find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 24. Juli 2017
Ich habe mir dieses Buch bewusst gekauft, da ich ein sehr gespaltenes Verhältnis zum Alkohol und dessen gesellschaftlichen Einflüsse habe. Jack London greift dieses Thema wirklich sehr gut auf und es ist interessant zu sehen, dass sich auch 100 Jahre später nicht viel geändert hat.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 16. April 2017
Die spannend täglichen Erlebnisse von Jack London als Eisenbahntramp. Er schildert, wie er Bekanntschaft mit den Schienensträngen macht. Schließt sich diesen Verlockungen an Die Schienenstränge führen ihn überall hin. Oft ist es lebensgefährlich auf die fahrenden Züge aufzuspringen, auf den Puffern von Zügen zu sitzen. Dann wider auf den Plattformen von Güterwagen durch Nacht bei Wind und Wetter. Zugleich vom Personal der Züge verfolgt. Bis er dann als Tramp festgenommen wird. ER erlebt die Rechtlosigkeit im Zuchthaus. Es geht um das nackte Überleben.
Sehr lesenswert.

Fünf Sterne.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Dezember 2012
Ich schleße mich allen 5* Rezensenten an. Ich habe dieses Buch entdeckt als ich gerade mal 18 war und habe mich darin selbst wieder gefunden. Es ist für mich das Kultbuch überhaupt. Ich habe es in den vergangenen Jahrzehnten oft gelesen, auf Deutsch und Englisch. Mich würde interessieren ob Jack London sich heute, in 2012 auch nicht als Alkoholiker betrachten würde. Ich selber habe jahrelang so getrunken wie er (also auch lange abstinente Phasen) und jeder Gedanke, jede Emotion erlebt, die er beschreibt. Es gibt ganz einfach kein besseres Buch über die ganze Suchtdynamik. Heute arbeite ich selber mit Alkoholabhängigen und unterrichte auch Studenten auf diesem Gebiet und zitiere ganz einfach immer wieder dieses Buch.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Vielleicht liegt es daran, dass Alkoholismus für Außenstehende einer eher nervige und anödende Erscheinung ist. Dieser autobiografisch gefärbte Roman über einen Schriftsteller, der immer mehr seiner Sucht erliegt, ist auf die Dauer eine recht langweilige, weil redundante Lektüre. Neben moralisierenden Passagen, die den Prohibitionismus preisen, gibt es immer wieder sehr ähnliche Episoden, die zeigen, wie nach längerern Phasen von Abstinenz, der Rückfall erfolgt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Februar 2015
Die Schlussfolgerung Londons, sich als Befürworter des Frauenwahlrechts und der Emanzipation engagieren zu müssen, um dadurch einen gesellschaftlichen Wandel hin zu Prohibition und einer nicht von Drogen vergifteten Jugend und Millionen leidender Angehöriger in Gang zu setzen, ist hehr und nachahmenswert. Leider scheitert sie an der Realität.
Eindrücklich wird der Weg in den Niedergang eines Menschen in einer von Toleranz und Glorifizierung der Trunksucht geprägten Welt beschrieben. Beginnend mit der Verharmlosung der gefährlichen ersten Begegnungen mit Alkohol im Kindesalter, die von den involvierten Erwachsenen als lustige Anekdoten wahrgenommen werden, über den Gruppenzwang und dem Bedürfnis, reif und erfahren wirken zu wollen, spannt sich der Bogen bis zum verhängnisvollen regelmäßigen Konsum. Wo London in seinen wilden Jugendjahren noch durch exzessiven, aber zu seinem Glück regelmäßig unterbrochenen, Alkoholkonsum auf Messers Schneide balanciert, verfällt er mit zunehmenden Alter in einen immer ausschweifenderen und unkontrollierbaren Drang nach dem ihm niemals sonderlich mundenden Gift. Ironischerweise richtet er sich auf dem Höhepunkt seines Schaffens als gemachter und angesehener Mann, der ohne Methanolnachschub nicht einmal mehr zum Schreiben fähig ist, systematisch zu Grunde. Die Konditionierung seiner von Armut und harter Arbeit geprägten Kindheit und Jugend legten das Fundament für die spätere Vernichtung.
Lebensnah werden auch die Metamorphosen beschrieben, die mit dem Suff einher gehen. Von blitzschnellen Stimmungsumschwüngen, in denen aus Freundschaft Mordlust wird; ekstatischer Verzückung, die in lebensbedrohliche Vergiftung umschlägt; trügerischer Eloquenz und Charme zu tiefer Depression und Selbstmordabsicht. Und über all dem stets das Banner der gruppendynamischen Illuminierungsverherrlichung.
Obwohl man, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen oder in die unsicheren Gefilde der politischen Inkorrektheit oder Geschlechterdiskriminerung abzudriften, durchaus sagen darf, dass der Suff ein zutiefst männliches Problem ist. Beginnend mit dem Gruppenzwang, Gruppenblödheit, dem Entsprechen von Erwartungshaltungen und der kulturellen Konditionierung fallen Männer aufgrund ihrem Hang zur Rudelbildung samt Hirnausschaltung viel eher der Sucht anheim als nicht nur in dieser Hinsicht sozial wesentlich kompetentere Frauen. Die traurige Ironie ist, dass die vorsichtigeren und ihrem Verstand vor der totalen Illuminierung den Vorzug gebenden Frauen die Hauptleidtragenden der zu vernünftigen Konsumformen unfähigen männlichen Bevölkerung sind.
London als Vordenker einer anderen Art der Drogenpolitik zu bezeichnen, kann aufgrund des nachvollziehbar extremen Standpunkts der Prohibition nicht gut gehen. Eher hat er die Finger in die Wunde eines wohl unlösbaren Dilemmas gelegt, das zwischen rigidem Verbot samt drakonischer Strafen und liberaler Legalisierung auch zu harter Substanzen schwankt. Einen Mittelweg zu beschreiten wird schon allein aufgrund der psychologischen Schlüsselreize rund um Verbote und gesellschaftliche Zwänge unmöglich sein. Nur offenbart sich anhand der Thematik die Erbärmlichkeit der weltweiten Gesetzgebung, die willkürlich zwischen Todesstrafe und legalem Verkauf für ein und dieselbe Substanz steht und stark von kulturellen Strukturen geprägt ist.
Man durchlebt an der Seite Londons eine ganze Säuferkarriere und die Motive, Ängste und Hintergründe wurden selten in solch eindringlichen Bildern gezeichnet. Ein leider wohl zeitloses Werk, da man eine Droge, die einmal so tief in das kulturelle und gesellschaftliche Leben eines Volkes hinein gewuchert ist, unmöglich wieder verschwinden lassen kann. Denn dafür wären Selbstkritik, Reflektion, generelles Umdenken, eine neue Gesellschaftsordnung und anderweitige Utopien notwendig, wie eine Zivilisation, die sich nicht mit der Glorifizierung krankmachender Gifte selbst beschämen muss, sondern es ihren Mitgliedern ermöglicht, ein würdiges und erfülltes Leben zu führen. Und damit dem Übel Wasser, Wurzel und Ursache abgräbt und durchtrennt.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. März 2011
Jack London Roman 'Koenig Alkohol`weist nicht nur autobiografische Zuege auf und thematisiert die verschiedenen Formen des Alkoholismus und seiner Funktionen fuer den einzelnen, sondern beschreibt auch sehr detailliert die Situation um 1910 herum in Amerika. Der Ich-Erzaehler verfaellt bereits recht frueh den Verlockungen des Alkohols und kann sich fortan diesem nicht mehr entziehen. Wann immer eine Situation danach schreit, ob aus Gruenden der Freude oder um den Kummer zu ertraenken, der Alkohol ist in unterschiedlichster Auspraegung stetiger Begleiter. Und er verklaert dem Autor die Realitaet. Alkohol macht ihn mutiger, entspannter, nimmt Aengste und erzeugt Sehnsuechte, die in der Realitaet verloren gehen. Um nach der Ausnuechterung Leere zu hinterlassen. Die Kehrseite der Medaille. Alkohol veraendert die Persoenlichkeit der Protagonisten, man erlebt, wie der Alkohol langsam Besitz ergreft und nicht mehr ablaesst. Auf der einen Seite seine Verteufelung, auf der anderen die Glorifizierung durch Erlebtes, das ohne Alkohol anders wahrgenommen wuerde. Scheinwelt und Wahrnehmungsverlust als staendige Begleiter des Alkohols. Schon vor 100 Jahren ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gab und gibt. Hervorragendes Literaturwerk, das fuer sich spricht, ohne den Finger erheben zu muessen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Dezember 2000
König Alkohol (engl. John Barleycorn) gehört zu den am stärksten autobiographisch geprägten Werken des Autors, neben "The Road" (Abenteurer des Schienenstranges) und "Martin Eden". Der Weg des Alkoholikers, von Anfang an mit environmentalistischem Blickwinkel geschrieben ist der zeitlose Klassiker der Suchtliteratur und hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Insbesondere die fatale Befürwortung des Prohibitionsgedankens am Ende des Buches signalisiert die Brisanz des Stoffes; eine Diskussion die heutzutage im Hinblick auf Drogenkonsum neu geführt werden sollte. Noch eine Bemerkung zu Präsentation des Autors in der Amazon-Kurzbeschreibung: leider wurde hier im Autorenportrait die Kurzbiographie von Gutenberg kritiklos übernommen. Jack London beging keinen Selbstmord - in vielen Untersuchungen hinlänglich bewiesen.
11 Kommentar| 38 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Mai 2010
"Eine leise Ahnung ergriff mich plötzlich, daß ich durch die Ebbe entführt würde. Ich hatte nie an Sterben gedacht. Selbstmordgedanken lagen mir fern. Und als sie jetzt kamen, erschienen diese mir als eine prachtvolle, glänzende Apotheose, als die Krönung meiner kurzen, aber strahlenden Laufbahn. Ich, der ich nie die Liebe eines Mädchens, die Liebe einer Gattin oder die Liebe von Kindern kennengelernt, der ich nie auf den weiten sonnigen Gefilden der Kunst gespielt, nie die sternkalten Zinnen der Philosophie erklommen und noch nicht mehr als einen Stecknadelkopf von der gewaltigen Welt vor Augen gesehen hatte - ich stellte fest, daß ich alles konnte, alles gesehen und erlebt hatte, was überhaupt erlebenswert war und daß es jetzt Zeit sei, zu verschwinden. Das war der Streich, den König Alkohol mir spielte!" (Seite 59)

Dieses Zitat stammt aus Jack Londons "König Alkohol", in dem er seine lebenslangen Erfahrungen mit dem Alkohol schildert. Er erzählt, wie er mit fünf Jahren das erste Mal aus Neugierde Bier trank, wie er mit sieben Jahren aus Todesangst soviel Wein trank, dass er mehrere Tage lang in einem Delirium gefangen war und so weiter. Doch trotz allem wurde er erst als Erwachsender vom Alkohol abhängig. Dies führte schließlich so weit, dass er ohne den Alkohol keinen einzigen Satz zu Papier bringen konnte........

Zuerst einmal möchte ich erklären wie es dazu kam, dass ich - als 16-jährige - ein Buch über einen Alkoholiker lese: Dieses Jahr habe ich mich für einen Praktikumsplatz in der Psychatrie beworben und bekam einen Platz in der Station für Suchttherapie und Entwöhnung zugesprochen. Dabei habe ich Alkoholabhängigen geholfen wieder in ihr normales Leben zurückzufinden. Ich war davon so begeistert, dass ich mich seitdem für jede Literatur über bzw von Alkoholikern interessiere. Jack Londons "König Alkohol" war das erste Buch dieser Art.

Und es war großartig! Bereits nach ein paar Seiten war ich so begeistert, dass ich mir sicher war, dass dieses Buch fünf Sterne verdienen würde. Zuerst einmal hat Jack London einen tollen Schreibstil; zwar beschreibt er die Ereignisse seines Lebens, die auf den Alkoholmissbrauch zurückzuführen sind, sehr sachlich, doch trotzdem sind diese schockierend.

Gleich zu Beginn bittet er den Leser darum, dass dieser Verständnis für seine Taten zeigen möge. Und dies sollte man auch tun, denn letztendlich wird ein Alkoholabhängiger nicht einfach so zu dem was er ist oder wird gar als solcher geboren, sondern er wird durch seine Lebensumstände abhängig. Dies ist eine von zwei Kernaussagen des Buches. Die andere, die auch mehrmals stark von London betont wird, lautet, dass der Alkohol in unserer Gesellschaft verboten werden sollte, da er zu viele ehrenwerte und gute Menschen zugrunderichtet. Dieser Satz sei einfach so dahingestellt.

Doch trotz aller Geschehnisse und auch obwohl er weiß, dass der Alkohol ein falscher Freund ist, der einem nur verspricht und nichts gibt, bleibt Jack London abhängig. Dies zeigt, dass Alkoholabhängigen geholfen werden muss, da sie nicht von allein davon loskommen und dass man nicht mit dem Finger auf solche Leute zeigen sollte, da es jedem einzelnen von uns so ergehen kann.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. September 1999
Wer dieses Buch nicht gelesen hat oder es selbst erlebt hat, wird nie verstehen, wie Menschen dem Alkohol verfallen können. Da die zweite Variante nicht immer praktikabel ist, erweist sich dieses Buch als Lehrbuch für den nicht wünschenswerten Fall, daß man durch Schwäche, falsche Freunde oder großen Kummer im betäubenden Stoff seine Hoffnung begräbt. Die einzelnen Phasen des Alkoholismus werden in ihrem Elend so farbenprächtig beschrieben, daß es hoffentlich genügend abschreckend für jeden Leser sein wird. Zugleich begreift man die tiefen Leiden, die dieser Form der Abhängigkeit innewohnen. Diese autobiografische Geschichte zeigt dem Leser die Wurzeln der Seele des Autors und zeugt von seinem großen Mut, selbst elebten Schmerz mitzuteilen. Das soll als Warnung verstanden werden. Dabei möchte der Autor aber nicht den Zeigefinger erheben, sondern über die Gründe für die menschliche Niederlage Alkoholismus zeigen. Es wird dem Leser bewußt, daß nicht jeder Süchtige die Schuld an seiner Misere allein trägt, sondern daß hier auch die Ignoranz der Umgebung des jeweiligen Menschen nötig ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar| 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. November 1999
König Alkohol ist m.E. Pflichtlektüre für alle, die regelmäßig mit Alkohol zu tun haben. Ich kenne keine andere Publikation, die das Thema direkter, unmittelbarer und schonungsloser darstellt. Ich hatte, als ich das Buch las, das Gefühl, mich selbst wieder zu finden. Es ist geeignet, seine eigene Sauferei zu reflektieren.
0Kommentar| 54 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden