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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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4,2 von 5 Sternen
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am 7. August 2003
Was passiert, wenn ein chinesischer Mandarin 1000 Jahre in die Zukunft reist, und dabei versehentlich im Bayern landet? Herbert Rosendorfer hatte eine gute Idee, und sich dafür auch sehr in die Situation des Reisenden hineinversetzt. Sein Held namens Kao-Tai schreibt - wie der Titel schon sagt - Briefe in die Vergangenheit um von seiner Reise zu berichten. Dabei wird das heutige Bayern auf leichte, und sympathisch naive Art mit dem alten China verglichen. Wer das Buch genauer studiert hat, entdeckt im Anhang den Grund dafür warum Rosendorfer dazu in der Lage war. Er hat sein Wissen über das antike China durch entsprechende Lektüre erweitert. Mehr als ein Dutzend Bücher, Schriften und sogar reproduzierte Schriftrollen hat der Autor studiert, um ein solches Buch überhaupt glaubwürdig schreiben zu können. Doch wer nun glaubt lediglich ein Werk über chinesische Geschichte erwarten zu dürfen, der irrt.
Die Erlebnisse des Kao-Tai sind sehr abwechslungsreich. Als er zum Beispiel voller Entsetzen das Münchner Oktoberfest beschreibt, oder zum ersten mal in eine „chinesisches" Restaurant der Neuzeit geht. Es ist so gut beschrieben, das man nicht nur sehr amüsiert ist, sondern dem alten Mandarin oft Recht geben muss, in was für einer seltsamen Welt wir heute leben. „Briefe in die Chinesische Vergangenheit" ist eine wunderschöne Erzählung die von kreativen Humor und teils auch schön melancholischem Passagen geprägt ist.
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am 29. März 2005
...zählt dieser "Rosendorfer" vielleicht nicht zu dessen anspruchsvollsten Werken, bestimmt aber zu den vergnüglichsten Büchern überhaupt!
Ein Mandarin aus dem 10. Jahrhundert landet irrtümlich im heutigen Bayern (genauer gesagt in "Ba Yan", "Min-Chen")und die Geschichte nimmt ihren zwerchfellerschütternd komischen Lauf. Ein klein wenig Geschichtsunterricht, der so ganz nebenbei einfließt und die etwas ungewöhnliche Brieferzählform machen dieses Buch zur abwechslungsreichen, kurzweiligen und ungleich witzigen Lektüre, wobei uns aber trotz größtmöglicher Unterhaltung ein Spiegel vorgehalten und das Leben der "Großnasen" nicht ganz unkritisch betrachtet wird.
Ein Buch für jeden, der gerne liest und lacht - allerdings sollte man sich von der späteren Fortsetzung dieses Romans (Die große Umwendung) nicht ganz so viel erwarten.
Viel Vergnügen in der chinesischen Vergangenheit!
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am 16. Dezember 1999
Ein chinesischer Mandarin aus dem 10. Jahrhundert reist mit seiner Zeitmaschine in unsere Gegenwart, und weil er bei der ganzen Sache die Erdumdrehung nicht berücksichtigt (davon weiß er ja zu seiner Zeit auch noch nichts...), landet er nicht in China, sondern im bayerischen München, bzw. in Min-chen mitten in Ba-Yan. Von seinen Erlebnissen berichtet er seinem Bruder in zahlreichen Briefen, und wem die darin geschilderten Erlebnisse nicht die Lachtränen in die Augen treiben, der muß wahrlich stumpfen Sinnes sein. Fremde Ausdrücke, die dem Durchschnittschinesen des Mittelalters fremd sind, und das sind eigentlich alle, werden grundsätzlich in chinesischen Silben wiedergegeben - auf dem Oktoberfest trinkt man "Ma-ßa" und "Hal-bal", dazu wird "Wan-tswa-xu-fa" gesungen. Die Sitten und Gebräuche unserer Zeit erscheinen ihm doch oft fremdartig, und die Schilderung des aufgeklärten Gelehrten seiner Zeit über uns Barbaren sind von unbeschreiblichem Witz. Ein Buch also, bei dem man nichts falch machen kann. Es gefällt nachweislich (fast...) jedem und ist das ideale Geschenk. Aber erst selbst lesen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 16. Mai 2016
Ich weiss nicht wieviele Bücher ich in meinem Leben schon gelesen habe - dies ist jedenfalls eines der Besten von allen.
Ein Mandarin aus einer weit entfernten Zeit, schreibt seinem Freund von seiner Zeitreise in das heutige München.
Alleine seine Beobachtungen, Dinge die er nicht versteht, bringen mich einfach nur zum Staunen und lachen, lassen mich innehalten und immer wieder nachdenklich und belustigt zurück. So hat er keine Ahnung, warum wir rauchen und schreibt seinem Freund "Sie bringen ständig kleine Rauchopfer dar", und verbeugt sich vor jedem Plakat auf dem für Zigaretten geworben wird, weil er glaubt, dass dies wohl Gottheiten sein müssen, die wir vereehren- köstlich! Ein Klassiker der unbedingt gelesen werden und unbedingt auch verschenkt werden will!
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am 9. Februar 2016
Briefe in die chinesische Vergangenheit ist mein Lieblingsbuch. Witzig, intelligent, gesellschaftskritisch. Herbert Rosendorfer ist für seine intelligenten Werke bekannt. Absolute Empfehlung - auch zur Fortsetzung "Die große Umwendung - Neue Briefe in die chinesische Vergangenheit".
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am 7. September 2002
Ja, das Buch ist köstlich und spannend zugleich. Warum dann nur drei Punkte?
Die chinesische Vergangenheit, mitunter auch die europäische, wird sehr verfälscht dargestellt, es sind viele einzelne Sachfehler da, um einige zu nennen: 1. Fußbandagierung, wie der Hauptinterpret, Kao-Tai, sie für normal empfindet, ist erst später aufgetreten, und zwar erst bei Kurtisanen und Sängerinnen; 2. Zöpfe wurden erst im XVII. Jh. von den Mandschuren den Chinesen aufgezwungen und müßten Kao-Tai völlig unbekannt sein; 3. die große Mauer, die Kao-Tai erwähnt, wird kein Mandarin des X Jhs. gekannt haben (wenn, wird er sie nicht näher beachtet haben): Sie lag zu dem Zeitpunkt nur verrottet da und wurde erst wieder richtig im XVI. Jh restauriert; 4. Wie kann Rosendorfer auf die Idee kommen, den Freund Kao-Tais, Schi-Schmi, ihm erzählen zu lassen, das man alte Werke überhaupt nicht mehr liest (dreister noch: lesen KANN), oder solchen Unfug zu behaupten, daß man in der Renaissance plötzlich anfing, auf La-Teng zu dichten, das schon längst ausgestorben und vergessen war, genauso wie es Unfug ist, wenn Kao-Tai behaupten muß, daß sich das chinesische überhaupt nicht verändert habe, wobei er doch genau wissen müßte, daß er zwar KLASSISCHES Chinesisch schreibt, aber seine gesprochene Sprache erheblich davon abweicht; 5. die chinesischen Silben, in die die westlichen Begriffe übersetzt werden, gibt es weder heute, noch gab es sie im X. Jahrhundert; 6. der Aufzug wird zweimal von Kao-tai ganz anders und beidesmal (!) als neu beschrieben; 7. das Land Am-mei-ka, ist nicht bevölkerungsmäßig dreißigmal größer als China zur Sung-Zeit (X. Jh.): Damals hatte China mehr als 60 Millionen Einwohner; etc,. etc.
Ganz schwerwiegend ist der Eindruck, den man nach den Lesen von K'ai-feng (der damaligen Hauptstadt Chinas) bekommt. Sie war damals eine Millionenstadt, dichter bevölkert als jede heutige Stadt, geschäftig, laut, etc, auch unermeßlich reich, kein erhabenes und stilles Städtchen, wo nur Gelehrte und Philosophen wirken (So kommt es dem unbedachten Leser vor). Sein Rollbild vom damaligen Kaifeng, den Rosendorfer in einer Nachbemerkung als Hilfsmittel zum Begreifen der damaligen Welt bezeichnet, wird er wohl nicht gut genug studiert haben.
Wieso fällt übrigens am Anfang des Buches niemandem von selbst auf, daß Kao-Tai aus China kommen könnte, wo er doch die Zeichen so schön malt, und wieso erwähnt "Schi-Schmi" nicht, daß die beiden im zweiten Weltkrieg zerstörten Städte Hiroshima und Nagasaki in Japan lagen? Die japanischen Inseln müßten einem Mandarin von damals, wenn auch nur ziemlich ungenau, bekannt sein.
Außerdem ist die Sicht, die (Misanthrop??) Rosendorfer mittels Kao-Tai vermittelt, sehr vereinfacht und würde auch einem Kao-Tai nicht ganz so auffallen. Das ist aber nicht das Schlimme, das Schlimme ist, daß alle Westler Kao-Tais Weltsicht zustimmen, bei näherem Nachdenken. Sozialkritik in allen Ehren - die Rosendorfer (komischerweise) im Buch selber kritisiert - aber das ist zu viel. Mich hat die Beschreibung irgendwie (bis auf die Staatsunterdrückung) an George Orwells „1984" erinnert. Pessimistischer geht es wohl nicht. Auch wenn natürlich viele Punkte Rosendorfers berechtigt sind, vor allem was den Fortschritt und das Alte angeht.
Zu diesem Zeitpunkt war außerdem immerhin schon 1985. Ein wirklich kundiger Beobachter wie man sich Schi-Schmi vorstellt, hätte die Welt viel differenzierter dargestellt. Und auch China war damals kein Land mehr, wie es von Schi-Schmi, Kao-Tais Freund, dargestellt wird. 1985 war China mitten im Reformprozeß, seine Macht und wirtschaftliche Bedeutung wuchs von Tag zu Tag. Das müßte ein gebildeter Westler gewußt haben. Es war schon möglich, als Tourist dahin zu reisen. Überhaupt scheint Rosendorfer noch nicht in China gewesen zu sein, wenn er wirklich annimmt (was in den Berichten der Interpreten durchschimmert), daß China völlig verwestlicht sei und die alte Kultur völlig verloren hätte. Weit gefehlt. Eigentlich sind sich heutige Chinesen und heutige Europäer weiter entfernt als Chinesen des XV. Jahrhunderts und Europäer des XV. Jahrhunderts. Vor allem wirkt die Geschichte und Tradition dort mehr nach als irgendwo anders in der Welt.
Nun aber dazu, wieso die Briefe trotz allem das Prädikat "köstlich" und drei Sterne verdienen: Es ist eine unglaublich große Leistung von Rosendorfer - trotz der unzähligen Fehler - sich in die Lage eines Mandarins des X. Jahrhunderts zu versetzen. Die Briefe sind spannend zu lesen und regen zum Nachdenken an. Ich habe sie in einem Zug gelesen, denn ich konnte mich nicht dazu durchringen, sie aus der Hand zu legen. Daher: als Entspannung und Zeitvertreib köstlich, als ernstzunehmende Literatur mittelmäßig.
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am 16. Mai 2001
Der Autor hat es geschafft, Witz und Spannung gekonnt unter einen Hut zu bringen. Sehr interessant sind die sozialkritischen Seitenhiebe. Das Werk ist leicht zu lesen, aber zugleich interessant und fesselnd. Die Sicht, aus der das Buch geschrieben ist (Chinese 1000 Jahre in die heutige Zeit gereist) ist sehr lustig und regt auch an vielen Stellen zum Nachdenken über unser Leben an. Müsste von manchen Leuten mal gelesen werden...
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am 28. September 2015
Briefe in die chinesische Vergangenheit ist definitiv eine Geschichte, die man gelesen haben muss. Mit dem zeitreisenden Chinesen ist es nämlich ein irrewitziges Abenteuer, das man nur so verschlingt.
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am 7. Mai 2015
Von diesem Buch wurde mir vorgeschwärmt bis ich so neugierig war dass ich es mir gekauft habe. Das war auch gut so denn ich bin vollstens auf meine Kosten gekommen. seither habe ich kein Buch mehr gelesen das mich mehr gefesselt hätte, aber das ist Geschmacksache.
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am 20. Oktober 2013
.....an den doch sehr ungewöhnlichen Schreibstil des Protagonisten Kao-tai, ein hochintelligentes, äußerst amüsantes Buch. Allein die Idee, einen chinesischen Gelehrten des Altertums mittels Zeitmaschine in das München - Min-Chen - etwa der 1980er Jahre reisen zu lassen, ist genial. Das Buch sprüht von guten Einfällen, die oft auch reichlich absurd wirken. Trotzdem wird das Buch niemals banal, ganz im Gegenteil, hält es oftmals einen Spiegel vor Augen und zeigt, wie seltsam unser "normales" Verhalten möglicherweise auf Menschen aus anderen Kulturen wirken kann. Ein durchaus empfehlenswertes Buch des bekannten Autors, das sehr viel Spaß macht, ohne seicht zu sein.
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