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am 26. April 2017
Wäre dies das erste Buch von Rafik Schami, das ich gelesen habe, ich hätte kein weiteres mehr gekauft und viele wunderbare Bücher von ihm wären mir entgangen. Es liest sich wie eine lieblose Zusammenstellung von "Resten", Geschichten, die irgendwann geschrieben wurden, die aber mE wohlweislich nie veröffentlich wurden. Ich muss dieses Buch erst einmal richtig vergessen, so in meinen Erinnerungen vergraben, dass sich keine Verbindung mehr zu Rafik Schami herstellen lässt, dann erst kann ich mir vermutlich noch einmal ein Buch von ihm kaufen. Ich kann die positiven Rezensionen nicht nachvollziehen, es müssen Menschen sein, die noch nie etwas von Rafik Schami gelesen haben, sonst kann man diese sinnfreie Aneinanderreihung der Geschichten, deren geistreicher Höhepunkt ihre Titel sind, nicht positiv bewerten.
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am 2. Juli 2012
Rafik Schami schafft es immer wieder: Er hält uns Deutschen in seiner einzigartigen Weise den Spiegel vor. Und das, indem er einfach - und nicht zuletzt unschuldig charmant - schildert, was ihm oder anderen widerfährt - zumindest wenn man seinen Geschichten glaubt. Das, was Loriot aus der Innensicht der deutschen Seele geschafft hat - nämlich endlich mal über sich selbst zu lachen - gelingt Rafik Schami aus der Außensicht. Obwohl: Kann man diese deutschen Marotten so treffend darstellen, wenn man nur von außen auf uns schaut - oder sind diese Eigenarten vielleicht einfach nur menschlich?

Empfehlung: Unbedingt kaufen und am nächsten Morgen verändert in den Spiegel schauen!!!
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am 12. September 2014
Was geht in jemandem vor, der in Damaskus geboren wurde und mit 25 Jahren nach Deutschland auswandert? Wie erlebt er diese neue Heimat und die Menschen dort?

"Von außen besehen erscheint das Selbstverständliche fremd und das Fremde gewöhnlich. Ich habe vor meiner Auswanderung nie gedacht, dass ich etwas in mir trage, was je nach Blickwinkel als "Geschenk" oder als "Strafe" der Wüste betrachtet werden kann. Ich lebte unter meinesgleichen, und alle Araber tragen diese Kultur in sich, ohne darüber nachzudenken. Am Frankfurter Flughafen an jenem eiskalten 19. März 1971 merkte ich zuerst einmal, dass ich viel zu dünn angezogen war. ... Das war der erste, aber bedeutungsschwere Hinweis, dass hier das Leben anders sein würde. Von Kulturschock konnte bei mir keine Rede sein, da ich mit der europäischen Kultur, in ihrer französischen Spielart, vertraut war, aber ich spürte, dass der Fremde plötzlich zu einem Kind wird, das neu lernen muss zu gehen, um die unbekannte Welt im Tempo einer Schildkröte zu ertasten, zu riechen, zu schmecken und zu fühlen. Das alles war für mich aufregend, und ich beobachtete nicht nur die Menschen um mich herum, sondern vor allem mich selbst und staunte über die Veränderungen in meinem Leben."

Rafik Schami erzählt Geschichten. Geschichten aus seinem Leben oder Geschichten, die ihm selber erzählt wurden. Vieles wird er sich auch ausgedacht haben, aber eins haben alle Geschichten gemeinsam: sie geben Einblicke in die arabische Mentalität. Liebevoll und mit einem Augenzwinkern werden die Unterschiede zwischen den Kulturen ergründet - und dabei kommt keiner zu kurz! Tatsächlich schafft Schami es als Kenner beider Kulturen (nach über 40 Jahren in Deutschland) beide Seiten objektiv zu beurteilen und über jeden nette und amüsante Dinge zu berichten. Natürlich gibt es auch kritische Bemerkungen, aber die sind – wie ich finde – so schön formuliert, dass ihm eigentlich keiner böse sein dürfte…

"So großartig Araber als Gastgeber sind, als Gäste sind sie furchtbar. Sie sagen, sie kommen zu dritt um zwölf Uhr zum Mittagessen. Um sieben Uhr abends treffen sie ein. Und vor Begeisterung über die Einladung bringen sie Nachbarn, Cousins, Tanten und Schwiegersöhne mit. Aber das bleibt ihr Geheimnis, bis sie vor der Tür stehen. Sie wollen dem Gastgeber doch eine besondere Überraschung bereiten und dessen Freude durch voreilige Anmeldung nicht schmälern."

Sehr schön auch, wenn Schami über sein Bemühen schreibt, gewisse Feinheiten der deutschen Sprache und der deutschen Umgangsformen zu begreifen:

"Auch wenn den Deutschen das Essen gar nicht schmeckt, bleiben sie sehr höflich. Sie lächeln und sagen knapp: "Interessant." Ich habe mich jahrelang gefragt, warum die Deutschen, Enkel der Dichter und Philosophen, ein Essen interessant finden. Ein Essen kann nicht interessant sein. Es ist weder eine mathematische Gleichung noch eine Naturerscheinung. Es schmeckt oder es schmeckt nicht. Ich hielt den Ausdruck für unpräzise, unbeholfen. Erst vor kurzem konnte ich diese höchst verschlüsselte Aussage dechiffrieren. Meine Güte! Die heutigen Deutschen machen ihren Vorfahren alle Ehre. Interessant - das ist eine geballte, auf ein Wort verdichtete Kritik, die die Verrisse des unbarmherzigsten Literaturkritikers wie süße Limonade wirken lässt. Sie meinen: Interessant, wie man aus wunderbaren Produkten und Ingredienzien so ein scheußliches Gericht kochen kann. Das alles steckt in diesem einen Wort."

Ich habe dieses Buch jetzt nicht zum ersten Mal gelesen. Ich stelle fest, dass ich immer wieder mal reinschaue, ein oder zwei Geschichten lese und mich freue - über Schamis wunderbare Art sich auszudrücken, mich als Leser zu unterhalten und zu amüsieren und um Verständnis zu werben für ein besseres Miteinander. Ich ertappe mich dann häufig bei dem Gedanken, dass ich mir wünsche, dass jeder eine solche Bereitschaft aufbringen würde, sich der fremden Kultur zu nähern.

Und wer Rafik Schami noch nicht kennt, hier ein paar Infos zu ihm: Geboren 1946 in Damaskus. 1971 kam er nach Deutschland, studierte Chemie und promovierte 1979. Schami lebt in Mannheim und zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet und in 25 Sprachen übersetzt. Seit 2002 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Im Sommersemester 2010 hatte er die Brüder-Grimm-Professur der Universität Kassel inne. Zudem engagiert er sich seit vielen Jahren für die Aussöhnung zwischen Palästinensern und Israelis.
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am 4. Januar 2012
Vorab muss ich sagen: Ich liebe Rafik Schami. Ich habe ihn mehrfach in Lesungen hier rund um Freiburg erlebt. Seine Erzähler der Nacht haben mich begeistert, ebenso die Die dunkle Seite der Liebe: Roman.

Aber diese Geschichtensammlung hat mich enttäuscht. Vieles darin stammt aus seinen Büchern - nur dass es wie Fingerübung zu den späteren Glanzleistungen wirkt. Etwa "warum ist ein Kaufhaus kein Basar", das sich in den "Erzählern der Nacht" weit besser erzählt findet. Die Jahreszahlen unter den Erzählungen zeigen denn auch, dass die meisten alte Geschichten, vornehmlich aus Anfang der Neunziger sind.

So ist das Buch eine kleine Enttäuschung. Nur eine kleine, weil Rafik Schami auch hier nicht schlecht erzählt - nur tut er das in seinen Büchern sehr viel besser und deshalb ist diese Sammlung eigentlich entbehrlich.

Hans Peter Roentgen
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am 13. November 2011
Wie sehen Ausländer die deutsche Kultur? Diese Frage interessiert mich schon seit langem, daher war ich hoch erfreut, als ich kürzlich auf ein Buch des renommierten Autors Rafik Schami stoß, das vielversprechend "Eine deutsche Leidenschaft namens Nudelsalat" hieß. Das Buch ist in 25 Erzählungen aufgeteilt. Einige davon haben mich wirklich begeistert und treffen m. E. "den Nagel auf den Kopf", wie man so schön sagt. Dazu gehören u.a. "Eine deutsche Leidenschaft namens Nudelsalat", "Warum ist ein Kaufhaus kein Basar?", "Der geborene Straßenkehrer" und "Eine Leiche zu viel". Diese Erzählungen handeln von den unterschiedlichen Auffassungen von Deutschen und Arabern bei Themen wie Gastfreundschaft, gutem Essen, Handel, Arbeit und Freizeit, sowie Handwerkerzunft und Rache. Schami schafft es dabei stets, mit einem Schmunzeln Stärken und Schwächen der deutschen und der arabischen Kultur aufzuzeigen, ohne dabei mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger nur in eine Richtung zu deuten.
Andere Erzählungen allerdings lassen mich mit einem Fragezeichen zurück. Ich verstehe nicht, was sie in diesem Erzählband zu suchen haben ("Der Libanese", "Subabe", "Der letzte Zettel", Einmal Kairo und zurück"). Ich suche nach einer Verbindung zu dem auf dem Klappentext beworbenem Inhalt ("Rafik Schami hat einen wachen Blick für die Skurrilitäten des deutschen Alltags") und der tatsächlichen Handlung der jeweiligen Erzählungen. Vor allem die fantastische Erzählung "Subabe", in der ein Mensch Freundschaft zu Fliegen schließt und mit ihnen kommuniziert und dabei lernt, dass deren Seelen 25cm über ihrem Körper schwebt, hat mich eher verstört als dass sie mir eine neue (interkulturelle) Perspektive eröffnet hätte. Und dann gibt es noch Erzählungen wie "Warum wir keine Amerikaner wurden" und "Erinnerst du dich?", die sprachgewaltig schön von Damaskus und von Liebe erzählen, aber eigentlich auch zusammenhangslos in diesen Erzählband gepackt wurden.
Insgesamt empfehle ich das Buch weiter als eine Lektüre, die auf jeden Fall zum Nachdenken anregt und dem deutschen Leser so manches Mal einen Spiegel vorhält, wenn er/sie sich darauf einlässt. Es hält jedoch seine Versprechung nicht ganz, hier wirklich eine Fundgrube für ausländische Perspektiven auf die deutsche Kultur zu sein. Und einige Erzählungen sind einfach banal oder inhaltlich schlecht konstruiert ("Von echten und unechten Deutschen", "Eine harmlose Lesung" "Das Buch der Zukunft").
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am 19. März 2016
Dies ist das erste Werk Rafik Schamis, das ich las, und es scheint eine schlechte Wahl zu sein.
Der Inhalt des Buches mit seinen Kurzgeschichten hat nur in Teilen mit dem angekündigten Inhalt zu tun, welcher "Augenzwinkernde Beobachtungen aus dem deutschen Alltag" behandeln soll. Zum größten Teil dreht es sich in den Kurzgeschichten aber weder um deutschen vs arabischen Alltag, noch wird den Deutschen amüsant ein Spiegel vorgehalten (weswegen ich das Buch kaufte). Am unpassendsten empfand ich die Geschichte, in der ein Mann sich mit täglich wechselnden Eintagsfliegen unterhält und herausfindet, dass deren Seele 25 cm über ihrem Körper schwebt.

In meinen Augen ist das Buch eine Sammlung von zusammenhanglosen Kurzgeschichten ohne erkennbaren roten Faden. Es erscheint, als seien die vielleicht 4 zum Thema passenden Erzählungen mit 15 weiteren in ein Buch gedruckt worden. Nur weil in einer Geschichte ein in Deutschland lebender Araber vorkommt wird daraus noch lange keine augenzwinkernde Erzählung, die zum Nachdenken anregt und dennoch amüsant ist, da sie dem Deutschen im Alltag seine Eigenheiten aufzeigt.... und das hat das Buch eigentlich versprochen.
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am 30. Dezember 2016
Ich habe mir das Buch aufgrund der Diskussion um Immigration und in Erinnerung an ältere Bücher von Rafik Schami, die ich ausnahmslos gerne las, gekauft. Von diesem Buch war ich allerdings nicht so angetan. Mein vorherrschender Eindruck war, dass hier ältere Erzählungen, Abhandlungen, Berichte und "Liegengebliebenes" mehr oder minder willkürlich zusammengestellt wurden und mit einem verkaufsträchtigen Titel versehen wurden, um auf den fahrenden Wagen der aktuellen Diskussion aufzuspringen. Wirtschaftlich verständlich - literarisch überflüssig.
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am 2. September 2013
Ein herrliches Buch, das mich wunderbar unterhalten hat. Zudem liefert es einige interessante Anhaltspunkte, wie Immigranten die Deutschen oder deutsche Verhaltensweisen betrachten. Das Buch ist eine Sammlung von Kurzgeschichten. Manche werden dem Leser gefallen, andere nicht.
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am 7. Oktober 2013
Von Rafik Schami sind wir Besseres gewohnt! Dieses Buch ist eine Ansammlung von Kurzgeschichten, die teilweise schon veröffentlicht wurden und neuen Stücken, einige mit unerwartet merkwürdigem Ende. Dieser Mann kann viel, aber dieses Buch spiegelt es nicht unbedingt wider.
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am 1. Juni 2012
Es sind fast durchwegs sehr schöne Erzählungen in bewährter Rafik-Schami-Qualität, auch wenn einige davon schon etwas älter sind. Nur einige haben mir nicht so gut gefallen (die etwas absehbaren Krimis)daher nur 4 anstatt 5 Sterne.
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