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Kundenrezensionen

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am 28. März 2017
Für Mankell-Freund unverzichtbar. Wie immer spannend. Wenn man anfängt zu lesen kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
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am 7. Mai 2017
Es gibt böse Menschen, sehr böse. Und es gibt Menschen, dehnen Rache eine Genugtuung ist. Hiervon handelt diese Geschichte.
Wunderbar vorgelesen von Fritz Pleitgen.
Ein toter, deren Oberkörper mit Pfählen durchbohrt ist...
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am 20. April 2006
„Mörder ohne Gesicht" ist nicht das beste Buch von Henning Mankell, da sich der Fall, der zunächst nur auf vagen Indizien beruht, ein wenig in die Länge zieht und eine am Ende sehr zufällig anmutende Lösung aufweist. So bleibt aber mehr Platz für die Entwicklung der Charaktere und die Betrachtung von Wallanders Innenleben. Auch über mangelnde Spannung kann der Zuhörer sich nicht beklagen. Die brutale Tat am Anfang der Geschichte lässt einen erst einmal kräftig schlucken - auch Henning Mankell gab unlängst zu, dass er oft ein Problem mit seinen eigenen Schilderungen von Gewalt und Verbrechen habe.

Sprachlich ist Mankell so präzise, nüchtern und dadurch brillant wie immer. Mit Ulrich Pleitgen, der das hier rezensierte Hörbuch spricht, hat die Produktion einen Meister gefunden: Pleitgen versteht sich unglaublich gut darauf, durch seine Stimme Gefühle und Stimmungen heraufzubeschwören. Gerade der Einstieg in die Geschichte, der alte Mann in der Nacht und das merkwürdig stille Pferd, ist atemberaubend und beklemmend. Auch kann Pleitgen seine Stimme in erstaunlicher Weise verstellen und gibt somit jedem Charakter eine eigene, individuelle Färbung. Das Hörbuch aus dem Verlag Hörbuch Hamburg ist eine gekürzte Lesefassung mit einer Gesamtlaufzeit von 448 Minuten, die Kürzungen fallen aber im Vergleich zum Roman nicht negativ ins Gewicht und sind geschickt durchgeführt. Die sechs CDs befinden sich in einem mehrfach aufklappbaren Cover aus Pappe. An und für sich eine elegante Lösung, doch dadurch, dass die CDs bloß eingesteckt sind und das Material der Verpackung sehr glatt ist, ergibt sich teilweise das Problem, dass CDs herausfallen.

Fazit: Der erste Fall um den Kriminalkommissar Kurt Wallander ist ein guter Einstieg in Mankells Romane - spannend, düster und menschlich interessant gibt er Einblicke in die schwedische Gesellschaft. Die Geschichte weist zwar ab und zu einige Längen auf und kommt vom Plot ab, wenn sie sich weniger auf die Ermittlungen als vielmehr auf ihren Protagonisten konzentriert - dennoch ein guter Einstieg in die Wallander-Krimis. Die Hörbuch-Umsetzung mit Ulrich Pleitgen als Sprecher kann nur als äußerst gelungen bezeichnet werden. Um Verwechselungen vorzubeugen: Von „Mörder ohne Gesicht" existiert auch eine Hörspielfassung.
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am 3. August 2002
Meine Meinung zu dem Roman ist zwiegespalten: Einerseits beginnt das Buch sehr gut und baut einen guten Spannungsbogen auf. Lediglich das versprochene Doppelleben des alten, ermordeten Bauern erweist sich als gar nicht so mysteriös, wie man anfangs annimmt. An einigen Stellen dümpelt die Handlung vor sich hin und mit ihr die Spannung. Hier legt Mankell viel, ja sogar zu viel Wert auf die Beschreibung seines Protagonisten in der Midlife-Crisis: der von seiner Frau verlassene, stellenweise in Selbstmitleid versinkende und dem Alkohol zu sehr zugetane Kommissar im schlecht-wettrigen Südschweden... Dass Mankell versucht, ein wenig Gesellschaftskritik einzubauen, empfinde ich nicht als störend, vielmehr als interessant, und auch die Tatsache, dass - wie oben geschildert - die Spannung stellenweise nachlässt, erweist sich bei näherem Hinsehen als gutes stilistisches Argument. Denn sicherlich ist keine kriminaltechnische Ermittlung durchwegs spannend und packend; die Realität des Dienstalltags eines Kommissars schildert Mankell drastisch und ohne sie zu stilisieren.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. September 2010
Zum Inhalt:

Im Jahre 1993 fallen in Algerien fünf Frauen (vier Nonnen und eine schwedische Touristin, die sich nur zufällig im Kloster aufhielt) islamischen Fundamentalisten zum Opfer. Auf politischen Druck von oben beschließen die Ermittlungsbeamten, die fünfte Frau zu ignorieren. Sie vernichten sämtliche Beweise, die auf einen Aufenthalt im Kloster hindeuten könnten und lassen die Schwedin durch einen Autounfall ums Leben kommen. Das schlechte Gewissen treibt eine junge algerische Polizistin jedoch dazu, zumindest der Tochter des Mordopfers in Schweden die Wahrheit zu erzählen.
Ein Jahr später ereignen sich in der südschwedischen Provinz Schonen innerhalb kurzer Zeit drei grausame und akribisch geplante Morde, die sogar den ermittelnden Kommissar Kurt Wallander, einen erfahrenen Polizisten, vor ein scheinbar unlösbares Rätsel stellen. Einen alten Mann findet man aufgespießt auf neun Bambusstangen in einer Grube, ertrunken durch das viele Blut in seiner Lunge. Ein zweiter Mann wurde drei Wochen lang in Gefangenschaft gehalten, beinahe nackt an einen Baum gebunden und erwürgt. Das dritte Opfer wurde, gefangen in einem festen Sack mit Gewichten, in einen See gestoßen und ertrank. Die drei ermordeten Männer weisen auch keinerlei Parallelen auf und es handelt sich bei ihnen auch um durchweg anständige Bürger (ein pensionierter Autohändler, der Gedichte schrieb, ein Blumenhändler und ein Forscher gegen Milcheiweißallergien an der Universität Lund). So nach und nach bekommt die makellose Fassade der Opfer dann aber doch Risse und Wallander stößt auf eine Gemeinsamkeit, denn alle drei Männer waren brutale Menschen, die ihre Frauen auf grausame Art und Weise misshandelten.

Mein Fazit:

Normalerweise könnte ich dieses Buch ohne Absatz weiter beschreiben, nur würde ich dann Gefahr laufen, schon alles zu verraten. Damit würde ich dann aber jedem Leser unweigerlich die Spannung nehmen und belasse es daher mit dieser kurzen Inhaltsbeschreibung. Dieser nunmehr sechste Roman aus der Wallander- Reihe war für mich auch wieder ein absolutes Lesevergnügen und ich konnte das Buch auch kaum aus der Hand legen. Es ist zwar mehr als offensichtlich, dass die Geschichte in Algerien, wo drei Jahre zuvor fünf Frauen in einem Kloster von islamischen Fundamentalisten ermordet wurden, irgendetwas mit den aktuellen Morden in der südschwedischen Provinz Schonen zu tun haben muss, aber diesbezüglich versteht es Henning Mankell, wie kaum ein anderer Autor, die Spannung dennoch über das ganze Buch hinweg hochzuhalten. Daher fällt es mir auch nicht schwer, diesem Roman die verdienten fünf von möglichen fünf Sternen zu geben.
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am 3. November 1998
Einmal mehr ein Wallander Roman, der den hochgesteckten Erwartungen an den Verfasser Mankell voll entspricht. Spannend bis zur letzten Seite zeigt uns Mankell, daß gute Krimis ohne detaillierte, psychologische Studien nicht auskommen. Wie immer bei Mankell merkt man dessen Nähe zum Autorengespann Sjöwall/Wahlöö. Mankell reduziert seine Wallander Bücher nicht nur auf die Mordfälle selber sondern betreibt höchst interessante gesellschaftskritische Studien des schwedischen Sozialstaates. Dieses Buch ist nicht nur für Schwedenfreunde ein Genuß. Ein Fehlkauf ist ausgeschlossen. Bleibt nur die Frage, wann der Verlag endlich die übrigen 5 Romane aus dem schwedischen in deutsche übersetzt!
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am 15. Mai 1999
"Mörder ohne Gesicht" (dtv 20232 - schwedische Originalausgabe 1991) ist ein Kriminalroman von Henning Mankell, einem der meistgelesenen und vielfach ausgezeichneten Schriftsteller in Schweden. Er folgt der schwedischen Tradition insbesonders von Sjöwall/Wahlöö und wurde 1992 zum besten Kriminalroman Schwedens gekürt. Hauptfigur auf der Jagd nach dem "Mörder ohne Gesicht", der ein Ehepaar auf einem Bauernhof brutal ermordet hat, ist Kommissar Kurt Wallander. Für ihn und sein Team liegt einerseits das Motiv Tat völlig im Dunkeln. Andererseits irritiert die ermittelnden Polizisten die unerklärliche Brutalität der Tat. Da die letzten Worte der ermordeten Bäuerin "Ausländer, Ausländer" waren, kommt es nach Durchsickern dieser Information an die Öffentlichkeit zu ausländerfeindlicher Gewalt, die Kommissar Wallander zu Ermittlungen in einem weiteren Mordfall veranlassen. Dieser kann rasch gelöst werden, doch die Aufklärung des Mordes am bäuerlichen Ehepaar kommt nicht voran. Es stellt sich im Lauf der Untersuchungen heraus, daß der ermordete Bauer ein Doppelleben geführt hat und überraschend viel Geld besaß. Aber alle diese Spuren führen nicht weiter, bis klar wird, wie der Mörder auf die Mordopfer gekommen ist. Bei einem ähnlichen Versuch - ein Mordopfer ausfinding zu machen - wird Monate später der Fall geklärt. "Mörder ohne Gesicht" ist ein spannender Kriminalroman im ländlichen schwedischen Milieu, der sich seines Preises würdig erweist.
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am 11. Mai 2004
Ich habe die Serie über Kurt Wallanders Fälle leider nicht der Reihe nach gelesen, sondern bei "Die falsche Fährte" begonnen und versuche nun, das Hintergrundwissen der ersten Fälle nachzulesen. Grundsätzlich einmal sei gesagt, dass es nicht unbedingt schädlich ist, Wallanders Fälle nicht in der Reihenfolge ihres Erscheinens gelesen zu haben. Man kann jeden einzelnen Band für sich lesen, ohne dass unbedingt notwendiges Hintergrundwissen vorheriger Bände fehlen würde. Allerdings baut jeder Band auf dem vorherigen auf, wenn es um die Persönlichkeit des Kurt Wallander geht. In diesem ersten Band stellt Henning Mankell uns seinen Helden vor, der erst in den Folgebänden an Persönlichkeit und Charakter zu gewinnen scheint. Denn das, was Mankell uns in "Mörder ohne Gesicht" als Kurt Wallander vorsetzt, taugt bestenfalls als abschreckendes Beispiel. Neben seiner versiebten Ehe ist Wallander nicht in der Lage, Zugang zu seiner Tochter Linda zu bekommen oder gar auf normalem Wege eine neue Beziehung zu beginnen - nein, selbst hierbei handelt er sich zurecht eine schallende Ohrfeige ein. Dies alles hat bei Wallander im Grunde genommen nur die Ursache, dass er offenbar Alkoholiker ist und es nur noch nicht weiß - oder wie sonst sollte man die Unmengen an Whiskey erklären, die er in sich hinein schüttet. Ebenso zeichnet Mankell eine sehr wichtige Beziehung zwischen Wallander und Rydberg - einem älteren und todkranken Mitarbeiter in Wallanders Team. Rydberg ist und bleibt Wallanders Vorbild - auch in den folgenden Bänden. Das gestörte Verhältnis zu Wallanders Vater, die Alkoholsucht, die desolate familiäre Situation und die ständige Unsicherheit, etwas falsch zu machen, stellen Wallander nicht unbedingt als ein Vorbild kriminalistischer und menschlicher Fachkompetenz dar. Die etwas schwierige Darstellung des Protagonisten, aber ebenso auch die Tatsache, dass Mankell ein äußerst düsteres Szeneario zeichnet, welches beim ständig schlechten Wetter beginnt und schließlich in einer brutalten Tatbegehung der Morde endet, machen diesen Roman nicht unbedingt zu einem Gutelaune-Krimi. Die Lösung des Falles scheint zunächst in der Sackgasse zu landen und gelingt erst in den letzten 30 Seiten durch das Zusammentreffen einer Vielzahl von Zufällen, wobei viele Monate und Handlungsabläufe im Eiltempo auf etwa 20 Seiten überbrückt werden. Ein Zeitraum, indem nicht nur das Wetter in Schweden besser wird, sondern auch noch viele kleine Merkwürdigkeiten zur Lösung des Falles beitragen. Dennoch ist dieses Buch nicht unschlüssig oder gar unlogisch. Schlechtestensfalls zeitweise vielleicht etwas langatmig - jedoch niemals langweilig und meiner Meinung nach immer noch gut für drei Sterne und somit ein noch recht gutes und lesenswertes Buch - und fürwahr nicht das schlechteste in der Reihe um Kurt Wallander.
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am 28. August 2007
Ich hatte das Gefühl, es sei an der Zeit, auch mal einen "Mankell" zu lesen - "Die fünfte Frau" hat den Autor in den Kultstatus erhoben und in die Reihen der unbedingt lesenswerten Kriminalautoren aufgenommen. Dennoch war ich nicht Feuer und Flamme, dieses Buch zu lesen, vielmehr neugierig: Würde es halten, was es verspricht?
Kurz und bündig kann ich nach der Lektüre nur mit "Ja" antworten. Mich hat Mankell, wie so viele andere Leser auch, überzeugt.
Anfangs war ich beim Lesen irritiert von der fast schon akribischen Erzählweise des Autors. Er geht präzise zu Werk und scheint sich mitunter in Nichtigkeiten zu ergehen - der Beschreibung, wann jemand einen Kaffee trinkt oder der ständigen Angabe von Datum und Uhrzeit. Jedoch erzählt Mankell ebenso detailliert von den Morden, beschreibt die Gedankengänge der handelnden Personen haarklein und erschafft so eine vollmundige, tiefgründige Handlung.
Der Inhalt dreht sich um gepeinigte Frauen und um Rache, um psychische Abgründe und das Brechen von seelischen Dämmen. Als Leser hat man bald eine Ahnung des Tatmotivs, erhält von Mankell jedoch immer nur häppchenweise neue Informationen. So nähert man sich im Gleichschritt mit Kurt Wallander und seinem Team der Auflösung des Falls, wenngleich man als Leser mehr Informationen hat als die Ermittler. Schließlich wechselt Mankell immer wieder die Perspektive und folgt mal den Gedanken der Täterin, um dann kurz ins Leben eines Opfers umzuschalten bis er wieder bei den ermittelnden Polizisten landet. Die Frage, wer in diesem Roman wirkliches "Opfer" ist und wer nicht, bleibt bis zum Ende fraglich. Auch nach dem Ende des Buches ist man sich nicht ganz sicher.
Insgesamt: Präzise erzählt, mit viel Fingerspitzengefühl für Stimmungen sowie für Menschliches und Unmenschliches. Ich frage mich, warum ich mit der Lektüre so lange warten konnte.
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am 1. November 1998
Leider wird in Mankell's Roman viel zu sehr (und mindestens 150 Seiten zuviel!) berichtet anstatt erzählt. Was wir von der Landschaft, in der die Handlung spielt, erfahren - Herbst, Wind, Regen, Eintönigkeit, der nahende Winter - spiegelt zwar von außen das Innere der handelnden Personen und insbesondere des Protagonisten wider, dessen seelische Befindlichkeit uns beim Lesen insofern ständig gewärtig bleibt, von dem wir aber an fast keiner Stelle Äußerlichkeiten (Gestalt, Physiognomie, Bewegungen) erfahren, die - erzählerisch gekonnt eingesetzt - ja genauso viel zur Vermittlung einer Persönlichkeit beitragen können wie inneres Befinden. Was also Kurt Wallander betrifft, steht immer eine unendliche Erschöpfung und Müdigkeit im Vordergrund, die sich unserer beim Lesen allmählich ebenfalls bemächtigt. Dies ist zwar gekonnt gemacht, für 540 Seiten aber, leider, zuwenig. In viel stärkerem Maße noch gilt das für die Täterin der geschilderten Verbrechen. Ihre Motive sind für den Leser zwar nachvollziehbar, er kann sie aber kaum verstehen. Der Epilog, der dies leisten soll, wirkt da etwas nachgeschoben. Die Personen des Romans bleiben zu sehr agierende Figuren als daß sie zu greifbaren Persönlichkeiten werden.
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