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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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3,8 von 5 Sternen
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TOP 1000 REZENSENTam 27. April 2017
Meine Tochter hat das Buch für den Deutschunterricht gebraucht und ich habe es aus Neugier parallel dazu gelesen. Ich finde es interessant aber auch recht anspruchsvoll zu lesen.

Zum Inhalt:
Warum nimmt sich die leidenschaftliche Pilotin nach einer Bruchlandung in Syrien mit nur 25 Jahren das Leben?
Das ist der EINE Ausgangspunkt der Geschichte. Der ANDERE ist der Berliner Invalidenfriedhof und die Inschrift auf Marga von Etzdorfs Grabstein:
„Der Flug ist das Leben wert“.

Der Autor bringt die Toten in seinem Roman zum Sprechen. Es sind Verstorbene unterschiedlichster Herkünfte und Gesinnungen wie z. B. Täter und Opfer des Nationalsozialismus, Teilnehmer der Befreiungskriege, Piloten während der Weltkriege, Hingerichtete und Erschossene sowie auch bei der letzten Schlacht um die Hauptstadt in 1945 Getötete, als genau dieser Friedhof zum Kampfgebiet wurde.
In einem -teilweise schwer nachzuvollziehenden- Wirrwar von flüsternden, murmelnden oder schreienden Stimmen der "Toten" fällt es manchmal schwer zu erkennen, wer gerade spricht oder erklärt.

Bei diesem Roman empfehle ich vor dem Lesen die Inhaltsangabe -quasi als Gerüst- genau zu studieren. Der Autor schöpft aus vielen historischen Quellen, wem es leicht fällt hier zu folgen, der erhält eine geballte Ladung Information.
Persönlich fand ich das Buch, wie schon erwähnt, recht anstrengend zu lesen. Es erfordert einiges an Konzentration.
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am 13. Januar 2016
Ich musste dieses Buch für die Schule lesen. Anscheinend weil es einen Teil der deutschen Geschichte zum Thema hat.
An sich klingt die Idee gar nicht schlecht: Geister mehr oder weniger bekannter Persönlichkeiten erzählen ihre Geschichten. Aber die Umsetzung ist furchtbar. Am Anfang kann man noch halbwegs den Überblick behalten, wer gerade spricht, aber je weiter man liest, desto verwirrender wird es und man fragt sich nicht selten "Wer war das und warum wurde das erwähnt?".
Der Schreibstil ist merkwürdig und abgehackt, zwischendurch erscheinen Absätze an unpassenden Stellen. Die Wortwahl erscheint zwischendurch absolut willkürlich, als hätte der Autor einfach ein Wort getippt, das ihm zufällig in den Sinn kam. Bei nicht wenigen Textpassagen fragt man sich, warum das überhaupt im Roman vorkommt, da es für die Geschichte keinerlei Bedeutung hat (z.B. die wenigen Zeilen auf japanisch. WARUM?!).
An sich wirkt dieser Roman, als wollte der Autor einfach mit seinem Wissen angeben. Eine wirkliche Geschichte gibt es nicht, es ist nicht fesselnd...einfach rundum merkwürdig und viel zu hochgestochen.
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am 19. März 2010
"Das Fliegen ist das Leben wert", das ist der Grabspruch der dt. Fliegerin Marga von Etzdorf, die als tatsächliche Geschichtsfigur lebte und sehr jung und aus unerklärlichen oder vielmehr und letztlich doch erklärlichen Gründen nach einer Bruchlandung Selbstmord begeht. Das Buch führt einen durch ihre schönen Flugerlebnisse, erzählt von ihren menschlichen Begegnungen in Japan und anderen für die damalige Zeit exotischen Ländern und berichtet auf skurile, aber zugleich sehr ernste Weise die sinnlosen Tode von Offizieren und einfachsten Menschen im 2. Weltkrieg, skuril insofern, als diese sich regelmäßig als Grabesnachbarn von Marga von Etzdorf zu Wort melden und ihre eigenen Geschichten, ihre Meinungen einwerfen. Das Buch liest sich sehr flüssig, ist informativ und verleiht auf spannende und einfühlsame Weise die Welt einer Flugpionierin.
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Es gibt Bücher, die sind schön geschrieben, und es gibt Bücher, die haben eine tolle Story zu erzählen. Und einige wenige Bücher, die können beides. Halbschatten ist so ein Buch. Es ist keine Biographie, vielmehr eine wunderbar schöne und auch ein bisschen traurige Geschichte. Dieses Buch hat mich so fasziniert, dass ich zum Invalidenfreidhof in Berlin gefahren bin um mir das Grab anzuschaun, und auch all die anderen Gräber, die im Buch zur Sprache kommen (im wahrsten Wortsinn..).
Volle Punktzahl, ohne zu zögern.
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am 12. März 2009
Tolles Thema! habe ich gedacht. Warum hat sich die junge Fliegerin Marga von Etzdorf, einzige Frau unter lauter Männern, erst 25-jährig 1933 erschossen? Was hat sie zwischen den Toten der preußischen Militärgeschichte, NS-Größen und zivilen Opfern auf dem Berliner Invalidenfriedhof zu suchen? Doch das Buch hat sich mir widersetzt und ich habe keinen wirklichen Zugang gefunden.

Uwe Timm ist einer meiner Lieblingsautoren und auch ich halte ihn für einen der besten Autoren der Gegenwartsliteratur. In "Halbschatten" bleibt er sehr fragmentartig, schwierig zu lesen. Auf dem Berliner Invalidenfriedhof liegt Marga von Etzdorf neben Richthofen, Udet und Mölders begraben. Der "Graue" (Friedhofswärter) berichtet von den Fliegern und von der zierlichen Fliegerin mit kurzen Haaren, die etwas abseits liegt ... Anton Miller (ein Schauspieler und Freund von Marga) mischt sich immer wieder ein und kommentiert unvermittelt.

Schwierig zu lesen, weil Timm ausschließlich in der Ich-Perspektive von allen Personen schreibt. Schwierig zuzuordnen. Bei der Begegnung mit Heydrich wusste ich zunächst überhaupt nicht, wer gemeint ist mit der "guten Erscheinung, auffallend in der schwarzen Uniform. Piepsige Stimme." Timm nennt keinen Namen. Hier muss man sich in der Geschichte schon gut auskennen oder nachschlagen, erhält aber von Timm wenig Anhaltspunkte. Setzt er voraus, dass alle Nazigrößen allgemein bekannt sind?

Die Zwei-Punkte-Wertung ist meine ganz persönliche Meinung zum Buch. Die meisten anderen sehen das anders. Ich kenne etliche Bücher von Timm, die ich sehr gerne gelesen habe: "Der Mann auf dem Hochrad", "Morenga", "Der Freund und der Fremde", "Johannisnacht", "Heißer Sommer", "Der Schlangenbaum", "Rot" - die kann ich alle empfehlen. Dieses hier hat mich nicht gepackt.
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am 15. August 2012
Ein wenig seltsam ist es vielleicht schon, aber ich möchte den "sehr guten" rezensionen dann doch noch meine eigene hinzufügen, for what it's worth. Denn mich erschrecken solche seltsamen "zitate", wie sie hier via big-name-dropping (NZZ oder TAZ) durchgereicht werden, und es verwundert mich immer wieder, wenn bücher für das bewertet werden, was sie sein *sollen* und nicht für das, was sie sind.

Nun denn: mit faschismus-aufarbeitung hat "Halbschatten" nichts zu tun. Warum sollte es auch? Es darf doch wohl zeitgenössische deutsche bücher OHNE permanente selbstgeiselung geben. Dieses buch ist literatur...es stellt möglichkeiten zur sinnfindung, varianten der liebe und innenansichten des krieges in immer wieder aufbrechenden reihungen vor, es konstruiert, fantasiert, zitiert. Mit sensibilität und, ja: respekt lässt UT welten ineinander gleiten und schicksale sich verkeilen. Und es ist für mich ganz ausgezeichnete literatur, subtil und anteil nehmend, beobachtend und engagiert. Mit dem buch kann man sich auf einen friedhof zurückziehen, wie ich es hier in Berlin getan habe, und man wird zufrieden mit der welt. Nicht, weil es einem das glück exemplarisch und hoch aus den wolken serviert, sondern weil es zeigt, dass das leben vielschichtig ist. Und das sterben auch. In dieser welt und in jeder anderen.
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am 6. Januar 2011
Das Buch ist ein richtiges Fliegerbuch: Es lebt von der Faszination des Fliegens und knallt, wie die Pilotin Marga von Etzdorf, manchmal unvermittelt und hart auf die Erde - in diesem Falle ist es der Invalidenfriedhof in Berlin, auf dem der Erzähler und sein Stichwortgeber "Dem Grauen" stehen. Die Geschiche wird fein gesponnen um die eine Nacht, die die Heldin in Hiroshima im Zimmer eines Mannes verbringt und ständig durchschossen mit den Kommentaren galliger Veteranen aus den dunklen Gräbern des Invaliedenfriedhofs. Immer wieder fragt man sich: Was ist hier die wahre Geschichte und wo fängt die Fiktion an? Hat es die Nacht in Hiroshima wirklich gegeben? Was waren wirklich die Gründe für das Scheitern? Damit sich die tragische Geschichte der Marga von Etzdorf nicht ganz in Luft und Liebe auflöst, lässt Uwe Timm daneben, wie schon in "Johannisnacht", ein ganzes Panoptikum von skurilen und historischen Gestalten auftauchen. Er spannt damit, ganz nebenbei, ein gesellschaftliches Panorama von der Kaiserzeit bis zum Ende des zweiten Weltkriegs auf. Herausgekomen ist dabei ein verschachteltes Buch bei das man in einem Rutsch lesen muss - und will.
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am 30. Dezember 2008
Kann man einen auf wahren Begebenheiten beruhenden Roman, der sich mit dem Freitod einer deutschen Flug-Pionierin und der deutschen Geschichte auseinandersetzt, überhaupt in Frage stellen? Inhaltlich sicher nicht, denn Timms Darlegungen und Ausführungen sind wohl recherchiert und durch die genannten Quellen verifizierbar. Die Implementierung der Fakten in einen Roman allerdings gelingt dem Autor nicht wirklich.

Die Überlegung, die Toten des Berliner Invalidenfriedhofs zum Leser sprechen zu lassen, um von Etzdorfs Geschichte nach und nach ein weiteres Mosaiksteinchen hinzuzufügen, mag ein gelungener Kunstgriff sein. Dennoch wirkt Timms Werk mitunter, speziell durch diese Erzähltechnik, etwas wirr. So vermittelt der Roman, bedingt durch zahlreiche kurze "Wortmeldungen" der Toten, denen die ausführlicheren Berichten der Protagonisten gegenüber stehen und Akteneinsichten, den Eindruck eines Sammelsuriums, bei dem dem Leser der rote Faden leicht mal entgleiten kann. Auch gegen Ende vermittelt das Werk nicht den Eindruck, dass der narrative Kreis geschlossen ist; zu einfach fällt nach rund 250 Seiten das Fazit über die Beweggründe für von Etzdorfs Selbstmord aus. Spannung mag wenig aufkommen, da sich die Redebeiträge der Verschiedenen zu oft in Belanglosigkeiten sowie religiösen und philosophisch oberflächlichen Erkenntnissen widerspiegeln, die der notwendigen Tiefe entbehren und nur Versatzstücke bleiben.

So setzt sich Timm mit einer zweifelsohne interessanten Biografie einer mutigen Person auseinander, dennoch bleiben die Figuren seltsam flach und als solche wenig greifbar. Dies ist gleichzeitig die größte Schwäche des Romans und legitimiert die Frage, ob der Roman traditionell dem Autor nicht etwas mehr abverlangt.
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am 23. September 2010
Bei dem Gang über den Invalidenfriedhof mit "dem Grauen" hört der Autor die Stimmen der Toten aus der Zeit der Befreiungskriege bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Nationalsozialisten, Kommunisten, Offiziere, alle sprechen über ihre Zeit und ihre Ansichten. Im Zentrum steht die Geschichte von Marga von Etzdorf, die vor allem von Ihrem Flug nach Japan berichtet. Ein sehr eindrückliches und schönes Buch. Sehr zu empfehlen.
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am 18. Oktober 2012
Auf dem Berliner Invalidenfriedhof, nahe dem ehemaligen Todesstreifen liegen große deutschen Helden Seite an Seite mit Nazi-Verbrechern wie Reinhard Heydrich. Auch die junge Langstreckenfliegerin Marga von Etzdorf fand hier nach ihren mysteriösen Suizid ihre letzte Ruhestätte. Uwe Timm erzählt in diesem Buch das kurze Leben der jungen Frau, ihre Träume und ihre Ängste. Gleichsam als Repräsentanten lässt Timm auch die Toten des Invalidenfriedhofs für die deutsche Geschichte Wort ergreifen. Timm legt ein intellektuelles Buch vor, das wie am Reißbrett entworfen zu sein scheint. Die Figuren bleiben lieb- und leblos, die Story ist wirr und die Stimmen der Toten sind oft Fremdkörper, die das Lesen schwierig und was viel schwerer wiegt, den Leser das Interesse am Plot verlieren lassen.
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