ist in der Hinsicht identisch. Deswegen von mir 1 Punkt abzug, weil ich mich sehr auf Jane Eyre gefreut habe, aber das Ganze zu kurz kommt.

Ansonsten ein sehr toller Lesespaß! Lustig, absurd, spannend. Eine ganz eigene Welt wurde da geschaffen und ich finde, sie macht auch Spaß, wenn man in der Englischen Literaturgeschichte nicht so bewandert ist. Natürlich sind ein paar Grundkenntnisse nicht verkehrt. Ich freue mich schon auf die anderen Teile und bin sehr gespannt!

Übrigens möchte ich auch gerne einen Dodo haben!

Empfehlenswerte lustige, intelligente Fantasy! Wer Bücher über Bücher mag, ist hier genau richtig!
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am 9. August 2007
Amazon-Rezensionen wie im Grunde alle Rezensionen haben es an sich, dass sie Erwartungen produzieren und aus diesem Grund hatte ich allerlei Erwartungen vor der Lektüre von "Der Fall Jane Eyre". Vorweggenommen: sie wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.
Fforde gelingt es, ein Buch zu schreiben, in das der Leser genauso eintauchen kann, wie die Hauptfiguren in den Klassiker "Jane Eyre". Es ist aber überhaupt nicht so, dass man in englischen Literaturgeschichte beheimatet sein muss, um sich von der Geschichte amüsieren zu lassen. Aber das Entführen der kleinen literarischen Figur Mr. Quaverley aus einem Charles Dickens-Roman durch DEN Bösewicht in Ffordes Roman ist schon sehr sehr witzig beschrieben ohne dass man das Dickens-Buch kennen muss. Und das ist erst der Anfang...
Die literaturfanatischen Bewohner des anderen England gehen sogar soweit, dass sie sich Künstlernamen aussuchen, natürlich von Literaten:

"Nach einem Zwischenfall in einem Pub, bei dem sowohl der Angreifer, das Opfer, der Zeuge, der Wirt, der festnehmende Polizist als auch der Richter Alfred Tennyson hießen, war ein Gesetz verabschiedet worden, das sämtliche Namensvettern und -schwestern verpflichtete, sich eine Kennnummer hinters Ohr tätowieren zu lassen."

Solche und viele weitere skurrile Einfälle lassen die Lektüre zu einem Vergnügen werden. Und der Vergleich mit den Monty Pythons auf dem Klappentext (Klappentexte sind ja bekanntlich ganz schlimme Schwindler :-) find ich korrekt, ich hatte beim Lesen einige Male das berühmte "Ministry of Silly Walk" vor Augen.
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am 21. Juni 2008
Jasper Ffordes Geschichten leben von ihrer Sprachqualität und sind wirklich fantastisch! Aber Finger weg von der deutschen Übersetzung!!! Es ist mir völlig unverständlich was der Verlag da gemacht hat - sämtliche Sprachmelodie ist durch billige, saloppe Sprache erdrückt worden, viele (wirklich witzige) Nebensätze fehlen einfach! Und ich hatte nur aus Neugierde mal die erste (!) Seite als Leseprobe in deutsch gelesen. Lasst euch Thursday Next nicht entgehen - aber lest die Bücher im Original!!!
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am 23. Februar 2015
Der Mix aus alter Literatur, die in der Zukunft frenetisch gefeiert wird hat mir sehr gut gefallen. Man muss sich damit abfinden können, dass Personen in die Handlung anderer Werke (hier Jane Eyre von Charlotte Bronte) eindringen und verändern können. Ich finde den Denkansatz super - genau wie die Umsetzung. Werde noch zu den anderen Bänden greifen.
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am 6. Mai 2009
Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich den Anhalter durch die Galaxis äußerst unterhaltend fand; den Roman Jane Eyre, sowie die Romane von Dickens, Austen und Co. liebe und mich auch herzlich über Monthy Python amüsieren kann (ja, das geht alles zusammen:-)), und natürlich nicht zuletzt wegen der euphorischen Rezensionen. Leider fand ich das Buch etwas zäh.

Dieser Roman erschließt sich einem nur dann einigermaßen, wenn man sich 1. in der Geschichte ein bisschen auskennt und 2. in der klassischen englischen Literatur. Sonst bleiben einem viele Anspielungen verborgen und das wäre schade. Die Romanhandlung ist sehr verworren, einige Nebenhandlungen überflüssig. Der Ansatz ist spektakulär, einige Ideen auch (Onkels Mycrofts Ideen haben es in sich) aber insgesamt nicht: My cup of tea :-).

Gestört hat mich die schmonzettenhafte Liebesgeschichte zwischen Thursday und Landen und der Krimkrieg nebst folgenschwerer Brudergeschichte ging mir gehörig auf den Wecker. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Schmonzetten, es muss nur passen. Acheron Hades als Bösewicht ist zu eindimensional und hat mich ein wenig an Harry Potters Lord Voldemort erinnert.

Fazit: Leider bin ich definitiv kein Fan von Thursday Next geworden.
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