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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
11
3,9 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 12. Januar 2000
Shakespeares berühmte Sonette liegen hier in einer Neuübersetzung von Christa Schuenke vor. Das Buch ist zweisprachig, auf der linken Seite steht der Originaltext, auf der rechten jeweils die Übersetzung. Wobei, eigentlich passt Übertragung ja eigentlich besser: jeder, der des Englischen mächtig ist, wird merken, dass Frau Schuenke sehr frei übertragen hat. Ob das gefällt oder nicht bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, mir persönlich mundeten ihre Übertragungen ausgesprochen gut: sie geben Shakespeares etwas "kantigen" Sprachstil sehr angenehm wieder; und außerdem kann man ab und an nach Studium der Übersetzung den Shakespeare in anderen Blickwinkeln oder Sinnrichtungen als vorher noch einmal im Original genießen. Abgerundet wird das Buch übrigends durch einen Essay von Manfred Pfister über Dichter und Sprache, den man getunlichst vor und nicht erst nach dem Buch lesen sollte. Einen solchen Überblick hat man als Laie nämlich selten vorher gegenwärtig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 18. Dezember 2000
Die englische Originalversion ist kantig und mehrdeutig und verschließt sich so dem schnellen, oberflächlichen Leser. Die Übersetzung ins Deutsche von Christa Schuenke gibt der Versuchung nach Vereinfachung und Harmonisierung des Textes nicht nach und erfordert ebenfalls aufmerksames Lesen.
Shakespeare war, als er die Sonette schrieb, bereits in seiner zweiten Lebenshälfte, also kein jugendlich ungestümer Liebhaber, sondern ein alternder, abgeklärter, der sich der Vergänglichkeit bewußt ist und das Unwandelbare in der Liebe sucht. Auch die Form der Sonette steht, wie aus dem beigefügten Essay von Manfred Pfister hervorgeht, in einer langen Tradition, ausgehend von Petrarcas Sonettzyklus 'Canzoniere', der im 14. Jahrhundert in Italien entstand. Shakespeare baut auf dieser Form des Sonetts auf, führt es aber inhaltlich in völlig neue Dimensionen. So wird aus der Anbetung einer unerreichbaren Frau, die brüchige Verehrung eines jungen Adeligen. Brüchig deshalb, weil er die hohen in ihn gesetzten Erwartungen nicht immer erfüllt. Treulosigkeit und Verrat sind die Folge. Als weitere Personen kommen vor: eine 'Dark Lady', die sowohl den Autor als auch seinen Geliebten in ihren Bann zieht, sowie ein Dichterrivale, der mehr den Modetrends folgend, ebenfalls die Aufmerksamkeit des Angebeteten gewinnt.
Über den ineinanderverschlungenen Beziehungen liegt ein Hauch von Dekadenz. Die Liebe, von der die Rede ist, ist die eines Mannes, der weiß, dass er den Zenit seiner Attraktivität bereits überschritten hat und der mit der ihm verbliebenen Möglichkeit der Dichtkunst nicht nur die Gunst seines Geliebten zu erringen, sondern auch gegen die Vergänglichkeit anzukämpfen sucht. Das geschieht mit gereifter Distanz, mit immer wieder aufblitzendem Witz und mit dem Wissen, dass der Vergänglichkeit der Liebe, weder durch Zeugung von Nachkommen, noch durch das Schreiben, sondern wenn überhaupt, nur in sich selbst - 'Im flinken Lauf der Zeit unwandelbar, besteht die Liebe bis zum Jüngsten Tag' - beizukommen ist.
Gerade weil sich die Sonette nicht sofort erschließen, sind sie von nachhaltiger Wirkung und regen zu wiederholtem Lesen an. Sie wirken, weil trotz der vierhundert Jahre, die sie alt sind, noch immer etwas Aktuelles in unsere Zeit herüberschimmert, das den Autor in seiner Vielschichtigkeit und der ganzen Stärke seines Ausdrucks erkennen läßt.
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am 30. November 2004
... bringt Shakespeare und mit ihm Christa Schuenke in der wunderbaren deutschen Übersetzung, modern, jung und mit dem Empfinden ihrer Zeit. Er im Empfinden seiner Zeit und seinen Erlebnissen, sei es mit Jünglingen oder weniger hübschen Frauen, deren wahren Kern er mehr schätzt, eben mehr ihr Sein als den Schein. Es ist immer sein Herz, welches er an die Öffentlichkeit zerrt, blumig gezeigt, streng beurteilt und auch des Lebens müd.
Ein "Dauerbrenner", dieses Buch, weil es Dinge und Erlebnisse des Lebens in einer faszinierenden Art und Weise beschreibt, so auf den Punkt, dass einem das Herz überläuft, sowohl in der englichen wie in der deutschen Version, Seite an Seite in perfekter und treffsicherer Sprache.
Es ist nie "holprig" in der Übersetzung, Christa Schuenke ist es bewundernswert gelungen, Ursprung und Übersetzung im Einklang zu halten.
Ihr Buch animiert, Sonette in der englischen Form selbst zu schreiben, sich Sonetten anzunehmen und die Dichtkunst in ihrer Tiefe für immer aufzunehmen.
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am 8. Oktober 2006
Christa Schuenke kommt das Verdienst zu, erfolgreich den Versuch unternommen zu haben, alle Sonette von Shakespeare in einer für heutige Sprachlichkeit guten Weise zu übersetzen. Sie nimmt darin für sich in Anspruch, auf Wirkungsäquivalenz in allen Schattierungen und Ausdrucksebenen von Lyrik abzuzielen, und lehnt als Übersetzerin die Bezeichnung Nachdichtung für ihre Übertragungen ab. So verfolgte sie ganz offenbar das Ziel, den fünfhebigen Jambus Shakespeares (Pentameter) ins Deutsche herüberzunehmen und desgleichen Metrik und Reimung sowie andere spezifische Merkmale von Shakespeares Sonetten beizubehalten, ohne damit Wohlklang der Wortfügungen, Sinn des Gemeinten u.ä. im Deutschen zu beeinträchtigen. Vielmehr, und das ist wichtig, rettet sie damit auch die lied- und klangvolle Form dieser Lyrik, die in der englischen Vorlage vorhanden ist. Das ist ihr bis auf wenige Ausnahmen auch sehr gut gelungen, auch in dem Sinne, dass inhaltliche und lexikalische Entscheidungen von Shakespeare durchaus beibehalten wurden. Überlegt man, dass es bis heute „nur“ 66 vollständige Übertragungen von Shakespeares Sonetten ins Deutsche gibt, so zeigt sich darin ein weiterer Aspekt dieser herausragenden Leistung; wenn auch klar ist, dass jede bisherige Übersetzung, auch solche in kleineren „Stückzahlen“ von Sonetten, ihren ganz eigenen interpretativen Reiz besitzen, selbst dann, wenn sie eher in Richtung von Nachdichtungen im Deutschen tendieren mögen. So darf das hier vorliegende Buch als ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg der Shakespeare-Rezeption bezeichnet werden.
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am 12. Juli 2014
Du lieber Himmel: Shakespeare!
Naja, es gibt bestimmt Leute die hier besser Auskunft geben können als ich. Die sich ernsthafter beschäftigen, die mehr Wissen, die Experten eben. Diesen Zugang habe ich nicht. Der Versuch Shakespeare im Original zu begreifen muß für mich ein Versuch bleiben. Aber die Chance, eine durchaus gelungene deutsche Transkription mit dem Original vergleichen zu können ist hier wunderbar gegeben. Ich meine diese Wortgewalt erschließt sich viel einfacher auf deutsch, wenn auch nicht vollständig.
Unbedingt drauf einlassen, es bereichert das Leben.
Na, und wenns gar nicht gefällt, war das Buch nicht teuer.
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am 21. Juli 2016
sehr schade, dass es die Übersetzung von C. Schuenke nicht als e-book gibt. Daher nur einen Stern als Bewertung, da es irreführend ist und ich nun 1,73 umsonst ausgegeben habe.
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am 26. März 2014
Die zweisprachige Ausgabe ist ein Schatz - erschließt sie doch die Sonette auf ganz neue Art.
Ich empfehle sie jedem Shakespeare Freund!
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am 17. Februar 2014
Damit kann man gut arbeiten. Es erleichtert den Umgang mit dem nicht ganz einfachen Stoff sehr. Kann ich jedem emfehlen
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am 12. Juli 2002
Eigentlich gibt es zu der Sonette nichts zu sagen. Ich lese sie wieder und wieder und wieder, überall; im Zug, im Bett, im Café... Ich bin süchtig. Sie ist einfach perfekt. Diese Ausgabe finde ich besonders gut, vor allem die Übersetzungen von Helbling und Celan sind sehr gelungen. Ein Buch, das man gelesen haben sollte. Liebe, Trauer, Wut, Melancholie, alles auf sehr intensive Weise beschrieben.
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am 17. Januar 2012
Habe mir viel versprochen von den Sonetten, aber ohne jede Gliederung oder Ähnliches nur abgedruckt, keine Zusätze, nichts, man wird damit allein gelassen.
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