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am 1. Februar 2009
Allen Schmähungen und Aufblähungen zum Trotz: Für mich war dieses Buch (die Übersetztung) eine Offenbarung und Zeugnis dafür, dass es denkende Übersetzter und Herausgeber gibt. Ich halte Lyrik grundsätzlich für unübersetztbar und Übertragungen demnach als geistige Zumutung, ganz abgesehen davon, dass es auch gelungene Übertragungen gibt. Sie sollten aber lediglich als Krücke für Leser dienen, die die Originalsprache nicht beherrschen. Eine Nachdichtung kann nur ein eigenständiges Werk (z.B. im Sinne Paul Zechs) sein und sollte an erster Stelle den Namen des Übersetzters tragen, oder aber als Dolmetscher funktionieren, d.h. als synchroner Paralleltext, sozusagen als "Untertitel", nicht als "Synchronfassung". Lyrik lesen heißt, in der Originalsprache lesen, laut lesen und hören, und folglich die Wörter, die man nicht versteht, in der Übertragung nachschlagen, weshalb es mir persönlich entgegenkommt, Sinn und Inhalt in Prosa zusammengefasst zu erhalten. Nachdichungen sind Verkrümmungen, Verfälschungen und Eitelkeiten, im Schlimmsten Fall Enteignungen, und können meistens nur unpräzise sein. Deswegen ist eine Prosaübersetzung keine "Vernichtung des Versmaßes" sondern eine noch viel präzisere Annäherung an den originalen Inhalt, da auf inhaltliche Verkrümmungen zugunsten formaler Analogie verzichtet wird.

Prosadichtungen sind ein geistiges Geschenk, bescheiden und demütig dem Originalwerk gegenüber. Schade, dass kaum einem Dichter diese Ehre erwiesen wird. Einzig Nervals Chimären (soweit meine Kenntnis geht) wurden von Manfred Krüger gleich zweimal übersetzt, einmal als Nachdichtung und einmal als "genauere, ungereimte Überstragung.

Aus diesen Gründen finde ich dieses Werk sehr empfehlenswert!
PS: meine Empehlung für folgenden Kommentar: http://www.amazon.de/review/R131H58JZ9527X/ref=cm_cr_rev_detmd_pl?ie=UTF8&cdMsgNo=3&cdPage=1&asin=3423123494&store=books&cdSort=oldest&cdMsgID=Mx1EJKSFNJBIZ6O#Mx1EJKSFNJBIZ6O
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am 7. Januar 2007
Diese 'Übersetzung' von Friedhelm Kemp ist eine einzige Zumutung. Nicht nur die Tatsache, dass der eigentlichen Rhythmik der Sprache Baudelaires an keiner Stelle Rechnung getragen wurde, aber vor allem die meist fehlerhafte, sinnentstellende Übersetzung sind eine Frechheit für jeden halbwegs Baudelaire Interessierten. Die plumpen, hilflosen Versuche den Text einigermaßen verständlich zu übertragen, entstellen oft nicht nur den Inhalt, klingen nicht nur hohl, sie sind an vielen Stellen einfach nur falsch. Beispiel:Le Soleil / Die Sonne. Hier vergisst der vermeintliche Übersetzer einfach, dass die Sonne im Französischen männlich ist. So wird

'quand, ainsi qu'un poëte (poète!!!), il (soleil) descend dans les villes" zu

"Steigt er gleich einem Dichter in die Städte nieder,....".

Oder bei dem bekannten Sonett 'A une passante' (hier übersetzt mit:'An Eine, die vorüberging'!!!!)erlaubt sich die Übersetzung 'Une femme passa [...]agile et noble, avec sa jambe de statue' mit 'Ging eine Frau vorüber [...]Leicht und edel setzte sie wie eine Statue das Bein.' (Fehlt nur noch, dass sie es einem Hund gleich gehoben hätte).

Die Reihe ähnlicher Fehltritte ist endlos. Fragt sich nur, wie unkritisch die Leser sind, erschien doch im November 2004 die immerhin 10. Auflage dieser Verunstaltung der Poesie Baudelaires. Dass gerade der einfühlsame Baudelairekenner und -übersetzer Walter Benjamin auf der Rückseite des Einbandes zitiert wird, entbehrt nicht einer gewissen bitteren Ironie.

Ich jedenfalls empfinde dieses Machwerk als eine einzige Frechheit und eine tiefe Missachtung sowohl des Dichters wie auch des Lesers.

Fernand Guelf
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am 30. Oktober 2009
Friedhelm Kemp entscheidet sich bei seiner Übersetzung auf die Versform zu verzichten, um dadurch näher am Originaltext bleiben zu können und Inhalte nicht zugunsten eines Reimes verfälschen zu müssen. Im Anhang beruft er sich zur Verteidigung dieser Herangehensweise auf Baudelaire selbst, der - als Übersetzer Poes - sich ebenfalls gegen die "gereimte Nachäfferei" aussprach.

Kemp liefert also keine Reime, aber fließende Absätze, die versuchen, dem Rhytmus des Originals zumindest zum Teil gerecht zu werden.

Positiv ist der fast 100-seitige Anhang, der kurz die Geschichte der Ausgaben von 1857, 1861 und 1868 umreisst und dann zu jedem Gedicht Hinweise zur Datierug liefert, die Publikationsgeschichte, etwaige klare Vorbilder und Zitate aus relevanten Briefen anführt. Darüber hinaus werden unbekanntere Begriffe und Phrasen sowie historische Ereignisse erklärt, die mit dem jeweiligen Gedicht in Zusammenhang stehen. Letzteres ist hier sicher nicht so wichtig wie bei Dantes Göttlicher Komödie, aber trotzdem hilfreich und z.t. erhellend.

Letzendlich ist die Entscheidung ob Prosa- oder Versübersetzung eine des persönlichen Geschmacks. Für alle, die sich aber ernsthaft mit dem Werk auseinandersetzen wollen, ist diese zweisprachige Ausgabe sicher nicht der schlechteste Beginn.
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am 17. September 2000
Wer des französischen mächtig ist sollte unbedingt die Originalfassung der "Fleurs" lesen. Baudelaire benutzt ein besonders Versmaß und ein Reimschema, daß einer eigenartig schönen Melodik folgt. Die Übersetzung kann insofern nur eine Annäherung an die Gedichte darstellen, wenn auch in weiten Teilen sehr gelungen. Als Einstieg in die Lektüre würde ich "Ein Stück Aas" und "Das Duftglas" empfehlen. Letzteres hat Rimbaud stark beeinflußt, welcher ein glühender Verehrer Baudelaires war. Das Buch kann durchaus als der Beginn der literarischen Moderne angesehen werden. Die Veröffentlichung 1857 löste einen Skandal aus. Baudelaire selbst genoß die Provokation und war berüchtigt für sein ausschweifendes Dandy-Leben. Gerüchten zufolge färbte er sich seine Haare grün, wenn ihm danach war den Bürgerschreck zu spielen. Er war zeitlebens hoch verschuldet und starb 1867 als armer Mann. Eine hervorragende Biografie ist übrigens im Steidl Verlag erschienen.
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am 5. November 2013
Für Freunde französischer Lyrik und solche die es werden wollen sind zweisprachige Ausgaben etwas Feines. Zumal die Sprachkenntnisse bei den Wenigsten für die komplizierten Wortspiele und Andeutungen ausreichen dürften.
Ich lese das Original wenn ich zurecht komme, prüfe gleich rechts ob ich "richtig" verstanden habe, kehre zurück zum Original, oder umgekehrt, lese die - übrigens sehr inspirierte Übersetzung von M. F.- Wachendorff - und lese dann mit Wortverständnis das Original.
Wer vergleichen möchte kann nebenher im Internet noch die "klassische" Übersetzung von Stefan George nachlesen. Ich habe mehr von dieser Übersetzung von Monika Fahrenbach-Wachendorff.
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am 25. November 2013
Zum Inhalt an dieser Stelle nichts, da es sich um einen Klassiker der Weltliteratur handelt und Informationen leicht zu beschaffen sind. Die vorliegende bilinguale Ausgabe von dtv bietet den Originaltext auf der linken, und eine sehr wörtliche, prosaische und nicht lyrische Übersetzung auf der rechten Seite. Diese zu lesen ist kein Genuss, das Gedicht geht in fast sämtlichen Qualitäten verloren, außer in einer: der Wortwahl. Die Ausgabe ist daher dazu geeignet, den Originaltext zu lesen, und die Übersetzung als Vokabelangaben zu benützen. Das ist zwar nicht so schön wie eine kommentierte Fremdsprachenausgabe, aber eine solche liegt bei Reclam leider noch nicht vor. Wer nicht warten möchte und ein Französisch B1 Niveau hat - besser mehr, und vorher lohnt es sich wirklich nicht - greift zu dieser Ausgabe, wer eine gute deutsche Übersetzung lesen will, der greift (nicht zu einer französistisch-wissenschaftlichen, sondern) zu der kunstvollen Übersetzung von Stefan George, die zu dem besten der kunstvollen Übersetzung in deutscher Sprache überhaupt gehört.
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am 4. März 2009
Die hier vorliegende Übersetzung hat keineswegs den Anspruch eine Übertragung der poetischen Ausdrucksfähigkeit Baudelaires zu sein. Friedhelm Kemp (der Übersetzer) ist sich sehr bewusst, dass bei der Übersetzung von Gedichten immer einiges auf der strecke bleibt und sich ein vernünftiger Übersetzer entscheiden muss was er als wichtig erachtet, um diese Aspekte bei der Übertragung zu erhalten. Das Anliegen, das dieser Übertragung zugrunde liegt ist (wie er im Nachwort zu Band 3 seiner Übersetzung der gesamten Werke Baudelaires schreibt)die erhaltung der semantischen Aussage und der Bildhaftigkeit Baudelaires. Er überträgt die Fleur du Mal bewusst in Prosa, um eine wortgetreuere Übersetzung zu ermöglichen. Auch wenn diese, zugegeben, nicht immer so exakt ist wie er vorgibt.
Wer sich also an wirklichen Gedichten berauschen will ist bei dieser Übersetzung nicht nicht am richtigen Platze. wer sich genauer mit der Thematik der Baudelaireschen Dichtung beschäftigen will aber sehr wohl. Die Übersetzung folgt der französischen Werkausgabe von Claude Pichois, der auch Mitherausgeber der dutschen Werkausgabe von Friedhelm Kemp ist, der dieses buch entnommen ist.
Wer die Schönheit der Baudelairschen Lyrik erfahren will, dem empfehle ich die zweisprachige Ausgabe mit der Übersetzung von Monika Fahrenbach-Wachendorff die bei Reclam verlegt ist, oder die Nachdichtungen von Georg Trakl, die jedoch weiter vom Orginal abweichen und mit seinem eigenen Stil vermischt sind.
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am 20. April 2013
Für eine Französin in Deutschland ist die zweisprachige Fassung eine sehr schöne Idee, die einen erlaubt einen Meisterwerk zu geniessen und gleichzeitig ihn erneut zu entdecken (auf Deutsch). Wenn man französische Literatur studiert, kommt man um die Gedichte von Baudelaire nicht herum. Für Deutsche, die ihr französisch noch verbessern wollen, ist das auch sehr praktisch: man kann die Gedichte in der original Fassung lesen und falls man nicht versteht sich die deutsche Fassung ansehen.
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am 4. Dezember 2008
habe mir dieses buch schon vor jahren gekauft. ich finde die übersetzung sehr gelungen, da versucht wurde, die gedichte wörtlich wiederzugeben, um so die wahre bedeutung zu erhalten.
habe schon einige gedichtbände gelesen (zb. byron erschienen bei artemis&winkler), in denen zwar die melodie erhalten blieb, aber durch die dazu nötigen anpassungen jedoch zu viel verfälscht wurde.

somit kann ich das buch jedem, der auch an der "message" dieser gedichte interessiert ist, nur wärmstens empfehlen
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am 7. Juni 2014
Alles bestens gelaufen. Hätte nicht besser laufen können. Das Buch ist einfach nur toll! Kann es nur empfehlen. Außerdem war der Artikel wie beschrieben.
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