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am 1. Januar 2017
„Alice im Niemandsland“ wurde von der deutschen Historikerin, Autorin und Journalistin Miriam Gebhardt geschrieben und dabei handelt es sich um ein Sachbuch über den Feminismus in Deutschland. Das Buch ist 2012 im DVA Verlag erschienen und umfasst 380 Seiten.

Als erstes machte Miriam Gebhardt eine journalistische Ausbildung. Nach dieser arbeitete sie bei verschiedenen Zeitungen wie zum Beispiel Süddeutsche Zeitung, die Zeit und verschiedene Frauenzeitschriften. Noch heute arbeitet sie als Journalistin und Publizistin und dies unter anderem für die Zeit. Ihre Promovierung als Historikerin fand 1998 im Fach Neue Geschichte bei der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster statt. Heute arbeitet sie außerplanmäßig an der Universität Konstanz als Professorin. Dabei liegen die Schwerpunkte ihrer Arbeit wie nach dem Buch zu erwarten bei der Frauenbewegung, der historischen Sozialisationsforschung und der bei der modernen deutsch-jüdischen Geschichte.

Wegen dem Titel ging ich erst einmal davon aus, dass es nur ein Kritikbuch über Alice Schwarzer sein würde, aber ich wurde positiv überrascht. Das erste Kapitel wunderte mich zwar, aber bald hatte ich den roten Faden gefunden. Mir hat es sehr gefallen, dass in dem Buch der Feminismus in Deutschland von der Weimarer Republik bis in die heutige Zeit erzählt wurde. Außerdem erfährt man durch das Buch viel über die Frauenbewegung in Frankreich und in den USA, weil diese beiden Länder für den Feminismus in Deutschland wichtig waren. Und natürlich geht es auch um Alice Schwarzer, jene Frau, welche in Deutschland für die Frauenbewegung steht. Sogar so sehr, dass mein Chef mir sagte, dass ich doch keine Frau sein könne, wenn ich kritisch über Frau Schwarzer denke. Dank dem Buch weiß ich nun, dass ich mit meiner Kritik nicht alleine dastehe. Nur in Deutschland bestimmt eine einzige Person die Frauenbewegung und um Frau Gebhardt zu zitieren, handelt es sich bei dieser um eine „Matriarchin“, welche „ideologisch unbeweglich“ ist. Sie geht in dem Buch schwer mit Alice Schwarzer ins Gericht, aber erklärt dies durch Beispiele ganz gut. Klasse fand ich auch, dass Schwarzer Konkurrentinnen ebenfalls erwähnt wurden und zu meiner Schande muss ich gestehen das ich vor dem Buch nicht einmal ahnte, dass es auch andere Feministinnen in Deutschland gibt und von der dritten Welle, welche heutzutage versucht Alice vom Thron zu stoßen, hatte ich davor auch noch nie gehört.

Es ist ein wunderbares Sachbuch über den Feminismus in Deutschland und es eignet sich nicht nur für Leserinnen, auch Männer die sich für das Thema interessieren, könnten damit glücklich werden. Auch jene Feministinnen, welche Alice Anhängerinnen sind, könnten damit eventuell etwas anfangen. Denn in dem Buch geht es um viel mehr als nur Alice Schwarzer.
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am 27. Juli 2014
Wer sich mit Feminismus und Frauenbewegung beschäftigen möchte und kein Buch lesen möchte welches zu sehr im wissenschaftlichen, akademischen Fach Jargon geschrieben wurde, der kann in diesem Buch fündig werden.

Es ist eine Einladung sich mit der Geschichte der Frauenbewegung auseinanderzusetzen. Sie in in all ihren Facetten zu ergründen; mit ihren fortschrittlichen oder höchst konservativen Seiten, ihren Widersprüchen, ihrer Fülle.
Es legt einem so einige ihrer Kämpferinnen und Denkerinnen ans Herz, und hilft die verschiedenen Strömungen besser nachzuvollziehen, sich dem Erbe bewusst zu werden. Es gibt Lust auf Feminismus.

Dafür scheint es notwendig sich mit Alice Schwarzer auseinanderzusetzen, deren Name im deutschsprachigem Raum noch immer mit Feminismus gleichgesetzt wird, als wäre es ein und dasselbe, als gäbe es keine anderen feministischen Perspektiven als diese!
Warum diese jedoch dringend notwendig sind, und weshalb Alice Schwarzers Gedankengut kritisch hinterfragt werden sollte, dies wird einem in diesem Buch deutlich.

Wunderbar sind auch Miriam Gebhardts Fähigkeiten komplexe Themen mit einfachen Worten zu erklären. Zum Beispiel den Unterschied zwischen Differenzfeminismus und Gleichheitsfeminismus, aber auch wenn sie Judith Butlers Überlegungen erklärt, die oft missverstanden und falsch wiedergegeben werden. Oder akademische Begriffe wie "Intersektionalität", die helfen aus einem arroganten Universalismus hinaus zu mehr Bewusstsein für Unterdrückungsmechanismen, auch in der eigenen Bewegung, zu kommen. Eben das was bei Alice Schwarzer fehlt und ihren oft sehr hetzerischen Ton gegenüber Kopftuchträgerinnen und Sexarbeiter/innen ausmacht.
Am Schönsten ist jedoch die Einladung aus dem Entweder/Oder rauszukommen, zu einem Sowohl-Als-Auch.
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am 26. Juni 2013
Mir ist während des Lesens nie so richtig klar geworden, was die Autorin will.
Angekommen ist bei mir:
Alice Schwarzer als Person ist abzulehnen....Seh` ich anders. Es gibt sicher Meinungen von Frau Schwarzer die ich so nicht teile, aber das kann ich ja dann beim Thema diskutieren, deswegen ist für mich nicht die Frau abzulehnen.
Weiter: Die Aussage, dem Feminismus sind die Frauen abhanden gekommen: ich frag mich woran die Autorin das festmacht....in meinem Umfeld empfinde ich das anders.....sowohl bei meiner Tochter(12Jahre) als auch bei meiner Mutter als auch bei allen Frauen meines Alters(51.Ich stelle tatsächlich fest, das sich die Form des Protestes geändert hat; aber das Frauen nicht mehr feministisch denken nehme ich so nicht wahr....auch nicht in den Medien....
Mit dem Begriff Feminismus tun sich Frauen schwer...(auch das hat laut Frau Gebhard Frau Schwarzer verschuldet)aber meiner Meinung dazu ist folgende: sich einer Bewegung anzuschließen die wieder bestimmt was man denken und tun soll tun sich Frauen schwer....vielleicht ist das ja eine Erklärung für die Probleme im Umgang mit dem Begriff. Ich habe sofort ein Bild in mir wenn ich diesen Begriff höre und fühle mich eingeengt. Ich will so (lila Latzhosenträger, verbiestert, Humorlos....)nicht sein, also wende ich den Begriff nicht an oder bezeichne mich nicht als Feministin.Trotzdem empfinde ich vieles als Errungenschaft und es gibt Verhaltensweisen, die sind für mich so selbstverständlich daneben wie für andere Frauen auch. Ich trau mich halt nicht mich so zu nennen, weil ich vielleicht vor irgendwas Angst habe und denke ich hab nicht die Kraft mich zu wehren.Ich hab den Eindruck ich würde in eine Schublade gesteckt und mir ist es halt nicht egal was andere von mir denken....vielleicht bin ich zu schwach, das mag ja sein aber so ist es....
Bei einigem, was Frau Schwarzer unterstellt wurde habe ich verdutzt für mich festgestellt: das weiß ich doch erst alles seit ich Emma lese und auch erst von Frau Schwarzer.....
Ich hatte oft den Eindruck das es für Frau Gebhardt ein Problem darstellt, das der "Deutsche Feminismus" so ins Hintertreffen geraten ist, und uns die Amerikaner soweit voraus sind....obwohl Frau Gebhardt das als so bedauernswert empfindet(ich hoffe mal ihre Wahrnehmung stimmt) sehe ich das sehr positiv. Im Zeitalter der Globalisierung ist es doch egal wer die "guten" Ideen hat.
Fazit: Ich brauch kein Buch, das sich an Alice Schwarzer abarbeitet.
Mir ist nicht klar geworden, wieso es heutzutage keine Frauenbewegung mehr gibt.
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am 24. Oktober 2012
Dieses Buch fehlte sehr lange in der Verlagslandschaft, endlich traut sich jemand, dem Feminismus wieder zu altem Glanz zu verhelfen! Und zum Glück hat sich die Historikerin und Autorin Miriam Gebhardt gewagt! Sie macht in wohlüberlegten, exzellent recherchierten Thesen deutlich: Der Feminismus gehört nicht in die Mottenkiste!
Die Geschichte des Feminismus ist interessant aufbereitet. Trotz Soziologiestudium war mir vieles nicht mehr in Erinnerung, vieles im Detail nicht bekannt. Miriam Gebhardt entlarvt diejenigen, die sich heute "moderne Feministinnen" nennen und doch den konservativen Werten durch und durch aufsitzen. Sie macht sehr deutlich, wie sehr Deutschland in Sachen Gleichstellung im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern hinterherhängt und stellt immer wieder die Frage, warum wir uns damit eigentlich so schwertun! Ein schönes, pointenreich, verständlich geschriebenes Buch, das auf dem Boden der Tatsachen bleibt, und hoffentlich endlich die feministische Debatte wieder anstößt, hoffentlich in vielen Facetten!
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am 26. September 2012
Ein kluges, ein wichtiges Buch, mit Furor geschrieben. Miriam Gebhardt gibt dem bösen F-Wort wieder die Bedeutung, die es verdient. Sie zeigt Feminismus als traditionsreiche, vielfältige und spannende Auseinandersetzung mit dem Leben, auf die wir Frauen stolz sein sollten, statt sie von einer einzigen Alice dominieren zu lassen - und uns beleidigt abzuwenden. Mirima Gebhardt rettet den Feminismus hierzulande. Endlich.
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am 12. Juli 2014
super präzise und mit viel "Witz" und Tiefe geschrieben. absolute Empfehlung für alle die sich als Mann dafür interessieren :)
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am 29. Oktober 2012
Lust auf Feminismus!
Ich bin Studentin und finde das Buch sehr hilfreich. Es ist viel engagierter geschrieben als die üblichen Fachbücher, aber trotzdem informativ und sachlich. Es hat mir geholfen, meine Wissenslücken über die Geschichte der Frauenbewegung zu schließen, und ich verstehe jetzt viel besser, welche Positionen es im Feminismus gibt, und wo die Bewegung bei uns versandet ist. Aber vor allem: Das Buch von Miriam Gebhardt macht wieder richtig Lust auf Feminismus.
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