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am 27. Juli 1999
Der Einband begegnet dem potentiellen Leser mit dem Versprechen, daß er dieses Buch in einer Nacht verschlingen werde. Dies wird wohl vom geneigten Leser abhängen, doch ist dieses Werk aus verschiedenen Gründen sehr empfehlenswert. Die Geschichte beinhaltet drei Ebenen. Die eigentliche Geschichte handelt von der Architektin Lavinia, die sich in einen Arbeitskollegen verliebt und erkennen muß, daß dieser Mitglied einer linksgerichteten revolutionären Gruppe ist. Recht schnell wird Lavinia in die Aktionen hineingezogen, zuerst unfreiwillig, dann auf eigenes Verlangen hin. Diese Geschichte wird aber geprägt von der zweiten Ebene, der Behandlung von Rollenklischees, gerade vor dem Hintergrund der lateinamerikanischen Machismo-Gesellschaft. Diese Thematik wird aus Sicht der Frau geschildert und gleichzeitig mit den sozialen Konflikten vereint. Dies verbindet die Geschichte mit der dritten Ebene, der Geschichte Latainamerikas. Sehr poetisch bringt Belli die Zeit der Conquista in den Roman mit ein und macht deutlich, daß sich seither weder auf sozialer Ebene, noch auf Ebene der Rolle der Frau viel verändert hat. Eine Geschichte, die gerade für Lateinamerikainteressierte sehr empfehlenswert ist und durch Details historischer Gegebenheiten, kultureller Prägung und aktueller Lebensumstände besticht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 23. März 1999
Es ist eines der Bücher, das man immer und immer wieder lesen kann, ohne daß es jemals langweilig werden würde. Das Buch steckt so voller Träume und Wahrheit, so voller Leben, daß es eine wahre Freude ist - auch wenn es eine sehr tragische Geschichte erzählt. Man kann sich darin verlieren und es ohne Probleme in eine Nacht lesen.
Ein zentraler Satz ds Buches lautet: "Man muß lernen, sich selbst gute Gesellschaft zu leisten." Mit diesem Buch gelingt das in jedem Fall!
Ich kann es nur wärmstens weitermpfehlen!
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am 19. Juli 2005
Der Mensch, der da schrieb, das Buch sei "langweilig und holprig", hat nichts verstanden; nicht die Autorin, nicht die Geschichte und vor allem nicht die Botschaft, mit der Gioconda Belli den Menschen zu verstehen geben will, dass nichts in dieser Welt wirklich verloren geht. Es ändert nur seine Gestalt, lebt in anderer Form weiter und kann uns Kraft geben, so wie die Seele der alten Indianerin. Das Buch halte ich für sehr empfehlenswert und wer anfängt zu lesen ist traurig, wenn die letzte Seite erreicht ist.
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am 24. Juli 2005
Giaconda Belli erzählt die Geschichte von Lavinia, einer jungen Architektin in Nicaragua, die wegen ihrer Liebe zu Felipe,einem Freiheitskämpfer, selber zu einer mutigen Widerstandskämpferin wird. Sie nutzt die Möglichkeiten, die ihr Beruf ihr bietet, um dem verhassten General Véla eine Falle zu stellen. Das Buch verknüpft die Rolle der starken, politisch engagierten Frau von heute mit der Geschichte einer jungen Indianerin, die zur Zeit der Besetzung Nicaraguas durch die Spanier auch an der Seite ihres Geliebten gekämpft hat und für ihn gestorben ist. Die Geschichte der beiden Frauen ist so faszinierend und überzeugend geschrieben, dass dieses Buch nun schon seit Jahren zu meiner Lieblingslektüre im Sommerurlaub gehört.
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am 20. März 2002
ich habe das buch in weniger als 2 tagen gelesen und war einfach überwältigt von der schreibweise der autorin. so gefühlvoll und farbenprächtig, dass man in die handlung regelrecht eintauchen kann. die geschichte von lavinia und ihrer liebe ist wie ein traum und doch wahr. am schönsten jedoch fand ich das ende und ich finde, es liegt viel wahrheit darin.
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am 26. Dezember 2010
Selten hat mich in letzter Zeit ein Roman so sehr gefesselt und beeindruckt wie dieser. Gefesselt, weil Gioconda Belli so klar und zugleich farbig und stellenweise poetisch schreibt, weil ihre Figuren, allen voran ihre Protagonistin Lavinia, Menschen "aus Fleisch und Blut" sind und weil die Handlung nahezu von Beginn an Spannung besitzt, die sich bis zum Schluss hin kontinuierlich steigert. Beeindruckt hat mich der Roman, weil Gioconda Belli die Gegenwartsebene - ein Komplex menschlicher Gefühle, politischer Ideale sowie individuellen und gemeinschaftlichen Handelns - sowie die Vergangenheitsebene durch ein spirituelles Element ineinander verwebt. Obwohl ich zu Spirituellem ansonsten zumeist keinen Zugang finde, erhält die "Bewohnte Frau" hierdurch eine Tiefendimension und eine spezielle (lateinamerikanische) Note, die im Titel angedeutet ist.
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am 15. Februar 2012
Gioconda Bellis Roman "Bewohnte Frau" ist ein empfindsam feminin geprägter, südamerikanischer Gesellschaftsroman. Die Erzählung knüpft an 2 geschichtlich bedeutende mythologische Ereignisse Nicaraguas an, die sich in ihrem dualen Erzählstrang abwechseln und gegen Ende vereinen: dem Widerstand gegen die spanischen Konquistadoren sowie dem Aufstand gegen den späteren Diktator Anastasio Somoza Debayle. (Nicaraguanische Revolution der späten 70er Jahre durch die Sandinisten.)

Die Erzählstimme ist jene der Urgesellschaft, einer inkarnierten (vermutlich Arawak-)Kriegerin mit Namen Itzá, die sich zuweilen Historisches, den Kampf der Ureinwohner gegen die spanischen Kolonialisten, in Erinnerung ruft. Außerdem ist sie die geisterhafte Zeugin jener Neuzeit (also der späten 70er-Jahre) und tritt als Inkarnation in Form eines "sprechenden Orangenbaums" auf. In dieser Gegenwart treffen wir Lavinia, eine junge, etablierte Architektin und spätere Revolutionärin, die Protagonistin des Romans. Im Wechselspiel der Zeiten schreitet die Geschichte voran, archaische Handlung, Gegenwartserzählung, wobei die Autorin stets Gemeinsamkeiten fokussiert, so z.B. das in seiner Natur liegende Aufbegehren gegen unmenschliche Vereinnahmung oder Unterdrückung.

Itzá, die im Orangenbaum wohnt, hat sich Lavinia als wesensgleiche, schwesterliche Mitstreiterin gegen die Unterdrücker des Landes ausgesucht. Sie besetzt Lavinias Garten, ohne selbst Besatzung zu sein. Im Symbolischen ist sie zum einen eine Frau, zur Geburt fähig (ebenso als Kriegerin fähig, Geborenes zu töten), zum anderen imstande, als wiedergeborene Inkarnation zu erscheinen. So arbeitet die Autorin bewusst mit kultischen Motiven und (femininen) Symbolen eines indigenen Stammes bzw. den daraus resultierenden Mythen modernerer Zeit.

Lavinia ist erfolgreich im System angekommen. Eine Karriere als Architektin ist ihr sicher. Allerdings fühlt sie sich in dem gesellschaftlich gesetzten Rahmen unwohl. Die reiche und dünne Aristokratenschicht, zu der sie selbst zählt, hat kein Auge für die große Armut im Lande; frönt der Dekadenz, anstatt die Missstände zu beheben. Nur durch Zufall lernt sie die politische Gegenseite (die der Revolutionäre) kennen. Aus inneren Zwiespalten heraus schließt sie sich letztlich dem Kampf der Gruppe an. Fortan prägen die Liebe zu Ihrem Arbeitskollegen Felipe, die starke Zuneigung zu ihrem Land, seiner Menschen und auch die Sehnsucht nach geschwisterlicher Klassengleichheit und Kameradschaft die Geschichte.
Die Unmenschlichkeit des Regimes erdrückt; außerdem ist das Joch der Traditionen schwer zu ertragen. Die familiäre Rolle der Frau ist vorherbestimmt, in der Aufgabe, sich anzupassen, zu gebären, anstatt sich zu emanzipieren. Im Fortgang der Geschichte entwickelt sich die Sehnsucht nach Freiheit zu einer Trinität: der "Befreiungstheologie" einer Urgesellschaft, der Revolutionsideologie einer unterdrückten Gesellschaft, dem individuellen Emanzipationswillen einer unterjochten Frau gegen das herrschende Patriarchat.

Fazit: Eine kunstvoll mythologisch angereicherte, gefühlvolle Liebesgeschichte, eine hingebungsvolle Dramaturgie der inneren und äußeren Revolutionen, eine intensive Beschreibung zweier außergewöhnlicher Frauenfiguren (Itzá und Lavinia); eine Sage als auch ein Manifest der kulturellen Erinnerungswerte eines uns im Nachhinein nicht mehr so fremden Volkes. Die Prosa sehr unterhaltend und mitreißend, leider sprachlich etwas durchwachsen zwischen ungelenken Formulierungen und höchst anrührendem Stil. Die Autorin hat jedoch zu viel gewollt, die Erzählung thematisch zu dicht bepackt; somit wirken die letztlichen Aussagen doch etwas konstruiert, kraftlos, weichgezeichnet oder verklärt.
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am 6. Juli 2012
Auch wenn ich eigentlich zu jung bin (26) um typische Frauenbücher oder noch schlimmer Feministinnenbücher zu lesen (und so kommt das Buch auf den ersten Blick rüber), gehört dieses Buch zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich habe es bereits vier mal gelesen.
Beim ersten Lesen fand ich den zweiten Handlungsstrang (Indianerin) eher befremdlich und esoterisch, aber die Hauptstory der gutbürgerlichen Frau die zur Revolutionärin wird (privat und politisch) fand ich äußerst spannend und hätte gern noch mehr darüber gelesen.
Dass das Buch "holprig" rüber kommt, wie es hier in einer anderen Rezension steht, liegt vielleicht daran, dass das Buch aus dem Spanischen übersetzt wurde und in seinem typischen südamerikanischen Stil für uns Deutsche vielleicht ungewöhnlich geschrieben ist.
Für mich ist es eine wunderbare, romantische, südamerikanische Geschichte (mit vielen Parallen zum Leben der Autorin).
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am 21. April 2001
Die Bilder, die Giaconda Belli von ihrer Heimat entwirft, sind sinnlich und voll kräftiger Farben. Besonders die Rückblenden in die Zeit der Besetzung Nicaraguas durch die Spanier sind voller Poesie und stellen den Freiheitskampf in einen großen zeitlichen Zusammenhang.
Lavinia, so heißt die junge Architektin, wird von der Kraft ihrer Ahnin Itza, die im Orangenbaum ihres Gartens Wohnung genommen hat, durchflossen und entwirft ein Haus für General Vela, die politische und auch sehr persönliche Verkörperung ihres Feinds. Der Roman "Bewohnte Frau" ist also eine Geschichte von einem ineinander Wohnung nehmen, einem sich gegenseitig durchdringen in Liebe und Hass.
Ein mehrfach angesprochenes Motiv für Lavinias Teilnahme am Befreiungskampf ist die fehlende Anerkennung und Liebe seitens ihrer Eltern in ihrer Kindheit. In ihrem Kampf für Freiheit und Gleichberechtigung ist es paradox und erstaunlich mit welchem Gleichmut sie den absoluten Gehorsam gegenüber ihrem Führer Sebastián hinnimmt. Die Männer mit denen sich Lavinia umgibt sind entweder unnahbar wie ihr politischer Führer, böse wie General Vela oder sie nehmen sie nicht ernst wie ihr Geliebter Felipe. Da verwundert es nicht, dass sie in der Schlüsselszene, den Sohn des Generals zu ihrem Komplizen macht. Steckt da nicht der Wunsch der Authorin dahinter, die Männer ihres Machismos zu entkleiden und sich die weiche, empfindlich kindliche Seite des Mannes zum Vertrauten zu machen, um mit ihm gemeinsam den brutalen, bösen, ihr nachstellenden General zu töten?
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am 30. November 1999
Ich habe das Buch vor einigen Jahren in der Schule gelesen. Obwohl ich mich anfangs damit schwertat, hat mich die faszinierende Geschichte von Lavinia lange beschäftigt. Es ist definitiv kein Buch zum "mal-eben-durchlesen". Wer also intensive Auseinandersetzung mit dem Buches scheut, sollte es lieber nicht kaufen. Allen anderen, die sich gerne die Mühe machen, ein Buch "durchzuarbeiten", kann ich es nur wärmstens empfehlen. Mit diesem Buch kann man auch das herbstliche Schmuddelwetter prima vergessen. Kaufen, kaufen, kaufen!!!
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