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am 28. August 1999
Wie kein anderer Schriftsteller versteht es Javier Marias in die letzten Winkel der menschlichen Seele vorzudringen und das Thema Liebe und Leidenschaft in allen erdenklichen Spielarten auszuschöpfen. In "Morgen in der Schlacht denk an mich" trifft sich der geschiedene Drehbuchautor Victor mir der jungen Mutter Marta zu einem Rendezvous, während Martas Ehemann gerade auf Geschäftsreise ist. Noch ehe Victor die Chance bekommt, Martas Liebhaber zu werden, stirbt sie in seinen Armen. Als gewohnt souveräner sprachlicher Verführer knüpft Marias die Verbindungen zwischen den Lebenden und den Toten und richtet sein Augenmerk auf Betrug und Täuschung, die er als die natürliche Kondition des Menschen darstellt. Besonders überwältigend ist die Sprachgewalt des Autors, der es versteht, mit gelungenen ungewöhnlichen Bildern und einem aufwendigen Stil ein buntes, sattes Gemälde zu entwerfen. Sein Talent für szenische Komik und absurde Gesprächssituationen verleiht auch diesem Roman trotz thematischer Tiefe eine traumhafte Leichtigkeit. Ein moderner Klassiker! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 1. Juli 1999
Mich hat der Roman weitaus mehr fasziniert als der so überschwenglich gefeierte Vorläufer "Mein Herz so weiß". Wo dieser Längen aufweist, über deren Sinn man rätselt, so fesselt "Morgen in der Schlacht denk an mich" von der ersten Seite bis zur überraschenden Auflösung des Todesfalls am Schluß und erweist sich als perfekt komponierter Roman. Selten findet man einen solchen, in dem in vergleichbarer Weise Spannung, Erzählkunst und Anspruch vereint sind und von dem ungeheuren schriftstellerischen Potential eines Autors zeugen. Schnell befindet sich der Leser tief in der Gedankenwelt des Protagonisten, die zu erforschen nicht selten die eigentliche, vordergründige Handlung vergessen läßt, um doch mit ihr zu verschmelzen. Das Terrain des Romans ist die Gedankenwelt des Icherzählers, kein Zweifel. Marías hat nicht nur einen Roman über den Todesfall einer Spanierin geschrieben, dessen rätselhafte Umstände selbst bereits Spannungsreichtum garantieren. Er hat nicht nur einen Roman mit einer herrlichen Sprache zu Papier gebracht. Er hat auch nicht allein über unser aller Leben und Sterben philosophiert, wie man es selbst kaum treffender ausdrücken könnte. Indem er all dies zugleich zuwege bringt, präsentiert er uns ein Zeugnis großer literarischer Kompetenz, die man im deutschsprachigen Raum allenfalls bei Christoph Ransmayr antrifft. Ein grandioser Roman, der "Mein Herz so weiß" übertrifft. Man darf auf den nächsten Roman gespannt sein. Welches Shakespeare-Motiv wird dafür wohl im Titel herangezogen? (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 18. August 1999
Wie kein anderer Schriftsteller versteht es Javier Marias, in die letzten Winkel der menschlichen Seele vorzudringen und das Thema Liebe und Leidenschaft in alle erdenklichen Spielarten auszuschöpfen. In "Morgen in der Schlacht denk an mich" trifft sich der geschiedene Drehbuchautor Victor mit der jungen Mutter Marta zu einem Rendezvous, während Martas Ehemann gerade auf einer Geschäftsreise ist. Noch ehe Victor die Chance bekommt, Martas Liebhaber zu werden, stirbt sie in seinen Armen. Als gewohnt souveräner sprachlicher Verführer knüpft Marias die Verbindungen zwischen den Lebenden und den Toten und richtet sein Augenmerk auf Betrug und Täuschung, die er als die natürliche Kondition des Menschen darstellt. Überwältigend ist besonders die Sprachgewalt des Autors, der es versteht, mit gelungenen ungewöhnlichen Bildern und einem aufwendigen Stil ein buntes, sattes Gemälde zu entwerfen. Sein Talent für szenische Komik und absurde Gesprächssituationen verleiht auch diesem Roman trotz thematischer Tiefe eine traumhafte Leichtigkeit. Ein moderner Klassiker! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 12. August 1999
Warum passiert ausgerechnet mir so etwas, scheint sich Victor zu fragen, als die Frau mit der er eine Affäre noch nicht einmal richtig angefangen hat, plötzlich vor seinen Augen stirbt. Er kannte Marta kaum, war an diesem Abend zum ersten Mal bei ihr und ist mit der nun entstandenen Situation völligst überfordert. Victor flüchtet und wird von nun an von Gewissensbissen geplagt. Hat der kleine Junge seine tote Mutter gefunden? Wann wurde sie überhaupt gefunden und von wem? Wird er vielleicht verdächtigt...? Schließlich gelangt die Geschichte zu einer äußerst unerwarteten Aufklärung und das Bild, welches der Leser von Victor entwickelt, ist im Laufe des Romans ein ums andere Mal umgestoßen worden. Darin liegt auch die besondere Stärke von Javier Marias im allgemeinen und diesem Roman im besonderen. Es sind weniger die Geschichten die er erzählt. Meist sind sie nur kurze oder drastische Begebenheiten, wichtig scheint Marias die Art und Weise zu sein, auf die seine Figuren mit diesen Situationen umgehen. Marias läßt seine Figuren, läßt Victor, etwas über sich lernen. Läßt ihn an seine Grenzen stoßen und stellt ihm die Herausforderung entgegen, daß er, um die gegebene Situation zu überstehen, diese Grenzen erweitern muß. So ist es hier auch mit Victor. Er muß sich einige unangenehme Fragen beantworten, sogar seine Vergangenheit ordnen, bis er am Ende versöhnt in den Spiegel blicken kann. Dies alles verpackt Marias in die im eigene sprachliche Eleganz. Unendliche Satzkonstrukte, wie sie für die spanische Literatur typisch sind, und eine farbenfrohe, metaphernreiche Sprache machen auch "Morgen in der Schlacht denk an mich" aus. Marias ist ein ganz Großer!cg (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 21. August 1999
Selten ist es geworden, daß ich mit einer dermaßen großen Vorfreude auf ein Buch gewartet habe. Doch nachdem ich Mein Herz so weiß innerhalb weniger Stunden verschlungen hatte, konnte ich das Erscheinen von Morgen in der Schlacht... kaum noch erwarten. Und das Warten hat sich gelohnt! Wie kaum einem anderen gelingt es Marias den Leser in den Sog seiner Gedanken, seiner fast philosophischen Betrachtungen zu ziehen und nicht mehr loszulasssen. Nein, Morgen in ... ist kein Buch um es immer-mal-wieder-zwischendurch-zu -lesen, dazu geschieht zu wenig an Oberflächen- handlung. Doch, einmal angelesen, dürfte es dazu wohl auch nicht kommen. Das Buch lässt einen schlichtweg nicht los, von der ersten bis zur letzten Seite.
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am 27. Oktober 1999
Nicht der Tod einer Frau in den Armen ihres Geliebten, der seine Anwesenheit bei diesem tragischen Ereignis möglichst geheim halten will, bestimmt den Geschehenablauf dieses Buches, auch wenn dieser als solcher sicherlich schon spannend genug wäre. Was den Leser in den Bann des Romans zieht, ist die Psychoanalyse, die akribisch für jede Situation durchgeführt wird. So wird etwa das Nicht-zu-Bett-gehen-Wollen des kleinen Sohnes der ehebrecherischen Frau als bewußt-unbewußte Übernahme der Stellvertretung des Vaters gedeutet, der nicht zulassen will, daß seine Frau mit dem Geliebten ins Schlafzimmer geht. Trotz dieser doch sehr außergewöhnlichen Situation, die der Autor zum Ausgangspunkt nimmt, erkennt sich der Durchschnittsleser in den Gefühlen und Gedanken des Hauptcharakters wieder. Die bohrende Frage nach dem warum, die nie vollständig zu klären sein wird, ist es, die dem Leser eine große Vertrautheit mit den Problemen der Hauptfigur Victor suggeriert. Leider schleicht sich bei all dieser psychischen Selbst- und Fremdanalyse von Zeit zu Zeit eine gewisse Langatmigkeit ein, so daß der Spannungsbogen nicht immer ganz gehalten wird. Trotzdem ist "Morgen in der Schlacht denk an mich" ein absolut lesenswertes Buch, das sich von vielen anderen geschehensüberladenen Romanen durch die vorwiegende Darstellung von überzeugend dargestellten, teils metaphorischen Innenansichten positiv abhebt.
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am 29. Juli 2002
Eine verheiratete Madrilenin stirbt barbusig in den Armen ihres Liebhabers, bevor sie zum ersten Mal mit ihm schlafen kann. Ihr Ehemann ahnt auch am nächsten Tag noch nichts davon. Er ist in London, und zwar mit seiner Geliebten, die dort eine Abtreibung vornehmen lassen soll ...
Der Roman handelt von Menschen, die sich über entscheidende Vorkommnisse in ihrem Umfeld täuschen bzw. täuschen lassen: Víctor stellt fest, dass er für Marta nur ein Lückenbüßer für einen anderen Liebhaber war. Während sie ihren Mann Eduardo in Madrid betrügt, hält dieser sich mit seiner Geliebten in London auf und fällt dabei auf deren falsches Spiel herein. Die Ereignisse in London eskalieren ausgerechnet am Tag nach Martas Tod, von dem Eduardo erst am Abend erfährt. Eine wichtige Bezugsperson ist tot, aber man lebt tagelang ahnungslos weiter: ein schockierender Gedanke!
Der etwas surreale Plot ist schon etwas Besonderes. Aber darauf kommt es Javier Marías gar nicht an. Das Geschehen bildet nur das Gerüst für ein immer weiter verästeltes -- scheinbar gleichmütiges -- Erzählen mit tausend Abschweifungen, Reflexionen und Wiederholungen. Das Erzählen ist gewissermaßen selbst das Thema, um das es in diesem Roman geht: Erst indem Víctor Francés seine Geschichte erzählt, wird er für andere fassbar; auch der Witwer will unbedingt von den Stunden erzählen, als seine Frau bereits tot war und er nichts davon ahnte -- und sogar der spanische König träumt (vergeblich) davon, dass die Öffentlichkeit in seinen Reden etwas über ihn persönlich erfährt. Durch das Erzählen versuchen die Protagonisten, die Auflösung der flüchtigen Dinge zu verhindern, gegen das Vergessen anzukämpfen. "Am unerträglichsten ist es, dass jemand zu einem Stück Vergangenheit wird, der für einen die Zukunft verkörpert hat."
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am 4. September 2007
Was für ein Anfang. Die ersten achtzig Seiten reißen einen so mit, daß man allein wegen ihnen den Roman rühmen möchte. Die Idee ist so simpel, daß man sich fragt, warum ist vor Marías noch nie niemand darauf gekommen. Nicht nur das. In welche Richtung kann die Handlung danach überallhin aufsplittern. Marías Stil, seine Sprache, sein kalter Blick wird zumeist hervorgehoben, doch sollte man sich ruhig auch einmal dem Kern seiner Geschichten annehmen, dem was man genretypisch im Kriminalroman Plot nennt.

Ein Mann will mit einer Frau ins Bett gehen, doch sie stirbt. Sofort läuten die Alarmglocken: Wieso, warum, wer hat sie ermordet, ist sie freiwillig aus dem Leben geschieden? Nichts von alldem. Sie stirbt einfach beim ersten Rendezvous. Und was wird aus dem Kind, nachdem der Mann die Wohnung verlassen hat? Marías hält das Niveau des Anfangs. Wie er nicht nur in diesem Roman Geheimnisse entblättert, beeindruckt.

Ein sinnliches Buch des Unheimlichen. Wie eine Fahrt durch die Nacht. In den Straßen brennen Laternen. In den Wohnungen Licht. Überall Menschen mit einem Geheimnis.
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am 25. Oktober 2004
Ehrlich gesagt gefällt mir "Morgen in der Schlacht denk an mich" noch besser als "Mein Herzu so weiß".
Man ist einfach hin und weg wenn man die ersten Seiten nur gelesen hat, es zieht sich zwar dann kurzzeitig immer ein bißchen hin, wird aber dann durch wirklich spannende und fessenlde Passagen wieder fantastisch.
Wenn man aber Längen nicht beim Lesen erträgt, ist eher abzuraten, aber dann entgeht einem ein echt gutes Buch.
Der Hauptcharakter im Buch ist irgenwie von allen Zeiten gefesselt, die Vergangenheit lässt ihn nicht los, die Gegenwart macht ihm Probleme und die Zukunft ist für ihn ungewiss.
Zusammenfassend kann man nur sagen: Lesen und sich wohlfühlen!
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am 12. Januar 2016
Ich mache mir nur die Mühe, eine Rezension zu schreiben, wenn ein Buch besonders gut oder besonders schlecht war. Dieses hier hat mich verzaubert. Javier Marias` blumige und philosophische Sprache stimmt nachdenklich und läd zum Nachdenken ein. Die Geschichte ist spannend und berührend. Man möchte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Lassen Sie sich von diesem Buch berühren!
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