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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
7
3,7 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 8. Februar 2014
Der einzige Roman der jüngsten Bronte-Schwestern ist eher eine literarisch gestaltete Erinnerung als ein durchkomponierter Roman. Auch wenn man es vermutlich nicht tun sollte, vergleicht man natürlich mit den Büchern der Schwestern.
Erzählt wird die Geschichte der Pfarrerstochter Agnes Grey, die aufgrund der wirtschaftlichen Schwieirigkeiten ihrer Familie sich als Gouvernante verdient. Bei ihrer Arbeit ist sie nicht sehr erfolgreich, lernt aber ihren künfitigen Ehemann, einen jungen Pfarrer kennen. Das ist gut und lebendig erzählt mit vielen Details, die die Zeit und die Lebensumstände treffend darstellen. Sie hat auch etwas von der trockenen Sachlichkeit, die vor allem Charlotte Bronte auszeichnen und die auch viel Humor mitbringt.
Allerdings ist die Heldin, obwohl die Umstände denen von Jane Eyre ähneln, weniger sympathisch als diese. Die Schilderungen der Haushalte, in denen Agnes arbeitet, vor allem der Elternpaare, die sie anstellen und der Kinder, die die Gouvernante beaufsichtigen muss, stellen sehr unfreundliche und gedankenlose Personen vor, die Kinder ähneln teilweise wahren Monstern. Die Heldin des Buches hat dem offenbar nichts entgegen zu setzen, sondern ist den Angriffen und der Unzufriedenheit ihrer Arbeitgeber und deren Kindern hilflos ausgeliefert. Allerdings bleibt bei ihren Schilderungen immer der Eindruck, dass hier viel Gejammer und auch einiges an Vorurteilen gegenüber den Schichten, in den sie arbeitet, dabei ist. Der Heldin fehlt die Selbständigkeit und vor allem das Selbstbewußtsein, um aktiv für ihr Leben und ihre Freude zu kämpfen und einzustehen. Das macht sie zu einem armen Opfer, mit dem man Mitleid hat, aber für das nicht das Herz brennt.
Die Geschichte ist zudem nicht konsequent an einem Spannungsbogen ausgerichtet. Das die Kindheit von Agnes Grey eine große Rolle spielt, ist nachvollziehbar, bringt aber trotzdem Länge in das Buch. Was auch völlig unklar ist, warum die erste Stelle, die sie annimmt, so lang ausgewalzt wird. Keine der Figuren spielt wieder eine Rolle und auch die Erfahrungen führen nicht zu einem Lerneffekt bei der Helding. Sie geht an die nächste Stelle genauso naiv heran wie an die erste. Auch das Finden der Liebenden hat keinerlei dramatische Tiefe, so dass das Buch insgesamt wie eine schön geschriebene Erinnerung einer Gouvernante wirkt, nicht wie ein geplanter Roman. Da das Buch auf den persönlichen Erinnerungn von Anne Bronte beruht, ist das nachvollziehbar.
Als Erinnerungen und Zeitzeugnis ein sehr gutes Beispiel, dessen Sprache auch hohen Ansprüchen gerecht wird. Als Roman ist es eher als Vervollständigung der Schwestern Bronte von Bedeutung, als das es eigenen Wert entfaltet.
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am 22. Mai 2012
Anne, die jüngste der Bronte Geschwister, hat in "Agnes Grey" viele Eindrücke ihres eigenen Gouvernantinen Daseins einfließen lassen. Von 1839 bis 1845 war sie in zwei reichen Familien für deren Sprösslinge zuständig. Sie hat ihre Tätigkeit als Erzieherin, Lehrerin und Anstandsdame wohl nie richtig gemocht, wollte sich ihr Geist doch nicht mit der Aufzucht von lärmenden, brutalen und dummen Kindern abgeben, gepresst in viktorianische Konventionen, sondern sich beim Schreiben und Malen voll entfalten.
"Agnes Grey" spiegelt die Anfänge des viktorianischen Zeitalters wieder. Eine junge Frau, gerade volljährig, begibt sich aus ihrer vertrauten Umgebung, ihrem liebevollen behüteten Zuhause (wie bei Brontes) in einen Beruf. Den einzigen Beruf, den eine Frau, neben Ehefrau, damals mit Würde bekleiden konnte. Fern ab von ihren Lieben hat sie niemanden, dem sie sich anvertrauen kann und oft weint sie bittere Tränen aus Heimweh, verletzten Gefühlen und Einsamkeit. In ihrer Obhut, schreckliche kleine Quälgeister, die nicht zu einem angenehmen Umgang mit ihnen beitragen und auch die Eltern beachten die junge Gouvernante entweder gar nicht oder tadeln sie, aufgrund ihrer "Unfähigkeit".

Anne Bronte ist ein Kind ihrer Zeit. Selbst in einem eher "fortschrittlichen" freien Umfeld aufgewachsen, jedoch gebunden an feste, heute bigott wirkende religiöse Ansichten, schreibt sie sich ihre Gefühle von der Seele. Dennoch lässt sie das Negative, Dunkle, Schlechte in Agnes Leben nie obsiegen, immer gibt es einen Hoffnungsschimmer, geht es weiter, macht sie das Beste aus ihrer Situation. Das hat beim Lesen seelisch richtig gut getan und trotz der Widrigkeiten, die das junge Mädchen erleben muss, war es schön zu verfolgen, wie sie mit Hilfe ihres Gottvertrauens und ihrer unverbauten positiven Einstellung die Situationen meistert. Das Ganze in wunderschöner Sprache verpackt, ist dieses Buch ein Geschenk aus Annes Zeit.
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am 12. November 2013
Nun es ist nicht Jane Eyre das stimmt aber es ist trotzdem ein sehr schönes Buch. Es ist weniger spannend und ruhiger, aber das tut der schönen Sprache, die ein eindringliches Bild der damaligen (Un)verhältnisse zeichnet, nichts ab. Es war eine Freude das Buch zu lesen es ist voll Herzenswärme und zeigt, dass es trotz aller Ungerechtigkeiten wichtig ist sich selsbt treu zu bleiben, denn das wahre Gesicht der Menschen wird am Ende des Tages immer enthüllt und die Rechnung für Obeflächlichkeit bekommt man auch präsentiert.
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am 19. Mai 2016
Mag in gewisser Weise nicht so besonders sein wie Jane Eyre von Charlotte Bronte, ist aber dennoch gut zu lesen.
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am 1. Februar 2013
Da ich mir in den Kopf gesetzt habe, alle Bronte-Bücher einmal gelesen haben zu müssen, machte ich mich auch an Agnes Grey heran.
Leider hätte Anne Bronte bei ihren Schwestern noch ein wenig in die Lehre gehen müssen.
Das Buch will nicht recht in Schwung kommen, die Sprache dieser Zeit ist zwar sehr schön,
aber die Geschichte an sich ist irgendwie unspektakulär.
So geht es eben einer jungen Frau an der Schwelle zum Erwachsenwerden, die sich in den Kopf setzt,
einen Beruf ausüben zu müssen, von dem sie absolut keine Ahnung hat und nachher, oh Wunder über Wunder,
feststellt, dass sie kläglich gescheitert ist.
Bis Agnes Grey endlich ihren Traummann in die Arme schließen kann, dauert es endlos lange,
man fiebert zwar ein bisschen mit, aber das war es auch schon.
Dieses Buch hat nur den begehrten Platz in meinem Regal bekommen, weil es eben ein Bronte ist.
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am 17. Februar 2013
Mit welchem Gewinn liest man im Jahre 2013 einen Gouvernantenroman aus dem Jahre 1847?
Die Antwort auf diese Frage gibt die vorzügliche und elegante Neuübersetzung der "Agnes Grey" von Michaela Meßner.
Das Leben einer Governante in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird auf eindrucksvolle Weise lebendig und anschaulich.
Besonders fasziniert hat mich das soziale Niemandsland, in dem die höheren Töchter dieser Zeit offenbar zu leben hatten, wenn sie sich (dem Zwang materieller Not gehorchend) bei wohlhabenden Familien verdingen mussten.
Aufgrund ihrer Herkunft und Bildung standen sie über den anderen Dienstboten. Ein Umgang mit ihren "Herrschaften" war ihnen aber -aufgrund ihres Status als Hausangestellte- gleichwohl verwehrt. Das Gouvernantenleben muss daher von (doppelter) Ausgrenzung und tiefer Einsamkeit geprägt gewesen sein.
Die Macht- und Statusspiele der anvertrauten Zöglinge taten dann sicherlich ihr Übriges, dass diese Form des Broterwerbs kein Spaß gewesen ist.
Fazit: Ein absolut erhellendes Lesevergnügen.
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am 14. August 2016
Für negative Kritiken an anerkannten literarischen Meisterwerken wird man oftmals verspönt, weshalb ich von vornherein sagen möchte, dass ich dem Buch 3,5 Sterne geben würde, Amazon einem die Möglichkeit halbe Sterne zu verwenden jedoch nicht gibt.

In Anne Bronte Roman "Agnes Grey" geht es um einen Lebensabschnitt von Agnes Grey, angefangen bei ihrer Kindheit bis hin zu ihrem Ewachsenwerden und ihrer Tätigkeit als Gouvernante. Selbstverständlich ist auch wie in den bekannten Büchern ihrer beiden Schwestern eine Liebesgeschichte im Roman enthalten.

Ich habe die Werke ihrer Schwester "Sturmhöhe" und "Jane Eyre absolut geliebt und hatte gehofft in "Agnes Grey" eine ähnliche romantische Erzählungen zu finden. Am alle Leserinnen oder Leser die sich erhoffen in diesem Buch eine Romanze zum dahinschmachten zu finden sei geraten die Finger von diesem Buch zu lassen. Die Liebesgeschichte beginnt erst auf den letzten 100 Seiten des 300 Seiten dicken Bandes und ist trotz eines Traummannes wesentlich nüchterner, wohlmöglich auch realistischer, als die in den Werken ihrer Schwestern oder denen von Jane Austen. Als Liebesroman gefiel mir dieser Roman gar nicht, dennoch zählt er dank der wunderschönen Sprache der Autorin und ihrer fortschrittlichen Ansichten zu Recht zu den Klassikern der Weltliteratur. So empfindet die Protagonistin nicht nur Schönheit als unbedeutender als den Charakter, sondern auch das Glück wichtiger als Reichtümer. Dennoch schafft sie es nicht, und das halte ich für den Abturn an dem Buch, mir sympathisch zu sein. Vielleicht werden sie sie mögen und mehr Gefallen am Buch finden, aber ich tat es nicht. Das Problem ist wahrscheinlich das Jahrhundert das uns trennt, aber die Reserviertheit und Klugheit der Hauptfigur und wie wichtig sie die Unterdrückung ihrer Gedanken und Gefühle sind, wirkt fremlich und unsympathisch. Zwar vertreten auch Figuren anderer Romane des selben Jahrhunderts diese Einstellung dich rücken sie in Agnes Grey deutlicher in den Vordergrung, weil sie viel mehr Raum in der Erzählung einnehmen. Agnes selbst spricht von ihrer Menschenfeindlichen Stimmung und beurteilt fast alle anderen Figuren im Vergleich mit ihr oder ihrer Familie negativ. Sie sind entweder dumm, untalentiert, undamenhaft, bösartig oder ähnliches. Auch einige mag es zustimmen, doch empfand ich es eher als herblassend und es stieß bei mir auf Unverständnis, da sie selbst die Herablassenheit einiger ihrer Mitmenschen kritisierte.

Ein weiterer Kritikpunkt betraf ihre Gottesfurcht und die vielen erwähnten Biblestellen, die man kennen oder nachschlagen sollte. Es sind wirklich viele, jedoch werden alle Anmerkungen hinten im Buch erklärt.
Dennoch haben mich ihre Frömmigkeit, das schwarz-weiß-Denken und die Ansicht ein Leben in Erfüllung der Pflicht sein der Weg zum Glück, abgestoßen.

Diese Kritikpunkte sind natürlich Geschmackssache und wenn sie nicht genauso empfinden wie ich können sie gerne zurgreifen. So schlecht war das Buch nämlich nicht, sonst hätte ich es nicht zu Ende gelesen...aber "Sturmhöhe" und "Jane Eyre" gehören zu meinen Lieblingsbüchern, "Agnes Grey" werde ich jedoch niemals dazu zählen.
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