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am 13. Februar 2013
Gerade die von verschiedenen Autoren beleuchteten unterschiedlichen Aspekte in Bezug auf das Leben Jesu und die daraus resultierenden Folgen (urchristliche Gemeinden, die Entstehung der Evangelien, die politischen Auswirkungen etc.) führen zum gewünschten Einblick in die Zusammenhänge. Sicherlich fordert es den Leser ein wenig, diese Perspektivenwechsel mit zu vollziehen, aber immer nur für die ersten zwei, drei Seiten der jeweiligen Kapitel. Danach verhelfen die verständliche Spache, die nicht zu abgehobenen theologischen Betrachtungen und der Einblick in die geschichtlichen Hintergründe zu einem sachbuchangemessenen Lesespaß.
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TOP 100 REZENSENTam 12. Dezember 2012
Man hört immer wieder verblüffte Antworten, wenn bemerkt wird, dass Jesus ein Jude war, jüdisch getauft und jüdisch gestorben. Er wollte seine Religion reformieren. Die meisten Feiertage sind auch heute noch eng mit den jüdischen Festen verbunden, das wissen ganz wenige, einige mussten sogar verschoben werden. Wer weiß, welcher Religion die Römer vor dem Christentum anhingen? Die Germanen ganz weit oben im Norden, wie wurden sie von den Römern damals eingeschätzt? All diese Fragen und noch viel mehr werden in diesem hervorragenden Buch abwechslungsreich, aus unterschiedlichsten Blickwinkeln von unterschiedlichen Autoren in 4 Teilen (Das Leben Jesu, Die antike Welt, Leben in Palästina, Der neue Glaube, insgesamt 25 Essays) beantwortet.

Tacitus war angewidert von den Germanen, ein Volk das seiner Ansicht nach dem Trunk und dem Würfelspiel verfallen war. Seneca bezeichnete sie als Barbaren, nur darauf aus, den nächsten Stamm auszurauben. Aber es gab gar keine Germanen damals. Rechtsrheinisch lebten ca. 40 Stämme, u.a. die Cherusker, die Bruketerer, die Langobarden, die Vandalen oder die Sueben. Man stand miteinander auf Kriegsfuß, ca. 1-3 Mio Menschen. Die Masse lebte als freie Bauern, versorgte sich selbst. Es gab keine Städte, nur Gehöfte, Weiler, Dörfer mit selten mehr als 300 Einwohnern. Menschen und Tiere lebten im gleichen Haus, fensterlos, mit einem Ofen in der Mitte. Es gab Freie und Sklaven, die Freien trafen sich zum Thing, eine Art Vollversammlung des Stammes. Es waren keine Zeiten, um alt zu werden. Man war abhängig von der Ernte, der Natur, Wind und Wetter.

Wenn wir heute die Zeitrechnung mit Kolumbus auf Null stellen würden, wäre es ähnlich wie im Jahr 525, als der Mönch Dionysius auf die Idee kam, Jesus als Wegscheide der Zeitrechnung einzusetzen. Er ist die zentrale Persönlichkeit der vergangen 2 Jahrtausende, sogar der Islam erkennt ihn als Propheten an, der im Koran sogar öfter erwähnt wird als Mohammed.

Jesus hat nichts Schriftliches hinterlassen. Nicht Bethlehem war sein Geburtsort, sondern Nazareth, wahrscheinlich wurde er 4 Jahre vor sich selbst geboren: 4 v. Chr. Seine Eltern nannten ihn Jeschua, was bedeutet: Gott hilft. Jesus ist die griechische Form diese aramäischen Namens. Jesus wurde am See Genezareth (1/3 des Bodensees) groß und fischte dort seine ersten Jünger, das Fischerdorf Kapernaum wurde zum ersten Zentrum der von ihm geführten (jüdischen) Reformbewegung. Dabei war die griechische Sprache das "Internet" der damaligen Zeit, in ihr fanden die Gedanken ihre Verbreitung, die Römer hatten alles Griechische verinnerlicht, es war die zentrale Kultur- und Denksprache. Man weiß nicht, ob Jesus selbst Griechisch oder Aramäisch sprach. "Weil die griechische Sprache und die damit verbundene Weltsicht die Menschen jener Zeit über große Entfernungen hinweg einander nahebrachte, fand der Glaube aber später Gehör." (S. 25) Z.B. über Paulus. Auf dem Land, also in Nazareth, sprach man Aramäisch, in der Stadt und unter den Händlern redete man Griechisch. Jesus kam vom Land und ging ins Land, Städte mied er. Vergleiche bei Jesus waren immer landbezogen, es gibt keinen städtischen Kontext in seinen Predigten.

Bis zum Jahr 28 hatte niemand etwas von ihm gehört. Er war plötzlich da, zu diesem Zeitpunkt 32 Jahre alt. Seine Heimat Galiläa war gekennzeichnet durch Arbeiter und Bauern, das südlich gelegene Judäa beheimatete die Gelehrten und Priester. Galiläa war ungeheuer fruchtbar, am See Genezareth wuchsen Trauben 10 Monate im Jahr und viele andere Früchte. Der römische Regent von Galiläa, Antipas (Sohn von Herodes) verstand seine politischen Geschäfte, er tolerierte die jüdische Religion und sorgte insgesamt für einen blühenden Aufschwung der Region Galiläa. Die Einwohner waren entweder Bauhandwerker (nicht Zimmermann, es gab so gut wie kein Holz, Jesu Vater war Bauhandwerker), Fischer oder Landwirt.

Im Jahr 28 war in Galiläa eine Art antiker Kapitalismus eingezogen: Profitstreben und Gewinnmaximierung beherrschten den Alltag. Rom lenkte aus der Ferne, in dem es die Herrscher vor Ort ernannte, gebaut auf Macht und Loyalität, aber vor allem gerichtet auf die Abgaben. Die Last damals war erdrückend: Grundertragssteuer, Handel- und Gewerbesteuer, eine Kopfsteuer, die auch Vieh und Sklaven mitzählte, dazu Tempelsteuer, Wege- und Brückenzoll. Das Aufkommen der Steuern lag bei 50% des Einkommens. Diese Abgaben wurden unerbittlich eingezogen, Gnade? - Fehlanzeige! Die meist vielköpfigen Familien waren gezwungen, immer mehr zu arbeiten, sie alle lebten am Existenzminimum....

Jetzt breche ich ab. Sie erkennen die Parallelen zum Heute und sind hoffentlich ebenso gespannt auf dieses hervorragende Buch, das ich allen empfehle, die wirklich dorthin blicken wollen, wo unser christliches Verständnis herkommt. Ich werde dieses Buch als Weihnachtsgeschenk 2012 einsetzen. Es ist aus unterschiedlichsten Blickwinkeln, von unterschiedlichen Autoren (Kirchenhistoriker, Theologen, Archäologen) geschrieben, spannend und klar zu lesen, ein echter Genuss.
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 20. Dezember 2012
Mit mehr als 2,1 Milliarden Gläubigen ist das Christentum die größte Religionsgemeinschaft. Für Christen ist Jesus Christus, der "Sohn Gottes", der Heilsbringer, der Messias, der im Alten Testament von den Propheten angekündigt worden ist. Viel wird über ihn erzählt, vielleicht genauso viel ist hinzugedichtet. Aber unbestritten bleibt eine faszinierende Wahrheit, die für Christen genauso gilt wie für Andersgläubige oder Atheisten: "Es gab ihn wirklich, den historischen Jesus aus dem Dorf Nazareth, einen Handwerkersohn, der die Welt veränderte", der in Galiläa und Judäa lebte, als Wanderprediger einen Kreis von Anhängern um sich scharte und mit Anfang 30 in Jerusalem am Kreuz starb. Aus einer anfänglich kleinen Glaubensgemeinschaft entwickelte sich letztendlich die heutige mächtige Weltreligion mit ihrer, wie es die Theologen Christoph Markschies und Hubert Wolf einmal formulierten, " großen Topografie von Erinnerungsorten". Und genau dort ist das Buch, das von Annette Großbongardt und Dietmar Pieper herausgegeben wurde, auch angesiedelt. Gegliedert in vier große Teile ("Das Leben Jesu", "Die antike Welt", "Alltag in Palästina", "Ein neuer Glaube") wird der Leser auf eine Reise in die Zeit vor über 2000 Jahren mitgenommen.

Von Jesus von Nazareth ist so gut wie nichts schriftlich überliefert. Die Evangelien wurden erst Jahre nach seinem Tod geschrieben. Wie viel davon ist wahr? Was wurde hinzugedichtet? Was wissen wir wirklich über den Heiland und seine Welt? Erschreckend wenig. Handfeste Zeugnisse, die sich eindeutig Jesus oder seinen frühen Gefolgsleuten zuordnen lassen, gibt es nicht. "Wer dem Mann aus Galiläa begegnete, hat nichts über ihn aufgeschrieben. Wer über ihn schrieb, ist ihm nicht begegnet.", stellt die Redakteurin des "Tagesspiegels" Claudia Keller folgerichtig fest. Auf unterschiedliche Art und Weise ergründen somit auch die 21 Spiegel-Autoren in den im Buch enthaltenen 25 Analysen, Essays und Reportagen zumeist nur aus Vermutungen oder aber wissenschaftlich-kritischen Forschungen, warum aus dem gerade einmal zweijährigen Wirken des äußerst charismatischen Predigers diese mächtige Weltreligion entstehen, warum sich seine Anhänger schon früh vom Judentum abspalteten und wie sich der neue Glaube im Römischen Reich über große Entfernungen weiterverbreiten konnte.

Vielleicht war es gerade das Vielfältige und Vieldeutige, das den Erfolg der jungen Religion ausmachte. Wer waren die Männer und Frauen, die mit ihrer Begeisterung und ihrem Bekennermut zu den ersten Botschaftern dieser Religion wurden? So wird u. a. in einem Beitrag die lange Zeit unterschätzte bedeutsame Rolle der Frauen um Jesus nachgezeichnet. Ein anderer wiederum beleuchtet das besondere Verhältnis Jesu zu Johannes dem Täufer. Wie sah sich Jesus selbst und was bedeutete er für seine Zeitgenossen? Was unterschied diesen einen von all den anderen Charismatikern seiner Zeit im mediterran geprägten Kulturraum Palästinas? Welche Spuren lassen sich dort noch finden? Welche Berufe hatten die Menschen zu Jesu Lebzeiten? Wie sah ihr Alltag aus? Wie entwickelte sich die Medizin in der Antike? Was hat es mit den Qumran-Rollen, die am Toten Meer zwei Jahrtausende überdauert haben und zu den wertvollsten Dokumenten der biblischen Zeit zählen, auf sich? Und welche Rolle spielte der römische Verwaltungsbeamte Pontius Pilatus im wohl folgenreichsten Prozess der Weltgeschichte? Hielt er Jesus vielleicht sogar für unschuldig? War das Todesurteil vielleicht ein schwerer Justizirrtum?

"Es ist sicherlich äußerst müßig zu versuchen, die Grenzen zu ziehen zwischen der Sachinformation in biblischen Erzählungen und einer Darstellung, die religiöser Verklärung dient und dem Willen zur Mission geschuldet ist. Denn es gibt diese Trennung nicht.", stellt Spiegel-Autor Stefan Berg folgerichtig fest. Für die beiden Herausgeber und nach "allem, was über ihn bekannt ist, war Jesus ein Revolutionär wider Willen, vielleicht der wirkungsmächtigste der Weltgeschichte." Einen guten Einblick in die Anfänge des Christentums gibt dieses Buch auf jeden Fall, auch wenn vieles nur angerissen wird. Für diese höchst interessante Reise sollte man sich wohl deutlich mehr Zeit nehmen.
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am 23. Dezember 2012
das thema und auch die bisherigen bewertungen waren vielversprechend.
die vielen themen werden eher oberflächlich behandelt, nicht ohne wiederholung, und die anfänge (im weitesten sinne) des christentums sind eher das thema, als jesus von nazareth.
drei sterne, weil ich mehr erwartet hätte, aber auch weil das buch für den leser/die leserin mit weniger vertrautheit mit dem thema sicher wertvoll sein kann.
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HALL OF FAMETOP 100 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 4. Dezember 2012
Egal ob jemand Christ ist oder ob er nicht an Gott glaubt, Jesus von Nazareth übt auch heute noch eine große Faszination auf die Menschen aus. Aber was wissen wir heute von ihm? Was glauben wir von ihm zu wissen?

Die Autoren des vorliegenden Buches gehen biblischen und nichtbiblischen Quellen nach und sie kommen immer wieder zu dem Ergebnis, eigentlich wissen wir so gut wie nichts von ihm. An historisch sicherem Material gibt es nicht viel über Jesus zu berichten. Um so erfischender ist der Blick der Spiegelredakteure in die Zeit in der Jesus gelebt hat. Sie geben ein lebendiges Bild vom Palästina der damaligen Zeit und von dem neuen Glauben der langsam den Weg um die Welt antrat.

Selbst für Christen eine wissensreiche Lektüre!
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am 14. März 2015
Das Buch ist eine Sammlung von Aufsätzen und Artikeln über Jesus und seine Zeit, es gibt daher keinen roten Faden. Obwohl die Texte gut recherchiert, wissenschaftlich fundiert und interessant sind, bleibt das Neue, Besondere und fast Revolutionäre an der Figur Jesus zu blass. Warum gerade dieser Wanderprediger und Prophet aus hunderten Anderer heraussticht und als Einziger bekannt blieb, warum er bis heute fasziniert und Leben sowie Weltanschauung unzähliger Menschen und ganzer Kulturen prägt - all dies wird nicht deutlich und auch kaum thematisiert. Einer Annäherung an das Charisma Jesu kommt der Leser durch dieses Buch nicht näher.
Es wäre z. B. schön gewesen, wenn ein Text darüber enthalten wäre, warum Jesu Gedanken bis heute modern und sogar revolutionär sind, auch wenn man NICHT gläubig ist. Wie heilsam also jemand wirkt, der sich zu den am Leben Scheiternden, den Angstvollen, Verunsicherten, Überforderten, Verlassenen stellt; der die Angst vor Tod, Einsamkeit und Krankheit nimmt, ohne sie mit dem üblichen, grellbunten Spaß- und Konsumspektakel zudecken zu müssen - gerade heute und in einer Gesellschaft, die geprägt ist von Konsum, Leistungs-Vergötterung, der Todes-Leugnung, der Abwertung Schwächerer, der Zunahme an psychosomatischen Krankheiten und Burnout, dem hohen Ansehen von Schwätzern und Großtuern.
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am 19. Oktober 2014
Es handelt sich hier um eine Ansammlung von Artikeln über das Leben und Umfeld von Jesus. Zusammen mit zeitgeschichtlichen Informationen (z. B. auch über die Varusschlacht im Jahre 9, die keinen direkten Bezug zu den Geschehnissen in Palästina hat) ergibt sich so in der Gesamtheit ein Bild, das einen guten, der neueren Forschung entsprechenden Überblick über die Zeit, in der Jesus gelebt hat, vermittelt. Die Artikel stammen großenteils von Redakteuren des Spiegel-Nachrichtenmagazins und sind in entsprechendem, journalistischen Stil geschrieben.
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am 13. September 2014
Dieses Buch gibt einen Einblick in Leben, Zeit und Umwelt Jesu, schafft Zusammenhänge, die jemand, der einfach "nur" Religion in der Schule hatte, nicht unbedingt sehen würde und das alles in einer Sprache geschrieben, die angenehm zu lesen ist und keinerlei Längen aufweist. Absolut empfehlenswert für alle, die Interesse an Jesus als Person UND Erlöser haben!
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am 15. August 2015
Was mir besonders gut gefällt, ist der Versuch der Autoren, das Leben des Jesus von Nazareth so wirklichkeitsnah wie möglich zu beschreiben. Dazu wird vieles berücksichtigt, was das Leben der Menschen der damaligen Zeit in dieser Region ausgemacht hat. Ein undogmatisches Buch, um Klarheit bemüht.
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am 1. Januar 2013
Sehr gut und interessant geschriebenes Buch - kann ich nur weiterempfehlen. Für den Leser, der sich mit dem historischen Jesus beschäftigen will.
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