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am 5. August 2016
Die Macht sexueller Anziehung und die Ohnmacht bei der Wahl der Sexualpartner wird Therese zum Verhängnis.
Nach dem Ende ihrer ersten Liebesbeziehung, verlässt Sie überstürzt das Elternhaus
und geht ohne Schulabschluss von Salzburg nach Wien.
Sie lebt fortan in Armut und ohne berufliche Perspektive.

Auch die Beziehung zum zweiten Partner ist verhängnisvoll, denn ein mittelloser
Hochstapler zeugt ein Kind. Zum Schwangerschaftsabbruch fehlt ihr diesmal noch die Entschlossenheit.
Der Sohn ist ungewollt und wird in ihrer Phantasie nach der Geburt getötet.
Sie gibt den ungeliebten Sohn aufs Land zur Pflege und wird fortan von Schuldgefühlen geplagt.
Nach dem 47. Kapitel sind alle Dilemmata Thereses voll entfaltet, sie wird sich weder innerlich
noch in ihren Lebensverhältnissen entwickeln, also ein ganz normales, trostloses Leben führen.
Die folgenden 58 Kapitel entfalten dieses Leben, in dem zuletzt noch eine Wende möglich scheint.

Schnitzler ist (auch?) in seinem letzten Roman illusionslos. Konzept und Sprache überzeugen (mich).

Der Leser braucht dennoch Geduld und Gleichmut,
um die Geschichte in all ihren Facetten aufnehmen und durchdenken zu können.
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am 3. Oktober 2003
Arthur Schnitzler beschreibt in seinem zweiten und letzten Roman "Therese" (1928) in 106 kurzen Kapiteln etwa 30 Jahre, von ca. 1880 bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg, aus dem trostlosen Leben der Therese Fabiani. Sie ist Tochter aus einem gutbürgerlichen Haus, das jedoch im Niedergang begriffen ist. Der Vater, Oberstleutnant, verblödet im Irrenhaus an den Folgen der Syphilis, und die Mutter schreibt Kitschromane, um zu überleben.
Therese, ohne richtige Ausbildung, zieht von Salzburg nach Wien und verdingt sich in gutbürgerlichen Häusern als Erzieherin bzw. Privatlehrerin des Nachwuchses. Ihr Leben ist ziemlich eintönig und die Langeweile wiederholt sich ständig. Sie wechselt regelmässig ihre Jobs, meist ganz nicht freiwillig. Sie wechselt ausserdem häufig die Männer, auf der Suche nach dem ganz kleinen privaten Glück, wozu sie durch ihre Affären jedoch nicht findet. Dabei verrät sie die Männer, wie sie auch von diesen verraten wird. Als Resultat hat sie einen unehelichen Sohn, Franz, den sie in den ersten Jahren auf dem Land bei Bauern unterbringt. Allmählich zeigt sich, dass Franz ein grosser Versager ist.
Das Schicksal meint es nicht gut mit Therese, deren Leben von Existenzängsten und Einsamkeit bestimmt wird. Ihr monotones Leben wird von Schnitzler sehr realistisch, ungeschminkt und ungeschönt dargestellt. Der persönliche Abstieg von Therese ist auch als Metapher für den Untergang der österreichischen Monarchie zu verstehen. Insbesondere bei Thereses Arbeit in den gutbürgerlichen Häusern wird deutlich, dass sich hinter der schönen Oberfläche der bürgerlichen Gesellschaft Abgründe auftun.
9 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 13. Januar 2017
Es war erfreulich, dass es nicht nur die erforderlichen CD ankamen, sondern auch noch eine mp3 CD
dabei war, die ich dann meiner Freundin geschenkt habe. Vielen Dank
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am 13. Dezember 2013
Arthur Schnitzler zeichnet ein tolles, einfühlsames Portrait einer "gefallenen Frau", die trotz allem versucht, glücklich zu werden und zu überleben. Nicht nur ein tolles Zeitdokument sondern auch ein geradezu feministisches Werk, das an die Stärke der Frau glaubt.
Psychologie darf natürlich nicht fehlen(Mutter-Sohn-Beziehung) sowie Dramatik und Gefühl! Ein tolles und sehr schönes Buch für Schnitzler-Fans und Romantiker.
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am 9. April 2018
Als ausgewiesener Freund Arthur Schnitzlers hat mich der Roman "Therese" mit seltsamer Enttäuschung begleitet, ja man kann sagen, muss es wohl auch, dass dieses Werk misslungen ist. Schnitzler ist ein fantastischer Erzähler, großartig sogar, und immer besonders dann, wenn er pointiert und auf ein Kernproblem verdichtet, die Psyche des Einzelnen, das Zerrissene, das Zwiespältige porträtieren kann. In dem Roman "Therese" gelingt das dem Autor nicht. Die müde Handlung plätschert lustlos dahin, ständige Wiederholungen strengen an, Innenansichten der Beteiligten finden kaum oder nur wenig reflektiert statt, Jahre vergehen, Seite um Seite, immer an der Oberfläche schwimmend, die tieferliegenden Abgründe so nahe und doch nicht erzählt. Das mag gewollt sein, führt im Ergebnis aber nur zu Desinteresse und Frustration und eben nicht zu einer realistischen Beschreibung eines echten Lebens. Schnitzler hätte das Buch retten können, wenn er doch wenigstens in dem Zeitraum von 20 Jahren, in dem die Handlung spielt, auch etwas mehr über die gesellschaftlichen Veränderungen berichtet hätte, was der Krieg und der Zusammenbruch der k.u.k. Doppelmonarchie mit den Leben der Beteiligten ausgelöst hat, nein, man erfährt es nicht, eigentlich erfährt man garnichts, zumindest nichts Bereicherndes.

Der einzige Lichtblick, aber auch nur für den der es mag, sind die zahlreichen Anspielungen Schnitzlers auf eigene Eroberungen oder Verhaltensweisen im Umgang mit Frauen und sicherlich auch der ein oder andere Mann in Thereses Leben, ein Alter Ego des Autors. Wer sich das Gesamtwerk des Autors vorgenommen hat, wird sich daher schon irgendwie übelgelaunt durch den Roman kämpfen können, alle anderen sollten lieber mit den gelungenen Erzählungen des Autors vorliebnehmen.
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am 16. November 2012
"Therese" erzählt die tragische Geschichte einer Kleinadelstochter, die sich unabhängig und selbstbestimmt als Erzieherin im Wien der Jahrhundertwende durchschlägt. Sie will sich nichts von ihrer im bürgerlichen Sittenmilieu verhafteten Familie sagen lassen, wodurch der Kontakt zeitlebens stockt und wenig herzlich ist. Obendrein muss Therese einen unehelichen Sohn durchbringen und schließlich ertragen, der ständig kleinkriminelle Machenschaften am Laufen hat und letztendlich mitverantwortlich ist für die Tragödien seiner Mutter. Die Frau fühlt sich einsam und allein und verliert zuletzt jedwede Leidenschaft dem Leben gegenüber, nachdem Liebschaften und dann Aussichten auf eine Ehe scheitern.
Schnitzlers Werk ist so packend und zudem einfach geschrieben, dass es den Leser nur mitreißen und mitfühlen lassen kann, wenn er beobachtet wie Therese wider besseren Wissens, hoffnungslos verliebt, einem Lügner und Taugenichts nachreist, um ihn zu überraschen, und vor Ort feststellen muss, dass eine Person dieses Namens dort nie eingekehrt ist; oder wie sie den unehelichen Sohn sich vornimmt, kurz nach der Geburt zu töten, um ihm unwissentlich zum Leben zu verhelfen, und ihm später, als er ganz offen nur zum Schnorren bei seiner Mutter auftaucht, mit Vorwürfen bezüglich seiner Vaterlosigkeit, die letzten Gulden aus der Tasche auch noch dann erbettelt, wenn sie sich zuvor fest vorgenommen hat, ihn überhaupt nicht mehr herein zu lassen. Nebenbei entsteht ein Eindruck des immer stärkeren Antisemitismus im vorfaschistischen Wien und ein Einblick in die Vielfalt heuchlerischer und verlogener Familienmodelle im Großbürgertum, während die Frau, die sich im Grunde ihres Herzens trotz aller Eigenheiten ein ruhiges und sorgenfreies Ehedasein wünscht, von Anstellung zu Anstellung zieht. "Therese" ist ein bewegender Roman, der sich vieler sozialdarwinistischer Ideen des Naturalismus bedient und steht den anderen großen "Frauenromanen" der Weltliteratur in nichts nach. Er hat mich zudem dazu verführt, Schnitzlers berühmte Erzählung "Lieutnant Gustl" nebenher zu lesen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 3. Februar 2013
Schnitzler schildert in diesem Buch die Erlebnisse einer Gouvernante im Wien der Jahrhundertwende, gleichzeitig zeichnet er ein Bild der gehobenen Gesellschaftskreise der k.u.k-Monarchie aus dem Blickwinkel einer Erzieherin, die von ihrer sozialen Stellung her zwischen Herrschaft und Dienstpersonal steht.
Therese, ursprünglich gutbürgerlichem Milieu entstammend, doch nach dem materiellen und psychischen Verfall ihrer Familie ganz auf sich allein gestellt, ist gezwungen, sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Häufig wechselnde Arbeitsverhältnisse und Liebschaften säumen ihren Weg und geben dem Geschehen allmählich einen zwanghaften Wiederholungscharakter ohne Aussicht auf Erlösung. Eine tiefe Hoffnungslosigkeit entströmt dem Leben, das hier beschrieben wird. Man ahnt, dass es sich unaufhaltsam einem Abgrund nähert. Und es ist Thereses unehelicher Sohn - ungewollt und vernachlässigt, an den sie doch mit einer schuldbeladenen Liebe gekettet ist - der ihr schließlich zum Schicksal wird.

"Chronik eines Frauenlebens" nennt Schnitzler sein Werk im Untertitel und berichtet demgemäß in eher nüchterner Form, präzise und klar. Man verfolgt Thereses Weg mit Interesse, doch um wirklich Anteilnahme zu empfinden, dazu bleibt ihr Wesen zu unbestimmt und ihre Erlebnisse zu sachlich-registrierend aufgezählt. Schnitzler liegt anscheinend mehr daran, eine Gouvernante als zeittypische Vertreterin ihrer Gattung exemplarisch darzustellen, statt sie als weibliches Individuum in ihrer ganzen Tiefe zu charakterisieren.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 30. April 2014
So sehr ich Frau Minichmayr als Schauspielerin schätze: diese Lesung ist grottenschlecht und in einer Schulstunde hätte gut der obige Satz fallen können. Noch nie habe ich solch eine unmotivierte und gelangweile Lesung erlebt. Es wird in einer so schnellen Geschwindigkeit gelesen, dass ich, als ich meinen Player auf "langsam" einstellte, die richtige Vortragsgeschwindigkeit bekam. Leider ist der Ton dann natürlich nicht schön und eine weibliche Stimme nicht mehr herauszuhören. Ich mag das Buch gern, aber diese Lesung für die "WOMAN Voices Edition" ist nicht empfehlenswert.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 19. Februar 2004
Arthur Schnitzlers "Therese" ist eines der berührendsten und schönsten Bücher, die ich bis heute gelesen habe. Ein beeindruckender, jedoch immer sanfter, schnörkelloser, wunderschöner Erzählfluss, gepaart mit einem Gesellschaftspanorama des ausklingenden (österreichischen) 19. Jahrhunderts, und der sehr charmanten, zugleich dekadenten Atmosphäre Wiens. 1880, mit der 16jährigen Therese Fabiani beginnt, was 30 Jahre und 106 Erzählabschnitte später tragisch, fast melodramatisch endet. Zwar kommt Therese aus gutbürgerlichem Haus, doch ist dieses von eigenem Untergang gezeichnet. Ihr Vater, Oberstleutnant a. D., erleidet eine gesitige Verwirrung, stirbt nach Jahren armen Dahindämmers; ihre Mutter, nach der Erkrankung des Vaters besorgt um den gemeinsamen Lebensunterhalt, fängt an, dürftige Frauenromane zu schreiben, die in Boulevardblättern gedruckt werden. Therese, die für sich keine Zukunft mehr sieht in Salzburg, zieht ins große Wien und findet dort schnell Anstellung als Erzieherin in privilegierten Familien, in denen kaum zu verhehlende Konflikte immer wieder dazu führen, daß Therese kündigt bzw. gekündigt wird. In keiner Episode ihres Lebens kehrt Ruhe oder Stabilität ein, entweder nimmt eine neue Liebschaft sie mit, oder ihr "unwirscher" Sohn Franz ("ein rechtes Bauernkind") belästigt sie, oder sie kämpft mit ihrer letzten Entlassung, hat sie doch wieder einmal die zu erziehenden Kinder zu lieb gewonnen, oder Sorgen hindern sie daran, "zu einem richtigen Sichbesinnen zu gelangen", wie es im Buch heißt; ihr Sehnen "nach Ruhe, nach Heimat, nach einer eigenen Häuslichkeit" bleibt unerfüllt. Berührt an Schnitzlers "Chronik eines Frauenlebens" haben mich: die seltsam schöne Teilnahmslosigkeit Thereses am Verfall (insbesondere verwüstete Ehen, zerrüttete Familien) um ihr herum ("Sie war niemals im eigentlichen Sinne gläubig gewesen. Als Kind und junges Mädchen hatte sie an allen vorgeschriebenen Religionsübungen mit Beflissenheit, aber ohne tieferes Ergriffensein teilgenommen", "Vor allem hütete sie sich, ihr Herz an die jungen Wesen zu hängen, deren Erziehung ihr überantwortet war; eine Art von kühler Mütterlichkeit, die sie beinahe nach Belieben ein paar Grade höher oder niederer stellen konnte, blieb die Grundstimmung dieser Beziehungen", ) und ihre, wenn man so will, optimistischen Anfälle, die ihren Tod mehr verdüstern als aufhellen.
24 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 28. Februar 2009
Inhalt: Therese Fabiani, Offizierstochter aus gutem Hause, versucht aus den gesellschaftlichen Zwängen auszubrechen und verlässt das elterliche Haus mit dem Ziel, ihre eigenen Wege zu gehen. Doch ihr Vorhaben ist zum Scheitern verurteilt und ein tragisches Schicksal nimmt seinen Lauf.
Über dieses Buch habe ich viele widersprücheliche Aussagen gehört, deswegen entschloss ich mich zu einem selbstständigen Studium. Und bereite es nicht. Arthur Schnitzlers Schreibsil ist leichter zu lesen als ich zuerst dachte. Doch die Geschichte ist nicht zu verachten; Spannend, einfühlsam und tragisch. Man kann sich sehr gut in die Zerrissenheit und Empfindungen der Hauptfigur hineinversetzen, welche er teilweise auch aus eigenen Erfahrungen nachvollziehen konnte. Ein gutes Buch, nicht nur für Liebhaber von Klassikern.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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