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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 27. April 2011
Setzen Sie sich neben ein Instrument, schließen Sie die Augen, und stellen Sie sich vor, das Instrument neben Ihnen würde etwas aus seinem Leben erzählen. Nur für Sie, mit stillen, manchmal aufbrausenden Tönen, mit einer Verwunderung und einem gewissen Abstand zur eigenen Geschichte, die nur jemand aufbringt, der manchmal belustigt auf sich selbst schaut.

So ist Mara, "The Mara". Ein weltberühmtes Cello erzählt aus seinem Leben. Nicht alles, aber doch das wesentliche. Wolf Wondratschek lässt ein Cello erzählen, das berühmteste Cello der Musikgeschichte. Er tut das unaufgeregt, mit einem sonoren Unterton, und mit jenem Plauderton, der einen innehalten lässt. Fast meint man, die Saiten klingen zu hören.

Mara schweift ab, überspringt Jahrzehnte seiner eigenen Geschichte, weil es sich nicht mehr daran erinnern kann oder mag. Der Stil erinnert an die Erzählungen von Uroma oder Uropa, die Episoden aus ihrem Leben an den Enkel weitergeben. Manchmal sprunghaft, dann wieder werden präzise bestimmte Erlebnisse von Mara ausgebreitet, die besonders einprägsam waren. Z.B. der Untergang mit dem Schiff, oder jener Moment, als man statt der Darmsaiten plötzlich Stahlsaiten aufgezogen hat und Mara glaubte, es würde zerreissen.

Wer sich auf diesen Stil einlässt, auf diese besondere Art des Erzählens, wird durch wunderbares Kino im Kopf belohnt. Hinzu kommen Töne, die von selbst entstehen und das Buch lange nachklingen lassen. Und wer dann noch Wolf Wondratschek live bei einer Lesung erleben durfte (ich hatte das Vergnügen), wie er seinem "Mara" zu einer menschlichen, tiefen, sonoren Stimme verhilft, der ist dem Zauber der Geschichte verfallen.

Manch anderen werden die tatsächlichen Lebenserinnungen von "Mara", das noch immer in Konzerten zu hören ist, wohl zu dürftig sein.
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am 5. Juli 2015
Wolf Wonratschek lässt das Chello selbst seine Geschichte erzählen .
Benannt wurde es nach seinem ersten Besitzer Giovanni Mara. Im Jahr 1711 erschuf Antonio Giacomo Stradivari neben diversen Geigen drei Violoncelli, eine davon war MARA. Der Leser begleitet das Cello zu begnadeten und weniger begnadeten Musikern.
Musikern, die an ihr oder an sich selbst und ihren Ansprüchen verzweifeln. Geduldig gibt sie bei allen Besitzern ihr Bestes.
Fast hätte im Jahr 1963 die Ära "MARA" ein Ende gefunden. Bei einem Fährunglückauf der Fahrt nach Buenos Aires entgleitet sie dem Cellisten Amadeo Baldovino beim Sprung in ein Rettungsboot und wird erst Tage später im Rio de la Plata aus dem Wasser gefischt.
Im robusten Cellokasten von Hill finden sich nur noch aufgeweichte Einzelteile. Mara erzählt von ihrer "Notoperation", die 9 Monate dauerte und ihr wieder vollständig die Schönheit und den einzigartigen Klang zurückgab. Jetzt ist sie noch wertvoller und noch höher versichert als je zuvor.
Wondratschek lässt seine Mara ihr bisheriges Leben gut verständlich und flüssig erzählen, fast ein bisschen flappsig. Es war ein Vergnügen
und auch lehrreich, dieses Buch gelesen zu haben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Januar 2007
Mir hat das Buch gut gefallen.

Ein Cello erzählt seinen bisher 300 Jahre dauernden Lebenslauf.Aber nicht dokumentarisch distanziert,sondern die Ereignisse,die es besonders beeindruckt haben.Eine schöne Idee schön umgesetzt.

Einzige Kritik:Ob gewollt oder nicht,verfällt Mara manchmal in eine langweilende Geschwätzigkeit,dann fühlt man sich,als ob man Tante Berta beim Kaffeeklatsch zuhört.Kommt aber nicht oft vor,deshalb 4 Sterne
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am 26. Mai 2004
Gewiss, eine originelle Idee, das vielleicht berühmteste (und teuerste) Cello der Welt seine eingene Geschichte erzählen zu lassen. Und das Cello hat beileibe auch genug erlebt, um die beiden Buchdeckel mit ausreichend Inhalt zu füllen. Beiläufig macht man eine Zeitreise über 300 Jahre.
Dennoch: allein eine gute Idee macht noch kein gutes Buch.
Ich habe mir inhaltlich mehr erwartet. Freilich trifft der Autor - im wahrsten Sinne des Wortes - sprachlich "die richtigen Töne". Jedoch fühlt man sich als Leser stellenweise ob der angerissenen und ineinander vermengten Erzählstränge allein gelassen. Die einzelnen Handlungen werden m.E. nicht konsistent zu Ende gebracht und bleiben irgendwo im Vagen stecken. Schade!
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am 27. Juni 2010
Ich habe das Buch schon vor Jahren gelesen, verliehen und nicht wiederbekommen.
Es ist die Geschichte eines Stradivari-Cellos, das heute noch von dem Cellisten Heinrich Schiff gespielt wird. Das Cello selbst erzählt sein wechselvolles Leben von der Entstehung bis zum Untergang mit einer Fähre und der aufwändigen Reparatur bis heute.
Das Buch ist jedem Musikliebhaber sehr zu empfehlen.
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am 17. Juli 2016
Ach, Mara....
Vor Jahren gekauft, mein von Wondratschek am Abend signiertes Exemplar - und man sieht es ihm an: Immer wieder gelesen und geliebt. Das Buch wird auch noch einige Male mein Gemüt erfreuen. Wie das Mara über sein Leben erzählt, ist einzigartig. Über einige Bücher freut man sich -auch als Vielleserin- ganz besonders. Und zu allererst darüber, daß sie überhaupt geschrieben wurden - so ein Glück!
Bei mir sind das wenige.
Aber die "Autobiographie" von Mara gehört definitiv dazu.
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am 9. Oktober 2003
Wondratschek, der Autor, der mein Leben schon mit dem wunderschönen Sonett-Zyklus "Die Einsamkeit der Männer" wesentlich bereichert hat, ist mit "Mara" ein literarischer Wurf gelungen, der es mit Süßkinds legendärem Parfüm aufnehmen kann. Seine "Musikgeschichte" läßt nicht nur über 300 Jahre die "Karriere" eines Stradivari Cellos lebendig werden, sondern erschafft auch einen Klang der Wörter, der von andante bis fortissimo, von Dur bis Moll in jeder Tonart, allen Zwischentöne und selbst den Pausen überzeugt. Literatur, die E und U zugleich ist, die Leichtigkeit und Tiefe hat, die mich klüger gemacht hat und heiterer, die mich verführt, berührt und gefangen genommen hat. Wondratschek beweist sich als Solist, der alle Instrumente guten Schreibens virtuos beherrscht und somit gleichsam ein ganzes Orchester an Stimmen und Stimmungen dirigiert, dem man endlos weiter zuhören möchte. So kann ich meiner Begeisterung und Dankbarkeit für dieses Buch nur auf eine angemessene Art Ausdruck verleihen: "Da Capo Maestro!"
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am 29. Dezember 2005
Ich war von dem Buch extrem enttäuscht. Die Idee einer Geschichte aus Sicht des Cellos fand ich großartig, aber sie ist absolut misslungen erzählt. Die Sätze sind häufig so lang und verschachtelt, dass das Lesen keinen Spass macht, außerdem sind zu oft Anektoden eingebracht, die in keinem ersichtlichen Sinn zu der Geschichte stehen, was das Lesen erschwert. Weiterhin wurden eigentlich nur die Besitzer des Cellos aufgezählt und eine kurze Zeit mit ihnen erzählt, aber warum das Cello dann wieder den Besitzer gewechselt hat, ist nicht erwähnt. Grade das hatte ich aber eigentlich erwartet, da man ja selten ein geliebtes Instrument einfach so weiterverkauft. Im Ganzen ein nicht sehr gelungenes Werk meiner Meinung nach.
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am 12. Januar 2009
nicht das erste Mal,daß ein Autor die Geschichte eines Instrumentes erzählt,und Streichinstrumente eigenen sich ob ihres hohen Alters und noch höheren Wertes wohl am besten dazu.
Im Vergleich zu anderen Erzählungen dieser Art läßt der Autor das Cello aber in der Ich-Form erzählen,was in meinem Empfinden oft peinlich ist,da alles etwas verniedlicht klingt,umso mehr wenn wenn da von "meinem Papa Stradivari" oder "meinen großen und kleinen Geschwistern" die Rede ist,hier glaubt man oft,sich in ein Kinderbuch verirrt zu haben.
Der Erzähl-Faden ist wegen der Unkonzentriertheit des munter dahinplappernden Cellos reichlich oft gerissen,und der Leser sucht sich dann die korrekte Zeitenfolge selbst zusammen,was ihm ja sehr wohl zugemutet werden darf,sogar spannend wäre,hätten die Zeitsprünge einen Sinn außer eben die Zerstreutheit des erzählenden Instrumentes.
Man erfährt aber zugegebenermaßen einiges über die Marotten der diversen Besitzer,auch über die vielleicht zu Recht postulierte Bescheidenheit des Cremoneser Meisters,das macht das Buch dann doch recht unterhaltsam zu lesen.
Große Literatur darf man sich zwischen den Einbänden nicht erwarten,auch in Sachen Spannung ist man da bei der schönen Geschichte der "roten Violine" wesentlich besser beraten.
Ein nettes Plauderstündchen eben,kaum mehr.
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am 9. November 2009
Mara ist ein schöner Einfall für eine Geschichte. Ein Meister- Instrument erzählt über die Jahrhunderte von den Eigenheiten seiner Solisten, Beschädigungen, Renovierung, Besitzerwechsel, Mäzenatentum und was ihm sonst noch so widerfährt. Im ruhigen Duktus der Kapitel komt jedoch kein grosser Spannungsbogen auf. Die Konstruktion ist sehr aneinandergereiht.
Vielleicht ist der Roman nicht die erste Kunstform für einen der genialsten Lyriker unser Zeit, dem wir "Carmen" oder "Chucks Zimmer" verdanken. Vielleicht ist "Einer von der Strasse" besser, weil die Biografie bei der vermuteten Auftragsarbeit den guten plot selbst schon erzeugt hat. Lesenswert ist Wondratscheks Sprachvirtuosität immer, mehr freue ich mich allerdings auf die nächsten lyrischen Werke.
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