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Kundenrezensionen

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am 14. Februar 2007
Charles Bukowskis Jahre bei der Amerikanischen Bundespost. Ich kann mich noch gut an die Anfänge erinnern. Buk, das war Schmutz und Pornografie, jedenfalls im Volksmund. Heute stellen die Naserümpfer von damals Bukowskis Werk als große Kunst hin. Recht haben sie, aber warum erkannten sie das nicht früher? Der Mann mit der Ledertasche zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie das große, prüde Amerika ganz tief im Inneren tickt. Bukowski fühlt den Puls der Zeit nicht am Handgelenk, sondern da, wo er besonders heftig schlägt; im Kopf und in der Hose. Seine abenteuerlichen Ausfahrten mit dem Postauto und die Bekanntschaften im Kreis der Postkunden und Postmitarbeiter haben schon fast etwas wallfahrtartiges an sich. Und dann ist da noch immer die Sprache. Während Heerscharen von Literaten mit schwülstigen Wortgebilden versuchen ein kleines Licht im Kopf des Lesers anzuzünden, rotzt Bukowski ein paar Worte aufs Papier, die einen Steppenbrand im Schädel des Lesers auslösen. Da ist Buk noch immer einzigartig. In einer Sprache, die jeder versteht, teilt er uns seine Sorgen und Ängste mit. Teilweise urkomisch, dann wieder makaber und beängstigend. Der Mann mit der Ledertasche ist gnadenlos gute Undergroundliteratur der Ersten Stunde. Ein Buch, das mit Sicherheit immer wieder zu Dir zurückkehrt.
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am 20. September 2005
Hank Chinaski arbeitet als Postbote in den Suburbs von L.A..Als Aushilfsbriefträger wird er für die härtesten Touren der Stadt eingeteilt. Von den Villenvierteln kann er nur träumen.
Es ist das "schnellste" Buch der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Hier zieht " Billy the Kid " gegen den Rest der United States Autoren.
Es ist ein berührendes Buch des Deutschamerikaners und zeichnet sein Berufsleben bei der US Post, die Tristesse der Vororte der Millionenstadt und den leichten Geschmack der Budweiser 6 Packs in den 60ern.
Wenn Hank, der Titelheld, gegen 4 Uhr am Morgen in seine Dienststelle torkelt, dann ist sein Auftreten eine frühe Persiflage auf den heute praktizierten Wirtschaftsliberalismus und seine menschenverschlingende Gleichgültigkeit.
Bukowski setzt einen Charakter, einen Menschen, ein Individuum ins Bild, gegen die Namenslosigkeit, gegen die Austauschbarkeit von Menschen.
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am 18. August 1999
Bukowski übertrifft sich mit diesem Buch selbst. Er beschreibt das absurde System der amerikanischen Post mit all seinen Erlebnissen auf eine Art und Weise, die man kaum beschreiben kann. Falls man auf schwarze, bitterböse Ironie steht und von der Vulgärsprache Bukowskis nicht abschreckt, ist man bei diesem Buch richtig. Es gab viele Momente beim lesen, wo ich das Buch zur Seite legen mußte, um meine Lachmuskeln zu strapezieren. Er rebelliert, fi..., säuft, beschreibt Spießer auf eine Art und Weise, das einem die Spucke im Hals steckenbleibt. Das Buch ist nichts für Romantiker. Leute, die auf Harald Schmidt, Götz Alsmann oder Loriot stehen, werden Ihre helle Freude an diesem Buch haben.
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am 20. August 2015
Auch der erste Roman den ich von ihm gelesen habe.

Charles alter Ego Henry Chinanski, redet mit einem Säufer der bei der Post arbeitet. Der erzählt ihm, dass die so ziemlich jeden als Aushilfsbriefträger einstellen. Promt nimmt er die Stelle an und ist erst Aushilfsbriefträger und später an der Sortiermaschine beschäftigt. Er berichtet von bissigen Hunden, verlassenen Hausfrauen in zu kleinen Wohnungen, nervigen Vorgesetzten und den Tagen auf der Rennbahn.

Mir hat an diesem Buch die Direktheit gefallen mit der der Autor sein Umfeld beschreibt. Er führt ein sehr unstetes Leben und er Interessiert sich eher wenig für die Meinung seiner Vorgesetzten und schlägt sich trotzdem 11 Jahre lang im Postamt durch. Ein symphatischer Antiheld dieser Chinanski, der nicht für anerkennung oder Wohlstand und Ruhm arbeitet, sondern nur um zu überleben.

Der Klassiker der Underground Literatur. Für jeden empfehlenswert, der wissen will wie es am Rande der Gesellschaft ausschaut. Aus der Sicht eines Mannes gechrieben, der sein Leben in genau dieser Randzone geführt hat.
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am 24. Dezember 2014
"Es war kurz vor Weihnachten, und der Säufer, der ein Stückchen weiter oben am Berg wohnte und jedes Jahr dabei war, erzählte mir, dass sie so ziemlich jeden anstellten." So beginnt Charles Bukowskis großartige Hommage an den Briefträger, den Mann mit der Ledertasche. Heute ist Heiligabend, es regnet in Strömen wie in dem Buch, und ein sehr netter Mann mit der Ledertasche hat mir dieses Kleinod Bukowskischer Prosa per Prime Evening Express pünktlich als verspätetes Geschenk vorbeigebracht. Dafür Dank.

Die Selbsterfahrungsberichte aus dem Alltag eines Aushilfsbriefträgers sind niederschmetternd, komisch, grotesk, eine soziale Anklage und dann wieder einfach nur Beat. Bukowski, was viele nicht wissen, ist ja auch ein großer Humanist, Menschenfreund und sensibel für die Fährnisse des kleinen Lebens gewesen. Ihn nur auf Saufen und Vögeln zu reduzieren (spielen natürlich auch eine Rolle;-)) griffe zu kurz. Mit diesem Frühwerk - noch wesentlich handzahmer als spätere Arbeiten und sehr zart unter rauer Schale - hat er sich vor Jahren in mein Herz geschlichen. Jetzt wollte ich das Buch einem Freund spontan zu Weihnachten schenken und habe mich dann vor dem Verpacken festgelesen. "Der Mann mit der Ledertasche" ist so frisch wie eh und je und hat nichts von seinem speziellen Charme verloren. Und mein Respekt vor Briefträgern ist definitiv gewachsen;-).
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am 27. Juni 2011
Der Mann mit der Ledertasche - war mein erstes Buch von Bukowski, inzwischen habe ich fast alle Bücher die man in Deutschland veröffentlicht hat. Der Inhalt ist schnell erzählt, ein Alkoholiker bekommt einen dumpfen Job bei der Post den er unbedingt braucht um sein Leben als Alkoholiker zu finanzieren. Der autobiografische Roman spiegelt Bukowskis Leben vor seinem Durchbruch als Schriftsteller wieder. Kinofreunde kennen vielleicht den Film "Barfly", dieser geht in die gleiche Richtung, auch wenn er kaum den Charme und das Herz der Bücher hat. Aber zurück zur Ledertasche. Jeder der schon einmal einen stupiden Job erdulden mußte und von gemeingefährlichen Halbtoten herumkomandiert wurde kann sicher so Einiges in diesem Buch nachvollziehen. Doch die Ledertasche ist mehr, ein Blick in die Seele der Menschen ... das was Bukowski wie kein Anderer beherrschte. Ich liebe den alten Mann aus LA, der in vielen Romanen und Gedichten das Leben feierte, den Menschen an sich herausstellte wie er ist, ein Wesen mit Fehlern, ein Wesen das man hassen und lieben kann. Er hat die Hippies sehr beeindruckt, die Echten, nicht den jämmerlichen Abklatsch der uns heute in Form der grünen und roten Gutmenschen terrorisiert. Er hat in seinen Büchern für den aufmerksamen Leser auch schon mal höchst interessante Buchempfehlungen gegeben ... z.B. Louis Ferdinand Celine - Die Reise ans Ender der Nacht - wofür ich Bukowski auch sehr dankbar bin. Ich kann "Der Mann mit der Ledertasche" als Einstieg in das Universum des C.Bukowski nur jedem Leser wärmstens ans Herz legen.
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am 7. August 2000
Die 12Jahre, die Bukowski bei der Post gearbeitet hat, werden auf humorige und tragische Weise verarbeitet.
Bukowski: In gewohnter Manier hart und direkt. Er bringt die Tristesse auf den Punkt: "Wir schliefen, ohne uns zu berühren. Wir waren beide beraubt worden."
Jeder, der schonmal einen 10-Stunden-Tag hinter sich gebracht hat, wird sich wiederfinden. Der Stil aber ist so locker, dass keinerlei Anstrengung beim Lesen aufkommt.
Gleichzeitig ist Old-Buk die Verkörperung des Verlustes: Liebe, Geld, Sicherheit, Sex - alle bürgerlichen Werte werden in diesem Buch errungen und nacheinander wieder verloren...
Ein absolutes MUSS !!! (und ein idealer Einstieg für "noch-nicht-Fans"!
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am 16. Januar 2016
Ich lese Bukowski seit ...ich sach ma... 45 Jahren. Gehöre also zu der ( wer kann mit dem Begriff noch was anfangen ? ) 68-er Generation, die sich was getraut hat, die für die Rechte der Jugend auf die Straße gegangen ist und auf die Schnauze gekriegt hat. Un die die Sprache dieses unvergleichlichen Sceneschreibers noch verstanden hat. Diese unverfälschte Darstellung von Klamotten, die kein Fake sind, wie heutige angebliche "Weltliteratur", sondern die das Leben so bescheiben, wie es für Underdogs ohne Zukunft wirkllich und wahrhaftig ist. Das ist es, was den Schreiberlingen von heute fehlt: Eine besch****** Kindheit und Jugend, der frühe Kontakt zur "Unterwelt", der Bezug zum wirklichen Leben in der Gosse, das man selber höchst persönlich jahrelang erlebt hat. Nur dann kann man so schreiben. Wer nie den Blues erlebt hat, wer nie arm war, wird nie ein guter, ehrlicher Bluesmusiker sein. Ganz bestimmt nicht Mamas Liebling...und das war Bukowski zu seinem eigenen Leid nie.
Scheiße, dass er so früh abgegangen ist. Schön, was er uns hinterlassen hat. Unter vielem, vielem anderem....diese Erzählung. Zum Abrollen !
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am 27. Februar 2002
Dieses Buch ist DAS Standardwerk für alle Bukowski-Fans und die,die es noch werden wollen.Es führt den Leser in eine Welt
aus Suff,Verzweiflung,Irrsinn,Ungerechigkeit und menschlichen Beziehungen.Bukowski entwickelt sich dabei regelrecht zum Philosophen und zeigt dem Leser seine Weltanschauung auf.Das Buch
ist mit viel Witz und Ironie geschrieben und bringt einem den echten american way of life nahe.Man fühlt mit "Hank"und leidet mit ihm,aber man lacht auch mit ihm über seine Schlitzohrigkeit.Bukowski hat hier den idealen Einstieg in seine Underground-Literatur geschaffen und fesselt den neugierigen Leser permanent an die Seiten.
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am 11. Januar 2001
Als dieses Buch in den 80ern in den Schulen und auf den Universitäten in Österreich auftauchte, war der Autor schlagartig eine Legende, ein US-Kultautor wie einst Jack Kerouac mit seinem Buch "Unterwegs".
Charles Bukowski leidet als Briefträger jahrelang, er schuftet, er flucht, er lehnt sich auf, gegen absurde Normen, gegen einen machtbesessenen Vorgesetzten. Er arbeitet in abgebrannten Vierteln, Slums voll mit den Ärmsten der Armen, mit Waffen, Gangstern, Kampfhunden, aber auch der einen oder anderen Prinzessin, der Blume aus dem "Gemeindebau". Er enspannt sich auf Rennbahnen beim Wetten, er bildet sich auf pädagogisch eigentümliche Art beruflich fort und er schreibt, dann am Ende den Roman seines Lebens: Schnell, hart, präzise - wie ein Gunman aus dem Westen.
Und es ist ein Prachtstück geworden, ein Kultbuch. Noch heute melden sich in Österreich alljährlich in den Sommerferien Schüler und Studenten für einen Ferialjob bei der Telekom (Post) Austria, Bukowskis "Mann mit der Ledertasche" in der Brusttasche und mit dem langen, durchdringenden, völlig unsentimentalen Blick von Charles: "Was soll der Schmus, Baby?"
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