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am 21. Februar 2014
Ich schäme mich fast mir anzumaßen Erich Kästner zu rezensieren, aber es macht einfach sehr viel Spaß darin zu lesen. Zu alltäglichen Situationen intelligente Lyrik, die zum Schmunzeln bringt. Das ist ein deutsches Kulturgut, das ich gerne an internationale Deutsch lernende Freunde verschenke :-)
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Warum mir die "Lyrische Hausapotheke" von Erich Kästner so am Herzen liegt, hat verschiedene Gründe. Nostalgische, weil es das einzige Buch ist, das ich aus dem Bestand meiner Mutter übernahm und trotz zunehmendem Gelbstich siebzig Jahre überlebte - literarische, weil Kästners Lyrik zur Zeit meines Germanistikstudium nicht in den Kanon diskussionswürdiger Werke aufgenommen wurde - ideologische, weil Erich Kästners es bei mir schaffte, auch gewisse Moralpredigten zu lieben. Obwohl ich meine Urausgabe sicher nicht aus dem Gestell entferne, bin ich dem Atrium Verlag dankbar, mir endlich eine schöne Neuausgabe zu bescheren. Über den Inhalt dieses Klassikers wurde schon so viel geschrieben, dass ich zum ersten Mal den Versuch mache, einem Buch neue Leser zuzuführen, indem ich länger daraus zitiere. In diesem Fall ein Gedicht, das meine Gefühle in Worte fasste, als eine langjährige Beziehung in Brüche ging. Schön fand ich damals auch, dass ich mir Gedanken bei einem Autor ausleihen konnte, der mit "Emil und die Detektive" eine der prägenden Geschichten meiner Kindheit schrieb.

Sachliche Romanze

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
Kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie anderen Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken. -
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.

Mein Fazit: Wer sich und seine Lebensgeschichten in solchen Worten wieder findet, sollte sich die Neuausgabe von Erich Kästners Lyrischer Hausapotheke unbedingt anschaffen. Erfahrungen lassen sich zwar nicht übertragen, aber so in Sprache gießen, dass sie manchmal tatsächlich zur Heilung beitragen können. Auch in Form von Humor.
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am 28. Oktober 2016
Ist dieses Lyrische Hausapotheke. Nicht nur sind die Kästner-Gedichte natürlich großartig, sondern kommt das Buch dazu als eine Art Faksimile daher, sodass man meint, die persönlichen Notizen des großen Meisters in den Händen zu halten. Ein tolles Stück, vor allem als Geschenk für jemanden, der Freude an Kästner hat, selbst wenn er schon eine andere Ausgabe der Hausapotheke besitzen mag. Diese ist eine besondere Ausgabe. Empfehlung!
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am 28. November 2000
Fröhlich ist es sicher nicht immer, Mut macht es trotzdem. Da ist mindestens ein Aufrechter, der mit Abstand die eigenen Tiefpunkte und die der Menschheit betrachtet und trotzdem nicht den Humor verliert - auch wenn dieser ziemlich bissig ist. Das Ganze gesalzen mit einem Wortwitz, den man nur selten findet - keine Silbe ist dem Zufall überlassen (die Menschen sind "den Flöhen entflohen"). Erich Kästner hat treffend gesagt, was er meinte - und es ist wert, gehört zu werden!
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am 7. Februar 2016
Wie treffend, wie hervorragend formuliert! Zeitkritik, die vor sieben, acht Jahrzehnten geschrieben wurde und heute so zutrifft wie damals. Und die Beobachtungen über menschliches Verhalten, über unsere Schwächen und Marotten werden sowieso nie unaktuell. Hoffentlich versteht auch die Generation lol und doll seine Sprache noch, es würde ihr gewiss nicht schaden.
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am 17. Mai 2016
Das Büchlein enthält einen guten Querschnitt des lyrischen Schaffens von Erich Kästner: Nachdenkliches ebenso wie Humoriges. Es ist tatsächlich eine Art "Hausapotheke" für die Seele. Und das zu einem sensationell niedrigen Preis.
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am 20. November 2013
Ich verschenke dieses Buch sehr gern an meine Freundinnen, da es gefühlt zu jeder Gefühlslage ein kleines Gedicht gibt, was einen dann immer so ein bisschen aufbaut oder stärkt.
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am 10. Februar 2016
Keiner hat so gekonnt menschliche Ironie in seinen Gedichten eingebaut wie E. Kästner. Er bringt die Dinge auf den Punkt und redet nicht lange darum herum.
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am 26. August 2000
Gedichte, oft unterschwellig geprägt vom Zeitgeist der 20er Jahre, namentlich dem Verlust der Welt und Werte des 19. Jahrhunderts durch den Ersten Weltkrieg, den Kästner selbst als gerade-erst-Erwachsener mitbestreiten mußte und schwer krank verließ. Mit seiner Lyrik schüttelt er alle vergangene ‚heile' Welt ab- denn man soll sich schütteln vor Lachen, wenn er seine Pointe anbringt; mit jedem Reim treuer Rührseligkeit will er es gut mit dem Leser meinen - der aber, glaubt er sich in seiner ‚Krankheit', sei es Einsamkeit, Liebeskummer o.ä., wie im Vorwort aufgelistet, mit dieser Medizin geholfen, wird bald erschrecken und dieses Buch gar verabscheuen: Sätze wie "Hoffentlich gibt's keinen Himmel. Denn da passe ich nicht hin." oder "Wer nicht zur Welt kommt, hat nicht viel verloren." bis hin zum Gebet einer Alten auf dem Friedhof "Tod, nun komm!" bestimmen die Tonart dieser Anthologie, die aus harmlos-liedhaften Formen eine herbe Kost pessimistischer, ja nihilistischer Ironie ausgießt. Kästner schreibt so bezeichnend über sich selbst: "Ich gehe durch die Gärten der Gefühle, die tot sind, und bepflanze sie mit Witzen.". Keine gerade wohltuende Herzmassage, wem dieses eh schon schwer. Wer sich aber gesund glaubt, den werden die hier angestellten Diagnosen zweifeln machen. Das ist der hohe Verdienst dieser Lyrik, die in dem Sinne durchaus etwas mit Celan zu tun hat! Die Gefahr liegt darin, daß Kästner im Dienste volkstümlicher Verständlichkeit den verniedlichenden Allerweltsreim wählt und verwegene Metaphern aus Angst um seine Witzchen scheut, kurzum, daß er den Abgrund auf der einen Seite in aller Entschiedenheit aufdeckt, auf der anderen Seite aber sogleich wieder kaschiert, als sei's dennoch halb so schlimm. Die Ursache kann aufgrund der Evidenz seiner Schreibkunst nur in der inneren Anlage der Person Erich Kästner verborgen sein- man betrachte dieses Buch also weniger als ernstgemeintes Arzneischränkchen "für den Hausgebrauch", sondern als dokumentarischen Einblick in die Seele dieses Menschen , der zu den jüngsten der ‚Verlorenen Generation', wie sie E.M.Remarque beschreibt, gehörte.
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am 2. Juli 2015
Ich wusste nicht, das Erich Kästner so wunderbare Genesungsgedichte schreiben kann. Ist für Viele gestresste Menschen ein Buch zur Hilfe.
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