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Im Prinzip ist es die Biographie von Siggi Jeppssen, der in einem Heim für schwer Erziehbare sitzt. Als Strafarbeit bekommt er das Thema "Die Freuden der Pflicht". Er wird in ein Einzelzimmer gebracht, wo er in Ruhe schreiben und nachdenken soll. Er schreibt und schreibt und weigert sich, auch nach Tagen nicht, die Aufgabe abzubrechen. Er beschreibt das Leben in seiner Familien. Sein Vater ist der Polizeiposten eines kleinen Küstenortes. Seine Mutter, eine recht kalte Person, mit der er so wenig wie möglich zu tun haben will. Mit seiner älteren Schwester Hilde hat er ein gutes Verhältnis. Doch sein Mittelpunkt ist der Mahler Jansen. Doch dieser ist im Dritten Reich mit einem Malverbot belegt, das Siggis Vater strengstens überwacht.
Die Geschichte als solche hätte Lenz mit Sicherheit in einem schmalen Bändchen untergebracht. Doch ist es gerade sein Stil, der dieses Buch so einzigartig macht. Wie er Menschen, Landschaften, Wetter oder Stimmungen beschreibt - das ist einfach Literatur vom Feinsten. Es ist ein Genuss in diesem Buch zu lesen. Doch - man braucht dafür Zeit. Es ist kein Buch für "schnell mal zehn Minuten Lesen". Das funktioniert nicht. an diesem Buch MUSS man dran bleiben und dann kann man es in vollen Zügen genießen.
Auch wenn der Begriff abgedroschen ist - es ist trotzdem sein Meisterwerk.
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am 27. Oktober 2014
Ich habe das Buch schon vor vielen, vielen Jahren gelesen, aber es war gut, dass ich es erneut gelesen habe. Ein wundervolles Buch im perfekten Schreibstil von Siegfried Lenz, das uns in die Nachkriegszeit von Deutschland führt und den Finger auf das Vorgehen und Benehmen der Generation unserer Eltern legt. Der verschachtelte Roman, fast wie ein Krimi konstruiert, hält die Spannung bis zum Ende aufrecht und gibt ein gutes Bild von der Situation und dem Denken der Menschen nach Ende des Krieges. Ein Muss auch für jüngere Generationen!
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am 28. Januar 2012
Siggi Jepsen sitzt in einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche und gibt ein leeres Heft ab, als er einen Aufsatz über "die Freuden der Pflicht" schreiben soll. Zur Strafe erhält er Karzer und muß seine Arbeit nachliefern. Dabei geht er über vor Erinnerung an seinen Vater, den nördlichsten Polizeiposten Deutschlands, der 1943 seinem Freund, dem Maler Max Ludwig Nansen, das von den Nazis verhängte Malverbot übermittelt und danach dessen Einhaltung überwachen soll. Dabei entwickelt sich eine Geschichte in der ein minderjähriger Sohn sich geistig immer weiter von seinen Eltern entfernt, in dem Maler eine Art Ersatzvater sieht und in seinem Bestreben, dessen Bilder zu retten, kriminell wird.
Dieses Buch ist ein ganz großartiges Stück deutscher Nachkriegsliteratur! Die Diktatur wirbelt Menschen in der äußersten deutschen Provinz durcheinander, die Opportunisten und "Pflichterfüller" geraten mit den unabhängigen Geistern aneinander. Der Vater Siggis, ein biederer Landpolizist, sieht seine Lebensaufgabe in der Erfüllung seiner Pflichten, egal, wer ihm diese auferlegt. Er sagt seinem Sohn: "Du brauchst nicht mehr zu verstehen, als du gesagt bekommst,..." und "Brauchbare Menschen müssen sich fügen... Aus dir machen wir was Brauchbares, wirst sehen" (Seite 72). Das Malverbot exekutiert er konsequent, auch nach dem Krieg, als die Nazis nicht mehr an der Macht waren - es hat ihn niemand informiert, daß das Verbot nicht mehr gilt. Siggis Mutter ist eine einfältige Frau, die sich meistens im Schlafzimmer einschließt und die ihrer Tochter den leicht körperbehinderten Freund mit der Begründung auszureden versucht, man brauche keinen Kranken in der Familie. Nach dem Krieg, als in der Nähe ein Heim für behinderte Kinder errichtet wird, verbietet sie Siggi den Umgang mit den Insassen, die "unwertes Leben" seien. Der Maler verkörpert den unabhängigen, oppositionellen Geist, der sich über das Malverbot hinwegsetzt: "Man muß etwas tun, das gegen die Pflicht verstößt. Pflicht das ist für mich nur blinde Anmaßung. Es ist unvermeidlich, daß man etwas tut, was sie nicht verlangt."(Seite 211) Nach dem Krieg wird er von denen, die in vorher als "entartet" abgelehnt haben, hofiert: "Ich wußte, eines Tages würden sie wiederkommen, aber so schnell, Teo, daß sie so schnell hier sind, das hätte ich nicht gedacht. Du kannst dich nur fragen, was größer ist: ihre Vergeßlichkeit oder ihre Schamlosigkeit."(Seite 416) Pflichtlektüre!
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am 10. November 2014
Nach dem Tode von Lenz fiel mir die "Deutschstunde" wieder ein. Vor einer gefühlten Ewigkeit mal gelesen. Von der ersten Seite ist man im Thema und das Buch läßt einen nicht wieder los. Das ist noch wahre Literatur. Das Beste, dass ich seit "Spiel des Engels" wieder gelesen habe. Natürlich lassen sich die Inhalte nicht vergleichen, aber das Niveau ist vergleichbar hoch. Nicht der Mist, den man heute von Brown, Grisham etc. als hohe Schule d. Bellestristik serviert bekommt. Wem die "Deutschstunde" noch nicht in der Schule verleidet wurde, der sollte sie unbedingt nochmal oder mit Genuß zum ersten Mal lesen. Viel Vergnügen dabei.
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am 15. Januar 2015
Anfangs machte ich mich lustig über so manchen Ausdruck - über Erzählungen, die sich endlos zogen. Dann plötzlich war ich in einer Geschichte drinnen, die mich nicht mehr losgelassen hat. Das nennt man wirklich einfangen. Denn so empfand ich es. Teilweise schwer zu lesen, schwierig zu begreifen, aber immer fesselnd. Man muss dieses Buch einfach gelesen haben, wenn man gerne liest. Eine Grundlektüre für jeden leidenschaftlichen Leser.
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am 3. Januar 2017
Ich fand den Roman einfach Super und es viel mir auch schwer das Buch beiseite zu legen. Aus einer Strafe wurde ein Bedürfnis, aus einem Aufsatz Endstand ein Werk welches selbst die "oberen" erstaunen lies. Genial geschrieben
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am 25. August 2015
Die Literatur hat nichts von ihrer Funktion eingebüßt, zur Erkenntnis des Menschen in der Zeit beizutragen. Es kommt ihr weniger darauf an, Fragen des Daseins zu lösen, als Fragen an das Dasein zu stellen.
Siegfried Lenz
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am 17. April 2017
Das ist das wahnsinnigste, tollste, sprachlich ungeheurlichste Buch, das ich je gelesen habe. Mir hat man es zum Glück nicht als Schullektüre versaut. Ich bin froh, es endlich - vierzig Jahre nach seinem Erscheinen - gelesen zu haben und empfehle es allen, die auf der Suche nach großer Literatur sind.
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am 26. August 2015
An diesem Roman scheiden sich die Geister.
Bedenkt man den Zeitgeist und die anstehende Revolution der 69er Generation, kann man verstehen, warum manche dieses Buch heute als "schnöde Kost" betrachten. Man müsste sich einfach mit der damaligen Zeit beschäftigen, um den Erklärungsversuch von Lenz zu durchschauen. Die Antisemitismus Debatte konnte ich deswegen nicht ganz nachvollziehen.
Absolute Leseempfehlung!
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am 4. Dezember 2014
Wer gerne liest sollte unbedingt dieses Buch lesen. Es fasziniert durch durch die detaillierte Beschreibung selbst von Kleinigkeiten. Es ist eine hervorragende Darstellung der politischen Situation während und nach dem 2. Weltkrieg.
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