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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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3,9 von 5 Sternen
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am 2. November 2004
Dieses Buch muß man lesen, wenn man sich als zu spät Geborener ein Bild über die 68er-Generation machen möchte - über ihre Schlüsselerlebnisse, ihre Ideale, ihre Lebensformen und ihre Enttäuschungen.
Das Buch erzählt die exemplarische Geschichte des Studenten Ulrich, der vom unpolitischen Frauenheld zum politischen Aktivisten mutiert. Ulrich dringt im Laufe des Romans immer tiefer in die 68er-Szene ein und steht schließlich beinahe im Zentrum der Ereignisse. Er durchläuft gleichsam alles Stationen einer typischen Sozialisation dieser Generation: Anti-Springerdemos, SDS, Universitätskrawalle, Wohngemeinschaft, sexuelle Befreiung, Konflikt mit der Vätergeneration, Vietnam-Krieg, Terrorismus, Straßentheater, Basisarbeit in der Fabrik.
Im letzten Teil des Buches geht es schon um das (vorläufige?) Scheitern der Bewegung. Nachdem die großen Träume fürs erste zerplatzt sind, entscheidet Ulrich sich dafür, den Beruf des Grundschullehrers zu ergreifen. Der Marsch durch die Institutionen hat begonnen.
Die wichtigste Figur neben Ulrich ist der intellektuelle Studentenführer Petersen, der ein bißchen an Rudi Dutschke erinnert. Petersen ist aber nicht nur ein glänzender Theoretiker, sondern auch ein zuverlässiger und solidarischer Freund. Trotzdem kommen Ulrich und Petersen einander menschlich nicht wirklich nahe.
Die Figur des Ulrich eignet sich sehr gut als Identifikationsfigur für den Leser, weil er anfangs eher ein unpolitischer Außenstehender ist. Ulrich und mit ihm der Leser durchleben gleichsam eine 68er-Schlüsselszene nach der anderen. Die Atmospäre dieser Zeit wird in diesen Szenen so pointiert und authentisch eingefangen, daß eine Sogwirkung entsteht, der der Leser sich kaum entziehen kann. Man hat am Ende das Gefühl, dabeigewesen zu sein.
Dieses Buch kann man durch keine Dokumentation und kein Sachbuch über die 68er-Bewegung ersetzen. Es war eine Zeit großer Ideale, aber auch großer Irrtümer. Was bleibt?
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am 15. September 2005
Ich weiß nicht, wie ich diesem Roman gerecht werden kann. Ich versuch es einfach.
Ulrich Greiner schrieb in der FAZ über „Heißer Sommer": „(...) Timm hat mit diesem sympathisch-ehrlichen Roman über die Studentenbewegung recht, es war so, wie er sagt."
Ich weiß nicht, ob der Roman „Heißer Sommer" tatsächlich ehrlich ist. Ich war schließlich nicht dabei. Er wirkt jedenfalls, so weit ich das beurteilen kann, sehr authentisch und ist in sich durchaus schlüssig. Sympathisch ist der Roman in jedem Sinne.
Timm hat eine Erzählperspektive gewählt, die dem Leser Ullrichs Gedanken nahe bringt. Fast wirkt es so, als ob man plötzlich selber Ullrich ist und nicht nur an seinen Gedanken, Erlebnissen, an seiner Entwicklung teilnimmt. Manchmal habe ich mich über Ullrich geärgert und dann wieder über andere. Ullrichs Geschichte hat mich berührt. Ich konnte den Roman einfach nicht zur Seite legen. Ich wollte wissen, was mit Ullrich und seinen Freunden passiert.
Meiner Meinung nach geht es jedoch nicht nur um die Studentenrevolution und die Auswirkungen, die sie auf Ullrich ausübt. Es geht ebenfalls um eine Art Freundschaft, zwischen dem SDS-Mitglied Petersen und Ullrich. Eigentlich werden fast alle literarischen Figuren in dem Roman „Heißer Sommer" bei dem Vornamen benannt. Petersens Vornamen kennt man nicht. Obwohl sich Ullrich sogar eine zeitlang von Petersen distanziert, ist er wichtig für Ullrich. Die Geschichte von Ullrich und Petersen, diese zarte Freundschaft, die eigentlich gar keine ist, die ist einfach nur rührend. Die menschlichen Beziehungen spielen in Timms Roman eine wichtige Rolle. Daher ist dieser Roman nicht einfach nur ein Bericht über die Studentenrevolte, sondern ein Roman über den Protagonisten Ullrich. Es geht um seine Entwicklung, um seine Gedanken, um seine Freunde, um seine Feinde, um seine Familie, um seine Erlebnisse und um seine Geschichte von 1967-1969.
Uwe Timms Roman „Heißer Sommer" ist packend, spannend, rührend, interessant und ich gehe einfach mal stark davon aus, dass es ein ehrlicher Roman ist.
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am 16. Februar 2004
Ein sehr stilechter Entwicklungsroman, der neben dem Reifungsprozess des Protagonisten Ullrichs, die gesellschaftlichen, als auch mentalen Umschwünge der 68-Generation detailgetreu, als auch authentisch zu schildern vermag.
Zwar irritieren die gelegentlichen Rückblenden des Autors, da diese nicht ausdrücklich gekennzeichnet sind, jedoch fällt es bereits nach kurzem Einlesen ziemlich leicht zusammenhängende Handlungen zu verstehen, nachdem man sich an den einfach zu verstehenden Schreibstil Uwe Timms gewöhnt hat, zumal dieser aufgrund der Einbringung seiner eigenen Erfahrungen Drehbuchqualitäten besitzt.
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am 31. Januar 2002
Uwe Timm schleust hier auf so dreihundert Seiten den Germanistikstudenten Ullrich durch so ziemlich alle Lebenssituationen und Lebenseinstellungen, die die wilden Jahre 1967/68 zu bieten hatten. Kein Wunder, daß man bei einem halben Dutzend von Ex-Freundinnen und diversen Kommilitonen, Fabrikkollegen, SDS-Führern gelegentlich den Überblick verliert, und teilweise hat man auch den Eindruck, als müßten jetzt partout sämtliche Schattierungen der neuen Denkart in persona auftreten: Seminarmarxisten-Kauderwelsch, Anti-BILD-Demos, freie Liebe, WGs, spießige, kriegsverherrlichende Eltern, Müslifanatiker und schließlich der kommunistische Arbeiter. So ganz nachvollziehbar sind die ständigen Wohnungs-, Job-, Lebensziel- und Lebensabschnittspartner-Wechsel, die Ullrich hinter sich bringt, infolgedessen nicht. Aber der Roman ist immer noch nett zu lesen, vor allem für diejenigen, die sich noch nicht so ausgiebig mit jenem berüchtigten Jahr auseinandergesetzt haben; die werden nämlich immer noch was Neues und Überraschendes finden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Oktober 2010
Klasse, dachte ich im ersten Moment. Ein Buch über die Studentenrevolten in den 60-er Jahren. Ich habe die Zeit nicht miterlebt, aber ich kann mich ja ein bisschen in das Thema einlesen. Ich musste feststellen, ich kann es nicht nachvollziehen. Ullrich, der Student, der nur noch einen Schein machen müsste, um fertig zu sein. Er bekommt es nicht auf die Reihe, hängt in Kneipen rum, am Baggersee, geht aus und freut sich seines Lebens und liegt dabei seinem Vater auf der Tasche. Irgendwann arbeitet er auch, aber das hat schon wieder etwas Politisches an sich, sich auf die Arbeiterklasse hinab zu begeben und an der Basis zu sein. Ullrich macht eine Entwicklung durch und hat am Ende doch noch den Wunsch Lehrer zu werden, um die armen Arbeiterkinder auf den richtigen Weg zu bringen. Will er eigentlich selbst Lehrer werden oder macht er das nur, weil es ihm von den anderen in den Mund gelegt wird. Es ist ganz interessant den Wandel mitzulesen von der Langhaarfrisur zum rasierten Nacken und von der Schaffelljacke zum Blazer unter der Regenjacke. Um die ganze Zeit besser zu verstehen, fehlen mir allerdings noch sehr viele Hintergrundinformationen. Wie war das damals mit dem Schuss auf Benno Ohnesorg, der sich ausbreitende Kommunismus, Springer, etc.
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am 5. November 2006
Uwe Timms hochgradig autobiographischer Roman "Heißer Sommer" erzählt die Adoleszenzgeschichte seines Protagonisten Ullrich. Einem lethargischen Germanistikstudenten, dem nur noch ein läppischer Schein fehlt, um sich für das Staatsexamen melden zu können. Seine Beziehung zu Ingeborg haucht auf den ersten Seiten des Romans ihre letzten Züge aus; Ullrich wirkt statisch, handlungsunfähig. Was ist mit ihm los? Die Gesellschaft krankt: Wirtschaftswunder, Aufschwung noch und nöcher, aber auf sozio-kultureller Ebene kommt kein besonders großer Schwung in Gang - noch nicht.

Aus dem lethargischen jungen Mann, der zusehendes die Vorteile seines Bildungsmoratoriums "Studium" entdeckt, wird mehr und mehr ein politisiertes Subjekt. Ullrich nimmt, schließlich in Hamburg angelangt, die ideologischen Parolen der Studentenrevolte voll und ganz an, bekämpft die verkrustete Ordinarienuniversität und den Springer-Konzern. Von den Schattenseiten dieser Protestkultur weiß er noch nichts - noch nicht.

Weitere Stationen innerhalb der Protestkultur, welche die zunehmende Ichwerdung und Autonomie des Helden aufzeigen, werden in diesem Entwicklungsroman folgen. Bisweilen gelingt Timm dabei ein amüsanter ironischer Schreibstil und eine hie und da lobenswerte Situationskomik. Doch wirkt das Ganze mehr wie ein Geschichtskurs über die Studentenrevolte, deren Scheitern - der Roman erschien erstmals 1974 - ja längst feststand.

Die Charaktere, inklusive Ullrich, reichen über das Format "Holzschnitt" nicht hinaus. Typisierungen, sei es durch Kleidung oder andere Indikatoren, verraten gleich, wie diese oder jene Figur zu werten ist. Der größte Makel liegt allerdings in der gänzlich fehlenden Psychologie, was dem Helden kein Entwicklungspotenzial schenkt. Ullrichs Leben wird bestimmt von Zufällen, nicht von Handlungslogik oder Innerlichkeit.

Fazit: Wer damals dabei war und noch einmal nachlesen möchte, wie schön das war, der Obrigkeit eins auszuwischen, Freiheitsgefühle aller Art auszukosten, aber leider auch die Misserfolge miterleben zu müssen, dessen historisches Interesse mag in "Heißer Sommer" Erfüllung finden. Uwe Timm geht als impliziter Autor voll und ganz in Ullrich auf. Dieser Blick aus der zweiten Reihe hat also durchaus realhistorische Bedeutung. Abgesehen davon ist der literarästhetische Wert allerdings nicht besonders hoch.
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am 15. Juli 2013
Dieser Roman fesselt derart, dass er mentale Striemen hinterlässt, die den Leser noch lange Zeit an ihn denken lassen.
Mit Ulrich, dem Protagonisten dieses Textes, durchlebt man Entstehung und Verlauf der zentralen Ereignisse der 68er Studentenrevolte. Anfangs politisch eher desinteressiert und auch sonst tendenziell lethargisch, wandelt er sich allmählich zum Mitläufer der politisch aktiven Szene. Wobei seine eigene Motivation dabei selten darüber hinausgeht, weibliche Bekanntschaften zu knüpfen. Das Personal des Romans steht beispielhaft für verschiedene Gruppierungen der Studentenbewegung und dennoch hat man es nie mit Stereotypen zu tun. In den Text hineinmontiert sind Flugblätter und Zitate von wichtigen Theoretikern der Bewegung.

Kaum ein anderer Roman, der einen historischen Stoff zur Grundlage nimmt, vermag es die Atmosphäre einer vergangenen Zeit so präzise und lebendig heraufzubeschwören! Ein distanzierter Blick auf die 68er-Bewegung und zugleich unmittelbare Nähe am Geschehen fallen hier wunderhaft in eins.
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am 16. Februar 2004
Uwe Timm zeigt in seinem Reifungsprozessroman "Heißer Sommer" die Wandlung der Hauptperson Ullrich, ein Student der 68er, von einem uninteressierten, unreifen Mitläufer zu einem aktiven Mitglied der Studentenbewegung. Dies reicht soweit, dass er sogar gegen Ende des Buches das zu Anfang des Romans von ihm falsch verstandene Zitat Hölderlins "Wachs und werde zum Wald! Eine beseeltere, vollentblühende Welt! Sprache der Liebenden sei die Sprache des Landes, ihre Seele der Laut des Volkes." in seiner ganzen Tragweite zu interpretieren vermag. Jenes Zitat spiegelt seine Absicht ein weltbewegender Impuls in der allzu harmonisierten Welt zu werden, wieder. Lediglich die ständigen unvermittelten Rückblicke Ullrichs auf Vergangenes erschweren das flüssige Eindringen in die ansonsten sehr zugängliche und treibende Story.
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am 28. März 2011
Erzählt wird die Geschichte des Studenten Ullrich, der zuerst in München, dann in Hamburg die Studentenrevolte von 1967 und 68 miterlebt, zum Teil auch aktiv daran mitwirkt, der sich jedoch von den Akteuren dieser Revolte zunehmend entfernt - ohne allerdings die Utopie einer besseren, friedlicheren Welt aufzugeben.
Die negativen Seiten der 68er werden dabei nicht ausgespart. Es kommen reichlich Studenten vor, die ideologisch Verbohrtes von sich geben - z.B. von den deformierten Gestalten", die es zu verändern gelte - und die bei ihren Diskussionen Frauen nicht zu Wort kommen lassen und sich Arbeitern gegenüber als arrogante Schnösel aufführen; die Protestveranstaltungen gegen die Konsumgesellschaft organisieren und gleichzeitig einen vom reichen Vater finanzierten hedonistischen Lebensstil pflegen; die sich gegen das Morden in Vietnam wenden, nur um dann selbst in die Gewalt abzudriften. Von all dem distanziert sich die Hauptfigur zunehmend. Zugleich wird aber auch gezeigt, wogegen die Studenten zu Recht protestierten. Das in Hierarchien erstarrte Universitätssystem wird wunderbar karikiert; die Naziverstrickungen der Elterngeneration werden thematisiert. Eine denkwürdige Episode ist die (historisch übrigens korrekte) Geschichte vom Umsturz des Wissmann-Denkmals - eines Monuments für den Afrikaforscher und Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Hermann von Wissmann, das sinnfälliger Ausdruck kolonialistischer Überlegenheitsgefühle war.
Also eine sehr differenzierte Darstellung der 68er-Bewegung. Die Schärfe der Selbstkritik in diesem bereits 1974 erschienenen Roman scheint mir dabei durchaus überraschend; andere 68er haben mehrere Jahrzehnte gebraucht, um zu ähnlich selbstkritischer Reflektion zu kommen.
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am 12. Juli 2015
Ullrich Krause, die Hauptperson dieses (fiktiven) Romans ist wahrscheinlich ca. fünf Jahre älter als ich. Ich habe einfach versucht, die beschriebenen Stationen seines Lebens vom Studenten – bis es dann irgendwann zu einer relativen Ruhe kommt - nachzuvollziehen. Es geht um die 68 Jahre, die Studentenrevolte, die Radikalisierung, der ganze Muff, der in Deutschland zu der Zeit explodierte. Diese Stationen sind natürlich heute deutsche Zeitgeschichte und waren vor kurzem in der RAF Ausstellung in Berlin zu sehen. Sehr gut. Aber mich hat das Buch deshalb so fasziniert, weil ich die Unruhe, die der Student Krause hatte, schon damals als 15jähriger in mir trug. Die Rebellion ging auch in die Gymnasien, von dem ich natürlich aus der Quarta flog, ich will jetzt nicht sagen nur aus Rebellionsgründen, da war auch eine Latein- und Mathesperre, die ich nicht überwinden konnte. Wie gesagt, ein ständiges Unwohlsein, mit Energie auf die "Rote Punkt Aktion" und "Hausbesetzungen" in unseren Ruhrgebietsstädten. Aus heutiger Sicht Übungsfelder, die kleinen Brüder für uns Schülerinnen und Schüler der großen Studentenrevolten und Aktionen in Berlin und Hamburg. Und an dieses Unwohlsein über den Staat, bis hin zur Hilflosigkeit und unkontrollierbaren wütenden Bauchaktionen, kann ich mich noch genau erinnern. Wir wurden damals politisiert. Aber jetzt kommt die große Stärke des Buches. Es kommt einfach drauf an, wen man trifft, oder wem man grade zuhört. Neben wem man steht, ob da grad ein Mädel ist, die man klasse findet oder ob man sich mit einem großen Agitator die Kante gegeben hat. Man wird nicht einfach zum "Revolutionär", weil man sich was anliest und irgendwelche Konsequenzen aus Zuständen zieht, sondern es kommt darauf an, in welchem Umfeld man sich grad befindet. Ich kann mich noch genau erinnern, dass ich Leute bewundert habe, die Mikrophonfest waren, die die Menschen begeistern konnten. Gefährlich. Irgendwann war es nämlich egal, wovon der sprach, es war einfach ein Gefühl, wir schaffen das. Ullrich Krause, und auch ich haben aber nie die Zweifel verloren, diesen subjektiven Faktor, den Zweifel an der eigenen Persönlichkeit. Uwe Timm versteht es meisterhaft diese Unruhe einer Person mit der Unruhe im Staate zu verweben. Geschenkt, dass am Ende der Trip ins Esoterische ein wenig aufgesetzt wirkt, aber es rundet das Bild der Zeit ab. Ein wichtiges Buch.
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