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am 17. Februar 2004
Knut Hamsun, der für seine Romane den Nobelpreis erhielt, beschreibt in "Pan" einen jungen Jäger, der eng mit der Natur Norwegens verbunden lebt. In seiner Einsiedelei lebt er mit nur sporadischem Kontakt zu anderen Menschen. Als er mit der Tochter eines Barons zusammen trifft, beginnt ein mysteriöses Spiel. Auf einfühlsame Weise gelingt es Hamsun, die Psyche seiner Hauptfigur mit dezenten Andeutungen aufzuzeichnen. Der Roman ist voller Spannung, wirkt aber durch seine Naturbilder eigentümlich sanft. Als Krimi, Liebes-, Natur- und Psychologischer Roman, ist "Pan" ein facettenreiches Buch.
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Verstörung und Irritation über einen unerwarteten Verlauf, über etwas irre Geschehnisse, damit lassen sich die Empfindungen nach meiner Lektüre beschreiben. Wie schwer es sich Menschen miteinander doch machen, wenn Gefühle, wenn Liebe im Spiel ist. Das eigene Innere ist immer die Quelle der Trauer oder der Freude. Sei es in der Erfahrung der Natur oder der Liebe. Dies ist vielleicht die Hauptaussage des Romans.

Der junge Ich-Erzähler Thomas Glahn lässt uns, die Leser, teilhaben an einem zwei Jahre zurück liegenden dramatischen Sommer. Man erfährt nichts von der Vorgeschichte des jungen Mannes, warum suchte er die Einsamkeit? War es nur Naturverbundenheit oder trieb ihn eine innere seelische Unruhe in die einsamen Wälder? Jedenfalls kommt er erst in einer abgelegenen Hütte am Wald, am Rande eines Dorfes zur Ruhe. So beginnt es.
Hamsun beschreibt in wunderschönen Bildern die Stimmungen und Empfindungen des Menschen im Angesicht der Natur, das Erlebnis der Einsamkeit, Stille und das Schweigen des Menschen inmitten der Natur.

Wenn die Sonne emporsteigt, durchfährt Glahn ein süßes Ziehen von oben bis unten. Wenn sie wieder untergeht, färbt sich der Horizont mit einem fetten, roten Licht. In der Natur kann er sich umher treiben und die Zeit gehen lassen. Er genießt die Tierwelt und kommt in eine freudige Stimmung, die von Vögeln und Tieren ausgeht.
Hamsun lässt Glahn dank sagen für die einsamen, stillen Nächte, für die Berge, für das Rauschen, für die Finsternis und das Meer. Es rauscht durch sein Herz. Glahn empfindet sich eins mit der Natur, ja sie ist das siedende Blut der Allnatur, Gott, der die Erde und den Menschen durchwebt. Diese ungeheure, großartige Erfahrung, dass die Natur und der Mensch von einer einzigen Kraft durchwebt wird, vielleicht von Gott, ist Programm und Höhepunkt dieser Beschreibungen.

Der Roman begnügt sich jedoch nicht mit dieser Beschreibung der Harmonie der Naturerfahrung. Diese wird aufgebrochen: Menschen, die Gesellschaft, natürlich Frauen, ja Liebe gehören nun einmal auch zum Leben. Glahn wird nach und nach in die Liebe zu dem jungen Mädchen Edvarda hineingezogen. Ihre Blicke rühren zunächst wie ein kleiner freundlicher Gruß an sein Herz.
Hamsun entfaltet hier keine intensive leidenschaftliche Liebe - leider ist man geneigt zu sagen, sondern bricht das beginnende Glück schnell ab. Schon bald ahnen die beiden, dass das mit ihnen nicht gut gehen wird.

Edvarda 15 oder 16 Jahre alt, launisch, unausgegoren, vom Vater verwöhnt, vielleicht auf der Suche nach ersten Liebesabenteuern, spielt sie nur mit Glahn, meint sie es ernst mit ihm? Und Glahn, der wie er selbst sagt, den Wäldern angehört und der Einsamkeit, weiß er der Anstößige, der oft impulsiv und unbedacht handelt, überhaupt mit einer Frau umzugehen, weiß er, was eine Frau erwartet von einem liebenden Mann?
Schnell stellt sich ein Gefühl der Verlassenheit ein, Mißverständnisse entstehen, die beiden entfremden sich schnell wieder, ja sie hassen sich bald. Beide kommen jedoch nicht voneinander los. Sie umkreisen sich den ganzen Sommer, voller Trauer um die vertane Chance einer nicht gelebten Liebe. Sie verletzen sich gegenseitig bis ins Herz, höhnen, sind eifersüchtig. Ja, man muss sagen, Glahn und Edvarda sind in einer Art Haß-Liebe verbunden.
Edvarda hat sich ins Herz Glahns festgesetzt und es ausgesogen. Umgekehrt dürfte das gleiche gelten. Er will sie abschütteln wie Regentropfen im Haar - erfolglos. Edvardas Wunsch, ihm vor der Abreise den ständigen Begleiter, seinen Hund Äsop zu schenken, kann er nicht abschlagen. Jedoch erschießt er den Hund lieber und schickt seine Leiche an Edvarda. Vielleicht auch nur einer jener Kurzschlusshandlungen Glahns, vielleicht auch besonders perfide, um Edvarda noch tiefer zu demütigen.

Es ist am Ende offen, wieso es zu diesem Haß der beiden kommen musste. Es ist sicher das eigene Innere der beiden. Aber letztlich ist es unklar, wer die Schuld trägt, ja es bleibt in der Schwebe, ob beide in ihrer gegenseitigen Demütigung berechnend vorgehen, oder ob sie Gefangene ihrer Empfindungen und Gefühle sind und einfach nicht anders können.

Der große Roman zeigt damit auch die selbstzerstörerischen Kräfte, die durch große Gefühle, Verletzungen der Seele und des Herzens entstehen können.
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am 6. April 2012
Selten ein Buch in der Hand gehabt, was schon innerhalb der ersten Seiten allein durch seine ungeheuer runde, feingeschliffene und einfach sehr schöne Sprache enorm fesselt. Die schwelgenden, wunderbaren Waldbeschreibungen zeugen von großer Natur- und Naturdetailliebe.
Wer hier eine glückdurchtränkte Liebesgeschichte erwartet, sollte sich lieber auf Liebesdrama, zwischenmenschlichte Eitelkeitsprobleme, Missverständnisse und eine gewisse Zerstörtheit einstellen - welche die Kraft dieser Liebesgeschichte eigentlich umso mehr hervorhebt.
Ein berauschendes Buch voller emotionaler Tiefe und sprachlicher Schönheit. Höchst empfehlenswert.
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am 13. August 2002
Mit seiner sensiblen und gleichzeitig gewaltigen Sprache versteht es Knut Hamsun in diesem Buch einmal mehr, den Kern der Dinge zu treffen! Ein Buch über und für Menschen, die sich auf einer Gradwanderung befinden. Die auf dem Grad wandern zwischen Wahnsinn und Normalität, zwischen Hass und Liebe, zwischen Natur und Kultur, Glückseligkeit und Verderben.
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am 29. April 2015
Eine Art Werther-Geschichte. Leutnant zieht sich in eine Waldhütte zurück, überdenkt sein Leben und bändelt mit Weibern an. Ohje! Was zum Teufel hat Hamsun da geritten? Was für ein nerviges, beinahe peinliches Geseier. Was fabuliert er da zusammen? Was für seltsame Menschen hat er da geschaffen und lässt sie aufeinander los? Glaubhafte Charaktere sind das nicht. Wer ist schon diese Edvarda? Diese Eva? Was für blasse Wesen; alle Augenblicke verwechselt man sie miteinander. Handlungsarm, ist dies Buch einzig ein lächerliches Auf und Ab der Gefühle. Dann wird da am Ende noch so eine seltsame Nachgeschichte drangepappt. Der Leutnant plötzlich in Afrika. Was soll das alles? Die infantile Kritik wieder einmal findet, dass dieses Buch ein Meisterwerk ist. Warum? Esoterisches Blabla. Es ist zum Verzweifeln! Verzeihung: Das ganze ist ein einziger Quatsch. Und das vom Meister höchstselbst ... (Da war er ja noch jung) Bloß nicht lesen!
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am 29. Oktober 1999
wald und naturbeschreibungen schön, vielleicht alles etwas zu pathetisch. Liebesgeschichte doch ziemlich abgedreht, musste damals wohl so sein.
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