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am 15. November 2013
Dieses Buch zur russischen Geschichte ist eine Sammlung von 34 einzelnen Artikeln verschiedener Autoren des SPIEGEL-Verlags.
Es ist in die vier Teile "Vom Fürstentum zum Zarenreich°, "Aufbruch nach Europa", "Verhinderte Reformen" und "Expansion und Untergang" gegliedert. Während die Abschnitte zur frühen russischen Geschichte noch einigermaßen objektiv dargestellt werden, findet man zur jüngeren Geschichte (etwa ab Beginn des 20. Jahrhunderts) die übliche klischeehafte Hetze gegen Russland. Kommentare wie "Im Kreml haben Größenwahn und Bürgerferne Tradition" oder "Putin ist ein Zar" sind Beispiele für derartige Entgleisungen.
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am 3. September 2012
Es ist eine lange und beileibe auch harte, teils brutale, oft gewalttätige, manchmal auch gute Geschichte, welche die verschiedenen Autoren im Buch chronologisch und durchaus dicht Revue passieren lassen.

Von Iwan dem IV., durchaus als Reformer angetreten und doch nachher nur noch als „der Schreckliche“ in den Geschichtsbüchern vermerkt (in Russland selber aber zurückhaltender „Der Gestrenge“ genannt), bis zu Nikolaus II., dem letzten Zaren, reicht die Darstellung der Zaren im Buch. Alleinherrscher, die allzu oft mit Härte und Knechtschaft ihren Machtanspruch festigten, das Land für eigene Zwecke aussaugten und dem Volk meist die Knute nur zeigten. Eine faszinierende Geschichte, die bis heute ein hohes Verständnis für das „Innere“ Russlands weckt, die Stalin und die Sowjetunion erklärbar macht, die bis heute ein Licht auf die Art und Weise wirft, wie in Russland scheint's zu allen Zeiten „geherrscht“ wurde und wird. Egal unter welchem formalen Deckmantel, ob Monarchie, Kommunismus oder Demokratie.

Wobei, wie auch heutzutage noch, die Rolle der erzkonservativen orthodoxen Kirche Russlands sich bereits in den Anfängen der zaristischen Herrschaft eng mit der Macht verband (und davon durchaus profitierte), auch dies eines der vielen Puzzlestücke, welches im Buch nachvollziehbar und gut lesbar dargeboten wird. Wie das Buch im Gesamten sprachlich und inhaltlich einen fundierten und dennoch unterhaltsamen Eindruck hinterlässt.

Die besondere Rolle Deutschlands für das zaristische Russland von Beginn an (mit einer intensiven Verbindung unter Peter dem Großen späterhin) bis zuletzt zeigen die Autoren ebenso auf, wie die inneren Strukturen der Macht und Machterhaltung über fast 500 Jahre hinweg. Eine Zeitspane, innerhalb derer mit Katharina der Großen sogar eine Deutsche den Zarenthron bestieg und wo gilt: „von Katharinas Sohn, dem Preußen Bewunderer Paul I. bis zum letzten Zaren Nikolaus II. heirateten die russischen Kaiser mit Vorliebe deutsche Prinzessinnen“.

Ergänzt werden die gelungenen Portraits der einzelnen Zaren im Buch durch Beschreibungen von Leben und Wirken von Schriftstellern und Intellektuellen wie Puschkin, Gogol, Dostojewski und viele mehr. Wie selbst der als „Aufklärer und Modernisierer“ geltende Peter der Große, wie jeder andere Zar auch, seine „harte Hand“ über dem Land hielt, diese Spannung zwischen Kultur, Intellekt und massiver Gewalt arbeitet das Buch hervorragend aus. Hierzu gehört auch die Entwicklung des jungen Stalin in den letzten Jahren des Zarentums. Ebenso, wie eben „Größenwahn und Bürgerferne“ im Kreml bis heute Tradition haben. Im letzten Kapitel wirft Alexander Rahr abschließend einen treffenden Blick in die Gegenwart Russlands unter Putin (der vielleicht doch auch thematisch noch gut in dieses „Buch der Zaren“ hineinpasst).

Hervorragend geschrieben, fundiert recherchiert und immer mit dem Blick auf die großen Verbindungen der einzelnen Geschichten bietet das Buch einen facettenreichen Blick auf die Geschichte der Zaren in Russland, portraitiert die einzelnen Zaren und eröffnet einen differenzierten Blick in die „russische Seele“ mitsamt der Pracht der Monarchen, der vielfachen politischen Wendungen, wirtschaftliche (oft Fehl-) Entscheidungen und dem Elend weiter Teile der Bevölkerung.
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"Die Herrschaft der Zaren" ist ein fachlich gutes, aber lediglich die Oberfläche berührendes Konglomerat aus SPIEGEL-Artikeln. Die Magazin-Reihe richtet sich an historisch interessierte Laien und ist perfekt auf diese abgestimmt. Die einzelnen Artikel sind in ihrem Umfang übersichtlich und bedürfen keiner Vorkenntnisse zum Verständnis.
Dadurch entsteht ein Werk, das einen guten Einstieg in die Geschichte des russischen Zarentums bietet und als Nachschlagewerk taugt, wenn man die bekanntesten russischen Geschichtsereignisse kurz und prägnant nachlesen möchte. Neue, über eine gute Allgemeinbildung hinausgehende Erkenntnisse vermittelt dieses Buch jedoch nicht.
Was zudem irritierend ist, ist die Lücke von 1917 bis 2012. Wäre es noch nachvollziehbar gewesen, ein Buch über die Geschichte des Zarenreiches mit dem Tod des letzten Zaren enden zu lassen, folgen hier noch zwei weitere Artikel. Während der Artikel über den Kreml zumindest noch Bezug zum Zarenreich aufweist - auch wenn er primär von dem von Wladimir Putin beherrschten Kreml handelt - ist das abschließende Interview über Putin als Zar doch eher als Effekthascherei anzusehen.

Das textgleiche Spiegel-Magazin ist für 7,50 Euro immer noch verfügbar. Wer jedoch lieber ein Buch für 19,99 Euro wünscht, hat Dank der Deutschen Verlags-Anstalt jetzt die Chance dazu.
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am 29. April 2013
Das Buch ist gut und einfach geschrieben! Nicht zu kompliziert und gibt einen guten Überblick über die Geschichte, macht Spass!
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am 20. Januar 2013
Das Buch ist ganz interessant, leicht zu lesen und zu verstehen. Mit vielen Bildern und Informationen. Werde ich gerne weiter empfehlen!!!
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am 29. Oktober 2012
Nach einer 'klassischen' Russlandreise: St. Petersburg - Moskau mit einer hervorragenden Führung, war dieses Buch eine sehr gute Ergänzung zu dem, was wir erlebt und erfahren haben, können jetzt manches besser verstehen, bzw. nachvollziehen, vor allem die 'Putinproblematik'. Man kann es jeden Reisenden wärmstens empfehlen.
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am 17. Juni 2014
Ich habe das Buch irritiert nach 50 Seiten weggeschmissen: der übliche billige reisserische polemische und selbstgerechte Spiegelstil. Ein Durcheinander an Informationen - wer wenig Vorwissen hat, wird danach auch keines haben. Wie gesagt: nach 50 Seiten Schluss...
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am 12. März 2013
Ist in gewohnter Spiegel-Manier geschreiben (d.h. realtiv kurze Geschichten diverser Autoren). Geht jetzt nicht massiv in die Tiefe, gibt aber einen guten ersten Einblick in die Entwicklung des Zarensystems in Russland und ist auch durchaus interessant geschrieben.
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am 8. Dezember 2012
Von Anfang an liest es sich flüssig und versorgt mit hinreichend Informationen über den Aufstieg des Reiches.
Auch der Link zur Moderne wird hierbei gut dargestellt und man kann sich ein bisschen die Lebensart näher bringen und sieht die eine oder andere Ereignisreihe etwas mit anderen augen.
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am 17. Mai 2014
genau wie die anderen Teile der Serie sehr informativ und gut geschrieben. Aufteilung in viele Kapitel was das wiederholte lesen von bestimmten Passagen einfache macht.
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