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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
12
Anils Geist
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 4. Januar 2017
Das Buch ist in einem tollen Zustand, ich freue mich schon auf lesen. Hat alles super schnell geklappt. DANKE an die Plattform
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am 8. Februar 2013
Dieses Buch ist melancholisch und wunderbar fesselnd. Ich las es bei einem Urlaub auf Sansibar und das hat meinen Urlaub noch deutlich intensiviert.
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am 25. März 2016
Der Reisende im Jahr 2016 kann kaum glauben, dass Sri Lanka ab 1983 zwanzig Jahre lang ein Land voller Brutalität war. Der Guerillakrieg der Tamilen im Norden und Aufstände einer maoistischen Bewegung im Süden der Insel kosteten 100 000 Menschen das Leben - und das in einem vom Buddhismus geprägten Land! Wie Blitze, eingehüllt in dunkle Wolken, leuchten grausame Taten im Roman „Anils Geist“ auf. Spannend wird der Roman dennoch nicht. In locker miteinander verwobenen Bildern erfährt man viel über Erinnerungen, Gedanken und Gefühle der Rechtsmedizinerin Anil - die in Sri Lanka aufgewachsen ist, in den USA studiert hat und nun im Auftrag der UN Verbrechen der Regierung untersuchen soll - und ihrer Partner, die ihr bei der Obduktion von Ermordeten helfen. Man erfährt einiges über die wissenschaftliche Expertise von Forensikern, Lokalkolorit fehlt auch nicht. Aber die Schilderung ist zerfasert, der Leser vermisst dramaturgischen Aufbau. Wer sich über das traurigste Kapitel der ceylonesischen Zeitgeschichte und über Sri Lanka informieren will, sollte zu diesem Buch greifen. Wer lediglich ein Lesevergnügen sucht, sollte sich einen anderen Roman besorgen.
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am 7. März 2001
Da wird an der zugegeben hakeligen und von Tippfehlern durchdrungenen Übersetzung gemäkelt,oder bemängelt, das Buch ließe sich nicht einfach lesen. Es ist schließlich auch nicht einfach, mit Grausamkeit umzugehen.- Hat sich das Gros der Leser an aufgespießte Köpfe und mit Foltermalen versehene Menschen gewöhnt? "Das lässt sich dieses Mal ja gar nicht einfach lesen!" - Hier kommt nichts als Sensation daher. Dies ist ein Roman, keine Tages- oder Wochenpresse und am Ende ist die Konstruktion Teil eines jeden geschriebenen Kunstwerks. Liebe- und kunstvoll wird die Geschichte einzelner Menschen in Auszügen erzählt, deren Wege sich unter der Einheit Krieg kreuzen. Das, was nicht erzählt wird, muss nicht erzählt werden. Die Kraft der Bilder lässt es zu, die Geschichten von Anil, Sarath, Gamini, Palipana oder Ananda selbst zu ergänzen. Es gehört zu den Prinzipien buddhistischer Philosophie nicht zu töten und darüber hinaus, nicht zu werten. Darin liegt eine der Stärken dieses Romans, ganz gleich in welcher Tradition er geschrieben sein mag. Stilles Augenmerk liegt auf denen, die heilen, schaffen, schöpfen und lieben ohne den anklagenden Fingerzeig auf die Gegenseite der menschlichen Natur. Wenn ein erwachsener Mann seinem toten Bruder die Wunden verbindet, mag das absurd erscheinen. Aber gerade die Hingabe mit welcher Ondaatjes Protagonisten unermüdlich zu re-konstruieren bemüht sind ist es, die das Vernichtende des Krieges und die Einmaligkeit der Schöpfung so deutlich macht. Die Anklage ergibt sich aus dem Mitgefühl, das die Geschichten evozieren. "Anils Geist" rüttelt den verklärten Touristen schleichend und sehr, aber das Buch verbietet nicht, dieses Land zu lieben, es lehrt, es zu sehen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Februar 2007
Dem Autor gelingt es, die überaus vielschichtige und widersprüchliche Seele Sri Lankas und seiner Bewohner in einer ebenso komplexen Darstellung für uns Westler erfassbar zu machen. Von den winzigen Details des Alltags, wie dem Blumenbecken im Boden, bis hin zu den für uns so schwer verständlichen Formen einer völlig anderen Art der Kommunikation, über Religion und Aberglaube, Hintergründe und Formen von Gewalt, Intrigen, Lebensweisen von Armen und Reichen, Leben in der Hauptstadt oder in den Krisengebieten, alles findet in diesem Roman seinen Platz und wird ungemein packend vermittelt.

Das Buch schärft den Blick für das Land ungemein. Nach der Lektüre wird man vieles besser verstehen, aber vor allem erkennen, wie sehr sich Sri Lanka der Einordnung in westliche Denkstrukturen widersetzt. Das Buch beantwortet unzählige Fragen, wirft aber noch mehr auf, die man dann aber präziser stellen kann.
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am 15. Oktober 2002
...schildert Ondaatje die Schicksale der 4 Hauptpersonen seiner Geschichte.
Von einer internationalen Menschenrechtsorganisation beauftragt reist Anil nach 15 Jahren erstmalig in ihr Heimatland Srilanka, um dort forensische Studien an einem Skelett vorzunehmen und damit evt. hinterhältige Morde der Regierungstruppen an Aufständischen zu beweisen. Sie trifft auf Sarath, den Archäologen, der im Rahmen einer Ausgrabung auf den Fund gestoßen war.
Zusammen mit dem Künstler Ananda, der Götzenstatuen als Augenmaler Göttlichkeit einhaucht, ziehen sie sich in ein abgelegenes Herrenhaus zurück, um die Untersuchungen durchzuführen und eine Rekonstruktion des Toten herzustellen.
Dabei entwickelt sich eine zart aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Anil und Sarath. Ondaatje stellt seine Charaktere in dieser Phase sehr detailiert vor.
Unter anderen übernimmmt Saraths Bruder eine tragische Gestalt. Als Arzt muss er die zahllosen Opfer der Aufstände zusammenflicken und wird in den 80ern sogar zu diesem Zweck entführt.
Doch nachdem man schon entspannt in den Sessel gesunken ist und dachte: "Nun ist ja alles Schlimme geschildert...kann nur besser werden!", setzt Ondaatje noch einen drauf.
Die Situation, ausgelöst durch die Aufklärung der Todesumstände des mittlerweile identifizierten Skelettes, eskaliert.
Und soviel sei verraten: mit dem von mir ersehnten Happy End wars nix.
Ausgezeichnet geschrieben und recherchiert!
Spannend und tragisch zugleich hinterlies mich "Anils Geist" ziemlich melancholisch.
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am 31. Juli 2001
Bravo, Ondaatje! Athmosphärisch dicht verschmelzen Schönheit und Grauen der srilankesischen Gegenwart zu einem Kaleidoskop von Bildern, Gefühlen und Handlungen. Der Leser wird reissend schnell von Handlungsort zu Handlungsort gerissen, und dennoch tut sich nicht der Eindruck auf, die Erzählung sei oberflächlich. Vielmehr verzichtet Ondaatje auf überflüssige Beschreibungen - die Worte sind genau so bemessen, dass sie genügen, um ein überwältigendes Bild beim Leser zu produzieren. Etwas schade: Das Buch offenbart am ehesten dort seine Schwächen, wo Thriller-Elemente im Vordergrund stehen.
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am 28. März 2002
Michael Ondaatje schafft, was viele Autoren versuchen: er schlägt den Leser mit seiner poetischen Erzählform, seinen teilweise schemenhaft skizzierten, teils satt gemalten Szenerien in den Bann und läßt ihn nicht so schnell mehr los. Mit Anils Geist ist ihm ein Roman gelungen, bei dem man sich als Leser ständig der Tatsache bewußt ist (und auch sein sollte), daß es sich eigentlich um keinen Roman als solches handelt - eher um ein Zeitzeugnis, in dem lediglich die Namen der handelnden Personen fiktiv sind. Die Liebe, die ich seit Jahren für Sri Lanka hege, wurde durch die dunkle, bedrückende Erzählung jedoch nicht geschwächt, vielmehr ist sie nun noch tiefer, vor allem wehmütiger.
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am 23. August 2010
Angesiedelt in Sri Lanka in Jahren des Bürgerkriegs, ist Michael Ondaatjes Roman nur in begrenztem Maße politisch. Über die Hintergründe und Ursachen dieses Kriegs erzählt er nahezu nichts. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf den Auswirkungen des Krieges auf die Menschen. Besonders eindrücklich zeichnet Ondaatje bei Ananda und Gamini die Spuren, die der Krieg und andere Lebenserfahrungen bei ihnen hinterlassen.
Eher rar, aber umso atmosphärischer sind für sich genommen und im Kontrast zu den Lazaretten und Operationstischen die Momente, in denen Bilder der Landschaft und religiösen Kultur Sri Lankas entstehen. Seinen lyrischen Höhepunkt erreicht der Roman, wenn Ananda Buddhas Augen malt.
Auch wenn sich die Handlungsstränge, Einzelschicksale und jeweiligen Vorgeschichten zu einem Gesamtwerk verdichten, schmälert meines Erachtens der mäandernde Erzählstil - bis hin zu Anils Beziehungsstress im Una-Palma-Motel in Miami - zumindest die atmosphärische Dichte und macht die Lektüre bisweilen eher stockend als flüssig.
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am 16. November 2000
Wer wie ich, Sri Lanka lediglich aus Reisebüchern und aktuellen/politischen (Kurz)Sendungen aus dem Fernsehen her "kennt", der bekommt in Anils Geist eine geballte Ladung Sri Lanka-Atmosphäre geliefert, viel Geschichte, viel Gegenwart..... Michael Ondaatjes Schilderungen lassen den Leser Sri Lanka riechen und schmecken und fühlen. Es ist ein sehr sinnliches Buch, aber zugleich auch intellektuell, und es ist bis zur letzten Seite auch ein Krimi. Die Montage-Technik des Autors macht es einigen Lesern vielleicht nicht leicht, dieses Buch zu "konsumieren", aber mir hat diese Form des Vermittelns, diese Form eine Geschichte zu erzählen sehr gefallen.
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