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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
20
4,4 von 5 Sternen
Heimatmuseum: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:16,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 28. September 2017
Ich bin ein großer SIegfried Lenz Fan und habe mich deshalb auch an diesen über achthundert Seiten langen Roman über die masurische Kultur, die durch zwei Weltkriege zerstört wurde, herangewagt. Lenz beschreibt wieder einmal, dass er ein großer Sprachkünstler ist, und dass er mit dem Thema Krieg vertraut ist. Diese Thematik beschäftigte ja einige Autoren seiner Zeit, und er gehört zweifelsfrei zu den Wichtigsten! Doch ist dieser Roman unnötig lang, und ich habe mich auch an einigen Stellen gefragt, warum ich ihn überhaupt lese. Ich erhoffte mir einen interesanten Masuren Roman, den ich hier aber nicht erhalten habe. Der Hauptdarsteller ist nahezu provokant ausführlich und stört an manchen Stellen nicht nur seinen fiktiven Zuhörer sondern auch den Leser. Ich finde nicht, dass man diesen Lenz Roman gelesen haben muss. Viel mehr, als man eh schon weiß, erfährt man nicht...
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am 9. August 2016
Bin voll zufrieden, prompt und korrekt, passt alles wirklich wunderbar wie bestellt. nochmal vielen Dank und alles Gute . Was soll ich denn noch alles schreiben?
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am 14. Januar 2017
Ich habe keine große Bindung an meine norddeutsche Heimat. Doch gerade das machte mich neugierig, ein Buch über dieses Thema zu lesen, denn jeder von uns hat eine Heimat, und sie prägt unsere Identität. Inzwischen weiß ich, dass dies auch bei mir so ist, nur dass sie geistiger Art ist, nicht geographischer. Vor diesem Hintergrund war ich erpicht darauf, diesen Roman Siegfried Lenz’ wiederzulesen. So viel vorab: Ich kann mir kaum eine komplexere und differenziertere Darstellung zu diesem schwierigen Begriff darstellen. Ich habe daraus viel lernen können, vor allem, dass nichts falsch daran ist, auch eine geografische Heimat zu haben (was ja für Deutschland und die im Krieg an Polen verlorenen Ostgebiete nicht selbstverständlich ist.)

Das führt zum zweiten Punkt, den ich an diesem Buch bemerkenswert finde. Ohne dass Lenz reaktionär oder revanchistisch wirkt, legt er dar, wie tief die Heimat in seiner Hauptfigur Zygmut Rogalla, einem masurischen Teppichweber, angelegt ist. Der sammelt schon von Jugend Gegenständen, die später zu einem Heimatmuseum werden. Rogalla geht es dabei um etwas, was er Zeitzeugenschaft nennt. Nach einer Reise nach Masuren im Frühjahr habe ich mir das Buch ein zweites Mal vorgenommen. Dieses Mal fand ich es noch viel besser, weil ich vor Ort war und genauer beurteilen kann, wovon Lenz erzählt: Einerseits von der schönen Landschaft mit ihrer wechselvollen Geschichte, andererseits von dem schwierigen Verhältnis der deutschstämmigen Masuren zu ihren polnischen Nachbarn. Diese Aspekte werden hier sorgfältig hergeleitet und vielschichtig dargestellt. Als der Heimatverein, der das Museum finanziert, den früheren Nazi-Statthalter zum Vorsitzenden macht, beschließt Rogalla, das Heimatmuseum zu verbrennen. Dabei wird er selbst schwer verletzt. Vom Krankenbett aus erzählt Rogalla seinem Schwiegersohn in weitschweifigen Etappen von seinem Leben in Masuren, Jugend, Beruf, Ehe, Familie, soziales Leben in Lucknow, seinem Heimatort, dann Flucht und Vertreibung im zweiten Weltkrieg. Das Heimatmuseum ist der Ort, an dem Rogallas Leben ausgestellt wird, es ist er.

Ich nicht verstehe, wie jemand dieses Buch langweilig finden kann. Gelegentlich wird das beklagt. Sicher, es sind (in der Taschenbuch-Ausgabe) 650 eng bedruckte Seiten. Sicher, Lenz erzählt sehr detailliert, genau und ausführlich. Und sicher behandelt er die Geschichte seiner Heimat Masuren. Doch er hat doch diese Geschichte mit soviel Leben gefüllt. Er erzählt so geschickt, ausschließlich von Menschen. Vielleicht klingt einfach nur der Titel „Heimatmuseum“ trocken und nach einer leblosen Ansammlung von Gegenständen? Was jedenfalls an Schicksal und Scheitern, Erfolgen und erstaunlichen Wendungen, Erfahrungen und Erinnerungen, Not und Elend, Angst, Schrecken und Verzweiflung bei Flucht und Vertreibung in diesem Buch steckt, ist so reichlich, dass es gar nicht mehr sein dürfte, weil es anderenfalls kitschig und überladen wäre. Für mein Empfinden hat Lenz hier eine sehr gute Balance gefunden.

Beim zweiten Durchgang gefiel mir das „Heimatmuseum“ noch besser als beim ersten Mal. Ich weiß nun, dass auch ich eine Heimat habe. Ich weiß aber auch, dass Heimat nichts für die Ewigkeit ist, sondern wie alles mit unseren Erinnerungen vergeht, wenn wir sie nicht bewahren. Nichts weniger hat Lenz hier geleistet.
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am 26. Mai 2013
Nach einem Urlaub in Masuren / Polen habe ich mich für diese Thema interessiert. Es ist ein interessantes Buch und kann es jedem empfehlen, der sich für die Geschichte Ostpreussens interessiert.
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am 26. Juni 2015
...Reporter - das klingt vielleicht etwas despektierlich. Aber Siegfried Lenz hat im "Heimatmuseum" fokussiert auf seine Heimat ein faszinierendes Sittengemälde unseres Landes geschaffen. Pflichtlektüre.
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am 6. September 2014
ein wunderbarer Roman, überhaupt nicht veraltet, empfehlenswert für jeden deutschen und vor allem für jeden Masurenbesucher,
enthält viel Lebensweisheit für jeden.
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am 5. September 2014
Als ich den Wälzer in Händen hielt und an die vorhergehenden Rezensionen dachte, habe ich mich schon gefragt, ob das was wird mit mir und dem Buch. Aber da ich mich auch bisher viel mit Ostpreußen beschäftigt habe und von vornherein Interesse da war, war dann keine Zeile zuviel. Ich fand es sehr dicht geschrieben, so viel Leben und Geschichte mit einer solch wunderbaren Sprache dargebracht. Lustig fand ich eine Parallele: Wenn der Teppichmeister Rogalla im Krankenbett seinem Besucher die Geschichte des Heimatmuseums und der damit verbundenen Menschen erzählt und ihm immer wieder sanft dessen Ungeduld vorhält, wie es denn nun weiterging. Genau das selbe erlebe ich mit meinem lieben Schwiegervater, der auch aus der Gegend kommt. Man muss Zeit haben und die Erzählung sich entwickeln lassen sowie Abschweifungen und Detailreichtum zulassen. Einfach wunderbar!
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am 4. November 2016
Klar, für dieses Buch braucht man einen langen Atem. Aber es schadet nichts, wenn man ab und zu eine kleine Pause einlegt, immer findet man den Anschluss mühelos wieder. Das Buch ist so schön, so poetisch und so voll augenzwinkerndem Witz, dass es ruhig noch länger sein könnte. Einfach ein Genuss, wie alles, was der wunderbare Siegfried Lenz geschrieben hat.
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TOP 500 REZENSENTam 26. Juni 2008
In der Persönlichkeitspsychologie unterscheidet man Strebungen "das sollte ich tun" von Strebungen "das möchte ich tun". Mit den Büchern verhält es sich ebenso - bei manchen hat man das Gefühl, man sollte sie endlich lesen, hat aber partout keinen Bock dazu, andere ergreift man mit Lust und liest sie durch in einem Rutsch. Auch auf die Gefahr hin, die große Siegfried Lenz Gemeinde zu vergrätzen, das Buch "Heimatmuseum" gehört ganz sicher nicht in die zweite Kategorie. Dabei zählt es zu den bekanntesten Werken der deutschen Nachkriegsliteratur, es gilt als ein Buch, das man als Mensch auf der Höhe der Diskussion gelesen und verstanden haben sollte. Nur -das ist leichter gesagt als getan. Dreimal habe ich es schon versucht, und jedes Mal sind mir dabei die Füße eingeschlafen, was sicher nur an mir und nicht an Siegfried Lenz lag.
Bei dem nun vollzogenen und auch beendeten vierten Anlauf habe ich die Zähne zusammengebissen und das Buch bis zum Ende gelesen. Nach den ersten siebzig Seiten, wenn man sich erst an die literarische Fiktion der Krankenbetterzählung und den suadahaften Stil gewöhnt hat, zieht einen die Geschichte aber dann tatsächlich mehr und mehr in ihren Bann. Es ist die Geschichte Masurens, der verlorenen Heimat, die hier in ihrer kulturellen und ethnischen Vielfältigkeit in Gestalt einer verschlungenen Familiensaga ausgebreitet wird. Der Roman beginnt damit, dass der gebürtige Masure Zygmunt Rogalla sein geliebtes Heimatmuseum in Schleswig-Holstein niederbrennt und diese zunächst unfassbare Tat einem fiktiven Zuhörer am Krankenbett erklärt. Schnell wächst sich diese Erzählung zu einer Geschichte Masurens aus, zur Schilderung der Rogallaschen Kindheit in der Nähe der ostpreußisch-maurischen Stadt Lucknow, zur Darstellung seiner Familie, seiner Freunde und Liebschaften, zur Schilderung von Dönekens, Ehrenhändel und Schmuggelaffären in der hintersten Ecke Deutschlands. Bis eines Tages der Lehrer seinen verdutzten Schülern mitteilt "Wir haben Krieg" sich eine Pfeife anzündet und seine Schäfchen nachhause schickt.
Damit beginnt die moderne Geschichte Masurens, die über den ersten Weltkrieg, die Volksabstimmung des Jahres 1920, den Siegeslauf der Nazis in den Dreißiger Jahren und schließlich den Untergang Masurens unter dem Terror der Roten Armee ihr Ende findet. Rogalla flieht nach Schleswig Holstein, wo er in seinem Heimatmuseum Utensilien Masurens liebevoll sammelt und pflegt - bis er eines Tages sein Museum selbst niederbrennt. Warum er das macht, ist gleichsam der Dreh und Angelpunkt dieses großen Romans und soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden
Ich kann nur empfehlen, bei der Lektüre des Buches nicht schlappzumachen. Es stimmt: karg wie der Boden Masurens ist die literarische Atmosphäre, dann aber gewinnt der Roman, wie die Abenddämmerung an einem der großen Masurischen Seen, in der einen oder anderen Partie eine irisierende Transparenz. Eine durch und durch lehrreiche Geschichte, zu der ich Andreas Kossuts großes Buch über "Masuren. Ostpreußens vergessener Süden" als Parallellektüre empfehle.
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am 19. Juni 2005
Zygmund Rogalla, ein Teppichweber und Leiter eines masurischen Heimatmuseums in Schleswig-Holstein, erzählt seine Geschichte.
Soeben hat er "sein" Museum in Brand gesteckt, das er liebevoll im masurischen Lucknow (gemeint ist Lenz' Heimatstadt Lyck/Elk) aufgebaut und unter unvorstellbaren Mühen am Ende des Zweiten Weltkrieges nach Schleswig gerettet hatte -- das fordert natürlich zu Fragen auf. Diese Fragen stellt stellvertretend für die Leser ein Freund von Rogallas Tochter; er kommt im Roman nicht zu Wort, doch lassen sich seine Fragen anhand von Rogallas Antworten rekonstruieren. Und Rogalla steht rückhaltlos Rede und Antwort.
Diesen Romanaufbau, der die durchgängige Beibehaltung von Perspektive und Sprache nicht des Autors, sondern der erzählenden Figur verlangt, hat Lenz konsequent durchgezogen. Rogalla erzählt also in seiner Sprache von dem, was ihm wichtig war und ist. Und das ist, wie sich herausstellt, nicht die Verklärung der "alten Heimat", sondern er sucht auf seine Art die Wahrheit. Die Wahrheit wiederum wird für ihn repräsentiert von den "Zeugen": den Exponaten, die er in seinem Museum versammelt hat, ohne Ansehen ihrer Herkunft. Er liebte sie, weil sie einen bestimmten Teil des Lebens festhielten; wie ihm schien, für die Ewigkeit. Natürlich drückt Rogalla das in seinen eigenen Worten und seiner Sprache aus, und das macht nicht den geringsten Reiz dieses Buches aus.
Um die Bedeutung seiner "Zeugen" klarzumachen, muss Rogalla weit ausholen. Wenn er kontinuierlich seine Geschichte und damit die seiner Heimat von seiner Kindheit an, ab ca. 1910 an bis in die 1970er Jahre, rekapituliert, so erzählt er natürlich auch die Geschichte des kleinen Mannes, der die großen Ereignisse mal mehr, mal weniger beeinflussen konnte, sich dabei mehr oder weniger schuldig machte - und wird dadurch selbst zum Zeugen, der bezweifelt, ob Erinnerungen überhaupt objektiv sein können: "Sobald wir uns erinnern, stellen wir die Zusammenhänge neu her. Es ist jedesmal eine Parteinahme. Eine Aneignung auf neue Art. Aber versuch mal einer herauszubekommen, welch ein Wunsch sich dahinter verbirgt."
Während Rogalla, der von Kind auf mit den "Zeugen" verbunden war, sein Leben berichtet, wird immer klarer: Seine Zeitgenossen hatten anderes mit seinen Zeugen im Sinn. Da gibt es z.B. Nazi-Funktionäre, die "Artfremdes" aussortiert haben wollen; Rogalla kann sich hier noch mit Schließung des Museums und der unausgesprochenen Hoffnung auf andere Zeiten behelfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er jedoch immer stärker zum Werkzeug von Vertriebenenfunktionären, die seine Ausstellungsstücke benutzen, um ihr eigenes Weltbild und die daraus resultierenden Forderungen zu untermauern . Am Ende bleibt ihm eben nur noch die Brandstiftung; immaterielle Zeugen sind frei.
Man kann "Heimatmuseum" jedoch noch auf eine weitere Art lesen, nämlich als eine Art Suleyken, das sein Autor mit hartem Griff in die "richtige", historische Geschichte versetzte. Fast alle Figuren im Roman, ob nun mit eher negativen oder eher positiven Zügen versehen, könnten einzeln für sich auch in den "Suleyken"-Geschichten vorkommen; man denke nur an Eugen Lawrenz und seinen unwiderstehlichen Bericht über die "Taufkrankheit" (gemeint ist die massive Eindeutschung slawisch oder litauisch klingender Ortsnamen 1938 -- auch dies ein Versuch der "Zeugenbeeinflussung"). Die Seelenverwandtschaft vieler Figuren im "Heimatmuseum" mit Hamilkar Schaß, Stanislaw Griegull und Adolf Abromeit führt hier aber nicht zum heiteren Ende: Aus dem "zeitlosen" Suleyken ins historische versetzt, enden sie im KZ, erfrieren oder ertrinken auf der Flucht -- oder sie werden zu Nazi-Funktionären und/oder engagieren sich in den Vertriebenenverbänden. Das paradiesische Suleyken bevölkern sie jedenfalls nicht mehr. -- In diesem Zusammenhang sollte man auch die Entwicklung des Conny Karrasch sehen, der zweiten Hauptfigur des Buches, der seit seiner Kindheit eine Art Gegenprogramm zu den anderen Protagonisten darstellt, eine realistisch gezeichnete, zunächst sympathische Figur, die man sich nie und nimmer in Suleyken vorstellen kann -- der Gegenpol, der Antipode schlechthin eben. Seine völlige Verwandlung nach dem Krieg in einen beinharten Vertriebenenfunktionär ist im Roman allerdings nichtso recht nachvollziehbar; das Ganze wirkt übers Knie gebrochen.
Wer weiß -- vielleicht wollte Siegfried Lenz mit diesem Roman auch sein wunderbares "Suleyken"-Buch (auch das ein "Zeuge" über das Leben) einer revanchistischen Lesart entziehen.
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