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TOP 500 REZENSENTam 6. August 2010
'Ein Verlangen nack Glück hat mich in diesem Frühjahr zermürbt; ich habe irgendeine vollkommenere Entfaltung meiner selbst begehrt. Ich habe begehrt, glüclich zu sein, so als hätte ich nichts anderes zu sein; so als trüge dei Vergangenheit nicht immer über uns den Triumph davon; so als bestünde das Leben nicht aus der Gewöhnung an seine Traurigkeit, sei das Morgen nicht die Fportsetzung des Gestern - so als kehrte meine Seele nicht heute schon zu ihren gewohnten Studien zurück, sobald sie von ihrem Traum frei sein wird.'

Dieser Ausschnitt stammt aus dem Vorwort zur 2. Erzählung, "Der Liebesversuch". Ich denke er zeigt am besten, welch visionäre Kraft Gide in seinen besten Zeiten besaß, was Schreiben für ihn war.

Nicht umsonst wurde ihm, dem auf ewig uneinordbaren, klugen, niemals dogmatisch werdenden Geist, der Literaturnobelpreis verliehen; ihm, der sich den Strömungen seiner Zeit wiedersetzte und der eigenwillig blieb und schrieb, in Sachen Sexualität, Katholizismus, Kolonialismus, Kommunismus, Freundschaft immer wieder neue Überlegungen und Betrachtung anstrebte; und nicht umsonst waren sich die sonst zerstrittenen Jean-Paul Sartre und Albert Camus in einem einig: Gide war der offenste Geist seiner Zeit

Bei wem der Text ganz oben nichts auslöst, der kann sich beruhigt einem andern Literaten zuwenden. Denn auf Gide muss man sich einlassen, seine Texte sind phantastisch und zugleich von einer sehr ruhigen Schönheit - sie sind dem Individuum gewidmet, seiner Fähigkeit zu lieben, zu hassen, zu ironiesieren, zu träumen; sie sind intelligent, intellektuell bezeiten und doch liegt ein klassisches Verständnis in ihnen; außerdem sind sie alle doch sehr verschieden. Sue lesen sich oft wie Träume und mit einer Sache muss man sich bei Gide besonders abfinden: Seine Texte sind wie Gemälde, am Ende haben wir nur das, was wir selbst aus ihnen ziehen - und sei es nur die Erinnerung an einmal gesehene Schönheit. Die Erfahrung eines anderweltlichen Glanzes wird uns in ihnen zuteil, halb Literatur, halb Lebenswirklichkeit, verschmolzen mit Wundern und Nähe gleichermaßen.

Liste der Erzählungen:

Urians Reise
Der Liebesversuch
Paludes
Der schlechtgefesselte Prometheus
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am 25. April 2007
Wer liest heute noch Gide? Es sei denn, er muß. Die Manns kannten ihn gut, auch Hesse, um nur einige zu nennen. Lesen,lesen! Besonders heute. Er war ein Verfechter des Individuums. Gibt es das heute noch? Wie, nur als Schimpfwort?

Was für eine Zeit!
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