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TOP 1000 REZENSENTam 20. September 2017
„Sie wollen LAGAR fertig machen! Nur einige Beispiele: Wer uns Baumaterial liefert, kommt auf die schwarze Liste. Wer für uns arbeitet, kriegt von ihnen keine Aufträge mehr, egal ob Elektriker oder Installateur. Jetzt haben wir Ärger mit der Bank (…) Und mich wollen sie aus dem Weg räumen.“ (Jaime Toledo, Seite 29)

Henry Meyenbeeker, in der Geschichte hier Anfang 40, hat nicht immer über Wein geschrieben. Als Journalist war er in allen möglichen Krisenregionen der Welt aktiv. Der ruhige Job als Chefreporter beim Magazin WEIN & TERROIR war ein Zugeständnis an die Ängste seiner Frau Gisela, die immer weniger damit zurechtkam, dass ihr Mann für seine Reportagen sein Leben riskiert. Die Ehe ist trotzdem gescheitert. Jetzt soll Henry Chefredakteur werden, hat aber gar kein Interesse an dem Posten. Lieber will er dem Ruf des Önologen Jaime Toledo aus der Rioja folgen, dessen Story Stoff für einen spannenden Artikel zu bieten scheint.

Jaime gehört zu den Gründungsmitgliedern der Weinbaugenossenschaft LAGAR und berichtet davon, dass sie eingeschüchtert und in ihrer Arbeit behindert werden. Irgendwer legt es darauf an, der Kooperative massiv zu schaden. Will sich da jemand die Konkurrenz vom Leib halten? Vielleicht hat aber auch Meyenbeekers Kollege Olaf recht: „Das Schlimmste sind immer die Feinde im Inneren.“ (Seite 10)

Meyenbeeker lässt das verlagsinterne Postengeschachere hinter sich und fliegt nach Bilbao. Sein erstes Treffen mit Jaime Toledo verläuft sehr hektisch. Alle paar Minuten will jemand was von dem viel beschäftigten Önlogen. Er kann Henry gerade mal grob schildern, welche Probleme seine Genossenschaft hat und wen er als Drahtzieher verdächtigt. Zu einem zweiten Treffen kommt es nicht, denn Jaime hat einen tödlichen Autounfall.

Informant tot, Fall erledigt und Henry könnte wieder nach Hause fahren. Sollte man meinen. Doch der Reporter glaubt nicht an einen Unfall und forscht auf eigene Faust nach. Die Probleme der Kooperative scheinen tatsächlich ihren Ursprung in der Bodega der Familie Penasco zu haben. Jaime hat einmal für sie gearbeitet und bei Gründung der Kooperative einige ihrer besten Traubenlieferanten abgeworben und mitgenommen. Das stinkt den Penascos natürlich. Würde die Kooperative scheitern, wären die Bauern verschuldet und die Familie hätte wieder Oberwasser.

Der Chef der Bodega, Sebastian Penasco, scheint eigentlich ganz in Ordnung zu sein, nach allem, was man so hört. Leider hält er sich schon geraume Zeit in einer Familienangelegenheit in Chile auf und sein Sohn Diego führt die Geschäfte. Das ist ein junger Hitzkopf, ein Machtmensch mit großen Ideen, der sich aufführt, als habe er sich J.R. Ewing aus der Fernsehserie DALLAS zum Vorbild genommen. Und er hört auf die Einflüsterungen seines ewiggestrigen Großvaters Don Horacio, der der Franco-Ära nachtrauert. Aus Gründen.

Diego Penasco geht über Leichen. Dass ein Journalist aus Deutschland in seinen Angelegenheiten herumschnüffelt, passt ihm natürlich gar nicht. Er lässt Henry Meyenbeeker von seinen Leuten krankenhausreif prügeln. Und das ist noch eine seiner harmloseren Maßnahmen.

Ausgerechnet Diegos Schwester Isabella steht Henry in höchster Not bei – eine Historikerin, die sich angeblich schon vor Jahren von ihrer Familie losgesagt hat. Aber stimmt das auch? Henry und Isabella trauen einander nicht wirklich über den Weg. Und tatsächlich verfolgt die resolute Wissenschaftlerin eigene Pläne. Es kommt zu einem dramatischen Showdown …

Wie in allen Weinkrimis von Paul Grote erfährt man vieles über die jeweilige Region, über den Wein und über das, was die Menschen so umtreibt. Das ist überall auf der Welt das gleiche: Macht, Geld, Gerechtigkeit, Anerkennung, Liebe, Hass – und die damit verbundenen Interessenskonflikte.

Man muss hier rund ein Dutzend Leute und deren Ziele im Auge behalten, um der Geschichte folgen zu können. Schnelle, geradlinige Action gibt’s hier nur manchmal. Über weite Strecken gleicht der Krimi einem komplexen Rätsel. Da hat man schnell ein Detail überlesen. Ich weiß zum Beispiel immer noch nicht, wie der Önologe Miguelito und seine Schwester plötzlich ins Spiel kommen. Die tauchen einfach so auf. Aber egal.

Wer die späteren Bände mit Meyenbeeker und den Penascos kennt, für den erhellt sich nun die Hintergrundgeschichte, die man sich bisher nur zusammenreimen konnte. Und wer vom Penasco-Clan noch nie etwas gelesen hat, wird wissen wollen, was die einzelnen Familienmitglieder wirklich im Schilde führen und ob den garstigsten Exemplaren der Sippe am Schluss das Handwerk gelegt wird.

Was die Idealisten und die Fieslinge in der Geschichte bewegt, ist gut nachvollziehbar. Sobald jedoch von Liebe und Romantik die Rede ist, wird nur behauptet. Zu spüren ist da nichts. Journalist Meyenbeeker, der alles kritisch beobachtet, seziert und analysiert, zerpflückt und zerredet sämtliche Herzensangelegenheiten. Ich halte das für eine Berufskrankheit. ;-)
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. August 2010
Ein typischer Paul Grote: Die Kriminalgeschichte bildet den unterhaltsamen Rahmen, um viel Interessantes über ein Weinanbaugebiet zu erzählen: hier Rioja in Spanien. Auch wenn die Kriminalgeschichte nicht so spannend ist und vielleicht auch nicht so gut aufgebaut ist, wie bei manch einem "reinen" Kriminalroman, reicht sie doch, um immer weiterlesen zu wollen; dadurch aber nimmt man viel Wissenswertes über den Wein aus Rioja, die dortige Landschaft und auch einige geschichtliche Hintergründe Spaniens dankenswert auf.
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am 7. August 2007
Vorallem diejenigen, die Spaß an Wein und dessen Herstellung haben, werden einen spannenden und unterhaltsamen Krimi aus der Welt des Weines zu lesen bekommen. Sicherlich ist dieses keine gehobene Weltliteratur, dafür aber spannend und kurzweilig.
Ich habe direkt (alle?) 3 Grote Krimis (Bordeaux, Rioja und Chianti) gelesen, weil sie mir so gut gefielen. Der Chiantikrimi gefiel mir eigentlich am besten, obwohl mir die Riojaregion gefühlsmässig näherliegt!

Sehr schön auch, wie er in jedem Buch auf die jeweilige Region eingeht und beschreibt. Da bekommt man direkt Lust zum Reisen und natürlich auf eine entsprechende Desgustation!
Hier erfährt man auch interessante Details, wie etwa die Qualitäts- und gebietskontrolle, die im Hintergrund des Weinmachens ablaufen
Daumen hoch!
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am 31. Oktober 2006
Mit Paul Grotes Weinromanen ist es wie mit Lieblingsweinen. Man bekommt, was man erwartet. Nach Frankreich und Italien wird diesmal in Spanien gemordet. Wie gewohnt wird nebenbei wieder fachkundig über Wein und Weinherstellung geschrieben. Auch in diesem Roman zaubert Grote wieder mal eine ganze Tüte interessanter und skuriler Charaktere aus dem Hut.

Die Storie gipfelt in einem großen, wenn auch etwas übertriebenen Shodown. Trotzdem eine Szene, die unbedingt in dieses lesenswerte Buch gehört. Also eine Flasche Gran Reserva enkorken und unbedingt lesen.
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am 12. März 2016
Dieser Weinkrimi führt den Leser in das spanische Anbaugebiet Rioja, wohin der Weinjournalist Henry eingeladen wird um einer Kooperative auf die Sprünge zu helfen, die auf Grund unterschiedlichster Probleme nicht auf die Beine kommt. Als kurz nach seiner Ankunft der Önologe dieser Kooperative ermordet wird, steckt Henry mitten in einem Fall voller Rätsel, Ressentiments und unbewältigter Altlasten aus den Zeiten des 'Gaudillo'. Bei den Bemühungen Licht in das Dunkel zu bringen, gerät Henry zwischen die Fronten von Guardia Civil und Polizei. Damit nicht genug, er muss sich auch mit zwei Lagern innerhalb einer Familie auseinandersetzen und mit zwei Parteien innerhalb der Kooperative. Für Spannung ist also genügend gesorgt.
Komplexe und gebündelte Erzählpassagen sorgen im Wechsel mit episch angelegten Darstellungen und gekonnt eingestreuten retardierenden Momenten für ein kurzweiliges Lesevergnügen. Sorgfältig recherchierte Informationen zum Thema Rioja runden den Roman ab und motivieren dazu sich beim Lesen ein Gläschen guten Rotwein aus der baskischen Provinz Spaniens zu genehmigen, aber bitte nicht einen vom Discounter.
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am 24. April 2012
Der deutsche Journalist, Henry Meyenbeeker, reist für eine Reportage in das Weinanbaugebiet Rioja in Spanien. Er hat eine Verabredung mit Jaime Toledo, dem Önologen der neu gegründeten Winzergenossenschaft LAGAR, um über diese in der Zeitung 'Wein & Terroir' zu berichten.

Schon die Anfahrt erweist sich als durchaus schwierig und das liegt nicht an der serpentinenartigen Strecke durch Rioja. Ein Ereignis jagt das Nächste und als nach dem Gespräch mit Jaime Toldeo dieser bei einem Autounfall ums Leben kommt, beginnt für Henry Meyenbeeker eine etwas andere Recherche als bei seinen üblichen Reportagen.

Er gerät in einen Sog aus Intrigen, Machtspielen und Geldgier aus dem es kein Entkommen mehr zu geben scheint'

Paul Grote versteht es seine sehr guten Weinkenntnisse in einen spannenden Krimi mit einzu­flechten, ohne dass man als Laie nichts versteht. Es ist sehr interessant mehr über den Wein, die Rebsorten und die Herstellung zu erfahren. Ich bekam beim Lesen Lust einen guten Rioja zu genießen und dies nicht ohne den Hintergedanken wie die Trauben hierfür beschafft wurden.
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am 1. Oktober 2007
Paul Grote, 1946 geboren, hat über 15 Jahre lang als Journalist für die Presse und den Rundfunk in Südamerika gearbeitet und hat dort über die Zeit sich mit der professionellen Seite des Weinanbaus und der Weinkultur vertraut gemacht. Bald kamen zu seinen normalen Reportagen immer mehr Veröffentlichungen über den Weinbau hinzu. Paul Grote machte sich langsam einen Namen als Weinkenner.

Als er 2003 wieder nach Deutschland zurückkehrt, läßt er sich in Berlin nieder und beginnt zwei neue erfolgreiche Projekte. Zum einen richtet er immer wieder Weinseminare aus, um sein Wissen an interessierte Weinliebhaber und solche, die es werden wollen, weiterzugeben, zum anderen erfindet er eine Art literarisches Alter Ego.

Auch der Journalist Henry Meyenbeeker hat die Länder der Welt bereist, vor allem Lateinamerika, ist ein absoluter Weinkenner und stößt auf seinen Reportagereisen immer wieder auf mysteriöse Kriminalfälle, die er mit seiner ihm eigenen Art lösen hilft.

Henry Meyenbeeker ist Chefreporter der in Wiesbaden ansässigen Fachzeitschrift "Wein & Terroir". Seit einiger Zeit wird ihm die Leitung des Blatts angetragen, doch Meyenbeeker ziert sich. Er will seine schriftstellerische und journalistische Freiheit und Unabhängigkeit nicht aufgeben. Allzu sehr gehen ihm die durch die Werbeträger und Anzeigenkunden beeinflussten Auftrags- und Gefälligkeitsartikel auf die Nerven. Da kommt ihm ein Anruf von Jaime Toledo, dem Chefönologen der spanischen Winzergenossenschaft HAGAR in der Rioja gerade recht, der von Angriffen auf sein Projekt berichtet und Meyenbeeker einlädt, in die Rioja zu kommen, um über seine Genossenschaft zu berichten, wohl auch, weil er sich dadurch Unterstützung und Aufklärung erhofft.

Henry Meyenbeeker nimmt einen Billigflieger nach Bilbao und fährt dann mit einem Mietwagen in die Weingegend. Unterwegs gerät er in einen Verkehrsstau, verursacht von einem Unfall. Ein PKW ist an einer ungesicherten Stelle von der engen Passstrasse abgekommen und in die Tiefe gestürzt.

Als wenig später Jaime Toledo auf ähnliche Art an just jener Stelle zu Tode kommt, sieht Meyenbeeker auch den ersten Unfall in einem anderen Licht.

Paul Grote schildert nun einen Machtkonflikt zwischen etablierten Großwinzern mit dunkler Vergangenheit. Er beschreibt sehr aufschlussreich, wie während der Franco-Diktatur dem Führer ergebene Winzer sich regelrechte Imperien zusammenraubten, indem sie die kleinen Winzer mit allen möglichen Methoden zerstörten. Einer dieser Großwinzer ist es auch, der Jaime Toledos neuer Winzergenossenschaft große Schwierigkeiten macht. Die Sache wird noch pikanter dadurch, daß Jaime Toledo vorher Chefönologe dieser Bodega Penasco war.

Jaime Toledo kann Meyenbeeker nur wenig erzählen von den Problemen seiner Genossenschaft, weil er schon an Tag nach dessen Ankunft tödlich verunglückt, genau dort, wo der Journalist den ersten Unfall erlebt hatte. In zahllosen Gesprächen versucht nun der Deutsche Licht in das Dunkel der mannigfaltigen und durch eine bewegte politische Vergangenheit auch verworrenen Beziehungen zu bringen. Er erfährt vom großen Traum des begnadeten Önologen Toledo, einen eigenen Spitzenwein zu kreieren. Er erfährt weiter, daß all die Genossenschafter früher ihren Wein an Penasco lieferten, der aus den ausgewählten Trauben unter der Federführung eben jenes Jaime Toledo einen auch international anerkannten Spitzenwein ausbaute. Diese wertvollen Trauben fehlen nun den Penascos, und sie wollen das nicht kampflos hinnehmen.

Bei seinen Ermittlungen macht Henry Meyenbeeker immer wieder die unliebsame Bekanntschaft eines Beamten der Guardia Civil, jener Polizeieinheit, die im Franco-Regime eine unrühmliche Rolle spielte. Und er macht die Bekanntschaft von Isabella, einer Tochter des Penasco-Clans, die zusammen mit ihrem Onkel aus Chile zurückgekehrt ist. Sie hat in jahrelanger Forschungsarbeit aufgedeckt, auf welche kriminelle Weise ihr Großvater unter Franco sein Imperium zusammenbaute und will endlich die Gerechtigkeit wiederherstellen und die Opfer entschädigen. Klar, daß das den anderen Penascos nicht gefällt. Meyenbeeker verliebt sich in Isabella und das Buch treibt auf seine spannende Spitze zu.

"Rioja für den Matador" ist ein spannender Kriminalroman. Gleichzeitig aber ist es eine wunderbare Einführung in das Weinbaugebiet der Rioja mit unzähligen Informationen und Detailbeschreibungen der Weinherstellung.

Wer Weinliebhaber und Krimifan zugleich ist, der wird auch an diesem dritten "Weinkrimi" Paul Grotes seinen großen Gefallen finden. Wer mit Wein nichts anzufangen weiß und es auch nicht lernen will, sollte indessen lieber zu einem anderen Kriminalroman greifen.
Ich bin von diesem Buch und seinem Autor begeistert.
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am 5. Juni 2007
Die Personen sind blass und undeutlich gezeichnet. Ich habe jedenfalls kaum eine Idee bekommen,was die Individualität der unterschiedlichen Personen ausmacht. Es fehlen die zahlreiche Details oder Macken/Eigenarten, die die Personen wirklich individuell und unverwechselbar machen. Wenn die Personen doch einmal beschrieben werden, wirkt der Stil hölzern, so als ob der Autor soeben das entsprechende Kapitel im Handbuch für Creative Writing nachgelesen hätte.

Dasselbe gilt für die Beschreibungen der Städte und der Landschaft. Die Sprache bleibt pauschal und allgemein, so dass vor den Augen des Lesers kein Bild entsteht.

Es gibt viel zu viel Beschreibung statt Handlung.

Es gibt viel zu wenig Dialoge. Selbst Unterhaltungen werden beschrieben, statt dass tatsächlich wörtliche Rede stattfindet.

Das önologische Fachwissen ist interessant, kommt aber daher, als wäre es durch Copy&Paste einem Weinbuch entnommen und enthält für einen Roman viel zu viele Zahlen. Auch diese Passagen wären besser lesbar, wenn einer der Weinbauern Henry die Fakten erzählt hätte. Manchmal weiß man gar nicht, ob die Zahlen/Fakten in irgendeinem direkten Zusammenhang zur Handlung stehen oder ob der Autor einfach nur mit seinem Fachwissen glänzen wollte.

Die Handlung ist ein wenig sprunghaft, aufgrund des Stils nicht wirklich spannend, teilweise eher unwahrscheinlich und der Showdown überzogen.

Wäre das Buch ein Wein, könnte man ihm bestenfalls ein gewisses Potential bescheinigen. Von einer Genussreife ist der Roman noch weit weg.
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am 10. Januar 2013
Ein unterhaltsamer Krimi um Intrigen und Mord in der bekannten Weinregion. Die Beschreibung der Landschaft und Ortschaften ist authentisch und läßt Erinnerungen an den letzten Besuch dort wach werden. Die Erläuterungen zum Weinanbau und zur Produktion sind informativ.Der Showdown am Ende mit dem Onkel aus Chile ist nicht befriedigend. Eine Zusammenfassung in einer Art Geständnis, wer wen zu welcher Tat angstiftet hat, wäre wünschenswert gewesen. Der Besuch des Stierkampf ist für die Handlung überflüssig. Dennoch ein unterhaltsames Buch für den Urlaub.
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am 24. November 2006
In der von Paul Grote bekannten Liebe zum (Wein)-Detail wird akribisch recherchiert, leidenschaftlich erzählt und konsequent nachverfolgt. Wein, Geographie, Historie sowie hedonistisches und verliebtes Menschsein verschmelzen in seinen Abhandlungen miteinander. Mehr als einmal möchte man, angenehm versunken ins Thema, zu einer guten Flasche Rioja greifen; der Wein und der Roman sind es wert. Schon beim Lesen schmeckt man die dem Rioja typische Vollmundigkeit, erreicht durch gute Trauben, in den richtigen Gärtanks mit exakter Temparatursteuerung und unverfälschten Hefen. Bei den Frauen gibt es wieder "Die Schöne und das Biest". Und was hat das ehemalige Franco-Regime mit den mordernen Bodegas und Cooperativas zu tun? Von Anfang bis Ende synchrone Spannung und Unterhaltung. Und trotzdem habe ich wieder eine Menge gelernt.
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