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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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4,2 von 5 Sternen
Oblomow: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:16,90 €+ 3,00 € Versandkosten


Wer russische Autoren wie Dostojewski oder Tolstoj mag, liegt mit Gontscharow's Oblomow genau richtig. Die Charakterbeschreibungen sind detailliert, man vermag sich sogar in einen Oblomow, der den ganzen Tag am liebsten schläft und sich von seinem treuen, aber faulen Diener in den kurzen Stunden dazwischen bedienen lässt, hineinversetzen. Interessant wird die Konstellation durch den aktiven Freund Oblomows, den deutschen Stolz, der versucht, ihn aus seiner Lethargie zu reißen. Der Leser fiebert mit, möchte Oblomow selbst einen Schub geben ... Wird ganz in die Welt des Buches hineingezogen!
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am 9. März 2017
Es ist eine Geschichte die teilweise langweilt, die einen selbst frustriert und wütend macht. Aber auch zum Lachen bringt und denken zwingt.
Die Geschichte wird mit steigender Seitenzahl immer spannender, bis sie schließlich mit einem so bedrückendem emotionalen Ende aufhört.
Trotz des Alters des Romans ist die Figur des Oblomows zeitlos. Eine Figur, die man nicht vergessen kann, aber sollte.
Die Verbildlichung des inneren Kampfes gegen Faulheit, Trägheit und Entschlossenheit, der zugunsten der falschen Selbstlosigkeit verloren wird.

Die Russen in ihrer Eigenart sind eigenartig. Aber genial.
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am 6. August 2013
Es sind schon ein paar Jahre her, dass ich "Oblomow" gelesen habe, aber ich erinnere mich, dass ich beim Lesen oft ganz plötzlich saumüde wurde, und das meist in den Momenten, als Oblomow nichts sehnlicher wünschte, als sein Haupt gemütlich zu betten ;-)

Ich verstehe jüngere Leser, die, angesichts der gedrechselten und ungewohnten Sprache, mit dem Buch hadern. Mir ging es stellenweise auch so (und jung bin ich nicht mehr).
Wenn man sich aber, mit dem Wissen um eine andere Zeit und in einem anderen Land, darauf einstellt, erliest man sich ein durchaus komisches und zugleich tragisches Buch, und man hat tiefes Mitleid mit den Protagonisten.
Oblomow war für mich ein Highlight unter den Klassikern.
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am 17. November 2004
Oblomow, eigentlich Adeliger und Gutsbesitzer, lebt in einer verwahrlosten Wohnung in Petersburg. Er liegt den ganzen Tag im Schlafrock auf dem Diwan, döst vor sich hin, empfängt Besucher, freut sich auf das nächste Essen und träumt von seiner Kindheit. Als gerade ein "zweifaches Unglück" über ihn hereinbricht (der Verwalt schreibt ihm wieder einmal vom chaotischen Zustand seines Gutes und er soll aus der Wohnung ausziehen), kommt ihn sein alter Jugendfreund Stolz besuchen. Stolz - selbst ein vor Fleiß, Interessen und Reiselust strahlender, erfolgreicher Mann - möchte Oblomow aus seiner Lethargie reißen, und erinnert ihn an die Ideale, die Pläne und den Wissensdurst von einst, um ihn wieder ins Leben zurückzuführen. Er stellt ihm, bevor er wider abreist, seiner jungen Bekannten Olga vor, die ihn durch ihr jugendliches Wesen und ihren Gesang verzaubert. Oblomow verliebt sich in sie und beginnt für sie wieder zu leben, zu lesen und zu hoffen. Mehr sei von der Handlung noch nicht verraten.
Oblomow ist einerseits als Adeliger ein "überfüßiger Mensch", der Vertreter einer Klasse die sich überlebt hat. Vor allem aber ist ein Mensch von grenzenloser Bequemlichkeit; interesselos, anspruchslos, bewegungslos lebt er in den Tag hinein, während wie zufällig die Jahre an ihm vorbeifließen. Wenn sein Verwalter ihm schreibt, schrickt er kurz auf, denkt an seinen "großen Plan", der alle Probleme lösen soll und sinkt dann wieder zurück auf den Diwan. Auf einmal sieht er einen Weg zurück ins Leben: Stolz versucht, ihn zu Disziplin und Interesse an der Welt aufzurütteln und durch Olga lernt er Leidenschaft und vollkommene Hingabe kennen. Er steht auf der Kippe zwischen dem Luxus der ereignislosen, sorglosen Trägheit und dem aktiven, bewussten pulsierenden Leben - doch ob er es schafft? Lesen Sie selbst (und vielleicht werden auch Sie sich manchmal wiedererkennen).
Dieses Buch ist ein wahres Meisterwerk, fesselnd und spannend auf eine Art, die sich gar nicht wirklich beschreiben lässt. Gontscharow schreibt psychologisch, beinahe wie Dostojewski, und dabei so mühelos fließend, dass man mitten im Geschehen ist.
Sehr schöne Ausgabe.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. November 2010
Der russische Gutsbesitzer Oblomow verlässt nur ungern seine Liegestatt. Dort empfängt er seine Besucher, dort verbringt er den Tag, dort schmiedet er große Pläne, die er aber nie umsetzt. Der Schlafrock ist sein liebstes Kleidungsstück. Im Nichtstun sieht er seinen Lebensinhalt. Seit 12 Jahren wohnt er bereits in St. Petersburg, seit dem hat er sein Gut nicht mehr besucht. Weil er sich nicht kümmert und weil er bis an die Grenzen des Erträglichen ausgenutzt wird, fallen die Erträge jährlich geringer aus. Seine Freunde sind, bis auf eine Ausnahme, Schmarotzer, die ihm die Zeit und vor allem sein Geld stehlen. Auch sein Diener Sachar ist Nutznießer von Oblomows Desinteresse und Gleichgültigkeit. Einzig sein Freund aus der Jugendzeit, Andrej Karlowitsch Stolz, schafft es, ihn aus seiner Lethargie herauszureißen. Ist er da, was auch in Oblomows Augen viel zu selten geschieht, verlässt er seine Ruhestätte, er rafft sich auf, die vom Freund empfohlenen Bücher zu lesen und zeigt Interesse an seiner Umwelt. Stolz gelingt es auch, Oblomow mit Olga bekanntzumachen. Für kurze Zeit kann Oblomow über seinen Schatten springen und die Liebe genießen. Jedoch lassen ihn Selbstzweifel und Unentschlossenheit diese Beziehung beenden und er fällt in stärker denn je in alte Verhaltensmuster zurück.

Ilja Oblomow ist wohl der faulste, trägste, unentschlossenste und apathischste Romanheld der Literatur, aber er ist ein auf seine Art ein liebenswerter Protagonist. Der Begriff der "Oblomowerei" für die Langeweile und den Müßiggang hat auch in den deutschen Wortschatz Einzug gehalten. Als Abkömmling des russischen Landadels steht Oblomow für das feudalistische Althergebrachte, sein Gegenspieler im Roman ist der deutschstämmige Kaufmann Stolz, der den Aufbruch in die neue Zeit verkörpert. Da Gontscharow seinen Roman logisch und intelligent aufgebaut hat, ist das Ende zwar vorhersehbar, aber nicht in der Vielzahl seiner Details. Hat mir der Roman in seinen ersten drei Teilen schon gut gefallen, war der Schlussteil sozusagen die Krönung für mich. Zu Beginn des Buches stellte ich mir immer wieder die Frage, wie man so wie unser Held werden kann. Die Beantwortung folgt in "Oblomows Traum", welcher als Erzählung bereits 1848 veröffentlicht wurde. Mit seinem Protagonisten provoziert Gontscharow gekonnt, seine feine Ironie macht das Buch zu etwas Besonderem. Hervorheben möchte ich die wunderbare Charakterisierung der in der Handlung vorkommenden Personen. Alle sind sie fein gezeichnete Individuen, die beim Lesen zum Leben erweckt werden.

Heute, 150 Jahre nach seinem Erscheinen, hat dieser Roman eine ungeheure Aktualität erlangt - allerdings genau als Negation dessen, was Gontscharow aussagen wollte. In der heutigen Zeit mit ihrer Hektik, dem Hetzen von einem Termin zum anderen, dem Zeigen des aktiven Lebens, ist ein wenig Oblomowerei sicher ein gesunder Gegenpol zum geschäftigen Alltagsleben.

Mein Fazit: Mit "Oblomow" schuf Iwan Gontscharow ein Meisterwerk, das ihn als Autor auf eine Stufe mit Tolstoi und Turgenjew hebt. Dabei ist dieses Buch einfach, mit vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten und schnörkellos geschrieben. Mich hat dieses Werk überzeugt. Zu Unrecht ist es nicht so bekannt wie die anderen Werke der großen russischen Literaten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. August 2012
Der Roman hatte für seinen Verfasser Gontscharow offensichtlich die Funktion, den Oblomow in sich selbst in Schach zu halten. Deswegen entwickelt er einerseits diesen sprichwörtlich berühmt gewordenen faulen, verpennten, schlappen Typ ("Mehlsack") in Reinkultur, kontrastiert ihn aber mit einem Gegentyp, dem "Deutschen" Stolz, der aktiv, energisch, männlich ist und sein Leben meistert.

Dabei ist unverkennbar, dass nur Oblomow Tiefe, ja, eine geradezu tragische Tiefe bekommt, während Stolz eine ziemlich synthetische Gestalt bleibt und dazu herhalten muss, Gontscharows idealtypisches, klassisch-ausgewogenes Weltbild zu verkörpern. An Oblomow ist alles tief empfunden. Als Nachkomme adliger Gutsbesitzer ist er verwöhnt, in einem leeren Raum des Müßiggangs erzogen und unfähig, mit den Realitäten des Lebens zurecht zu kommen, so dass er sich auch als Erwachsener einfach ins dolce far niente fallen lässt, und zwar in dem kindlich-magischen Glauben, dass es schon immer jemand für ihn richten wird. Was ja dann auch meistens geschieht, manchmal aber auch nicht, wobei er aber als Mensch bis zum Stumpfsinn und zur Bewegungslosigkeit degeneriert. Bemerkenswert - und hier kündigt sich die Tragik der Gestalt an - ist, dass Oblomow auch immer wieder gegen die Zeit rehabilitiert wird, er hat ein "ehrliches, treues Herz; das ist sein Schatz" (680). Seine Lethargie ist auch ein Protest gegen die Oberflächlichkeit und Korruptheit der Gesellschaft, in der er lebt. An dieses "lichte, kindliche Gemüt" (240) muss auch Olga ihr Leben lang denken, nachdem sie lange vergeblich versucht hat, ihn mit ihrer Liebe aus seiner Lethargie zu reißen.

Gontscharow hatte zunächst die Kurzgeschichte "Oblomows Traum" geschrieben, die er dann noch ungekürzt in den Roman übernahm. Die Partien um Oblomov sind zwar durchweg satirisch-liebevoll komponiert, dennoch wurde mir dieses unablässige Kreisen um den alten Menschheitstraum vom idyllischen Leben im Schlaraffenland manchmal zu viel, denn eigentlich ist jedem einsichtigen Leser die Märchenhaftigkeit dieses Wunsches schon von vorneherein klar. Was für den heutigen Leser ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind die häufigen auktorialen Kommentare des Erzählers, die sich gegen Ende zu einem längeren didaktischen Reflektieren über den richtigen Kompromiss zwischen der Sehnsucht nach einem statischen, idyllischen Leben und einer aktiven, aufgeklärten Lebensform ausweiten.

Gegen diese leise Kritik an einem Klassiker ist seine subtile Kunst hervorzuheben, die Beziehungen zwischen den Gestalten zu entwickeln, zu dramatisieren und feinsinnig psychologisch zu durchdringen. Hier ist nicht nur Oblomow, sondern besonders die Gestaltung Olgas bemerkenswert, die durch ihr Bemühen um Oblomow in eine schwere Identitätskrise gerät. Überhaupt ist Gontscharows Frauendarstellung, seine Parteinahme für sie äußerst modern und ein Grund mehr, diesen Roman zu lesen.
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am 6. Juli 2005
Ein Roman über das Nichtstun? Musste das denn nicht langweilig sein? Im Gegenteil! Gontscharow versteht es meisterhaft die geringsten Ereignisse und Gefühlsregungen in farbigen Bildern darzustellen.
Im ersten Drittel des Buches, das an einem einzigen Tag spielt, lernen wir Ilja Iljitsch Oblomow in all seinen Facetten kennen. Wir schmunzeln darüber, dass er es nicht schafft sich selbst die Strümpfe anzuziehen, einen einfachen Brief zu schreiben, oder auch nur sich vom Sofa zu erhaben, gleichzeitig erkennen wir aber auch, daß sich unter dem Schlafrock der Trägheit ein ganz besonderer Mensch verbirgt. Wir bewundern seine Offenheit, seine Ehrlichkeit gegenüber den Menschen, die seinen Weg kreuzen, seine neidlose Freude dem Glück seiner Freunde gegenüber. Gontscharow entwirft vor uns das Bild eines liebenswürdigen Menschen mit einem großen Herzen, mit einer kristallklaren Seele, wie er selbst es beschreibt. Gerade weil wir seinen Wert erkennen, macht es uns traurig, dass dieser Mensch sich weigert am Leben teilzunehmen. Dabei ist Oblomow nicht wirklich untätig. Er entwickelt laufend Pläne, entwirft seine Zukunft und träumt von seinem irdischen Paradies. Aber sobald er etwas für die Umsetzung seine Pläne tun muss, scheitert er und lässt alles wieder fallen.
Wir ahnen bereits im ersten Teil des Buches, dass alle Versuche ihn aus seiner Lethargie zu reissen von vorne herein zum Scheitern verurteilt sind. Auch wenn sein Freund Stolz immer wieder versucht in aufzurütteln, auch wenn Oblomows Liebe zu Oljga ihn für einen Sommer lang verwandeln, irgendwann zieht er sich wieder zurück.
Was mich dabei traurig stimmt, ist die Tatsache, dass Oblomow in seiner selbstgewählten Trägheit nicht glücklich werden kann. Er schämt sich seiner Untätigkeit, kann aber nichts dagegen machen.
Alles in allem ein wunderbares Buch über die Bedeutung des Innehaltens, des Nichtstuns, und so gesehen heute vielleicht aktueller als je zuvor.
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HALL OF FAMEam 9. Januar 2006
Er singt das Loblied auf das süße Nichtstun, das Bett ist ihm der liebste Platz auf Erden: Oblomow ist ein Bummelant, wie er im Buche steht. Lethargisch schlurft er vom Bett zum Tisch und vom Tisch wieder ins Bett. Wenn Freunde vorbeikommen, um ihn ins helle, grelle Leben zu stürzen, lehnt er dankend ab. Dabei gäbe es so viel zu tun: Sein verwahrlostes Landgut müsste dringend auf Vordermann gebracht werden. Die Liebe einer Frau, der entzückenden Oljga, gilt es zu erringen und zu festigen. Letzteres gelingt Oblomow sogar, kurzzeitig rafft er sich auf - aber dann folgt erneut die Erschlaffung: Schnell zieht er sich in sein Schneckenhaus zurück, erfindet tausend Ausreden, um nicht wieder auf die Straße gehen zu müssen - und verspielt die Liebe seines Lebens. Trotz allem ist dieser Oblomow doch ein ganz sympathischer Kerl. Literaturwissenschaftler und Leser haben sich seit der Veröffentlichung des Buches den Kopf zerbrochen, was sie von ihm halten sollen: Ihn für seinen Schlendrian verdammen, wie es Lenin noch 1922 tat (und damit das ganze russische Volk meinte), oder ihn als Ikone der Verweigerung feiern, als einen, der sich der Hektik und Geschäftigkeit der Welt entzieht? Auf jeden Fall muss man "Oblomow" lieben, den wichtigsten Roman des ansonsten weitgehend unbekannten russischen Romanciers Iwan Gontscharow.
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am 7. Januar 2005
Die drei Sterne hat dieses Hörspiel nur wegen seiner Vorlage verdient: Oblomow ist ein großartiger Roman über einen Faulpelz, zugleich aber über Rußland, und über den Sinn des Lebens. Dieses Hörbuch aber ist nicht gelungen. Es gibt sich als Hörspiel, ist aber mehr eine Lesung mit verteilten Rollen, untermalt von musikalischer Dauerberieselung und - wenn die Szene im Freien spielt - vom immer gleichen "Zick-zick" eines Rotkehlchens (gelegentlich sind auch Dohlen zu hören). Die Qualitäten der - eigentlich guten - Sprecher kommen wenig zur Geltung. Zum mindesten aber hätte man erwarten können, daß man für eine solche Aufnahme die richtige Aussprache der russischen Namen in Erfahrung bringt (oder sich wenigstens auf eine, und sei es eine falsche, Variante einigt). So entsteht ein schlampiger Eindruck. Die Aufnahme ist gegenüber dem Roman stark gekürzt, was in der Natur eines Hörspiels liegt; allerdings gehört gerade zu diesem Roman die ausführliche Erzählweise unbedingt dazu. Man muß sich also weiterhin an das Buch halten, es sei denn, die großartige Lesung mit Gert Westphal, die vor vielen, vielen Jahren im Radio zu hören war, wäre auch auf CD erhältlich.
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am 17. Dezember 2004
Oblomow ist das Buch,welches ich ohne Zögern,mit auf die berühmte
einsame Insel mitnehmen würde.
Und nach dem Fragebogen,angelehnt an Marcel Proust,ist Oblomow
mein Held der Literatur.
Oblomow ist vielschichtig,tiefgründig und irgendwie immer anders
bei erneuter Rezeption.Ein zerleseneres Buch besitze ich nicht.
Allein die Tatsache,dass über die ersten 200 Seiten nichts
weiteres geschildert wird,als der Versuch diverser Personen,
Oblomow an einem Samstagvormittag aus dem Bett/Divan zu bewegen,
ist einfach nur köstlich und amüsant.Obwohl es an jeglicher
"Action" mangelt,sind diese 200 Seiten weitaus kurzweiliger als
manches "Action-epos".
Gedeutet und interpretiert wurde Oblomow allzu oft.Aber Oblomow
ist ein Buch,welches sich jeder Deutung verschliesst.
Hat man erst einmal mit der Lektüre begonnen,steht man unversehens
schon mittendrin im Geschehen.
Das kann kein Reality TV jemals bieten.
Oblomow ist zurecht ein Klassiker der Weltliteratur.Leider in
hiesigen Breiten nahezu unbekannt.
Irgendwo steckt in uns allen ein Oblomow,ein Stolz,ein Sachar,
ein Tarantejew usw.....
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