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am 24. September 2000
Dieses von Kershaw stetig wiederholte "Entgegenarbeiten" erinnert mich doch sehr an Goldhagen. Erinnert man sich in Deutschland nicht meht an die unberechtigt vernichtenden Kritiken gegen diesen ach zu jungen und unerfahrenen jüdischen Amerikaner?
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HALL OF FAMEam 1. Juli 2004
Das Werden und Sein des Dritten Reiches geht mit den privaten Ereignissen des Menschen Adolf Hitlers parallel!
- Das war für Ian Karshaw in anderen Büchern bereits ab 1914 ein lohnendes Forschungsfeld:
- Hitlers Laufbahn bis 1919 sieht er als eine Kette des Scheiterns: Zuerst als Kunstmaler abgelehnt, dann versucht sich als Raumausstatter. Auch dort nicht akzeptiert, Hitler soll kein guter Arbeiter und Kamerad gewesen sein. Als Soldat im ersten Weltkrieg gilt er als nicht beförderbar, nach vier Jahren ist Hitler immer noch Gefreiter. Anschließend sinkt er als Spitzel noch weiter, er lebt in der Halbwelt der Münchner Obdachlosenheime. Da er aus seinen Fehlern nicht lernen kann/will gibt sich zornigen Macht-Phantasien hin, mit wem er eines Tages alles abrechnen wird: Den Sozialdemokraten, den Gewerkschaften; den Juden mit ihren hübschen Geliebten, ihrem Geld und ihrer kulturellen Identität; Konfessionen, den Aristokraten, Verlagen, Justiz, den Intellektuellen mit ihrem Bildungsdünkel; den Konservativen mit ihren altnmodischen preußischen Idealen von Ordnung, Geduld und der langweiligen Behaglichkeit eines Privat- und Liebeslebens; den modernen Künstlern. All jene Gruppen hatten mit seiner Person bisher nichts im Sinn gehabt. Daß ein Mensch mit einem Verhalten zwischen Erbitterung und Bosheit von jedweder Gesellschaft abgestoßen wird, dass man sich doch auch persönlich könnte, darauf kam Adolf Hitler nicht.
- Es gab in Deutschland schon früher Menschen, die aus kleinen Verhältnisse ganz nach oben kamen (z.B. Kant oder Friedrich Ebert): Mit Geduld, persönlicher Leistung auf unterer, mittlerer und dann (legal übergeben) höchster Ebene.
Bei Adolf Hitler war es keineswegs so: Er wollte es allen zeigen, und zwar mit den abnormen Eigenschaften, ob derer er abgelehnt wurde! Gerade mit diesem nichtsozialen Ich, mit den subjektiven Methoden seiner Wahl wollte er nach oben kommen. Und bald gekrönten Häuptern gleichgestellt sein. Die Jahre zur Machtergreifung sind eine Folge aus Propaganda, Intrigen, Mordbefehlen (auch an ehemaligen Mitstreitern wie Thule oder der SA), Unwahrheiten und einer fehlenden ideologischen Leitstruktur.
- Die Misere des Landes war das zeitgleiche Zusammentreffen von Hitlers persönlicher Erbitterung und der Hang zum Selbstmitleid so vieler Deutscher nach dem verlorenen 1. Weltkrieg. Das trotzig-nihilistische Verfeuern alter Ideale und der Monarchie. Und Hitler schien für viele gewaltbereiten/ungeduldigen/desillusionieren (um die Jahrhundertwende und später geborenen) Menschen der einzige Politiker zu sein , wo das Leben in einem Tabula-Rasa Rausch wieder Sinn zu machen schien: Sie kannten die traditionellen Werte schon nicht mehr aus eigenem Erleben, ihre Eltern traten nicht mehr ein für die kulturellen, familiären und religiösen Dinge ein, die Preußen einst Weltansehen und Beliebtheit schenkte.
- Ian Karshaew schildert weitere Parallelen von Hitlers Persönlichkeit und Deutschlands Schicksal nach 1933/36.
- Die Fakten des Buches lassen vermuten, dass Hitler keine ideologische Richtschnur für sein Handeln hatte. Er hielt Reden gegen den Bolschewismus und machte einen Pakt mit Stalin. Er macht eiserne ewige Verträge mit Staaten, die ein paar Wochen später gebrochen werden. Er hält loyale Reden an die SA und lässt diese anschließend liquidieren. Er redet von Treue zu Deutschem Blute, Rasse usw. und besucht weder die Front noch fühlt er mit den zerbombten deutschen Städten oder dem verwüsteten Land, etc. ...
Deutschland war in diesem Betrachtungswinkel Objekt seiner persönlichen Karriere, man erkennt nach dem Lesen keine emotionale oder ideologische Verbundenheit des Österreichers Hitler zu seinem Gastland Deutschland, dass er wie ein auf Sieg getrimmtes Rennpferd beinahe zu Tode prügeln lies.
- Die Theorie, die Ereignisse des Dritten Reiches mal von der Persönlichkeit Hitlers als Schlüssel gesehen wird halte ich für eine spannende Angelegenheit. Der Autor würdigt auch die Intelligenz des Führers, seine Rednergabe, Organisationstalente etc. Bis 1939 fielen ja auch etliche Engländer auf Hitlers Reden Herein und hielten ihm die Stange, z.B. George Bernhard Shaw.
Andere Entstehungstheorien seines Aufstiegs, etwa aus marxistischer Sicht (das Kapital hat Hitler gemacht und nicht umgekehrt; die Revolution der internationalen Arbeiterschaft wird automatisch so ein System alsbald stürzen,???). Nein, mit solchen antiquaren Weltbildern konnte man weder das nihilistische Neue des Dritten Reiches erklären, geschweigedenn es bekämpfen.
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