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Kundenrezensionen

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am 11. Februar 2013
Ich bin davon ausgegangen, dass das Buch und die Kindle-Ausgabe identisch (oder wenigstens fast) seien.
Die Übersetzung ist so unglaublich schlecht, dass man rätseln muss, was einzelne Worte oder der Sinn bedeuten sollen. Orthographie ist ebenfalls Fremdwort bei dieser Ausgabe.
Dass Bücher nicht mehr so liebevoll lektoriert werden wie früher, ist mittlerweile schon nichts Neues mehr; hier wird aber ein schönes, bekanntes Buch völlig verzerrt - es macht keinen Spaß die Kindle-Ausgabe zu lesen, schade!
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Das Waisenkind Jane Eyre lebt im 19. Jahrhundert im englischen Hause Gateshead bei ihrer strengen, sie oftmals ohne schwerwiegenden Grund bestrafenden Tante Mrs. Reed. Jane wird ebenfalls von ihrem Vetter John geschlagen und beschimpft. Mrs. Reed entschließt sich Jane in das Waisenhaus Lowood von Mr. Brocklehurst abzugeben, der Jane zukünftig als Lügnerin ansieht. Jane wächst zu einer sittsamen jungen Frau und Lehrerin heran und wird schließlich Erzieherin in Thornfield Hall. Dort befindet sich der Hausherr Mr. Rochester, den sie sehr bald lieben lernt. Doch Mr. Rochester hält ein menschliches Geheimnis in seinem Herrenhaus versteckt und nach Monaten der Enttäuschung kehrt Jane doch zu Mr. Rochester zurück, der von einem Brand nahezu erblindet ist...

Der Roman Jane Eyre schwankt zwischen Trivialroman und wichtiger englischer Literatur, denn die Handlung alleine besticht nicht in diesem Roman, sie gleicht eher einem Wunschtraum von Charlotte Bronte, denn die Autorin selbst hat viele Stationen verlebt, die sie ihrer Figur Jane mitgibt: Nahezu Waisenkind, der Tod der Schwester(n) (bei Jane eine Freundin aus Lowood), Erzieherin werden und von einem letzten Verwandten träumen, an dessen Tür man klopfen kann und bei dem man erfährt, man sei reich. Der Charakter der Jane Eyre ist jedoch viel stärker als die Handlung des Romans, sie ist eine Mischung aus rachsüchtiger, schüchterner und doch selbstbewusster, avantgardistischer und die Moral durchbrechende Figur, die mit viel Offenheit und Bewusstsein des eigenen Tuns beim Leser punktet und nicht etwa hölzern wirkt. Charlotte Brontes Roman ist stilistisch gesehen viel einfacher zu lesen als die Romane Jane Austens, jedoch fehlen dafür hier etwas die Ironie, der Witz, die unerträglichen Situationen, die man nur mit Ende des Romans als gelöst sieht, jedes Kapitel ist hier ein Buch für sich, das sich in sich abschließt. Jane Eyre kann man also lesen, interessiert man sich aber eher fürs Filme schauen als fürs Lesen, sollte man zu dieser BBC-Verfilmung greifen, die meiner Meinung nach die Beste bisher ist mit wirklich miteinander harmonisierenden Hauptdarstellern und einer Buchverfilmung würdigen Version ohne große Abweichungen: Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set).

~Bücher-Liebhaberin~
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am 3. Oktober 2007
Nachdem ich mit Begeisterung Jane Austen Romane gelesen habe machte ich mich auf die Suche nach anderen englischen Autorinnen jener Zeit und traf auf Charlotte Bronte und Jane Eyre.

Aufgemacht wie eine Autobiografie werden zuerst Janes Kinder- und Jugendjahre beschrieben. Jane Eyre wächst bei der reichen Familie ihres Onkels auf, sie ist Vollwaise. Als ihr Onkel stirbt wird sie von ihrer Tante und besonders ihrem Cousin schwer schikaniert. Sie rebelliert und wird in ein Internat für arme Waisenkinder gesteckt. Auch die Jahre auf der Schule sind hart und grausam doch wie durch ein Wunder überlebt die kränkliche, blasse Jane auch diese Zeit. Nach der Schule und nachdem sie dort einige Jahre selbst Lehrerin gewesen war, möchte Jane mehr von der Welt sehen und sucht sich eine Stelle als Gouvernante. Sie landet im düsteren Haus von Mr.Rochester. Dieser ist fasziniert von Janes scharfer Intelligenz, ihrer ehrlichen Natur und ihrem Mut, sie verlieben sich. Doch Janes seltenes Glück währt nicht lange, denn Mr.Rochesters Haus birgt ein dunkles Geheimniss aus der Vergangenheit seines Besitzers...

Jane Eyre ist mir im Laufe des Buches zu einer meiner liebsten Romanheldinnen geworden. So viel Unglück, Grausamkeiten und Schmerz Jane auch wiederfahren ist, hat sie nie daran gedacht aufzugeben. Charlotte Bronte hat damals mit Jane eine ganz neue Art von Romanheldinnen geschaffen. Eine Frau, die sich weder durch Schönheit, Sittsamkeit noch durch Geld auszeichnet sondern mit einem scharfen Verstand und die dazu noch Rechte einfordert die zur damaligen Zeit nur Männern vorenthalten waren.
Die Atmosphäre ist im ganzen Buch düster, leicht unheimlich und passt zu Jane Eyre und Mr.Rochester. Auch das Ende ist kein klassisches happy ending es trägt einen dunklen Nachgeschmack.
Den Roman habe ich sehr gerne gelesen und er hat mir sehr viel gegeben. Und obwohl schon 150 Jahre alt, lässt sich Charlotte Brontes plastischer Schreibstil gut und flüssig lesen. Vorallem für Frauen (gerne auch für Männer) ist Jane Eyre ein Stern am ewigen Literaturhimmel und wärmstens zu empfehlen
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am 18. Oktober 2002
Jane Eyre wächst unter schweren Bedingungen im Waisenhaus und bei lieblosen Verwandten auf. Als junge Frau kommt sie als Erzieherin auf den abgelegenen Herrensitz Thornfield, wo sie die kleine Nichte des düsten Mr. Rochester unterrichten soll. Zwischen dem älteren, reichen Gutsbesitzer und der zurückhaltenden, aber klugen Jane entsteht schon schnell eine besondere Verbindung, die in einem überraschenden Heiratsantrag mündet. Für die überglückliche Jane scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen, aber ihr Leidensweg ist noch nicht vorbei, denn Mr. Rochester hütet ein dunkles Geheimnis ...
Dieser überaus spannende Roman besitzt alles, was ihn zu einem der besten Bücher aller Zeiten macht - schaurige Atmosphäre, flüssige, wundervolle Sprache und detaillierte Beschreibungen, lebensnah gezeichnete Charaktere mit Stärken und Schwächen, eine spannende Handlung mit überraschenden Wendungen. Die äußerlich schwache und innerlich so starke Jane Eyre ist eine der einprägsamsten Frauengestalten der Weltliteratur. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne liest und stundenlang in einem Schmöker versinken kann.
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am 12. Februar 2012
...anders kann man diesen Roman nicht bezeichnen. Ich habe selten so mitgefühlt und gelitten wie bei diesem Klassiker. Natürlich ist er im Original noch schöner zu lesen, aber dazu fehlt manchmal dann doch die Lust.

Wer auf die ganz große Liebe steht, der sollte dieses Buch auf jeden Fall downloaden.
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am 23. Juli 2016
Ich habe das Buch schon vor Jahren einmal verschlungen.., wobei mir während des diesmaligen Lesens aufgefallen ist, dass ich es damals wahrscheinlich nur halb gelesen hatte.

Ich habe mich bewusst für eine ältere Übersetzung entschieden, denn einen modernen Stil finde ich für heutige Bücher ok, aber hier fand ich es einfach nur super passend. Für mich wirkte der Text so sehr authentisch und ich konnte mich gut in die damalige Zeit hineinversetzen. Die alte Sprache gab der Geschichte einen besonderen Charme.

Das, was mich wirklich gestört hat, waren die französischen Sätze, die darin vorkommen. Es ist jetzt nicht so übermäßig viel, aber ich mag es einfach nicht, in einer Geschichte unterbrochen zu werden, weil ich die Übersetzung nachschauen muss. (aber das ist so ein generelles Problem von mir - ich mag nicht so gerne Fremdsprachen in Büchern)

Stellenweise fand ich das Werk schon recht mühsam zu lesen. Die Leichtigkeit des Anfangs geht manchmal durch die wirklich langen Sätze und Monologe ein bisschen unter. Aber dann gab es Stellen, die waren einfach nur toll. Meist bin ich durch das Geschehen geflogen.

Charlotte Brontë weiß ihren Leser immer wieder zu überraschen. Es sind nicht unbedingt Wendungen, die das Buch nimmt, die man nicht voraussieht, sondern viel mehr Situationen an sich, mit denen man einfach nicht gerechnet hat. Es ist halt immer was, was einen wieder auffahren lässt, wenn man denkt, die Geschichte plätschert jetzt so dahin.

Toll fand ich auch die Figurenzeichnungen. Nichts kommt klischeehaft daher, keiner ist stereotypisch. Jeder hat seine ganz eigenen Eigenheiten, die sie mir mehr oder weniger sympathisch machten. Ich fieberte stets mit Jane mit, fand sie vorlaut, aber vor allem mutig. Auch die meisten anderen Personen schloss ich schnell ins Herz.

Das Ende fand das richtig emotional und das Allerbeste am ganzen Buch! Da hat die Autorin nochmals wirklich alles an Emotionen reingepackt, was ging - und es war mir echt nicht zu viel.

Ich bleibe dabei: Ich empfehle 'Jane Eyre' gerne und immer wieder weiter.

©2016
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am 6. März 2013
Über den Inhalt des Buches braucht man nicht zu reden, aber auch bei diesem Buch wird einem die Lesefreude durch die unendliche Anzahl von Druckfehlern vergällt. Warum nur haben gerade die klassischen Bücher eine so schlechte Qualität? Andere sind doch vollkommen in Ordnung, es geht also...
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am 19. März 2016
Der 1847 erschienene Roman "Jane Eyre, die Waise von Lowood" erzählt die Geschichte der verwaisten Titelheldin die im Alter von 10 Jahren von ihrem weiblichen Vormund, der verwitweten und verbitterten Mrs. Reed, die das ungeliebte Erzeugnis einer als gesellschaftlich verwerflichen Mesalliance zwischen ihrer Schwägerin aus gutem Hause und einem mittellosen Wanderprediger angesehenen Heirat in das Waiseninternat von Lowood abgeschoben wird und in einer eher freudlosen Umgebung zu einer gebildeten, selbstbewussten und realistisch-moralisch denkenden jungen Frau heranwächst.
Im Alter von 18 Jahren, nach zwei Jahren als Hilfslehrerin in Lowood, beschließt Jane schließlich ihre alte Schule zu verlassen und sich fortan als Gouvernante zu verdingen. Sie bekommt schließlich eine Stelle in Thornfield Hall, dem abgelegenen Landsitz von Edward Rochester, angeboten. Der einsam lebende "Junggeselle" Rochester fasst schließlich, aufgrund ihrer charakterlichen Tiefe, eine immer tiefer gehende Zuneigung zu seiner jungen Bediensteten, deren Erfüllung aber noch ein sorgsam gehütetes Geheimnis im Wege steht.

Insgesamt entwirft der Roman ein sehr stimmungsvolles Bild vom englischen Landleben, möglichst natürlich in einem überdimensionierten Herrenhaus mit unzähligen Zimmern und Kammern und einer sehr dünn gesäten Nachbarschaft, der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und weist typische schauervolle und fantastische Merkmale der damals allseits beliebten Gothic Novel, die sich auch in den zeitgenössischen Werken von Charles Dickens, Wilkie Collins oder Edgar Allan Poes finden, auf.
Gleichzeitig wird das Idealbild einer selbstbewussten und vernunftbegabten Frau entworfen, die ihre Entscheidungen und Urteile nach ihrem eigenen moralischen Kompass fällen kann und dadurch auch in der Lage ist als eigenständiges Individuum verantwortlich zu handeln und die eigene Zukunft selbst zu bestimmen und nicht das bloße unmündige Anhängsel eines Mannes oder eines Verwandeten zu sein.

Die kostenlose Kindle-Edition ist bis auf einige Fehler bei denen einzelne Buchstaben falsch sind oder ganz fehlen eigentlich ganz gut geraten.
Extras wie ein Nachwort, Glossar usw. fehlen gänzlich.
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am 19. August 2000
Brontes Roman Jane Eyre folgt in vielerlei Hinsicht dem Muster des Entwicklungsromans, so wie es durch Goethes Wilhelm Meister geprägt wurde und durch Thomas Carlyles Goethe-Übersetzung Eingang in die englische Literatur fand. So verfolgt der Leser die 'apprenticeship' seiner Heldin von der Kindheit bis zur Heirat und dem Finden ihres Platzes in der Gesellschaft. Ähnlich wie David Copperfield und Oliver Twist ist auch Jane ein Waisenkind, die ihrer Umwelt erhebliche Widerstände entgegen setzen muß, um für sich einen bescheidenen Lebensraum zu finden. In allen Prüfungen, die ihr vom Leben auferlegt werden (Tod der Freundin, tragische Liebesgeschichte, etc,), verletzt sie nie ihre moralischen Wertvorstellungen und beweißt stets Mut und Entschlossenheit. Da der Roman als fiktive Autobiographie als Ich-Erzählung verfaßt und aus der Retrosperktive geschildert wird, ergeben sich stets interessante Konstellationen zwischen erzählendem und erlebendem Ich. Brontes Werk ist nicht nur ein Klassiker der englischen Erzählliteratur, sondern auch ein frühes Dokument, des imaginären Erprobens neuer Aktions- und Handlungsräume der Frau im 19. Jahrhundert. Schonungslos ist der Roman auch als zeit-und gesellschaftskritisches Portrait , das in vielerlei Hinsicht mit den eigenen Erfahrungen der Autorin durchsetzt ist: das oft menschenfeindliche und erbamungslose englische Schulwesen und vor allem die beschränkten Möglichkeiten, die sich einer Frau zur Zeit des Viktorianismus boten, um ihren eigen Lebensunterhalt zu verdienen.
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am 19. Dezember 2005
Die Ich-Erzählerin namens Jane Eyre lebt nach dem Tod Ihrer Eltern bei Ihrer Tante Mrs. Reed und deren drei Kindern. Mrs. Reed lässt Jane deutlich fühlen, dass sie nur geduldet wird und die Kinder, allen voran John, macht sich dies zunutze indem er Jane misshandelt und schlägt, wo er nur kann, ohne eine Strafe befürchten zu müssen.
Die Demütigungen, denen Jane ausgesetzt ist, eskalieren derart, dass Sie sich eines Tages gegen die brutalen Schläge Johns zur Wehr setzt, worauf hin man Sie in das Internat „Lowood“ schickt. Auch dort herrschen Entbehrungen, strenge Regeln, fast verdorbenes Essen und schlechte medizinische Versorgung vor. Aber Jane erfährt hier zum ersten Mal in Ihrem Leben Freundschaft, Zuneigung und Verständnis. Dies führt schließlich dazu, dass Sie nach Schulabschluss für einige Zeit als Lehrerin in Lowood verbleibt.
Erste Liebe und noch mehr Leid
Als sie 18 Jahre alt ist, verlässt sie auf eigenen Wunsch Lowood und verdingt sich als Hauslehrerin in Thornfield Hall, das von Mr. Rochester, seiner unehelichen Tochter Adele und einer Haushälterin bewohnt wird.
Sie verliebt sich in den Hausherrn, gibt dieser Verbindung jedoch keine Chance da sie weder hübsch, noch reich oder standesgemäß für Edward Rochester wäre. Zu Ihrer Überraschung macht er Jane jedoch einen Heiratsantrag, den Sie voller Glück an nimmt. Doch am Vorabend Ihrer Hochzeit macht sie eine schreckliche Entdeckung: Edward ist bereits verheiratet und versteckt seine wahnsinnig gewordene Frau auf dem Dachboden. Er fleht Jane an, sie trotzdem zu heiraten. Dieses Ansinnen lehnt Sie jedoch voller Empörung zurück, da sie sich nicht der Bigamie schuldig machen will.
Sie flieht aus dem Haus und irrt verzweifelt durch die Heide bis Sie, halb verhungert, im Haus der Geschwister Rivers Zuflucht findet. Hier sucht Sie Abstand von Edward, den Sie immer noch liebt, wird von Ihrem Vetter St. John Rivers umworben und erfährt wie nebenbei, dass die Rivers entfernte Verwandte sind. Als Sie von einem fast gänzlich vergessenen Onkel zur Alleinerbin eingesetzt wird, teilt Sie das Vermögen zwischen sich und den Geschwistern auf und muss sich nicht mehr als Almosenempfängerin Ihrer Verwandten ansehen.
Eines Nachts glaubt Sie im Traum die Stimme von Edward zu hören, der Sie verzweifelt ruft. Unverzüglich reist Sie nach Thornfield Hall und findet das Haus durch einen Brand völlig zerstört vor. Edwards Frau ist bei dem von ihr gelegten Brand zu Tode gestürzt und er selber ist so schwer verletzt, dass er für immer auf Hilfe angewiesen ist.
Die beiden heiraten und leben gemeinsam mit Adele in zwar bescheidenen, doch von monetären Sorgen befreiten Verhältnissen glücklich zusammen.
Wir können auch anders!
Damals wie heute spiegelt Literatur auch den Konsens der Gesellschaft. Viktorianische Frauen sollten hübsch, dumm, folgsam, gläubig und ansonsten bestenfalls Staffage und Aushängeschild des Hausherrn sein. Jane Eyre ist genau das Gegenteil: intelligent, interessant, eigenwillig und stur. Sie hat ihre eigenen Vorstellungen vom Leben und setzt diese auch um; und das sogar gegen den Willen der Männer in Ihrem Leben. Dies geht soweit, dass am Ende der Biographie Sie zur Ernährerin Ihres Mannes wird, der ohne Sie und Ihr Geld hoffnungslos verloren wäre. Mit Ihrer Erzähltechnik steht sie damit eher Defoes „Molly Flanders“ als Dickens oder Thackeray näher. Ihre Intension sind weniger sozialkritische Schilderungen oder naturgetreue Milieudarstellungen sondern die Schilderungen des inneren Lebens der Protagonistin.
Erika Mann liest
Sophie Rois, vielleicht vielen bekannt aus der Mini-Serie „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ in der Rolle der Erika Mann, hat eine Stimme mit einer erstaunlichen Bandbreite. Intuitiv erfaßt Sie die hinter den Textstellen versteckt liegenden Emotionen und vermag dadurch dem Hörer ein ungewöhnliches Hörerlebnis zu verschaffen. Mal glaubt man, einem trotzigen Kind zu lauschen, ein anderes Mal ersteht vor dem inneren Auge der bigotte, selbstgefällige Schulleiter oder die hochnäsige, kalte Tante nebst feixenden, sadistischen Kindern. Besonders gelingt ihr durch behutsamen Tonwechsel, der sich über die gesamte Laufzeit erstreckt, das „Erwachen“ von Jane Eyre auch stimmlich zu vermitteln. Und hier ist das Hörbuch wieder einmal der Printversion weit voraus: um diese Entwicklung auf die Schnelle nochmals nachvollziehen zu können, genügt es einfach, ein paar Tracks der ersten und der letzten CD hintereinander anzuhören, um allein durch die nuancierte Vortragsweise von Fr. Rois einen Eindruck von der Wandlung Jane Eyres zu erhalten.
Ein Juwel
Es handelt sich um eine, so Verlagstext, sorgsam gekürzte Lesung, und ich kann dies, verglichen an Hand „Jane Eyre“-Ausgabe des Insel-Verlages, nur bestätigen. Dem Hörbuch selber liegt ein 8-seitiges, eng bedrucktes, ausführliches und informatives Booklet bei. Die CDs selber sind, genau wie bei Benetts „Hotel Grand Babylon“ mit 90 Minuten übervoll, was jedoch nicht zu Lasten der Klangqualität geht.
Fazit: Hervorragend rezitierte, sehr gut ausgestattete Hörbuchversion eines zeitlosen Klassikers.
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