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am 18. Januar 2008
Philippe Besson Zeit der Abwesenheit dtv
ISBN 3423136294

Philippe Besson ist ein Meister der imaginierten Prosa.
Schon in seinem Buch Nachsaison umspielt er ein Bild von Edward Hopper mit einer erdachten Geschichte.

Das Cover zum vorliegenden Roman weist darauf hin: Marcel Proust wird die zentrale Figur in dieser Erzählung sein.

Ein hübscher Jüngling von 16 Jahren tritt auf.
Er ist um die Jahrhundertwende geboren und von ungewöhnlich schönem Aussehen und guten Manieren.
Vincent, Sproß eines schon älteren Ehepaars und aus altem französischem Adelsgeschlecht, begegnet in einem der Gesellschaftssalons um 1916 dem Avantgardedichter des französischen Fin de Siècle, Marcel Proust.

In einem inneren Dialog gibt Vincent seine Impressionen und Gedanken zu seinem Fühlen und Denken preis.
So unschuldig er auch aussieht: weit her ist es nicht damit.
Sich seiner Schönheit wohl bewusst, hat er schon frühe Amouren hinter sich gebracht und weiß um seine Anziehungskraft. Nun zieht es ihn zu dem sehr viel älteren Dichter hin. Zugleich pflegt er ein Verhältnis zu Arthur. Dieser ist der Sohn der Haushälterin seiner Eltern. Während ihn sein Vater vor dem ungleichen Umgang warnt, ist die Mutter eher zurückhaltend. In den Augen des Sohnes ist sie zu dumm, um zu verstehen, welcher Art das Verhältnis ist.

Zu Arthur besteht eine enge körperliche Bindung. Sie ist gequält und getrübt durch die Trauer, mit der Arthur aus dem 1. Weltkrieg auf Heimaturlaub kommt und immer wieder von Neuem dorthin zieht, den Tod ständig vor Augen. Vincent ist in seiner Unschuld unbelastet von den Eindrücken des elenden Krieges. Zu Marcel, wie er ihn vertraulich nennen darf, besteht eine eher platonische Liebe. Mit ihm hält er geistigen Austausch über sein Verhältnis zu Männern, zu Fragen der Ästhetik und über sein Verhältnis zu Frauen. Letztere finden bei Proust in der Gestalt seiner Mutter die Personifizierung der abgeklärten, unerreichbaren Liebe.

Philippe Besson ist ein erfindungsreicher Erzähler. Seine Personen sind in Anlehnung an bekannte öffentliche Persönlichkeiten als fiktive Figuren zu erkennen. Zugleich erfasst er das Wesentliche im Denken eines Schriftstellers wie Marcel Proust. Die Gespräche zwischen ihm und Vincent zeugen von der tiefen Empfindsamkeit, die den Dichter ausgezeichnet hat.
Die manifest bezeugte Homoerotik bekommt einen sehr realen Anstrich. Mit Vincents Unschuld, die nicht des Wissens und der Koketterie entbehrt, lässt uns Besson eine Zeit miterleben, in der Dekadenz, Empfindsamkeit und die unmittelbaren Schauer der Kriegsereignisse eine seltene Symbiose bildeten.

Das Thema Homosexualität wird aus gesellschaftspolitischer und moralischer Sichtweise auf hohem literarischem Niveau erörtert.

Die Überschriften Hingabe, Trennung und Verlust lassen uns einen Blick auf das Leben der drei Protagonisten in den Anfangsjahren es 20. Jahrhunderts werfen. Hoffnungsvolle und begabte Künstler verloren im Krieg ihr Leben. Marcel und Vincent schauen von außen zu, Arthur sieht den Krieg aus der Sicht des Opfers und Beteiligten. Realistisch und konsequent zeigt uns der Dichter das Dreiergespann.

Ein eindrucksvolles und delikates Thema ist hier von Besson verarbeitet worden. Seine Romane kann man immer als ungewöhnliche Kunstwerke empfehlen.
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am 2. Juli 2009
Ein perfekt angelegtes, fesselndes Buch, das ich uneingeschränkt weiter empfehle. Besson macht mit seinem Erstlingswerk nachhaltig auf sich aufmerksam. Es ist ihm eindrucksvoll gelungen, seinem Protagonisten von Anfang an Leben einzuhauchen, so dass der Leser, wie in einer Zwangsjacke, von der Geschichte nicht mehr ablassen kann. Mit sprachlichem Geschick führt Besson die Handlung unwiderstehlich zu Ende. Literatur, die mit Recht einen festen Platz einnehmmen wird.
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am 28. Dezember 2012
Paris ... 1. Weltkrieg ... Der Junge Vincent (16 Jahre) verliebt sich in den 21 jährigen Soldaten Arthur. Wenn dieser an der Front kämpft besucht er regelmäßig seinen Freund, den großen Schriftsteller Marcel Proust. Eine innige Freundschaft entwickelt sich zwischen den Beiden, die Vincent manchmal vergessen lässt, dass Arthur um sein Leben kämpft.

Liest sich schnell weg. Schöne Geschichte mit traurigem Ende.
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am 14. Mai 2011
Philippe Bessons Roman "Zeit der Abwesenheit" ist eines jener Bücher, von denen man mit Glück sagen sagen, sie nicht schon vor zehn Jahren gelesen zu haben - weil man sonst nicht die Freude empfinden könnte, es gerade jetzt für sich zu entdecken. Die bewegenden Erkenntnisse über die Liebe und den Krieg folgen einem noch sehr lange nach. Ein unbedingt zu empfehlendes Buch!
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am 15. April 2010
es ist Traumhaft wie es Philippe Besson immerwieder schafft mich aufs neue zu beeindrucken,
der uns vorliegende Roman.....Zeit der Abwesenheit......
beschreibt auf eine sehr melanchonische Weise, die liebe dreier Männer ,in den wirren des ersten Weltkrieges
seine zutiefst intelligente weise --Gefühle und Worte..zu einem feinfühligen Dialog zwischen drei männern zu verspinnen ,berührt mich in dieser Geschichte besonderst.
Auch den Menschen die nicht Homosexuell sind, (so wie ich...) wird dieser Roman bestimmt die Seele berühren.
Bitte unbedingt lesen.
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am 8. Januar 2013
Das Thema interessiert mich, das Buch ist gut und spannend geschrieben, habe es schon an Freunde weitergeschenkt bzw. empfohlen. Sehr lesenswert
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am 20. Oktober 2008
Der Leser sei gewarnt, es handelt sich um eine unglaublich konstruierte Geschichte, weil sie einer Überprüfung nicht standhält. Dem kann man entgegenhalten, dass es sich um einen Roman handelt und da werden viele Dinge einfach erfunden. Wie dem sei, es geht in diesem Roman um eine herrlich schwülstige Liebesgeschichte zwischen einem 16 jährigen Schüler und einem schönen jungen Soldaten. Und das ganz spielt während des ersten Weltkriegs. Die Liebesbeziehung der beiden wird in tiefen Details beschrieben. Doch der 16jährige pflegt gleichzeitig eine platonische Leidenschaft zu Marcel Proust und hier bemüht sich der Autor in einer sehr elegischen Sprache den intellektuellen Touch einzubringen, was nicht so ganz gelingt. Doch dass Besson auch ein wirklich guter Erzähler ist, wird an einigen anderen Stellen spürbar. Es sind vor allem seine eindringlichen Bilder, die den Krieg und das Abschlachten in den Grabenkriegen Mann gegen Mann beschreiben. Der Tod des jungen Soldaten geht unter die Haut.
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