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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 3. September 2017
Völlig überraschend kommt im letzten Fünftel echtes Drama in den lange dahinplätschernden Roman. Fontane schreibt die Ehebruchiade mit sicherer Stimme, chronologisch, in nuancierten Dialogen – das liest man gern. Den Unterschied zwischen dem lockeren Ehemann und seiner gestrengen Gattin formuliert Fontane jedoch überdeutlich, in ihren eigenen Dialogen als auch in den Kommentaren der Umgebung. Der Abweg vom rechten Pfad deutet sich ebenfalls etwas überklar in Dialogen und unheilvollen Vorzeichen an.
Dialoge klingen hier noch eleganter und schwungvoller als in anderen Fontane-Romanen. Das liegt am hochadligen Milieu, aber Fontane war wohl auch in guter Form. Allerdings parlieren die Figuren seitenlang über Geschichte und Adelswelt Schleswig-Holsteins und Dänemarks in allerlei Jahrhunderten; das klingt immer geistreich, aber teils auch nach dem Goldenen Blatt. Dem Ex-Journalisten Fontane bereiten die Reminiszenzen und politischen Anspielungen erkennbar Freude; vielleicht wollte er seinen Roman so auch strecken. Heutige Leser sind eventuell weniger interessiert und kriegen wegen Allgemeinbildung-Mangels noch ein schlechtes Gewissen. Einiges habe ich nicht verstanden.
Das gilt auch für verschiedene Ausdrücke und Zitate Fontanes wie medisant, Satyrspiel, divinatorisch, Froufrou, Epitheton ornans, diverses Französisch, die Sagenfiguren Ägisth und Phädra. Mein Insel-Taschenbuch liegt zwar gefällig in der Hand, doch anders als eine Schülerausgabe liefert es keinerlei Erklärungen, weder zu alten Ausdrücken noch zu historischen Bedingungen (die Ausgaben von dtv und Aufbau-Verlag bieten offenbar Erklärungen).
Viele Dialoge und Briefe formuliert Fontane aber auch psychologisch genau und – obwohl die Ziele etwas deutlich herausstechen – interessant vielschichtig und zweideutig. Der Seitensprung bahnt sich über viele dialogselige Seiten hin an. Erst auf Seite 223 ändert die Geschichte nachhaltig die Bauart: bis zur letzten Seiten 284 gibt es viel Handlung, überraschende Entwicklungen und keinerlei charmante Plaudereien mehr.
Medienkommentare, Links und Vergleiche m.a. Fontane-Romanen i.m.Blog.
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am 15. August 2017
Effi Briest ist unbestreitbar Fontanes größter Roman!
Aber auch "Unwiederbringlich" ist als Bereicherung der literarischen Bildung anzuerkennen, wie unzweifelhaft alle Werke dieses Schriftstellers.
Auf den Inhalt des Romans einzugehen, erübrigt sich, wurde dieser doch von meinen Vor-Rezensenten ausreichend geschildert.
Allerdings möchte ich hinsichtlich des darin vorkommenden Gedichts eines noch hinzufügen: Wer "Der Kirchhof" von Friedrich Waiblinger kennt, wird bemerkt haben, dass Theodor Fontane die dritte und vierte Zeile abgeändert hat. Bei Waiblinger heißt es: "Mit jedem Wiegenfeste, wird neue Lust vergällt" und bei Fontane:"Was bleibt vom Erdenfeste, was bleibt uns unvergällt?" Ich halte Fontanes Verse für zutreffender, denn ist es nicht so, dass die Erfahrung mit Krankheit, Gebrechlichkeit, Demenz und Tod geliebter Menschen dazu beiträgt, uns zunehmend die Freuden des Lebens zu vergällen?
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am 16. März 2014
Theodor Fontanes Erzählung ‚Unwiederbringlich’ beginnt in der Nähe der schleswig-holsteinischen Stadt Glücksburg. Es ist ein Charakteristikum des Dichters, dass er Land und Leute ausführlich beschreibt; so auch in diesem Falle. Graf Helmuth Holk hat für sich, seine Frau und die beiden Kinder Astrid und Axel Schloss Holkenäs bauen lassen. Leider sind die glücklichen Tage des Paares vorüber, die Streitereien nehmen zu. Man diskutiert über die Erziehung der Kinder, die Renovierung der Familiengruft oder die Investitionen in die Landwirtschaft. Holk leidet zunehmend „unter den Tugenden“ seiner Frau Christine. Sie hingegen wirft ihm mangelnden Idealismus und Sorglosigkeit vor: „…er denkt nur an den Augenblick und nicht an das, was kommt…“. Er wiederum kritisiert ihren Eigensinn und ihre Schwermütigkeit. Treffend ist Christines Charakterisierung der Ehepartner: „Schuld ist überall, und vielleicht ist meine die größere. Du bist leichtlebig und schwankend und wandelbar, und ich habe den melancholischen Zug und nehme das Leben schwer.“ Holk reagiert zunehmend ironisch und spöttisch. Fontane resümiert: „Trotz aller Liebe … sie stimmten nicht mehr recht zueinander …“.

Auch Christines Bruder Alfred kritisiert die strenge Haltung der Schwester: „… du überspannst den Bogen, du tust des Guten zu viel“. Doch die so Gescholtene weist den Bruder darauf hin, dass sie nach seinen Anweisungen erzogen wurde und dass auch er sich verändert habe: „Weil du mittlerweile die Fahne gewechselt hast … die Welt mit einem Male durch liberal geschliffene Gläser siehst…“.

Politische Diskussionen lässt Theodor Fontana - wie in ‚Frau Jenny Treibel’ und ‚Der Stechlin’ - in die Tischgespräche einfließen. In ‚Unwiederbringlich’ wird die Lage Schleswig-Holsteins, zwischen dem über Nacht zum „Großstaat“ gewordenen Königreich Preußen und Dänemark, erörtert. Graf Holk liest sowohl das dänische ‚Dagbladet’ als auch die ‚Hamburger Nachrichten’.

Holk genießt das ruhige Leben auf dem Lande und sehnt sich doch nach dem „… prickelnd anregende(n) des Kopenhagener Hoflebens“, mit „Tanzsaal, Musik, Feuerwerk … alles in Kopenhagen ist Taverne, Vergnügungslokal …“. Das Treiben in der dänischen Metropole erinnert an das Ancien Regime der französischen Monarchie mit ihren Intrigen und Ränkespielen. Ein gefährliches Pflaster für einen Mann in der Midlife Krise.

Als Graf Holk für einen erkrankten Minister an den Hof der dänischen Prinzessin gerufen wird, fällt ihm der Abschied von der Familie nicht schwer. Modern gesprochen würde man von einer Ehe-Auszeit reden. Er bezieht ein Quartier bei Frau Hansen in Kopenhagen, in welchem er bei früheren Anlässen bereits logierte.

Holk macht die Bekanntschaft von zwei Frauen, die ihn faszinieren und in ihren Bann ziehen. Da ist zum einen Brigitte, die Tochter der Vermieterin. Holk beschreibt sie als „Eine schöne Person. Aber unheimlich.“ Sie ist verheiratet mit einem Kapitän, der in Asien zur See fährt. Witwe Hansen erzählt ihm eine abenteuerliche, aber rätselhafte Geschichte, in der Ihre Tochter vom siamesischen König geehrt wurde. Obwohl Holk am Wahrheitsgehalt zweifelt, kann er sich dem geheimnisvollen Zauber der Schönen nicht entziehen. Auch die halb im Scherz halb im Ernst geäußerten Andeutungen eines Freundes, dass man Mutter und Tochter amouröse, geheimnisvolle Aberteuer und gute Verbindung zur Sicherheitsbehörde nachsagt, tragen zur weiteren Verunsicherung Holks bei. „Ich trau ihr nicht, fast so wenig wie der Alten, aber eigentlich weiß ich doch nichts weiter, als dass sie sehr hübsch ist.“. Holk ist verliebt und muss sich eingestehen, dass er eifersüchtig auf die ‚Sicherheitsbehörde’ ist.

Da ist zum anderen die Gesellschafterin der Prinzessin, Ebba von Rosenberg. Sie genießt das Leben und liebt es, mit dem Feuer zu spielen. Ihr Motto: „Leichtes Leben verdirbt die Sitten, sagt man, aber die Tugendkomödie verdirbt den ganzen Menschen“. Die ihr nachgesagten amourösen Abenteuer üben den Reiz des Gefährlichen, ja Verbotenen aus. Gegenüber der Prinzessin äußert Ebba über Holk: „Ich glaube, er hat ein gutes, schwaches Herz … ich glaube, sein Charakter ist noch viel schwächer als sein Herz, sein Charakter ist das recht eigentliche Schwache an ihm. Und das Schlimmste ist, er weiß es nicht einmal … Er ist unklar und halb, und die Halbheit wird ihn noch in Ungelegenheit bringen“. Ebba wirft ihr Netz aus und umgarnt den Hilflosen, der sich hoffnungslos in den Fängen verstrickt.

In seinem Brief an Christine berichtet Holk über die Ereignisse am Hof, über die Begegnung mit der „schönen Frau“ Hansen und dem „klugen und espritvollen“ Fräulein von Rosenberg. Er sehnt sich nach Frau und Kindern. Christines Antwort erinnert Holk einerseits rührend an die „alten Zeiten und altes Glück“, andererseits hört er aber auch den Unterton der Rechthaberei heraus, „das schreckliche ihrer Vorzüglichkeit“. Holk wägt ab: „Sie (Christine) war doch die beste. Was bedeutete die schöne Brigitte? Ja, was bedeutete daneben selbst Ebba? Ebba war eine Rakete, die man, solange sie stieg, mit einem staunenden ‚Ah’ begleitete, dann aber war’s wieder vorbei, schließlich doch alles nur Feuerwerk, nur künstlich; Christine dagegen war wie das einfache Licht des Tages.“ Obwohl Holk die Gefahr erkennt (Fontane bemerkt: „…hätt er gewusst, dass ihn sein guter Engel warnte“), treibt er rettungslos ins Verderben.

Fontane stellt die Situation an einem Schlittschuhlauf dar: Holk und Ebba laufen Hand in Hand gefährlich nahe an der Eiskante. „’Hier ist die Grenze, Ebba. Wollen wir darüber hinaus?’ Ebba stieß den Schlittschuh ins Eis und sagte: ‚Wer an zurück denkt, der will zurück.’“

Für Holk jedoch gibt es kein zurück. Er lässt sich auf ein Schäferstündchen mit Ebba ein, trennt sich von seiner Frau und träumt von einer Verlobung mit Ebba und Flitterwochen in Italien. Christine warnt ihn: „… du willst dein richtiges irdisches Paradies haben … und du wirst dann auf ein unglückliches Leben zurückblicken…“. Doch der Verliebte ist geblendet. Aber die Ernüchterung folgt, als Ebba ihn zurückweist und verspottet. Zu spät erkennt er, dass für sie „…alles nur Spiel, alles nur Farce“ war. Zu spät auch Ebbas Belehrung: „Sie wollen Hofmann und Lebemann sein und sind weder das eine noch das andere. Sie sind ein Halber und versündigen sich nach beiden Seiten hin … In der Liebe regiert der Augenblick, und man durchlebt ihn und freut sich seiner, aber wer den Augenblick verewigen oder gar Rechte daraus herleiten will … der ist kein Held der Liebe, der ist bloß ihr Don Quijote“. In seiner Naivität ist Holk ein Opfer des höfischen Amüsements geworden, „…alles nur, pour passer les temps …“.

Nachdem Holk eineinhalb Jahre die Welt durchstreift hat, söhnt er sich mit seiner Frau aus. Das neue Glück währt jedoch nicht lange, die alte Zeit ist – wie der Titel andeutet – unwiederbringlich verloren. Der Dichter wollte das Paar wieder zusammenführen, ahnte aber wohl, dass eine Verbindung auf Dauer nicht möglich sei. Christine wählte den Freitod und lässt die elegischen Verse zurück:

„Die Ruh’ ist wohl das Beste
Von allem Glück der Welt;
Was bleibt vom Erdenfeste,
Was bleibt uns unvergällt?
Die Rose welkt in Schauern,
Die uns der Frühling gibt;
Wer hasst, ist zu bedauern,
Und mehr noch fast, wer liebt.“
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am 4. Juli 2005
In diesem Beziehungs- und Ehekrisenroman geht es um das Grafenpaar Holk und Christine. Der Roman spielt in den 1850er Jahren in Schleswig-Holstein und Dänemark. Er spielt also im Vorfeld der Schleswig-Holstein-Krise und des Deutsch-Dänischen Krieges von 1863/64.
Christine ist in herrnhutischer Tradition in einem Pensionsstift „Gnadenfrei" erzogen worden. Sie ist eine Ausgeburt an Tugendhaftigkeit und ist beständig bestrebt nach ihren Idealen zu leben und ihr Umfeld danach zu gestalten. In ihrem Haus wohnt Julie von Dobschütz, eine alte Freundin aus der Pensionszeit.
Christines überaus tugendhafte und dabei selbstgerechte Art hat Holks Liebe auf eine harte Probe gestellt.
Als er in seiner Funktion als Kammerherr der alternden dänischen Prinzessin für längere Zeit an den Hof gerufen wird, taucht er in eine gänzlich andere Welt ein. Zur Entourage um die Prinzessin gehört das junge Fräulein Ebba von Rosenberg. Sie ist Christines Gegenbild. Wie der Name bereits signalisiert (Eva) repräsentiert sie das Ur-Weibliche. Mit einer Mischung aus sinnlicher Weiblichkeit und Koketterie wird sie für Holk schnell der Punkt um den alle seine Gedanken kreisen.
Als er sich ihretwegen von seiner Frau trennt, muss er feststellen, dass Ebba, an deren Gefühlen für ihn er nach einer gemeinsam verbrachten Nacht nicht im geringsten gezweifelt hatte, ihn zurückweist.
Nach Jahren gelingt ihm die Wiederverheiratung mit Christine Doch bald wird klar, dass kein neues Glück zwischen beiden aufkommen wird. Christine bleibt selbst gegenüber der Dobschütz verschlossen und nimmt sich schließlich das Leben.
Fontane schildert die Charaktere und die Beziehungen, die zwischen ihnen entstehen mit meisterhafter Ironie Sein sensibles Einfühlungsvermögen in die Charaktere lässt sie mit ihren Freuden, Ängsten und vergeblichen Träumen lebendig werden.
Er schildert sie sorgfältig in ihrer Ernsthaftigkeit und dennoch wird diese Ernsthaftigkeit beständig durch eine leise aber unerbittliche Ironie konterkariert.
Alle emphatischen wünsche und alle Tragik erhalten so einen leichten Beigeschmack.
Der Leser kann sich zurücklehnen und mit einem leisen Lächeln das Scheitern der Figuren betrachten.
Genau dieser Ton ist die Meisterschaft Fontanes, wie sie auch in diesem Roman ihren Ausdruck findet.
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am 20. Januar 2009
Waren Sie schon mal in Angeln auf der Halbinsel Holnis? Fahren Sie doch mal hin und stellen sich dort ein "Schloß am Meer" vor - und dann nehmen Sie Fontanes Hommage an die Zeit in Schleswig-Holstein und Dänemark vor 1864 hervor.

Wieder ist ein bunter Reigen von großartig beschriebenen Personen präsent und viel Zeitgeschehen der Zeit vor dem deutsch-dänischen Krieg und dazu passiert sehr, sehr viel (was man nicht von allen Fontane Romanen in dieser Ausprägung sagen kann).
Viel Freud, viel Leid - viel "Irrungen, Wirrungen" also: ein brennendes Schloß und ein Hauptdarsteller, der sich in seiner Ignoranz selbst verliert und . . . ebenso sein ganzes Glück und was er dafür hielt.
Es ist eine spannende Geschichte vom wundervollen Fontaneschen Esprit durchwoben und am Ende weiß man warum Gräfin Christine so klar erkennt, daß nur ein Ehepaar selbst weiß, wie es um eine Ehe steht und manchmal wissen noch nicht einmal diese beiden es wirklich.
Lesen Sie es und machen sich Ihre eigenen Gedanken um das Treiben im alten Dänemark - "GAMLE DANMARK"
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am 3. September 2008
Ein Buch genauso wie ein Fontane-Buch sein soll.
Die Geschichte von Graf Holk und seiner Frau versetzt mich in eine längst vergangene Zeit. Fontanes Art und Weise Charaktere zu zeichnen und Landschaften darzustellen, trägt viel dazu bei, dass man schnell in die Geschichte hineinkommt. Es ist als wenn man selbst auf der Veranda des Schloßes steht und auf den Fähranleger schaut.
Mit dem Wechsel das Schauplatzes an den königlichen Hof von Kopenhagen treibt Fontane die Geschichte voran. Auch hier versteht es Fontane hervorragend, dei Geschichte zum Höhepunkt zu treiben.
Auch inhaltlich beeindruckt der Roman. Der offene Umgang mit dem Thema Ehebruch und bis hin zum tragischen Selbstmord war in der damaligen Zeit sicher nicht einfach.
Ein wirklich gutes Buch von Fontane, so wie ich es mag.
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am 29. Juni 2001
Fontane erzaehlt mit feinem psychologischem Gespuer die Geschichte einer Entfremdung, die nicht durch den Ehebruch, sondern durch die Verschiedenheit der Charaktere in einer Tragoedie endet. - Soweit der Klappentext.. Mir bleibt nur hinzuzufuegen, dieser Roman ist ein herausragendes Werk Fontanes, das Liebhaber seiner Kunst des Schreiben nicht missen duerfen. Gewohnt faszinierender Sprachstil verbunden mit sanfter Melancholie - ein "echter" Fontane eben.
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am 27. September 2015
Den Rezensionen auf dieser Seite ist eigentlich nichts hinzu zu fügen. Sein Meisterwerk EFFI BRIEST kündigt sich hier an. Lange Dialoge, gute Charakterbilder zeichnen Fontanes Stil aus. Allerdings ihn in heutiger Zeit jugendlichen Lesern nahe zu bringen dürfte schwer sein. In der Mitte der Handlung neigt Fontane hier zu langatmigen Abschweifungen. "Frau Jenny Treibel" hatte mehr drive und Spontanität. Über UNWIEDERBRINGLICH liegt eine nebelhafte Melancholie.
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am 10. Oktober 2015
Schön, dass es einige Romane von Theodor Fontane nun auf dem Kindle als E-Book gibt. Er gehört zu meinen Lieblingschriftstellern, und gerade diese Geschichte hat mich sehr berührt.
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am 6. Mai 2016
Natürlich muss man Fontane lieben und man muss in der Lage sein, Sätze in voller Länge zu "erlesen". Es ist heute ja meist normal, nur noch kurze und möglichst heftige Satzgebilde zu lesen. Fontane bringt den Geist seiner Zeit am besten rüber, es ist auch ungefähr die Zeit von Jane Austen, also für jeden, der diese Jahrhunderte gerne in der Literatur nacherlebt, sehr erfreulich. Das Leben der deutschen Aristokatie vollendet und mit Eleganz dargestellt.
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