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am 3. März 2010
Der Aufbau, die Vorgehensweise, das Umfeld dieser konstruierten 'Geistergeschichte' ist mir reichlich unsymphatisch.

Das, was einem hier schauerlich erscheinen und jeden in Angst und Schrecken versetzen kann, ist die zum Ausdruck gebrachte Geisteshaltung hinsichtlich Kindern und Kindeserziehug und der angeblich um sie herum lauernden 'Gefahren'.

Diese Geistergeschichte hat, wie ich finde, nichts mit unseren heutigen meist gewaltätigen und blutrünstigen, darüber hinaus aber sinnlosen und sehr platt daherkommenden Horrorgeschichten zu tun, bei denen es ausschließlich um Nervenkitzel geht.

Wohlwollend würde ich diese Erzählung durchaus als eine Art Gesellschaftskritik betrachten.

Diese Geschichte sollte zu ihrer Zeit (erstmals in Fortsetzungen 1898 erschienen) einem erwachsenen Publikum am abendlichen Kamin in der dunklen Jahreszeit in einem 'altertümlichen Haus' Schauder und Schrecken einjagen, wie die Einleitung erklärt.

Es würde mich durchaus interessieren, ob damals diese Art von Gespenstern und die angeblich vom Bösen infizierten, unschuldigen, engelsgleichen Kinder, deren Seelen unbedingt vor der Verdammnis gerettet werden mussten "Schauder und Schrecken" auslösten, oder ob es nicht doch vielleicht die total überspannte, jugendliche Erzieherin aus einem Pfarrhaus war.

Wie alt mag sie sein? Neunzehn, zwanzig vielleicht? Und ihr einziger erwachsender Ansprechpartner auf dieser ländlichen "Anlage", die "etwas Großartiges, das einen wesentlichen Unterschied zu meinem sehr bescheidenen Elternhaus bildet", hatte, war die ganze Zeit ausschießlich "eine freundliche Frau (Mrs. Grose) - diese beherzte, unkomplizierte, offene, untadelige, kraftvolle Frau". Die Haushälterin auf diesem Landsitz. Analphabetin. Gottesfürchtiger Christenmensch. Wohl mit einer guten Portion Aberglauben im Gemüt.

Von Anfang an hat die suggestive Vorgehensweise der jungen Gouvernante, mit all dem Nicht-Ausgesprochenen, etwas inquisitorisches. ..."wenn auch die Vorstellung seiner (Floras) engelhaften Schönheit wohl mehr als sonst etwas mit der Ruhelosigkeit zu tun hatte, die mich noch vor Tagesanbruch (wenige Tage nach ihrer Ankunft) mehrmals aufstehen und in meinem Zimmer umhergehen ließ ..."
"Die kleine Flora zu behüten, zu unterrichten, zu 'formen', würde ganz offensichtlich das Leben glücklich und sinnvoll machen."

Alles was sie dann den Kindern unterstellt und in ihr Verhalten hineininterpretiert, entspricht, denke ich, ihren persönlichen Ängsten und ihrer eigenen Erziehung. Und sie manipuliert die Haushälterin.

Es wird alles aus der Sicht der jungen Erzieherin erzählt. Alles was die Kinder angeblich sagen und tun ist durch diese Person gefiltert. Gespenster sieht nur sie, all ihren gegenteiligen Beteuerungen und angeblichen Beweisen zum Trotz.

Und nur sie schafft eine Atmosphäre des Unheilschwangeren, in der sich schlußendlich die Kinder verfangen und eines sein Leben verliert.

Die einzige Schraube, die hier, meiner Ansicht nach, durchdreht - und das auf Kosten der Kinder - ist die der überforderten, überhitzten, jungen Pfarrerstochter, die krampfhaft versucht den eingebildeten Aufgaben einer Gouvernante gerecht zu werden.

Diese Geisteshaltung Kindern gegenüber, wie sie durch die Erzieherin hier zum Ausdruck gebracht wird, führte zu der sogenannten 'schwarzen Pädagogik'.

Dass mir diese Geschichte zutiefst zuwider ist, macht sie schon wieder gut.

Und weil das so ist, kann ich Henry James für diese meisterliche Erzählung rückhaltlos fünf Sterne geben.
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am 19. Mai 2013
Ich habe mich hier vom Untertitel “Eine Geistergeschichte” verleiten lassen, denn ich hatte mal wieder Lust auf eine schöne, gute und alte Geister-Gruselgeschichte und es schien mir, als würde DAS DURCHDREHEN DER SCHRAUBE diese Kritieren erfüllen.

Leider war dem dann nicht ganz so, denn die Geschichte schaffte es nicht mich zu begeistern. Dabei hörte es sich so gut an, dass eine junge Frau auf einen Landsitz geschickt wird, welcher zwei Kindern als Wohnsitz dient, die ihre Eltern verloren haben und es dort dann zu merkwürdigen Erscheinungen kommt, wo eine davon das vorherige Kindermädchen ist.

Das konnte mich nicht überzeugen oder irgendeine Art von Grusel herbeiführen, denn die erste Hälfte der Geschichte dümpelt mehr so vor sich hin. Da kommt nichts in Fahrt, denn das geht erst in der zweiten Hälfte los, aber dort war ich schon mehr von der Geschichte gelangweilt, sodass ich es nur noch hinter mir bringen wollte und hier diese Review schreiben kann. Und auch die Geister sind so ein Knackpunkt – die sind einfach nur da und glotzen die junge Frau blöde an. Das kann heute keinen mehr hinter dem Ofen vorlocken. Als Film mit schauriger Musik würde das vielleicht noch eher funktionieren, aber in Buchform … meins ist es nicht. Damals 1898 mag das die Menschen noch gegruselt haben, aber heute wirkt es wohl nicht mehr so.

Somit hake ich dann dieses Thema ab. Zum Glück hat es nur wenige Seiten und ließ sich schnell lesen. Ich kann nun aber auch nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch sei. Meinen Nerv hat es nur nicht getroffen und Anderen mag da einer drauf abgehen. Mein Nerv wurde halt nur nicht getroffen.
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am 3. Juli 2016
Mir ist es unverständlich warum dieses Buch gelobt wird. Das soll ein Klassiker der angelsächsischen Literatur sein?
Die Handlung geht so: Eine narzisstische Pfafferstochter übernimmt die Pflege von zwei reichen Waisenkindern im viktorianischen England. Schon nach kurzer Zeit erweist sie sich extrem überfordert als Gouvernante und erleidet mehrere psychotische Episoden. Sie instrumentalisiert die Kinder und das Hauspersonal als Darsteller für ihr hysterisches Theater. Am Ende erwürgt sie eines der Kinder.
Das ist kein schlechter Stoff und ein guter Schriftsteller hätte etwas daraus machen können.
Bei Henry James ist nur ein ungeheuer langweiliger Gesellschaftsroman entstanden. Stilistisch mag er im amerikanischen Original ganz gut sein aber in der deutschen Übersetzung ist davon nichts zu merken. Schade.
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am 24. Juni 2007
Seite für Seite folgt der Roman seinem Titel, dreht an der Schraube, um festen Halt zu finden, und zerstört gleichzeitig alles, was den Menschen in der Geschichte als gegeben bekannt ist. Wer eine Kostprobe von Henry James sprachlichem Vermögen gernießen möchte, seiner Kunst die Außenwelt um seine Helden so festzuzurren, daß sie kaum Atem bekommen, sollte sich diesem Roman anvertrauen. Ausnahmsweise ist es nicht die Liebe, die in all ihren Schattierungen James Romanwelt beflügelt.

Im Mittelpunkt stehen die Kinder und die Erzieherin. Erschreckend subtil berichtet James von Realitätsverlust, überläßt den Leser fremden, wie eigenen Ängsten und nährt den Zweifel. Was ist schon heil in dieser untergegangen Welt des 19. Jahrhunderts? Was erst in unserem Jahrhundert, wo wir daran arbeiten, unsere Realität mit Hilfe der Medien aufzulösen. Irgendwann wird auch unsere Schraube wie die im Roman überdreht sein.
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am 25. Dezember 2002
„The Turn of the Screw", oder wie es in der neuen deutschen Übersetzung heißt: "Das Durchdrehen der Schraube" ist einer der großen Klassiker der modernen angelsächsichen Literatur. Henry James erzählt in seinem Roman von 1887 eine Geistergeschichte, die ihres Gleichen sucht.
Bei einer abendlichen Kaminrunde berichtet ein Mann seinen Freunden von einer gruseligen Begebenheit, die er in Form eines Skriptes vor etlichen Jahren erhalten hat. Er schickt nach dem Skript und trägt einige Tage später seinen Freunden vor. Es handelt von einem Kindermädchen, dass auf einem Landsitz eines vornehmen Herrn auf dessen Neffen und Nichte aufpassen soll. Allerdings unter der Bedingung, ihn selbst unter keinen Umständen mit Berichten über deren Betragen zu belästigen. Die junge Frau findet zwei äußerst liebe Kinder vor, ist jedoch beunruhigt durch einen Schulverweis für den Jungen. Kurz nach Erhalt des Briefes nimmt die Frau Erscheinungen von einem ehemaligen Dienstboten und einer Kindermagd wahr, die beide im Jahr zuvor im Dienst auf mysteriöse Weise verstorben sind. Bald ist der jungen Magd klar, dass die beiden Geister es auf die Seelen der Kinder abgesehen haben.
Die Geschichte ist kompliziert zu lesen, da James sich stets in sehr verschachtelten Sätzen auszudrücken pflegte. Nichts desto trotz ist er ein Meister im Aufbau von Stimmung und Atmosphäre. Die Geschichte geht unter die Haut und lässt von Anfang an weiten Raum für eigene Interpretation. Der Wechsel der Erzählperspektive nach dem einleitenden Kapitel ist ein Geniestreich. Die von der Magd in ihrem Skript selber verfassten Gedankengänge erscheinen mitunter von wahnhaften Vorstellungen geprägt. Stimmen ihre Wahrnehmungen?
Der Roman endet mit dem Ende des Skriptes und nimmt das Motiv der Kaminrunde nicht mehr neu auf. Auch hiermit wird dem Leser weiter Raum für Spekulationen und eigene Interpretation gelassen. Ein Roman, der unter die Haut geht - unter die Gänsehaut.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Januar 2017
Literaturkritik: Henry James war ein amerikanisch-britischer Schriftsteller.
Minutiös schildert Henry James in diesem Buch,was damit gemeint ist "Das Durchdrehen der Schraube". Immer ein kleines Stückchen weiter.In einer abendlichen Runde erzählt man sich untereinander eine gruselige Begebenheit. Sie stammt aus einem älteren Manuskript. Die Erzählung in dem Manuskript handelt von einem Kindermädchen. Die Handlung beginnt auf einem Landsitz. Dort soll das junge Kindermädchen auf zwei Kinder aufpassen. Mit der Auflage dies selbst zu meistern und nicht über die Kinder zu klagen. Das Kindermädchen trifft auf zwei ganz artige Kinder.Sie sit aber in Sorge um den Jungen.Der hat einen Schulverweis bekommen.Die junge Frau findet zwei äußerst liebe Kinder vor, ist jedoch beunruhigt durch einen Schulverweis für den Jungen. Kurz nach Eingang des Briefes nimmt die junge Frau Erscheinungen von einem ehemaligen Dienstboten und einer Kindermagd wahr.Sie waren beide im Jahr zuvor im Dienst auf eigenartige Art und Weise verstorben.Was da wirklich dahintersteckt,dazu muss das Buch gelesen werden.
Weit stößt Henry James mit seinen Büchern das Tor zur Zukunft des modernen Romans auf. Auf alles, was geschieht, blickt der Leser in der Form, die es im Widerschein der Gefühle und Gedanken der Hauptfigur annimmt, ohne zu wissen, was der Erzähler ihm vorenthält.
Höchste Zeit, dass die Deutschen diesen Henry James richtig entdecken. Zum Beispiel in einem seiner bekannteren Hauptwerke, dem
1881 erschienenen Roman "Washington Square".

Besonders lesenswert.
Fünf Sterne für dieses Buch von Henry James.
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am 15. Dezember 2016
Ich lese gerne Unheimliches, auch mit älteren Semestern wie Poe oder Lovecraft kann ich etwas anfangen. Daher lag es nahe, mich irgendwann über diese klassische Geistergeschichte herzumachen. Vom Autor im Jahre 1898 verfasst, gilt "The turn of the screw" als seine berühmteste Erzählung. Die Enttäuschung meinerseits war entsprechend groß. In einem komplett verschwurbelten Stil, wogegen selbst Lovecraft kurz und bündig wirkt, wird eine selten langweilige Geschichte mühsamst aus der Ich-Pespektive erzählt. Alles bleibt offen, nichts ist gewiss, noch nicht einmal die Art des Todes. Dazu kommt, dass die beiden Kinder vollkommen verzerrt und überhöht dargestellt werden, der Autor hat augenscheinlich nicht die geringste Ahnung von Kindern, war nie verheiratet und hatte selbst auch keine. Dies merkt man in jeder Zeile. Doch man sollte nur über Dinge schreiben, von denen man auch Ahnung hat.

Ein kleiner Auszug als Beispiel für den Schwurbelstil:

"Nachdem schon so viel an die Oberfläche gelangt war, drücke ich mich jetzt kaum allzu drastisch aus, wenn ich feststelle, dass vielleicht das Hervorstechendste die Einsicht der Unsinnigkeit war, uns weiterhin einzubilden, ich könnte ihm noch irgend etwas beibringen. Es war hinreichend offensichtlich, dass ich durch stillschweigende kleine Tricks, bei denen er sogar noch mehr als ich Sorge um den hohen Rang meiner Stellung trug, an ihn hatte appellieren müssen, mich der Überforderung zu entheben, ihm auf dem Gebiet seiner unleugbaren Begabung entgegenzutreten."

187 Seiten Manieriertheit dieser Art, in der ein alternder Schwuler komplett unspannend über Geister und Kindererziehung schreibt. Nein danke.
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am 23. September 2004
kann eine geschichte spannend sein, in der kein blut fließt, keine gewalt vorkommt, durch die keine zombies torkeln und deren einzige monster zwei kinder sind? Sie kann es, wenn ein meisterhafter erzähler diese geschichte erzählt. henry james' erschafft stimmungen, keine handlungen. seine sprache ist - in deutscher übersetzung - nicht einfach, sie verlangt ein wenig muße und gelegentliches 'nochmals nachlesen'. der leser ist gefordert, seine eigene phantasie zu nutzen, um lücken zu füllen und offene fragen zu beantworten. am ende schließt der autor den von ihm eingeführten erzählerischen rahmen nicht mehr und überläßt dem leser die aufgabe der interpretation. ein buch für ein oder zwei lange, ruhige leseabende bei gedämpftem licht.
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am 4. März 2013
Der klassische Schreibstil ließ mich nur langsam vorankommen, ich hatte erwartet, dass die förmliche Formulierung mich kalt lassen würde, aber dem war nicht so. Dieses Buch hat etwas seltsam Fesselndes, ohne dass ich es näher begründen kann. Vordergründig scheint nicht viel zu geschehen, aber das Innenleben der Agierenden weckt in mir ein unerklärliches Unbehagen, so dass ich nicht aufhören konnte, zu lesen. Ein Klassiker, sehr empfehlenswert!
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am 19. Oktober 2016
Keine Rezension, nur ein Gedanke und eine Empfehlung für alle Begeisterte und Bewunderer dieses Meisterwerkes der Weltiteratur: Unbedingt, bitte, auch Benjamin Brittens gleichnamige Oper hören und sehen!!!! "The Turn of the Screw" in ROH London, oder Staatsoper Köln (mit Helen Donath !!!!, unvergesslich !)
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