Jeans Store Hier klicken Jetzt informieren b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
21
4,3 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 10. Dezember 1999
Gustav Meyrink beschreibt in diesem Roman mit einzigartiger sprachlicher "Malerei" die geistige Metamophose des Helden Hauberisser in einer Welt voller skurriler Gestalten und Charaktere, die allesamt symbolhaften Charakter haben. Ausgangspunkte sind hierbei vorrangig Lehren aus fernöstlichen Weltanschauungen, wie z.B. die des Buddhismus von der Selbsterkenntnis durch Meditation und die damit verbundene Überwindung des menschlichen Leidens. Gustav Meyrink verwendet als Rahmenhandlung die Beschreibung einer Liebesgeschichte zwischen zweier, seelenverwandter Menschen, die auf besondere Weise trotz Trennung miteinander verbunden sind. Ein faszinierendes Buch, für mich vielleicht das wichtigste, das ich je gelesen habe....
0Kommentar| 33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. September 2003
Wer mit sich von diesem Roman eine "Gebrauchsanweisung" zur Spiruritualität oder "esoterisches Wissen" erhofft hat, wurde natürlich enttäuscht - schließlich beschreibt dieses Buch eben genau die Schwierigkeiten (und Irrwege) auf der Suche nach dieser eigenen Spiritulität! Wer sich für dieses Thema interessiert, kann eigentlich so ziemlich bedenkenlos zugreifen - ganz besonders, da dieses Buch ziemlich packend geschrieben ist, voller Doppeldeutigkeiten und Sprachwitz steckt, und nebenbei auch noch das Kunststück fertigbringt, eine bissige Gesellscahftssatire zu sein!
0Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Oktober 2002
Wie alle Bücher Meyrinks von einer eigentümlich dichten okkulten Atmosphäre durchdrungen sind, die genau den Punkt der Verwandlung eines Menschen betrachten, so ist auch das "Grüne Gesicht" eine Suche nach der letzten Wahrheit.
Die relativ schlichte Rahmenhandlung wird durch die intensive Beschreibung der Charaktere ersetzt, die den inneren Seelenzustand gnadenlos freilegen.
Wertvoll ist der Roman speziell auch deshalb, weil er die "okkulten Fallen" aufdeckt, wie das "Channeln und den Spirtimus". Dennoch begnügt sich Meyerink nicht damit eine Kritik an der leichtgläubigen spritistischen Phänomenologie zu üben, sondern führt den Menschen die Verantwortung vor Augen, jeden Schritt auf dem Weg mit Klarheit und Aufrichtigkeit weiterzugehen an dessen Ende er den Leser zu einem echten Einweihungsmoment führt.
0Kommentar| 30 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. August 2007
Der Roman lebt nicht unbedingt von der Handlung. Wer in einer solchen Erwartung das Buch aufschlägt, wird es nicht lieb gewinnen. Es ist kein Krimi, kein Thriller , trotzdem aber habe ich das Buch durchaus als spannend empfunden. Zwischen den Zeilen lesen läßt uns der Autor, um mit ihm verborgene, spirituelle Schätze zu entdecken . Ich mag Sprache und Stil- besonders wo sie indirekt herüberkommen. Wer in diesem Themenkreis unterwegs ist, muß es einfach gelesen haben.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Januar 2008
Vorerst: Meyrink ist ein großartiger Erzähler. Seine Detailverliebtheit, die präzisen Handlungsabläufe und die wunderschönen Darstellungen der Umgebung (während es im "Golem" - bedrohlich und unnahbar - die Prager Altstadt ist, ist es im "Grünen Gesicht" - esoterisch und dekadent - Amsterdam) sind einzigartig. Während mich der "Golem" mit seiner inhaltlichen Stringenz und seiner universellen psychologischen Momentlinie jedoch völlig zu überzeugen vermochte, bin ich vom "Grünen Gesicht" nicht restlos begeistert. Der scheinbar sinn- und ziellos umherirrende Hauptprotagonist ist offensichtlich überzeugt, die Liebe seines Lebens, welche irgendwie tot, aber irgendwie auch wieder nicht tot ist, auf einer höheren Bewusstseinsstufe wieder zu finden. Die Worte des Autors hüllen den Leser behelfs ihres mystischen Inhaltes mehr und mehr in eine nebulöse Zwischenwelt des Zwielichts, in welcher sich gemeinsames Erleben und individuelles Erfahren als synonyme Begrifflichkeiten vergegenwärtigen. Durch die Vernichtung der (in deinem Inneren als) äußeren (empfundenen) Welt gelingt der Aufstieg in der (ebenso bloß nur dich selbst empfundenen) inneren Welt. Während sich der erste Teil des Buches in gewohnt Meyrinkschen ausufernden Forumlierungen und vielen humoristischen und ironischen Aspekten mit viel Freude lesen lässt, verfällt der zweite Teil zur autobiographischen, psychologischen Analyse, welcher an die mystischen Schriften eines Aleister Crowley und die drogenvernebelten Erweckungsszenarien eines Carlos Castaneda erinnert. Der Sinn ist die Liebe. Und die findest du erst nach einer geistigen Pilgerschaft und einem mentalen Aufbauprogramm.
Auch wenn die Bezeichnung "Roman" für diesen Abriss vielleicht unglücklich gewählt ist, macht es Spaß, Meyrink in eine groteske Welt zu folgen und sich von seinen bedeutungsschweren Worten und mystisch geschwängerten Inhalten einnebeln zu lassen.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Dezember 2007
Das Grüne Gesicht - ist ein okkulter Roman geschrieben 1913. Zusammen mit seinem Vorgänger "Der Golem" bilden diese beiden Bücher den Kern der damals weit verbreiteten "Schwarzen Romantik"

Der Roman spielt in den Niederlanden kurz vor Ende des ersten Weltkrieges. Eine Gruppe, an okkulten Dingen, Interessierter beschreibt ihren, jeweils persönlichen und sehr individuellen Weg zur "Erleuchtung" oder zum "Niedergang".

Wer sich bereits mit Esoterik und okkulten Dingen beschäftigt hat, wird vieles im Roman auf teilweise heitere, teilweise kritische oder auch warnende Art und Weise wieder finden.

Ein immer wiederkehrendes Szenario ist der "Ewige Jude", "Cidher Grün" oder auch der "Grüne Mann" alles dreht sich um das Erscheinen dieser einen Figur und was durch ihn und nach seinem Auftritt passiert.

Das grüne Gesicht - ist ein schwer zu lesendes Buch, es hat hohen literarischen Anspruch, lange verschachtelte Sätze und ist nichts für einen langweiligen Nachmittag.

Auf dieses Buch muss man sich nicht nur einlassen, man muss auch bereit sein, mit dem Buch und für das Buch zu arbeiten, manchmal kann man nur eine Seite oder gar nur einen Satz lesen und muss diesen wirken lassen um dann weiter lesen zu können - und dieses Wirken kann eine Stunde, einen Tag oder eine Woche dauern.

Wer sich mit Okkultismus beschäftigt wird dem Buch sicher zugeneigt sein. Wer einfach nur aus Spaß an der Freud liest - Finger weg!
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Dezember 2013
sich in die gedanken und gefühle eines meyrink einzufinden ist nicht leicht. -wenn es aber gelungen ist, hat man ein außergewöhnliches buch vor sich. die genauen bis akribischen beschreibungen helfen, das lesen zu entschleunigen. eigentlich hesses anliegen, gelingt es meyrink sich in die zeitlosigkeit einzufühlen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juni 2009
Und wenn es nicht die Thematik wäre, dann wäre es der gelungene Schreibstil, die wohltuend angewandte Kunst des Schreibens, die Meyrink begnadet beherrscht.
Doch die Thematik - eigentlich die Beschreibung der spirituellen Höherentwicklung des Protagonisten - macht atemlos in ihrer Einzigartigkeit.
Sowohl das Oberthema Esoterik als auch Schriftstellerkunst sind dermaßen perfekt vereinigt, wie man es sonst wohl einfach nicht kennt.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Februar 2015
Meyrink und seine abstrusen Welten. ETA Hoffmann lässt grüßen. Der soll ja nett und wunderlich gewesen sein. Unglaublich beleibt, oder heißt es beliebt. Das wohl weniger. Wir seltsamen Käuze müssen meist ohne den Applaus der Masse leben. Dafür dürfen wir aber auch jeden Blödsinn träumen und damit der Fantasie eine neue Bleibe schaffen. Was wäre die Welt ohne die subtilen Wanderungen auf dem schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Erleuchtung.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Januar 2014
Gustav Meyrink war Illuminat, Yogi, Mystiker – ein ewig Suchender, dessen Sehnsucht nach Wahrheit sich in seinen literarischen Figuren wiederspiegelt. In "Das grüne Gesicht" wird diese Sehnsucht fast zur Obsession. Der Junggeselle Hauberrisser „ekelt“ sich vor seiner Existenz, lebt mit nur minimalem Kontakt zu seinen Mitmenschen in Amsterdam vor sich hin: „ Er hatte studiert und die Sonne versäumt, um Maschinen zu bauen, hatte Maschinen gebaut, die längst verrostet waren, und darüber versäumt, andern zu helfen, dass sie sich hätten der Sonne erfreuen können, - hatte nur sein Teil beigetragen zur großen Zwecklosigkeit.“

Gewisse Begebenheiten führen jedoch dazu, dass sich diese, fast möchte man sagen Todessehnsucht, in ein Streben nach Erkenntnis und Wahrheit umkehrt. Der Mann mit dem grünen Gesicht ist es, der dieses Streben auf allerlei Arten weckt und fördert und Hauberrisser schließlich eine Gefährtin zur Seite stellt, die ihm in diesen Dingen bereits voraus ist.

In langen Monologen wird philosophiert und belehrt: „Wach sein ist alles.“ Und die einsam Suchenden fühlen sich nicht mehr allein, wenn es heißt: „Die Wahrheit ist nur für wenige Auserlesene und sollte für die große Masse geheim bleiben.“ Diese wird freilich dank der philosophischen Fachsimpeleien schnell das Interesse am Lesen verlieren und kaum bis zum Ende durchhalten.

Meyrink schreibt nicht für die Masse, sondern für solche wie ihn. Es geht ihm darum, etwas zu sagen, nicht zu unterhalten, und seine Verachtung für die „Schlafenden, die durch Leben gehen wie Herdenvieh zur Schlachtbank“ ist Beweis dafür, dass ihn die Leserschaft jenseits der „Auserlesenen“ nicht kümmert.
Wer "wach" ist, wird aus diesem Werk schöpfen können. Es geht nicht darum es zu verstehen, sondern anzunehmen und zu sehen, was es für einen selbst bereithält. Das Lesen dieses Buches mag so einfach sein wie ein Gespräch mit Meyrink selbst; und dieser hätte sicher auch nicht mit jedem gesprochen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

5,95 €
7,90 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken