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am 28. März 2017
Satire-Versteher und Freunde des schrägen Humors werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Und auch das Hörbuch ist mit Bela B. und Jochen Malmsheimer traumbesetzt. Und wer keinen schrägen Humor mag, sollte lieber etwas anderes kaufen.
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am 31. August 2005
Eigentlich ist dieses Hörbuch kein Märchen. Das Märchen ist nur Kern der Geschichte. Eigentlich geht es um einen Jungen (gelesen vom "Die Ärzte"-Drittel Bela B.), der von seinem Vater während einer Krankheit das Buch "Die Brautprinzessin" vorgelesen bekommen hat und nun, Jahre später, seinen eigenen Sohn dafür zu begeistern versucht. Nachdem dies misslingt, liest er die Geschichte nochmal um dem Fehlschlag auf den Grund zu gehen. Er erkennt, dass sein Vater die Geschichte vor Jahren sehr ausgeschmückt hat, um ihn dafür zu begeistern und ihn nicht zu sehr zu beunruhigen.
Das Märchen handelt von Westley, der auszog um sein Glück zu machen, damit er seiner Liebe Butterblume, der schönsten Frau der Welt, ein angemessenes Zuhause bieten kann. Nach einigen Jahren dringt jedoch die Nachricht zu Butterblume vor, dass Westley vom Piraten Roberts ermordet wurde. Voller Gram erkennt Butterblume, dass ihre einzige Liebe nie zurück kommen wird. So fällt es ihr auch nicht schwer, Prinz Humperdinck (den zukünftigen Herrscher des Landes, stets flankiert vom bösen Graf Rugen) ein Heirats-, wenn auch ohne dazugehörendes Liebesversprechen zu geben. Zumal die Alternative der sichere Tod wäre. Doch der Prinz führt böses im Schilde und wäre da nicht ein geheimnisvoller, schwarzer Pirat zur rechten Zeit am rechten Ort, würde dieser Plan wohl auch aufgehen.
Das Hörbuch "Die Brautprinzessin" ist eine fesselnde Geschichte. Sie ist spannend, witzig, traurig und romantisch. Da ein Märchen erzählt wird, sind Wendungen im Verlauf der Story gang und gäbe. Ausweglose oder endgültige Situationen sind nicht ganz so ausweglos bzw. endgültig, wie sie in Romanen wären und das verursacht eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Man schwingt häufig von Trauer zur Freude, von Angst zur Euphorie.
Punktabzug gibt es von mir wegen zwei Sachen:
1. Bela B., die Stimme der eigentlichen Hauptperson, des Jungen William, der als krankes Kind dieses Märchen hat vorgelesen bekommen und sie nun als Erwachsener erneut liest. Es ist, als bündelt er die Langeweile, die sich während der Ärzte-Zeit aufgestaut hat, in diesem Märchen und lässt sie heraus. Ich finde "Die Ärzte" echt stark und habe mich auf Belas Stimme und Witz gefreut, aber was er da vom Stapel lässt... grauenvoll! Zwar gewinnt er im Laufe der Geschichte an Fahrt, aber bleibt ein langweiliger Vorleser. Während der LitCologne übernahm Smudo die Stimme des William, war mit Jochen Malmsheimer auf Tour und hat Auszüge vorgelesen. Er war die perfekte Ergänzung zu einem grandiosen Malmsheimer und beide waren Ausschlaggeber, das Hörbuch zu kaufen. Jochen Malmsheimer hält, was er gesprochen. Bela B. wird dem, was Smudo auf der LitCologne vorgetragen hat, nicht annähernd gerecht. Im zweiten Teil des Märchens ist er glücklicherweise nur sehr selten und meist kurz einleitend zu hören. Da bleibe ich lieber bei den Ärzte-CDs, die sprühen nur so vor Pepp!
2. Die Geschichte hat alternative Enden. Ich hasse sowas! Wenn es zu einem guten Schluss kommen würde und offen bleibt, ok... aber das Ende scheint abgeschnitten und noch nicht einmal ganz dem Leser überlassen, denn es werden ja Alternativen angeboten. Zudem waren diese meiner Meinung nach schlecht, verglichen mit dem vorangegangenen Märchen.
Wen die o.a. Kritik nicht wirklich stört, dem ist 100% zu diesem Hörbuch geraten! Das Märchen ist ansonsten sehr gut und Jochen Malmsheimer ein Vorleser, wie ich ihn bisher noch nicht erlebt habe. Er verleiht den einzelnen Stimmen Charakter und weiß, Gefühl in die Rollen zu bringen. Unglaublich!
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Ich würde jedem, der schon das Buch „Die Brautprinzessin" von W. Goldman gelesen hat, oder den Film „Die Braut des Prinzen" gesehen hat, und der Hörbücher/ Hörspiele mag und schätzt, empfehlen sich auf jeden Fall auch diese wunderbare Hör-Version zu Gemüte zu führen.
Kennt man das Buch noch nicht, wird man gleich bei der ersten CD stutzen und sich fragen, warum der Autor selbst, also William Goldman (gesprochen von Bela B.), so viele langweilige „Randnotizen" einbringen muss, bevor die Geschichte überhaupt beginnt. Das gehört nun einmal dazu zu diesem einmaligen Konzept des Autors.
Alles in allem mag es wohl Absicht sein, die Passagen - die Kürzungen des Originals von S. Morgenstern! - des Autors derartig gelangweilt vorzutragen, aber ich fürchte mit Bela B. hat der Verlag einen Fehlgriff getan, denn dieses monotone Ablesen, das Bela B. da macht ... nervt fürchterlich.
Doch schliesslich wird man entschädigt: Jochen Malmsheimer beginnt das Märchen von Butterblume und Westley zu erzählen!
Und wie die Geschichte nun beginnt!! Jochen Malmsheimer liest das rasend schnell, aber nicht schlampig; präzisiert jede Betonung an der Stelle wo es sich gehört ... ach! Und wie schön er das macht.
Die grossen Qualitäten dieses Hörbuches:
- die grandiose Erzähltechnik des Autors William Goldman
- Herrn Malmsheimers Vorlesekünste (Den verschiedenen Personen der Geschichte gibt er durch seine sprachliche Betonung einen einmaligen, jeweils eigenen Charakter. Das führt so weit, dass - als einer der Hauptschurken des Stückes, der durch und durch gerissene und unendlich schlaue Vizzini verstorben ist -, als der Spanier Indigo Montoya Vizzinis Denkarbeit übernehmen muss, sich dessen Stimme an genau den Stellen als es um die Ausarbeitung von neuen Plänen geht ... zu der Stimme von Vizzini wandelt!
Herr Malmsheimer - Hut ab vor dieser Leistung.
- die stabile Papp-Box in der die 9 CDs - jede in einer eigenen Papphülle - geliefert wurden, sieht schön aus, und ist platzsparend gestaltet. Finde ich gut! Als Sammler von Hörbüchern/ Hörspielen wird es bald eng im Regal, wenn Verlage weiterhin ihre CDs in den veralteten Jewel-Cases auf den Markt bringen.
Für alle die den viel zu lange gewordenen Text - sorry, wenn ich jemand mit meiner Art Begeisterung langweile! - nur überflogen haben:
Die Anschaffung des Hörbuches lohnt auf jeden Fall. Zum Verschenken ist es sowieso bestens geeignet ... wenn man es nicht lieber selbst behält. ;-)
5 Sterne!

*****
Eine Bitte zum Schluss: Sollte die Bewertung geholfen haben, würde ich mich über eine Bewertung (hilfreich?) freuen. Auf diese Art kann der Rezensent erfahren, ob ausführliche Erfahrungen/ Berichte gelesen werden. Dankeschön.
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am 19. März 2017
Ich muss sagen ich bin von der Brautprinzessin als Geschichte enttäuscht, hatte mir nach all den Lobeshymnen mehr erwartet. Die Beschwörung der einzig wahren, ewigen superduper untopbaren Liebe ging mir auf die Nerven und die ganzen Grausamkeiten besonders die Foltergeschichte waren mir gewollt und zuwider. Das Ende war auch sehr abrupt und nüchtern... keine Spoiler an dieser Stelle, nur so viel: einige Ähnlichlkeiten mit den Märchen der Gebrüder Grimm (König Drosselbart, Die sechs Diener).
Jochen Malmsheimer als Sprecher ist der Lichtblick warum es sich lohnt dieses Hörbuch zu hören, einmalig wie er den Figuren Leben einhaucht speziell Prinz Humperdinck und dem humorigen Teil der Geschichte Glanz verleiht. Der Rest ist Bela B. und leider finde ich seinen Vortag sehr monoton und neutral.
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am 6. Dezember 2011
Am besten man geht ohne größere Vorinformationen an dieses Buch. Wirklich, das Beste wäre, hier aufzuhören zu lesen und besorgt euch ein Exemplar!!

Letzte Warnung!

Okay:

Es fällt mir echt schwer, eine treffende Beschreibung zu "Die Brautprinzessin" zu finden. Irgendwie kann keine Beschreibung dem gerecht werden, was einen Leser erwartet. Ich möchte die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, aber ich kann mir auch nicht im entferntesten vorstellen, wie man davon enttäuscht sein könnte.
Vergleichbar finde ich am ehesten noch "Die unendliche Geschichte", auch wegen des unterbrechenden Stils aus zwei sich kreuzenden Geschichten, die am Ende irgendwie zu einer verschmelzen.
Damit habe ich vielleicht sogar schon zu viel gesagt.
Lediglich das Ende war irgendwie unbefriedigend. Soweit ich verstanden habe ist das neue letzte Kapitel erst seit ein paar Jahren dabei und es fügt sich einfach nicht richtig an. Dazu kommt eben noch, dass es auf viele Fragen keine endgültige Antwort liefert. Ich habe nichts dagegen, etwas mit eigener Fantasie fortzuführen, auch wenn es mir nicht besonders gefällt, aber eine bestimmte Richtung wird schon angedeutet, was das Weiterspinnen wiederum einschränkt.

Empfehlung: Wenn ich eine Liste mit 100 Büchern machen würde, die man gelesen haben MUSS, wäre die Brautprinzessin unter den ersten 10.
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TOP 500 REZENSENTam 18. Januar 2010
Im Königreich Florin lebt Butterblume auf einem Bauernhof. Sie hasst es sich zu waschen, liebt es aber zu reiten und den Stallburschen Westley zu quälen, bis, ja bis sie ihre Liebe zu diesem Stallburschen erkennt. Westley der Stallbursche jedoch liebt sie schon lange, eigentlich schon immer und als Butterblume seine Gefühle endlich erwidert beschließt er nach Amerika zu reisen, um eine gemeinsames Leben für sie beide aufzubauen und stirbt.
Butterblume ist am Boden zerstört und dieser Kummer lässt ihre Schönheit erblühen. Butterblume ist so schön, dass Prinz Humperdick beschließt sie zu heiraten. Butterblume willigt widerwillig ein, man einigt sich auf eine Ehe ohne Liebe mit Zeugung eines Thronfolgers. Doch als Butterblume entführt wird kommt es doch ganz anders.

Meine erste Berührung mit dieser Geschichte war als Kind. Ich hatte endlich einen Videorekorder, aber keine Videos. Also ging ich in die Bücherei, und da stand dieser Film von 1987: Die Braut des Prinzen. Mittlerweile ist dieser Film ein Weihnachtsklassiker in den USA und auch in Deutschland regelmäßig im Fernsehen zu sehen.
Jetzt, etwa 20 Jahre später habe ich nun das Buch gelesen und bin erstaunt wie nah der Film dem Buch doch kam, aber das Buch ist natürlich viel, viel besser.
Der Autor William Goldman ist eigentlich Drehbuchautor und hat die Drehbücher für so bekannte Filme wie Der Geist und die Dunkelheitgeschrieben. Wen wundert es da, dass dieses Buch sich liest wie ein rasanter Actionfilm. Goldman gibt dabei vor, nur das Original von S. Morgenstern auf die Spannenden Teile zu kürzen und versieht dieses gekürzte Werk mit erklärenden und erläuternden Kommentaren. Das wirkliche Highlight ist aber die Einleitung. In einer Mischung aus Autobiographischer Erzählung und Fantasy verschwimmen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion. Man glaubt benahe, dass es das Königreich Florin wirklich gibt. Diese gekonnte Mischung, die die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt macht das Buch so wunderbar.

Was mich jedoch gewaltig störte ist die Neubearbeitung oder Neuübersetzung, die dieses Buch wohl durchgemacht hat.
Stellen wie S. 43 "Die Veränderung war daher nicht krass" oder ebenfalls S. 43 "anöden", S. 61 "kapierst du etwas von alldem" oder S. 111 "Inigo liebte ihn, total" fallen unangenehm anachronistisch auf. Dennoch hat man die amerikanischen Maßeinheiten gelassen wie 1000 Fuß (S. 104), statt lieber diese ins metrische System in 300 m umzurechnen.

Diese Ausgabe enthält, anders als ältere Ausgaben der Geschichte außer der Brautprinzessin noch die Kurzgeschichte "Butterblumes Baby", die 1998 zum fünfundzwanzigsten Jubiläum der Brautprinzessin erschien. In dieser Kurzgeschichte gibt William Goldman vor, dass eigentlich Stephen Kind die Übersetzung der Fortsetzung von Morgensterns Fortsetzung der Geschichte bearbeiten sollte, er sich jedoch am ersten Kapitel versuchen durfte.

Eine wunderbare Geschichte, ein Klassiker sozusagen. Mein Lieblingszitat: "Du versuchst sie zu kidnappen, während ich sie rechtmäßig entführt habe." (S. 158 )

Ich habe versucht wie S. 177 empfohlen, die Wiedervereinigungsszene beim Verlag anzufordern und zu schauen, ob man wirklich diese gewissen Briefe aber nicht die Wiedervereinigungsszene bekommt. Hier das Ergebnis:

"Good Afternoon,
Thank you for contacting Random House and for your interest in our publications.
The "reunion scene" was apparently a joke propagated by the author. A general search of the internet will yield a lot of results on this topic. Believe or not, we do still receive occasional inquiries regarding this 37-year-old book."

Schade eigentlich.
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am 22. Februar 2015
Morgenstern interpretiert die Geschichte der Brautprinzessin neu nachdem er feststellen musste, dass sein Vater (der ihm die Geschichte als Kind vorgelesen hat) ebenfalls eine eigene Version aus dem langatmigen Original gemacht hat.

Die von Morgenstern gekürzte Version der Brautprinzessin ist an sich richtig süß. Ein kleines kurzweiliges Märchen, gespickt mit allem was das Märchenherz begehrt: Riesen, ritterlichen Männern, der Prinzessin, dem bösen Prinzen und, und, und.
Die Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen (obwohl die Prinzessin teilweise schon recht dumm daher kommt) und ich habe sie gerne auf ihrer Reise begleitet.
Was mich jedoch richtig gestört hat, sind Morgensterns Texte. Ich dachte eigentlich, dass es eine schöne, neue Idee ist, aber schon allein der Einstieg wird einem sehr schwer gemacht. Am Anfang schreibt er eine fast 40 Seiten Erklärung zu seinem Leben und warum er diese Geschichte unbedingt neu schreiben musste. In der Geschichte selber macht er unendlich viele Einschübe (in pink gehalten), die mich meistens nur gelangweilt haben. Mich hat nicht wirklich interessiert warum er was jetzt genau weggelassen hat und selbst wenn, hätten die Stellen gut und gerne mindestens auf die Hälfte gekürzt werden können. Zudem verrät er auch ab und zu noch, wie es im Buch weitergeht. Muss das sein?
Der Schluss schließlich hat mir auch nicht wirklich gefallen. Ellenlang lässt er sich darüber aus, dass er die Fortsetzung nicht schreiben darf und wer sie aber dann an seiner Stelle machen darf... die "Fortsetzung" war dann am Ende keine richtige Fortsetzung und hörte mittendrin einfach auf.

Schade, hätte man auf die gewollt lustigen Einschübe Morgensterns verzichtet, wäre es sicher ein schönes Märchen gewesen.
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am 3. Juli 2011
Filmfans kennen William Goldman als Autor des oscarprämierten Drehbuchs für "Butch Cassidy and the Sundance Kid" sowie zahlreicher anderer Drehbücher für meist sehr erfolgreiche Filme. Für mich liegt William Goldmans Verdienst aber vor allem im editorischen Bereich: Ihm und seiner Adaption von "The Princess Bride" ist es zu danken, dass aus einem streckenweise anscheinend sehr langatmigen Original ein lesenswerter, spannender Bericht geworden ist.

Ausgaben von S. Morgensterns Originaltext sind heutzutage gar nicht mehr aufzutreiben, und längst ist "The Princess Bride" untrennbar verbunden mit dem Namen William Goldmans. Und das ist auch gut so, denn seine "good parts only"-Fassung der Erzählung ist, gleichwohl kürzer als das Original, sicher auch um einiges leserfreundlicher.

William Goldman hat das Original um verschiedene Passagen bereinigt, welche allenfalls für Historiker interessant sind, die eingehender mit der florinesischen Geschichte befasst sind als der durchschnittliche Leser. Für den dürften Morgensterns Exkurse zu landestypischen Sitten und Gebräuchen ähnlich wenig von Belang sein, wie es der Ort der Handlung per se schon ist: Dass die abenteuerlichen Ereignisse, die das Buch dokumentiert, sich in Florinesien zugetragen haben, ist eigentlich nur eine Randnotiz wert - zum tieferen Verständnis der Ereignisse tragen Morgensterns Erläuterungen jedenfalls nicht bei.
Goldman hat das schon früh erkannt und beherzt den Rotstift angesetzt - welche triftigen und durchaus persönlichen Gründe er dafür gehabt hat, erklärt Goldman im Vorwort; unter anderem haben sie mit dem Versuch zu tun, den eigenen Sohnemann für eine Abenteuergeschichte zu begeistern, die ebenso zeitlos ist, wie sie örtlich ungebunden ist. Was "The Princess Bride" schildert, könnte sich fast überall auf der Welt abgespielt haben.

Vieles von dem, was das Buch schildert, wirkt geradezu fantastisch. So könnte man etwa durchaus geneigt sein, die "rodents of unusual size" ("ROUS"), die Morgenstern und Goldman beschreiben, für die Erfindung eines Märchenerzählers zu halten. Tatsächlich handelt es sich bei diesen "Nagetieren von ungewöhnlicher Größe" aber wohl um eine endemische Tierart. Kenner der florinesischen Fauna könnten das sicherlich bestätigen; allerdings schweigt sich selbst die kryptozoologische Fachliteratur über die Tierwelt Florinesiens mit einer erstaunlichen Beharrlichkeit aus - Florinesien scheint es, zumindest auf den Karten der Fachleute für fabelhaft seltene Tiere, nicht zu geben.

Zu den Merkwürdigkeiten, die Morgensterns "Princess Bride" in der Adaption von William Goldman umgeben, zählt auch die Tatsache, dass die von Morgenstern in seinem Werk beschriebene Nahtod-Erfahrung von der medizinischen Fachwelt nie wirklich angemessen rezipiert worden ist - warum dem so ist, bleibt unverständlich.

Ursprünglich wollte Goldman die Ereignisse in "The Princess Bride" fortschreiben; aus dem geplanten Folgeband ist jedoch leider bis heute nichts geworden. Aktuelle Auflagen der 1973 erstmals veröffentlichten Fassung von "The Princess Bride" enthalten zwar ein erstes Kapitel von "Buttercup's Baby"; aber leider wird es wohl beim Fragment bleiben - offenbar stehen der Veröffentlichung rechtliche Schwierigkeiten entgegen. Wer an Details interessiert ist, konnte lange Zeit sogar einschlägige Informationen beim Verlag anfordern - ob die auch heute noch per Post versandt werden, weiß ich nicht; Goldmans Erläuterungen sind bereits vor geraumer Zeit auch für Webnutzer passend aufbereitet worden.

R e s ü m e e

Das gemeinsame Werk von S. Morgenstern und seinem Editor William Goldman ist eines der faszinierendsten, unterhaltsamsten und im besten Sinne witzigsten Bücher, die ich kenne; der gleichnamige Film (deutsch: "Die Braut des Prinzen") von Dokumentarfilmer Rob Reiner ("Spinal Tap") ist ebenfalls überaus sehenswert.
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am 11. Dezember 1999
Wer einmal ein wunderschönes Märchen lesen will, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Ausgestattet mit einer hervorragend eingearbeiteten Rahmenhandlung bietet dieses Märchen wirklich für jeden Geschmack etwas. Und es ist bei weitem nicht ein Märchen vom Strickmuster X. Oft macht es Schmunzeln, manchmal lauthals Lachen, es berichtet von Wahrer Liebe und von Wundern, die geschehen, wenn man nur fest daran glaubt. Der Stil von William Goldmann ist wirklich einmalig: In einfachen Worten übt er scharfe Kritik an politischen Systemen und an dem Egoismus der Menschen. Eine wunderbare Fabel auf die moderne Welt und eines der besten zeitgenössischen Märchen, die ich kenne. Eine kleine interessante Geschichte am Rande: Da ich von der Beschreibung auf dem Titel etwas verwirrt war („S. Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern. Die Ausgabe der „spannenden Teile". Gekürzt und bearbeitet von William Goldmann"), habe ich beim Verlag angefragt, wo denn nun das ganze Märchen von S. Morgenstern wäre (schließlich will man ja keine Auszüge hören). Darauf hin wurde gelacht und mir wurde erklärt, dass das nur ein Trick des Autors wäre. Tja, war ich doch tatsächlich darauf hereingefallen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 19. Dezember 2009
Die besten Bücher aller Zeiten! -Die Brautprinzessin- von William Goldmann ist ganz sicher eines davon. Nach etlichen Jahren in denen ich das Buch immer wieder einmal durchgelesen habe, möchte ich das hier mit Fug und Recht behaupten. Wenn einen ein Buch über Jahrzehnte nicht loslässt, es durch die Finger von Partnern, Kindern und Freunden wandert und überall eine begeisterte Rückmeldung verursacht, also dann...muss es einfach so sein. Ob Goldmann gewußt hat, was er mit diesem Roman lostritt? Vermutlich nicht.

Es geht um Fechten, Ringkämpfe, Folter, Gift, Wahre Liebe, Haß, Rache, Riesen, Jäger, Böse Menschen, Gute Menschen, Bildschöne Damen, Schlangen, Spinnen, Wilde Tiere, Schmerzen, Tod, Tapfere Männer, Feige Männer, Bärenstarke Männer, Verfolgungsjagden, Entkommen, Lügen, Wahrheiten, Leidenschaften und Wunder.
Kann man mehr erwarten? Nein, ganz sicher nicht! Die Liebesgeschichte zwischen Butterblume und Wesley ist kosmisch. Stärker als der Tod, reiner als ein Kristall und stärker als Tausend Zuchtochsen. Dazu gibt es den bärenstarken Fezzik, den verschlagenen Sizilianer und Inigo Montoya, meinen ganz persönliche Helden am Schwert. Natürlich darf auch ein bitterböser Schurke nicht fehlen. Diese Rolle besetzt Graf Rugen vorbildlich.

Aber das ist noch nicht alles. Es gibt auch eine Geschichte, und was für eine! Butterblume soll Rugen heiraten, liebt aber Wesley. Inigo will seinen geliebten Vater rächen und auch Fezzik und der Sizilianer haben noch ein paar Rechnungen offen. Wie Goldmann diese Story erzählt und ganz nebenbei noch ein paar Anleitungen zum Lesen und seine ganz persönliche Sicht der Dinge in den Text mischt, das ist...wie soll ich sagen...einzigartig.

Bringen wir es zum Ende. Die besten Bücher aller Zeiten. Für mich gehört Djians -Betty Blue- dazu. Auch -Die Straße der Ölsardinen- und -Es- bekommen bei mir ihre Ehrenplätze. -Die Brautprinzessin- stelle ich auf ein Extrapodest. Schräg, clever, lustig, lehrreich, gnadenlos spannend und verspielt. Ein Buch, das ich immer wieder einmal lese und nicht missen möchte. Versuchen sie ihr Glück! Ich gehe davon aus, dass sie ein Buch fürs Leben finden werden.
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