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am 22. Juli 2005
Moritz liebt Judith, und der Leser darf die ganze Zeit über mithören und hineingucken in die Beziehung der beiden, die geprägt ist von wahrhaftiger Nähe und Achtung vor dem anderen. Es wird gelacht und geliebt, ein bisschen wird auch gezündelt, aber klar ist stets: die beiden gehören zusammen. Und ich dachte noch, als ich die Hälfte des Buches gelesen hatte: nettes, intelligentes Büchlein, aber wo ist der Witz, der Plot, das Problem?
Und dann kam es über mich, von oben, so, dass ich es nicht sehen konnte (gerechnet hatte ich nicht damit). Und von jetzt auf sofort saß ich da mit offenem Mund lesend und dachte gar nichts mehr, sondern las immer schneller - ungläubig und (vergeblich) hoffend. Am Ende dachte ich: stimmt, "Sicherheit ist das Kennzeichen des Tölpels", stand ja schließlich im Rückentext des Buches.
Die Qualität des Buches liegt darin, dass es den Leser eine eigene Erfahrung machen lässt, statt nur von Erfahrungen zu berichten. Wenn ein Buch das schafft, dann ist das etwas ganz Besonderes und unbedingt empfehlenswert.
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am 16. Dezember 2008
Es war das erste Buch, das ich von Markus Werner gekauft habe und anfangs war ich ein wenig skeptisch, ob es sich nicht eher um ein typisches Frauenbuch mit viel Beziehungskitsch und wenig Tiefgang handeln könnte. Jedoch bereits nach dem Lesen der ersten Seite war mir klar, dass ich mich völlig geirrt hatte. Die Sprache von Markus Werner ist einzigartig in Ihrer Ausdruckskraft und die Geschichte - mag sie auch noch so "klein" zu sein scheinen - hat mich berührt, wie schon lange keine andere mehr. Man wird am Ende des Buches völlig verstört zurückgelassen und ich habe mich noch Tagelang danach mit der Frage beschäftigt, wie und ob ich mit solchen Geschehnissen leben könnte. Gerade die Darstellungen des Alltäglichen und scheinbar Belanglosen im ersten Teil des Buches führen dazu, dass man sich sehr stark mit den Protagonisten identifiziert, so dass einen das Ende nur um so Erbarmungsloser trifft und man fast das Gefühl hat, diese Geschichte selbst zu erleben. Ein ganz großes Stück Literatur! Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
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am 30. Juli 2006
...konnte mich Markus Werner von seinem einzigartigen Schreibstil überzeugen. Mit wenigen, wohlgesetzten Worten erzählt er uns in "Die kalte Schulter" auf knapp 160 Seiten die Geschichte des nachdenklichen Moritz Wank, eines nicht mehr malenden Malers, dessen Lebensinhalt sich einzig und allein auf seine Beziehung zu Judith, seiner großen Liebe, beschränkt, die ihn trägt und immer wieder in die Realität zurückholt. Dabei erfahren wir viel über die alltäglichen Begebenheiten, die durch Wanks Betrachtungsweise eine ganz eigene zum Teil humorvolle Bedeutung erhalten. So verklemmt er sich z.B. hilflos in einem Zigarettenautomat des Kinos und denkt, er befände sich damit in der unglücklichsten Situation seines Lebens. "Der Schmerz kümmerte ihn nicht, und Wut auf die Menschheit, die zum Mond flog und gleichzeitig außerstande war, unfallsichere Zigarettenautomaten zu konstruieren, half nicht weiter." Markus Werners wundervolle Sprache führt durch den Roman, und wer Werner kennt, weiß, dass der große Hammer am Ende um so schmerzvoller und überraschender zuschlagen wird. Der Leser bleibt geschockt und betroffen zurück und darf sich seine eigenen Gedanken machen über die Widrigkeiten des Lebens. Eine echte Empfehlung für die Liebhaber der leisen, aber eindringlichen Worte. Wunderbar!
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am 13. September 2005
Durch eine Empfehlung auf Markus Werner aufmerksam gemacht, habe ich "DIE KALTE SCHULTER" gelesen. Anfangs schon durch die sehr originelle Schreibweise erfasst, kam ich mit Fortschreiten des Buches immer mehr ins Staunen. Bei ungefähr 30 Seiten vor Schluß (insgesamt ca. 160 Seiten) kippt dann die Geschichte so unvorhergesehen, dass ich dann eigentlich schockiert und sprachlos war. Über die Geschichte selbst werde ich jetzt nicht schreiben. Berührend, unsentimental und zum Nachdenken auffordernd, große Literatur !
Ich freue mich schon auf meinen nächsten Markus Werner...
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am 8. Mai 2009
Mein erstes Buch von Markus Werner war "Am Hang", und obwohl ich die Geschichte ein wenig vorhersehbar fand, war ich doch völlig beeindruckt vom Stil Werners - endlich mal wieder eine eigene Sprache, jemand, der sehr, sehr gut mit Worten umgehen kann. Das zeigt sich auch wieder in "Die kalte Schulter", das sich schlagartig in meine Lieblingsbücher einreihte. Tolle Sprache, schöne Geschichte, liebevoll beschriebene Personen und Situationen, manchmal lakonisch, manchmal traurig, nie kitschig. Ein wunderbares Buch.
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am 25. Mai 1999
Markus Werners Erzählung beginnt im Grunde dort, wo die Prosa ihr (oftmals) jähes Ende findet. Es gehört bekanntermaßen zu Werners Arbeitsstil, daß er für einen einzigen Satz, besser: für eine Äußerung, oftmals einen Tag benötigt. Doch die Befürchtung, daß seine Prosa konstruiert wirkt, findet keine tatsächliche Entsprechung. So ist es durchaus möglich, 'Die kalte Schulter' sowohl nur oberflächlich als auch 'intensiv' zu lesen. Es entgeht einem im ersten Fall jedoch sehr viel, denn der eigentliche Stoff dieses Buches liegt zwischen den Wörtern und Satzzeichen. Das Nicht-Gesagte vermag es, den Leser zu erschüttern und zu beeinflussen. Kein Buch habe ich öfter empfohlen; hiermit tue ich es wieder.
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am 14. März 2008
Nachdem mir Markus Werner durch seinen Roman "Am Hang" positiv aufgefallen ist, habe ich mich gleich an ein weiteres Buch von ihm gemacht.
Und schon wieder bin ich verblüfft, wie sein Stil zu schreiben eine Lebendigkeit und Dichte in seine Geschichten bringt, die mir Gänsehaut macht. Seine Figuren sind auch dieses Mal geprägt von einer Vielfalt von Eigenarten. Auf der einen Seite gibt es spießige Gesellen mit Hang zu peinlichem Benehmen, auf der anderen Seite merkwürdige Eigenbrödler ohne Selbstbewusstsein mit einer Wahrnehmungsfähigkeit, die dem Auge eines Insekts kaum zuzutrauen ist. Aber das eigentlich phänomenale ist, dass Werner den Leser überzeugen kann, dass diese beiden Züge problemlos in ein und derselben Figur zu finden sind. Also wie im richtigen Leben!
Der Lauf der Geschichte ist..........boooah! Ich möchte ja den zukünftigen Lesern nichts verraten, um ihr Lesevergnügen nicht zu schmälern!
Auf alle Fälle eine Geschichte, die man nicht vergisst! Es lohnt sich!
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Mai 2013
"Das menschliche Gehirn, in dem so vieles Platz hat, ist offenbar nicht in der Lage, das Wesentliche so zu speichern, daß es verfügbar bleibt." (S.122) Der Beweis für diese Aussage findet sich in meinem Bücherregal, wo sich mittlerweile drei Ausgaben von 'Die kalte Schulter' wissend aneinander reihen. Die Hoffnung wächst, dass ich - vergesslich wie ich bin - in einem Jahr die vierte Ausgabe kaufe, lese und mich wieder neu begeistern lasse.

Denn eigentlich kauft man mit 'Die kalte Schulter' gleich mehrere Bücher in einem.

So zeichnen sich die ersten vier Kapitel durch eine eindringlich sarkastische Kommentierung des Lebens aus. "Unablässig wird getötet, dachte Wank, und je kleiner das Lebewesen, umso kleiner die Reue. Sie setzt frühestens beim Eichhörnchen ein, das man im Rückspiegel zucken sieht. Schnecken und Frösche zählen nicht. Igel kaum. Ein Reh zählt mehr als ein Fuchs, und ein Rehbock mehr als ein Reh." (S.45) Männliches, Allzumännliches wird in den Raum gestellt. "Die Männer, die im Pissoir neben ihm stünden und ihr Wasser so abließen, wie sie wahrscheinlich auch lebten, nämlich sicher, scharf und entschieden: die beneide er." (S.37) Und nicht zuletzt braucht Wahrheit einen Mutigen, der sie ausspricht: "[..] daß die Mütter einen Großteil des Weltunglücks verursachten und daß die These von der Friedfertigkeit der Frau eine der unverschämtesten Soziallügen war. Schließlich waren es auch die Mütter, die ihre Kinder jeden Morgen aus dem Bett zerrten und unter Androhung ernstlicher Nachteile zur Schule schickten, obwohl sie haargenau wußten, daß ihnen dort der Rest gegebn wurde. Die Mütter sorgten für die schlaftrunkene Wehrlosigkeit der Kinder, und die Lehrer konnten dann ungestört an den halbwegs Betäubten herumhämmern." (S.26)

"Man könnte meinen, ich sei teilnahmslos, dachte Wank, dabei bin ich nur unzuständig." (S.34) Anders als in den folgenden zwei Kapiteln, in denen die Trivialität eines Wladimir Kaminer mit höchster Verantwortung und Zuständigkeit bis ins groteske Detail erforscht wird. Die Beschreibung der Nachbarschaftsfeier ist zu gut, um aus ihr hier zu zitieren.

Den Höhepunkt dieses sprachlich einwandfreien Werkes sehe ich in den letzten zwei Kapiteln. Hier wird eine Liebeserfahrung aus männlicher Sicht so tiefgehend beschrieben, dass ich sie jedes Mal doppelt lese. Die Liebe in ihrer selbstreferentiellen Natur, in ihrer Widersprüchlichkeit, in ihrer Unfassbarkeit und in ihrer Kurzlebigkeit. Und wie ein roter Faden zieht sich die männliche Selbsthinterfragung bis zum Ende durch das Werk. "Das ist es, dachte Wank, was mich von den wirklichen Männern unterscheidet: sie treffen Maßnahmen, sie haben, bevor ich das Unheil begriffen habe, das Unheil im Griff und regeln die Folgen." (S.141)
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Januar 2010
Eigentlich mußte ich nur rasch eine Stunde Warterei in Köln überbrücken und habe mir nach ausgiebigem Bücherbummel daher dieses kleine Büchlein mitgenommen. Klar, weiß ich, daß Werner immer tiefgründig und zeitweise bitterböse oder auch melancholisch bis depressive Werke abliefert, daß dieses mich aber so berühren und runterziehen würde konnte ich nicht ahnen.
Mit klaren, manchmal wegen des Schweizerischen seltsam anmutenden Worten schildert Werner, daß man erst schätzt, was man hat, wenn man droht es zu verlieren.
Tief betrübt und bewegt verspürte ich nach der Lektüre den zwingen Wunsch alle meine Lieben um mich zu versammeln. Die Zeit schon jetzt zu genießen und nicht erst in ihrem Andenken Versprechen halten zu müssen etwas besser zu machen, als bisher.
Ein kleines Buch, ein großes Werk.
Da mich das Schweizerische allerdings immer ein wenig aus dem Lesetakt bringt, nicht die volle Punktzahl. Erheiterung über Papiernastücher oder Zahnhölzlis ist bei der Thematik irgendwie nicht angebracht...
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am 29. Januar 2006
Noch nie hat mich ein Buch so berührt wie dieses von Markus Werner. Den Inhalt des Buches verraten, würde heißen das Buch zu verraten. Nur so viel sei gesagt, dass es sich darum handelt wie man es schafft mit dem was einem das Leben beschert umgehen zu können, es anzunehmen und das Glück darin zu finden. Denn Glück und Glas wie leicht bricht das und es gibt kein zurück. Doch im Ende liegt ein neuer Anfang. Bitte lesen, es belohnt!
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