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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 26. September 2003
Die Geschichte des geistig beschränkten Charly, der durch einen medizinischen Eingriff "intelligent" werden darf - einzige Bedingung, er muss jeden Schritt in seinem Tagebuch festhalten - ist eines der anrührendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Anfangs drückt Charly sich unbeholfen aus, schreibt alles falsch und sieht doch in seiner Naivität die bedeutenden Dinge des Lebens glasklar. Er liebt die Menschen an seiner Arbeitsstelle, weil sie immer so nett lachen, wenn er kommt. Mit zunehmender "Intelligenz" stellt er fest, dass sie in Wirklichkeit über ihn lachen und eigentlich gar nicht nett sind. Immer träumte er davon, klug zu sein. Doch als er es ist - geradezu sensationell klug - hat er plötzlich keine Freunde mehr. Nun muss er bewusst die soziale Entwicklung nachholen, die sein sich viel schneller entwickelnder Verstand vorgibt. Sein einziger echter Partner ist die Maus Algernon, die einige Zeit vor ihm bereits mit derselben medizinischen Behandlung begonnnen hat. Und dann stellt Charly fest, dass die wissenschaftlichen Berechnungen der Medizinier einen fatalen Fehler enthalten...
Das ganze ist humorvoll, lebensnah, unprätentiös geschrieben. Meines Erachtens ist Charly noch besser als "Einer flog über das Kuckucksnest".
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am 13. Februar 2011
"Charly" beschreibt in Form von Tagebucheinträgen des Protagonisten dessen Weg von einem geistig zurückgebliebenen Individuum der Gesellschaft zu einem über die Maßen intelligenten Vertreter der menschlichen Spezies.
Der Leser erfährt die traurige Lebensgeschichte eines unglaublich liebenswürdigen Menschen, der weder als Schwachsinniger noch als Intelligenter je richtig dazu gehört und zudem unfähig ist, eine Beziehung mit der Frau, die er liebt und die ihn liebt, einzugehen.
Schließlich entpuppt sich auch noch der anfängliche Sieg über seine geistige Unzulänglichkeit als ein Zustand, der nicht von Dauer ist.
Nachdem er seinen einzigen Seelenverwandten, eine Versuchsmaus namens Algernon, an der dasselbe Experiment wie an Charly durchgeführt wurde, verliert, muss er dem Unausweichlichem ins Auge sehen. Gnadenlos wird der Leser gezwungen, den Helden der Geschichte zurück in die benebelnde Schwachsinnigkeit zu begleiten.

Das Buch ist eines der emotionalsten, das ich je gelesen habe und berührte mich auf der ganzen Linie. Beim Lesen der letzten Tagebucheinträge, die wieder von der eigenwilligen Rechtschreibung und Grammatik des ursprünglichen Charly geprägt sind, konnte ich die Tränen kaum zurückhalten. Allein der Gedanke, dass die Hauptfigur am Ende (wieder) nicht mehr in der Lage ist, die Ungerechtigkeit, die ihm im Leben widerfahren ist, geistig zu erfassen, verspricht einen gewissen Trost.

Absolut lesenswert.
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am 13. März 2011
"Dr Strauss sagt fon nun an sol ich aufschreiben was ich denke und woran ich mir erinere und ales was ich erlebe. Wiso weis ich nich aber er sagt es ist wischtisch da mit sie sen ob sie mich nehmen könen. Ich hofe sie nemen mich weil Miss Kinnian sagt fileich könen sie mich Intelgent machen. Ich möchte gern Intelgent sein. Mein Name ist Charly Gordon ich Schafe in der Bäckerei Donner Mr Donner gibt mir 11 dollers die woche und brot und Kuchen wen ich wil. Ich bin 32 Jare Alt und negsten monat ist mein Geburstag."

Huch...was ist das? So viele Rechtschreibfehler gleich zu Beginn eines Romans? Dann geht mir ein Licht auf und ich stelle fest, dass ich hier in einer Art Tagebuch lese. Geschrieben von Charly Gordon - 32 Jahre alt und geistig behindert. Mit einem IQ von 68 ist er so zurückgeblieben, dass er sich nicht einmal mehr an die Vornamen seiner Eltern erinnern kann. Aus Scham, Angst und Hilflosigkeit haben ihn seine Eltern schon als Jugendlichen abgeschoben und seither hat er sie und seine Schwester auch nicht wiedergesehen.

Aber Charly hat ein großes Ziel - er will unbedingt "Intelgent" werden, weil er meint, dadurch mehr Freunde zu finden und seine Arbeit als Reinigungskraft in der Bäckerei besser verrichten zu können. Er besucht die Mittelpunktschule für retardierte Erwachsene und lernt mühsam lesen und schreiben. Seine Lehrerin empfiehlt ihn als Testperson für eine neuartige Gehirnoperation, die bisher allerdings erst in Tierversuchen erprobt wurde. Bei der Labormaus Algernon war das Experiment erfolgreich und nun soll Charly der erste Mensch werden, bei dem die Intelligenz gesteigert werden kann. Die Operation gelingt - aber, wie fast immer im Leben, hat die Medaille auch hier zwei Seiten...

Leseempfehlung und Fazit:
Uneingeschränkt empfehlenswert!
Die ersten 35 Seiten sind zwar etwas anstrengend zu lesen, denn die täglichen Fortschrittsberichte, die Charly schon vor der Operation schreiben muss, enthalten natürlich noch sehr viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Mit zunehmender Seitenzahl findet man sich aber immer besser zurecht und schließlich macht Charly auch Fortschritte.
Ich habe mich mit ihm über jeden kleinen Erfolg gefreut und gespannt verfolgt, wie sich sein Leben nach der Operation weiterentwickelt.
Charly, der sich im Laufe der Geschichte vom liebenswerten, aber ziemlich einfältigen jungen Mann, zum überragenden Genie entwickelt, hat sich für immer einen Platz in meinem Herzen erkämpft!
"Flowers for Algernon" wurde von Daniel Keyes zunächst als Kurzgeschichte veröffentlicht und gewann 1960 den Hugo Award. Die Romanversion erschien 1966 und wurde mit dem Nebula Award ausgezeichnet. Die deutsche Erstausgabe wurde 1970 unter dem Titel "Charly" veröffentlicht und 2006 vom Klett-Cotta Verlag als "Blumen für Algernon" neu aufgelegt.
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am 20. August 2006
Inhaltsangabe siehe erste Renzension.

Dieses Buch ist zuvor als Kurzgeschichte erschienen, und hat an einigen Stellen (vor allem im mittleren Teil des Romans) schon seine "Überlängen". Das ist aber auch schon die einzige negative Kritik an diesem wunderschönen, humanistischen, zum Teil tieftraurigem und mit viel psychologischen Feinsinn geschriebenenen Buch. Die Intensität des Buches ist vor allem auf Keyes' Idee zurückzuführen, die Geschichte Charles Gordon selbst in Form von Fortschrittsberichten erzählen zu lassen. Dadurch bekommen vor allem die anfänglichen wie die zuletzt geschriebenen Fortschrittsberichte eine psychologische Dramaturgie, die in der SF ihresgleichen sucht.

Die Kernaussage des Buches, nicht nur die Intelligenz macht eine Persönlichkeit aus, wird hier intensiv von allen Seiten beleuchtet, und man erwischt sich selbst dabei, dass man der Eigenschaft Intelligenz oft zuviel Bedeutung beimisst.

Trotz manchen Längen im Mittelteil ein herausragendes Werk, nicht nur der SF-Literatur.

Muss man gelesen haben. Knapp 5 Sterne
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am 16. Juli 2010
Ich hab dieses Buch schon mal gelesen, als es neu erschienen war (lang her) aber nicht recht verstanden. Erst jetzt, Jahrzehnte später, geht mir der Sinn des Buches auf: daß nämlich der Mensch nicht Gott spielen soll, kann und darf, da er eben nicht Gott ist und demzufolge auch nicht allmächtig werden wird! Erst recht wird es ihm nicht gelingen, ein vollkommenes Wesen zu erschaffen oder für ein unvollkommenes Wesen eine bleibende Veränderung zu einem vollkommenen zu erwirken.
Charly war in seiner kindlichen Unwissenheit vor der Operation glücklicher als danach. Zwar lernt er unglaublich schnell unglaublich viel, und er durchschaut seine sogenannten Freunde. Aber er ist genauso einsam wie vorher. Einzig seine Nachbarin kann ihm ein wenig über die Einsamkeit und auch über die sexuelle Blockade, verursacht durch eine überängstliche Mutter, hinweghelfen. Wenigstens ist er nach dieser Erkenntnis imstande, die Frau zu lieben, die er wirklich liebt - auch wenn es nicht von Dauer ist. Denn seine Zeit als Intelligenzler läuft ab. Und da sehe ich die Tragik. Ich finde das Buch fesselnd, man kann nicht mehr aufhören zu lesen. Ich finde es sehr anrührend, und die Tragik des Ganzen zieht sich durch die ganze Erzählung. Anders als die Rezensenten vor mir aber kann ich beim besten Willen keine Spur von Humor in diesem Buch entdecken. Vielleicht geht der mir hier ja auch völlig ab...
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am 4. August 2013
fehlende Wörter sind eine Zumutung seitens Amazon 7 7 7 7 7 7 7 7 7 7 7 7 7
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